Tagebuch
Januar 2006
Der
Mantel
Eine
Kurzgeschichte von Annett Lärz,
geschrieben am 13.02.2005
Eine
brennende Kerze stand vor ihnen auf dem kleinen runden Tisch.
Tarotkarten waren in der Formation des keltischen Kreuzes vor
ihnen ausgelegt. Mit einer Tasse Tee haben es sich George und
Di gemütlich gemacht, um die Karten zu deuten.
Er
zog gern Ihre Meinung zu Rate, um eine andere Sicht auf die Dinge
zu bekommen, so auch an diesem Abend.
Di
war gerade dabei, mit ihrer Ausführung zur Position 10 “Dorthin
führt es”, auf der die Hohe priesterin lag anzufangen,
als George wie von einer Tarantel gebissen aufsprang. Er eilte
ins Schlafzimmer, um etwas aus seinem Kleiderschrank zu holen.
Verwundert über seine impulsive Handlung, schaute Di ihm
nach.
“Und das nur wegen eines ...? Ja, was war das eigentlich?”
dachte sie sich noch, als er wieder mit einem schwarzen Ledermantel
in seinen Händen zurückkehrte. George war ganz aufgeregt
über seine Ideen und fing an, Di alles zu erzählen.
Was
es für ein Mantel war.
Wem er gehörte und wie er zu George kam.
Er machte auch Andeutungen über eventuelle Kräfte die
in Ihm lagen. Und so weiter.
“Was
für Kräfte?”
Di konnte sich keinen Reim auf George'sÄußerung machen.
Sie fragte ihn auch nicht danach. Er würde ihr sowieso keine
Antwort darauf geben, nur ein unergründliches Lächeln
würde seinen Augen und Mundwinkel entwischen. Das wusste
sie, denn schließlich kannte sie Ihn ja gut genug.
Dieses
Lächeln in seinen Augen war vielen Leuten immer wieder unheimlich
und beängstigend gewesen. Oft genug hörte Sie das von
ihnen. Doch Sie sah mehr. Sie durfte in sein Innerstes schauen
und da war nichts was Ihr Angst machte.
Sie
hörte Ihm einfach nur aufmerksam zu.
Er sah ihr ganz fest in die blauen Augen, dann sagte er voller
Liebe und Freundschaft die er für Sie empfand:
“Di,
ich möchte, dass Du diesen Mantel bekommst.
Ich möchte Ihn dir schenken.
Es ist ein ganz besonderer Mantel und Du wirst Ihn zu tragen wissen.
Du warst immer für mich da.
Du bist meine beste Freundin.
Du bist meine kleine Schwester.
Ich weiß, dass sich unsere Wege nicht einfach so gekreuzt
haben,
es war Fügung und es wird der Tag kommen,
da werde ich deine Hilfe erneut brauchen und ich weiß,
dann wirst Du für mich da sein.
Nimm diesen Mantel als Zeichen meiner Dankbarkeit,
aber sei vorsichtig und versprich mir, dass Du auf dich aufpaßt,
egal was passieren wird.”
Di
war gerührt, ganz sprachlos über seine Worte. Die Karten
waren nun gänzlich vergessen. Eine Träne kroch in ihr
hoch und sie umarmte ihn mit all ihrer Freundschaft die sie für
ihn empfand.
Sie
hatte Ihn wirklich gern, diesen großen, braungebrannten
Typen, mit den dunklen Augen und langen dunklen Haaren, den jeder
für einen Indianer hielt. Sie musste immer wieder über
die Grübeleien der Leute lächeln, “Was ist das
denn für einer ...?”. Sie wusste es. Ihr hat er es
einmal auf einer ihrer ersten Wanderungen durch den nahe gelegenen
Wald hinter ihrem Haus erzählt. Er hat ihr mehr erzählt
als irgendeiner anderen Person, seit er vor ein paar Jahren aus
dem Westen kam. Ihr hatte er sein ganzes Vertrauen geschenkt.
WOW
... ein Ledermantel, was für ein Geschenk. Sie nahm Ihn in
die Hände und spürte sofort, dass es was mit dem Mantel
auf sich hatte. Ein leichter Schauer huschte ihr über den
Rücken und sie legte Ihn wieder bei Seite.
