„Auf dem Küchenfußboden sterben um sieben Uhr früh, wenn andre Menschen Spiegeleier braten,
ist nicht so schlimm,
außer es passiert dir selbst.“
- by Charles Bukowski

Tagebuch Januar 2011
Freitag, 28.01.2011
Heute geht es endlich mal wieder zu einem Konzert in den Musikkeller. Leide schon unter Abstinenz.
Mal sehen was die ÄRZTE - Tribute so bringt.
Musikkeller.Ärztemangel / Ärzte Tribute Show bedeutet eine Portion Spaß gepaart mit musikalischer Perfektion und Nähe zum Original! Die vier Jungs aus Aschaffenburg verstehen es das Publikum ihn ihren Bann zu ziehen. Das aktuelle Programm besteht aus einem ausgewogenen Mix der besten Ärzte Songs der letzten 30 Jahre!
Morgen fahre ich dann zu Heidl, die ich in den letzten Wochen viel besser kennenlernen durfte (wenn auch vorerst nur über Internet und Telefon).
Da kennt man manche Menschen schon seit Jahren, hat indirekten Small-Talk-Kontakt und mit einem Mal hat die Verbindung einen ganz andere Bedeutung, weil man sich halt mal bemühte, die Person intensiver kennenzulernen.
Zu Heidl werde ich nach meinem Besuch mehr schreiben.
Ansonsten ist alles zur Zeit im grünen Bereich. Mit Helga, meinem Bruder und Familie und auch im gesundheitlichen Sektor.
Das einzige was mich schon länger beschäftigt und woran ich auch wahnsinnig zu knabbern habe ist die Tatsache, dass nach den beiden Prostataoprationen nichts mehr so ist wie es Bestand hatte.
Mittwoch, 09.02.2011
Es ist die Musik und die Liebe, die aus der gleichen Ursuppe unserer Existenz entstanden ist.
Lange vor dem ersten Lebewesen auf unserem Planeten. Lange bevor Gott in sieben Tagen unsere Welt erschaffen hatte, existierte die Musik und die Liebe.
Sie war das A und O der Genesis.
In allem war die Musik und die Liebe. In Allem.
In jedem Windhauch, in jedem zarten Rauschen in den Ähren der Getreidefelder, der Grashalme in den Steppen. In jedem Baum das zarte Rascheln des Laubes.
In den den Schritten auf nassem Asphalt. Im Stöhnen der Liebenden. In den brummenden Motoren der Autos. Im Lachen ungezwungener Kinder. Überall ist Musik und Liebe. Und wir stehen mittendrin.
Doch erkennen wir es noch? Besitzen wir noch alle die Gabe, in den Akkorden und Klängen zu baden? Uns Hinzugeben an die Allmacht der Töne?
Eigentlich nein.
Aber dann gibt es wieder Momente, in denen wir auf verschwungenen Pfaden plötzlich wieder vor der Tür zu diesem uralten Wissen stehen.
Und man trifft auf Wesen, denen es ebenso ergeht.
Willkommen in meinem Leben. Willkommen "Krebs". Willkommen Adelheit.
Ich kannte sie schon länger. Hatte sie schon oft im Musikkeller gesehen. Auch auf ein paar anderen Konzerten von befreundeten Bands.
Außer einem Hello oder ein wenig Small Talk keine Berührungen.
Wie es eigeentlich zu unserer - inzwischen gewachsenen - Freundschaft kam, kann ich gar nicht mehr erklären. Irgendwie hatte es sich so ergeben. Einfach so.
Wahrscheinlich durch die Musik und die Liebe. Oder ein Déjà-vu-Phänomen. Schon mal gekannt, wiedergefunden.
Aber im Grunde genommen ist das auch gar nicht so von Bedeutung.
Wie schon erwähnt, war ich sie am vergangenen Samstag besuchen.
Sie wohnt in einem zauberhaften antiken Haus mit soooo viel Platz. In der Altstadt eines bayrischen Städtchens. Irgendwo in der Nähe des Mains, der vor kurzem seinen Pegel noch bis kurz vor ihre Haustür hat ansteigen lassen.
Ein richtig geiles Heim, dass Heidl da ihr Eigen nennt.
Es war ein schöner Tag mit ihr, und wir haben viel gequatscht und gelacht. Die Zeit verflog einfach zu schnell.
Und ich hatte auch mein Camera Equipment dabei. Die Bilder waren ein erster Versuch, ihre innere Ruhe, ihr Charisma und ihre weibliche Ausstrahlung - in Dessous verpackt - mit meiner Camera in Bildern festzuhalten.
Wie gesagt ein Versuch, denn die erotische Fotografie hat ihre eigenen Gesetze.
Tagebuch Juni 2011
Mittwoch, 08.06.2011
Meine Gedanken über das Altern.
"Man muß mit Würde alt werden", hört man immer wieder. Mit Würde Altern, soso.
Ich glaube nicht, dass es in der heutigen Welt des Kommerz, des Neides, der Habgier überhaupt noch jemanden gibt, der in Würde altert.
In Würde gealtert sind die Menschen der Naturvölker, denn sie haben noch GELEBT.
Heute ist Altern schlicht und einfach Scheiße. Und da braucht auch keiner zu kommen und zu meinen, dass er gern altert.
Aber das liegt auch daran, dass noch in keiner Epoche unserer Menscheheitsgeschichte alles auf die Jugend ausgerichtet ist.
Fortsetzung folgt.