Es
war schon fast 24 Uhr als sie die Karten zusammen räumten
und Di im Aufbruch war, wieder nach Hause zu fahren. George drückte
ihr den Ledermantel in die Hand und mahnte sie noch einmal:
“Schwesterlein pass auf Dich auf, es ist ein besonderer
Mantel, du wirst es merken.”
Sie verabschiedeten sich wie üblich mit einem Kuss auf die
Wangen, dann ging sie die Treppen hinunter.
“George, warum bist du nur so besorgt um mich? Was hat es
mit dem Mantel auf sich?”, waren ihre Gedanken auf dem Weg
zum Auto. Unten, vor Ihrem alten Mercedes angekommen, spürte
sie den kühlen Wind des herannahenden Herbstes, der sie umhüllte.
Es fröstelte sie und sie streifte sich den Mantel über,
bevor sie ins Auto stieg.
Sie
liebte dieses Auto. Ein alter, weißer Mercedes, fast so
alt wie sie selbst. Für sie war er “Ihr Alter Opa”,
so langsam, so durstig und so gemütlich, eben wie ein alter
Mann.
Langsam
ließ sie den Wagen Richtung Hauptstraße rollen. Es
war ein geiles Gefühl in diesem Ledermantel. Noch nie hatte
sie solch ein tolles Stück besessen. Er passte ihr, als wäre
er für sie gemacht. WOW
Sie
fuhr schon einige Kilometer auf der Hauptstraße, als endlich
ihre Abfahrt auf die Landstraße vor ihr auftauchte. Sie
bog ein. “Nun ist es nicht mehr weit!” bis zu ihrem
kleinen Haus auf dem Lande, in dem sie mit ihrem Freund Wolf und
ihrem vierjährigen Sohn Marcel wohnte, dachte sie noch so
bei sich.
Es war eine mond lose Nacht. Abertausende Sterne begleiteten ihren
Weg, sie war allein unterwegs auf dieser Landstraße. So
schien es zumindest, als sie plötzlich ein unbehagliches
Gefühl in ihrem Bauch vernahm. Ihr Herz fing auf einmal heftig
an zu schlagen. Ihre Hände fingen an zu schwitzen.
Vor
sich in der Ferne sah sie auf einmal eine riesige, schwarze Gestalt
am rechten Weges rand.“Ein schräger Hut und ein langer
Mantel, der selbe Typ wie aus der Werbung von Fernet Branca.”
So schoss es ihr in den Kopf. “Das geht doch gar nicht?...”
Es über kam sie ein Gefühl der Angst, ein eiskalter
Schauer kroch ihr in den Nacken und hinterließ ihr eine
Gänsehaut. Panik machte sich in ihr breit.
Was war das?
Eine optische Täuschung?
Oder nur die Silhouetten der Bäume in der Ferne?
Frostige Kälte breitete sich im Auto aus, sie hauchte in
die Luft und vor ihrem Mund war eine kleine helle Wolke zu sehen.
Sie spürte, dass ETWAS oder JEMAND auf der Rücksitz
bank war. Sie fühlte sich beobachtet und den eisigen Atem
in ihren Nacken.
Sie war nicht mehr allein im Wagen.
Sie schaute in den Rückspiegel. ... Nichts ...
Sie drehte sich um. ... Nichts ... Nichts war zu sehen.
Sie trat auf das Gaspedal, gerade so als ob sie das ETWAS in ihrem
Nacken abschütteln wollte. Doch das gelang ihr nicht.
Die Panik wuchs und sie wusste nicht was sie machen sollte.
“Anhalten? ... mitten im Dunklen ... auf der Landstraße
und warten bis dieser Spuck vorbei war?” NEIN, hier wollte
sie nicht anhalten, es waren doch nur noch ein paar Kilometer
bis nach Hause.
Was war DAS, dass ihr solch eine Angst einflößte?
Sie sah Ihr Leben an sich vorbei ziehen.
Soll es das schon gewesen sein, jetzt wo doch alles gerade so
gut in Ihrem Leben lief?
War es vielleicht der TOD?
Hat er sich auf ihrem Rücksitz einen Fensterplatz reserviert?
Sie
begann laut mit sich selbst zu reden. Immer und immer wieder wiederholte
sie die Worte:
“
Di bleibe ganz ruhig ...
Bloß keine Hektik ...
Du bist gleich zu Hause ...
ALLES WIRD GUT ...”
Sie
versuchte, den Wagen unter Kontrolle zu bekommen.
Die eine Seite, ihr Kopf, sagte:
“Los, fahr doch schneller, dann bist du eher zu Hause.”
Die andere Seite, ihr Bauch, sagte:
“Nein, fahr so wie immer und alles wird gut gehen.”
Sie war verzweifelt, hin und her gerissen.
Mit
zitternden Händen und kalten Schweiß auf der Haut,
fuhr sie die steile Straße hinunter ins Tal und hinein in
eine Kurve.
“Wann bin ich endlich zu Hause?
Was soll das ganze?
Warum Ich?
Ich muß ganz ruhig blieben!”
dachte sie noch so bei sich, als plötzlich genau vor Ihren
Wagen ein riesiges Tier auf die Straße lief. Wie aus dem
Nichts kam es in den Scheinwerfer kegel des Autos gerannt. Sie
trat mit voller Wucht auf die Bremse. Die Reifen quietschten über
den Asphalt und nach etwa zehn Metern kam sie leicht gedreht mit
dem Auto zum stehen.
“Kein Aufprall? Es ist mir doch genau rein gelaufen ins
Auto? Eigentlich ... hätte ich ... hab´ ich ... müsste
doch? Was war das gewesen?” schoss es ihr durch den Kopf.
Ihr Herz schlug immer heftiger, sie war einem Nervenzusammenbruch
nahe, dass war alles ein bisschen viel auf einmal.
Langsam fasste sie sich, legte den Rückwärtsgang ein
und trat auf die Bremse, um mit dem Licht irgendetwas erkennen
zu können.
Nichts ...
Gar nichts ...
Nur ihre Bremsspuren waren auf der Straße zu sehen.
Was um alles in der Welt war das gewesen?
Ein Tier? Wenn ja was?
Langsam
legte sie den ersten Gang ein und begann zu fahren. Tränen
über Tränen quollen in ihr hoch und aus Ihren Augen
heraus. Hemmungslos weinte sie sich ihre Angst und Panik aus ihrem
Herzen heraus.
Die
Fahrt kam ihr wie eine Ewigkeit vor, doch endlich zu Hause angekommen,
rief sie sofort und noch immer unter Tränen George an und
erzählte ihm alles.
“Ich
bin froh, dass Dir nichts passiert ist.
Ich habe es Dir ja gleich gesagt, dass es ein besonderer Mantel
ist.
Vielleicht solltest du dir die Zeit nehmen und mit Ihm reden!”
Di
sah an sich hinab.
Sie hatte noch immer den Mantel an.
Sollten diese Erlebnisse soeben auf der Landstraße wirklich
etwas mit dem Mantel zu tun haben?
Als
sich Di langsam wieder gefasst hatte, setzte sie sich im Schneider
sitz auf ihr Bett und legte den Mantel vor sich hin.
Sie
wusste, dass dies eine Lektion für ihr Leben gewesen war.
Sie war bereit für noch weitere Lektionen, diese war nur
der Anfang und sie war bereit zu lernen.
Sie
betrachtete sich den Mantel, sah Ihn genau an.
Sah das nur so aus ... oder war es Wirklichkeit?
Der Mantel hob und senkte sich, gerade so als ob er atmete.
Sie breitete ihre Hände darauf aus und begann das schwarze
Leder zu streicheln. Ihre Finger tauchten ein in dieses Heben
und Senken,
sie passte sich dem Atem an,
sie tauchte ein und sie wurden EINS.
Dienstag,
10.01.2006
"Tonight
I wanna give it all to you
in the darkness Scooter
there is so much I wanna do
and tonight I wanna lay it at your feet Was
cause girl I was made for you
and girl you were made for me Made
I
was made for lovin' you baby
You were made for lovin' me For
and I can't get enough of you baby
can you get enough of me Lovin'
Tonight
I wanna see it in your eyes
feel the magic You
There's something that drives me wild
And tonight we make it all come true
Cause girl you were made for me
and girl I was made for you Songtext
I
was made for lovin' you baby
You were made for lovin' me Lyrics
and I can't get enough of you baby
can you get enough of me..."
peitschte Jörg, der Keyboarder von HOT STUFF, die Menge
im Colossaal an.
Es war der erste Januar 2006, ca. 01:45 Uhr und die Band hatte
einen sagenhaften Gig in diesem genialen Club in Aschaffenburg
gespielt. Unter dem Motto: Silvesterorgie hatte der Colossaal
seine Pforten geöffnet. Und viele bekannte Gesichter waren
gekommen, um mit den Leuten vom Colos und HOT STOFF das
Neue Jahr zu begrüßen. Und genauso fröhlich ging
es auch in der Garderobe zu. Udai war mit seiner Frau gekommen,
der Fotograf Uwe Specht mit seiner Anja (die beide zusammen bestimmt
wieder an die 1500 Bilder geschossen hatten!?!) und... und...
und...
Ach
ja, EUCH ALLEN ein wunderschönes Neues Jahr 2006. Viel Gesundheit,
viel Liebe, viel Glück. Dazu eine friedlichere Erde mit humanen
Menschen. Aber das wird wohl ein Traum bleiben, denn Korruption,
Menschenverachtung, Gier und Hass regieren unseren Erdball. Und
es wird scheinbar von Jahr zu Jahr schlimmer.
Donnerstag,
19.01.2006
Heute
stand mal wieder die über 30. (???) Nachsorgeuntersuchung
an. Wie sehr oft aufgeregt. Warum eigentlich noch? Wie meisten
viel Wartezeit. Wieso vergibt man Termine? Und vor allem wie immer
Parkplatzprobleme außerhalb des Geländes der Uniklinik.
Grund: fährt man in die Klinik rein und parkt offiziell auf
den Besucherparkplätzen, wird man rigoros abgezockt. Ich
nehme an, gerade weil man weiß wie lang die meisten Besuche
beim Doc oder bei den Patienten dauern, dementsprechend hoch hat
man die Parkplatzgebühren ausgerichtet. Der Frankfurter Rhein-Main
Airport stand da bestimmt Pate!
Morgen
muß ich nun nochmals in die Klinik zum CT der HWS (Halswirbelsäule),
wo ich schon seit Jahren Probleme habe. Danach geht's dann zu
meiner Onkoligin, um das Ergebnis der heutigen Untersuchungen
abzuholen. (Huhu, Frau Dr. Gog!) Eigentlich wollte ich etwas mehrv
erzählen, aber ich lasse es. Sonst heißt es wieder
"der jammert sich mal wieder 'was zusammen".
Heute
habe ich auch meine SONY DSC-F828 Digitalcamera über eBay
verkauft und mir für den Erlös eine CANON EOS 20D und
ein passendes Objektiv gekauft. Schnäppchen! Das Fotografieren
- ein Hobby seit den 60er Jahren - ist wieder ein sehr großes
Hobby von mir geworden. Vor allem seit der digitalsierung der
Cameras.
Dienstag,
24.01.2006
Meine
Untersuchung war sehr positiv. Laut meiner Onkologin alles im
grünen Bereich. So eine Aussage läßt dann immer
sofort alle Anspannung weichen. Nur das CT der Hals wirbelsäule
muß katastrophal sein. Teilweise ist zwischen einem oder
mehreren Wirbeln die Bandscheibe fast weg und Knochen reibt auf
Knochen. Jetzt ist mir auch bewußt, warum ich immer solche
Nacken schmerzen habe. Also gelt es einen guten Orthopäden
zu finden, der mir da zu etwas Linderung verhelfen kann. Ob man
operieren muß wird sich dann zeigen.
Am
Samstag, 21.01.2006 war ich mit HOT STUFF am Nürburgring.
Die Band hatte da einen Event im DORINT Hotel:
FEIERLICHER
SAISONABSCHLUSS MIT BLICK NACH VORNE
Die
VLN (Veranstalter gemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring)
rief, und über 500 Gäste folgten der Einladung zur großen
Jahres siegerehrung. Nach einer erfolgreichen, spannenden und
hart um kämpften Saison 2005 wurden die besten Motor sportlerinnen
und Motorsportler von Europas populärster Breitensport serie
am Nürburgring geehrt. Allen voran die neue Meisterin: Claudia
Hürtgen aus Aachen. Sie gewann die abgelaufene Saison souverän
und reihte sich als Gesamt siegerin der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft
Nürburgring 2005 in die Liste der seit 1977 bestehenden Meisterschaft
ein.
In seiner Eröffnungsrede lobte Promoter Karl-Heinz Gürthler
das gemeinsame Bestreben aller Beteiligten, den Aufwärtstrend
und das hohe Niveau der letzten Jahre auch in der kommenden Saison
fort zusetzen.„Optimismus und Zuversicht prägen die
Motorsportler am Ring, die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft
ist Vorbild für viele andere Renn serien in Deutschland und
speziell auf dem Nürburgring“, so Gürthler. „Die
BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft vereint Marken vielfalt,
Familien freundlichkeit und packenden Motorsport auf der schönsten
Rennstrecke der Welt und trägt auf diesem Weg aktiv zum Erhalt
der Nürburgring Nord schleife bei.“ Ständig steigende
Teilnehmerzahlen, neue und spektakuläre Fahrzeuge sowie eine
ständig wachsende Fangemeinde geben dem Organisationsteam
und den Veranstaltern der zehn Rennen umfassenden Serie Recht.
Gürthler: „Mein Dank gilt speziell auch den zehn veranstaltenden
Vereinen, die in der Saison 2005 einen perfekten Job gemacht haben.“
Michel Pfeiffer, Brand Manager von BFGoodrich Tires lobte die
gute Zusammenarbeit mit der VLN: „Der Bekanntheitsgrad von
BFGoodrich Tires ist gewachsen, was nicht zuletzt das Ergebnis
der guten Partnerschaft mit der Veranstalter gemeinschaft Langstreckenpokal
Nürburgring ist. Ich freue mich, dass unsere Zusammenarbeit
fortgesetzt wird und wir nutzen auch künftig gerne diese
hervorragende Plattform.“
Nach dem offiziellen Teil der Siegerehrung stellten Motorsportler
und Verantwortliche gleichermaßen unter Beweis, dass sie
keine Bewegungsmuffel sind. Zu den Klängen der Combo „The
Speedos“, der Live band„Hot Stuff“
und „DJ Markus“ wurde das Tanzbein geschwungen und
der gepflegte „Benzin talk“ rückte in den Vordergrund.
Wir
waren - nachdem wir uns auf einer Raststätte an der A3 getroffen
hatten - gegen 14:00 Uhr im Hotel. Nach Aufbau und Sound check
begab sich ein Teil der Band auf ihre Zimmer. Ina, Marcus und
ich warfen von der offenen Terrasse im vierten Stock (Arsch kalt!!!)
einen Blick auf den Start- und Ziel bereich des Nürburgring's.
Aber die Kälte ließ uns da nicht lange verweilen und
wir begaben uns in die "Cockpit Bar". Mir
gefiel das Ambiente. Aber vielleicht auch deswegen, weil ich Motorsport
fan bin.
Nach
dem Essen, der Saal war inzwischen schon gut gefüllt, und
den Ehrungen der Fahrer, Teams und Verantwortlichen (Langstreckenlauf
2005 auf der Nord schleife) hatte die Band dann ihren Gig vor
vollem Saal, aber unheimlich steifen Publikum. Na ja, wie singen
die Stones: you can't always get what you want...
Um
ca. 02:00 Uhr lagen wir dann auf der Bude. Ich war als Mitbewohner
bei Marcus eingezogen.
Von viel Schlaf war aber nicht die Rede, denn wir quatsch ten
noch ziemlich lange und Marcus betätigte sich dann den Rest
der Nacht als Zapping-Virtuose an der Fern bedienung des TV. Dem
entsprechend grokkie ging es dann auch zum gemeinsamen Break fest.
Um ca. 12:30 Uhr war ich dann wieder zu Hause.
+++++ +++ +++++
Unser
Wohnzimmer durch ein Fischaugen-Objektiv gesehen:
Tagebuch
Februar 2006
Dienstag,
21.02.2006
Vielleicht
haben es die, die öfter auf meiner Seite sind gleich bemerkt,
dass mein Gästebuch, mein Forum und mein Leben in der Menü
leiste verschwunden sind. Das ist auch okay so, denn ich habe
es satt mich immer und immer wieder von irgendjemanden an pissen
zu lassen.
Deswegen
an diesert Stelle noch einmal für alle, die es bisher noch
immer nicht begriffen haben, warum ich diese Homepage ins Internet
stelle:
Es
kann ja sein, dass der ein oder andere, der diese Page besucht,
sich kopfschüttelnd die Frage stellt, was diese Page eigentlich
soll und welchem Zweck sie dient. Nun, das ist ganz schlicht und
einfach schnell beantwortet. Diese Page dient ausschließlich
meinen Perversionen, meinen Emotionen, meinen Depressionen, meinen
seelichen Orgasmen. Meinen Ängsten, meinen Hoffnungen, meinen
Bewältigungen, meinen Kämpfen. Diese Page dient ausschließlich
und ganz allein und N U R mir! Und wenn Du oder Du oder auch Du
da hinten damit Probleme hast, dann verpiss Dich und erfülle
an meinem verlängerten Rücken das Zitat von Götz
von Berlichingen mit der eisernen Hand: "Vor Ihro Kaiserliche
Majestät hab ich, wie immer, schuldigen Respekt. Er aber,
sag's ihm, er kann mich im Arsch lecken!"
Allen
anderen, die sich hier tummeln: seit Willkommen, Leute!
+++++
+++ +++++
Vom
08. bis 12.02.2006 war ich mit HOT STUFF in Palma de Mallorca.
Die Band hatte dort einen Firmen event bei einem pharmazeutischen
Unternehmen aus Bad Homburg v.d.H. .
Wir
trafen uns am Mittwochabend, 08.02.2006 gegen 18:00 Uhr auf dem
Frankfurter Flughafen, checkten ein und machten uns auf den Weg
zu unserem Flieger. Bei der Zugangs kontrolle zu den Abfugsgates
wurde ich von einem Sicherheitsbeamten, in der Flughafen Fachsprache
auch "Pfuschler" genannt, in einen extra Raum gebeten.
Die Mitglieder der Band schauten mir erstaunt hinterher. Aber
das war auch nicht verwunderlich, denn es war wie eine Verhaftung.
In
dem Büro mit mehreren sonderbaren Geräten verlangte
der anwesende Beamte dann, dass ich meine Kameratasche öffnen
sollte. Meine andere Tasche mit dem Notebook stellte ich auf ein
Regal neben der Tür.
Der
Beamte griff nach einem ca. 8 x 2 cm großen Papierstreifen
und fuhr da mit über meine Fototasche, meine Kamera, meine
Objektive. Dann schob er den Papierstreifen in ein Gerät,
das einer modernen Supermarkt kasse nicht unähnlich war.
Es dauerte einen Augenblick und das Gerät - deswegen der
Vergleich mit einer Kasse - spuckte einen "Kassenbon"
aus. Der Beamte betrachtete ihn und meinte daraufhin: "Okay,
Sie können gehen." Das tat ich auch schleunigst, nachdem
ich meine Foto tasche wieder eingeräumt und verschlossen
hatte. Ich war sofort der Meinung, dass mit dem Papierstreifen
irgendwelche Sprengstoff spuren am Fotoequipment gesucht wurden.
Eine andere Erklärung gab es für mich nicht. Die Stewardess
im Flieger bestätigte dann meine Schilderung später.
Die
Band, die auf mich gewartet hatte, wollte natürlich auch
gleich wissen was da los gewesen ist. Aber ich konnte sie beruhigen,
dass unserem Start nach Malle nun nichts mehr im Wege stand. Im
Flieger belagerten wir dann unsere Plätze. Gott sei Dank
war der Airbus nur zu zwei Dritteln belegt. Zwei Reihen vor mir
auf der anderen Seite saß Costa Cordalis mit seinem Sohn.
Wahrscheinlich flog er wieder mal zu einem seiner Gigs im OBERBAYERN
in Al Arenal. Oder er flog zu seinem Ferienhaus. Ist eigentlich
egal, wenn ich ihn nicht so direkt aus der Nähe gesehen hatte.
Sein Gesicht war der artig mit Make up zugekleistert, dass ich
schon Bedenken hatte, der Flieger stürzt wegen Übergewicht
ab.
Na
ja, ich schoß ein paar Bilder im Flieger und schaute dann
noch einmal grundlos in die Gepäck klappe über den Sitzen,
und mich packte das blanke Entsetzen: mein Notebook war nicht
da. Jörg der Keyboarder, der neben mir saß, meinte,
dass ich das Notebook nach der Spezial kontrolle im Büro
nicht mehr gehabt hätte. Und er sei der Meinung, dass hätte
ich in Frankfurt lassen müssen. Ach, du grüne Scheiße!
Mein Notebook fort. Mein Notebook, das mir Helga zum Geburtstag
geschenkt hatte.
Ich
machte die Stewardess darauf aufmerksam und erzählte ihr
die Story vom Sicherheitscheck. Das war der Augenblick, als sie
mir bestätigte, dass man nach Sprengstoff gesucht hätte.
Aber das interessierte mich in diesem Moment wenig. Sie meinte
nur, sie müsse Rücksprache mit dem Kapitän halten,
da der Flieger in wenigen Minuten geschlossen wurde und zum Start
rollen würde. Ach, du grüne Scheiße, zum zweiten
Mal.
Nach
einer Weile kam sie zurück und teilte mir mit, dass sich
der Start einige Minuten verzögern würde, da noch etwas
eingeladen werden müßte. Der Captain hätte in
der Zwischenzeit Rücksprache mit dem Tower gehalten, die
wider rum mit dem Sicherheitsbüro und last but not least:
mein Notebook wurde mir noch VOR dem Start gebracht und ausgehändigt.
Das war der Moment, als ich gewaltig und tief durchschnaufte...
In
Palma angekommen, wurden wir von einem Shuttlebus abgeholt und
in unser Hotel gebracht. Hier bezog ich mit Marcus, dem Bassisten
eine gemeinsame Bude. Nicht nur im Nachhinein kann ich sagen,
es war groovy mit ihm, und ich denke, dass wir uns ganz gut kennen
gelernt und verstanden haben.
Am
nächsten Tag sind wir dann mit selbigen Shuttlebus zum Ort
des Event's gefahren. Es war viel milder als zu Hause. Das Gras
zeigte ein sattes Grün und es blühten sehr viele Bäume
und Blumen. Ein Wetter wie ich es so liebe, denn ich hasse den
Herbst und Winter. Kann auch nicht verstehen wie manche einen
Haufen Kohle ausgeben und in den Winter urlaub fahren, um sich
in nassem kalten Schnee zu tummeln. Brrrr! Nee, das ist nix für
mich. Ich brauche Wasser, Palmen, blauen Himmel,Sonne. Da fühle
ich mich wohl. Aber das können manche bestimmt auch nicht
verstehen. Egal.
Die
Hazienda, in einem der besten Golfplätze Mallorcas gelegen,
war ein altes und riesengroßes Landgut. Mit vielen und großen
Gebäuden und eben so vielen und großen Räumen.
Der schon festlich geschmückte Saal mit Tischen und Stühlen
für über 600 Personen war riesig. Die extra geortete
PA-Firma aus Darmstadt hatte schon mit dem Aufbau der Sound- und
Lichtanlage begonnen. Der an beraumte Sound check von HOT STUFF
verzögerte sich immer mehr und die PA-Leute brachten einfach
keinen guten Sound zustande. Die Band war gefrustet und auch sauer.
Nachdem
dann alles einigermaßen okay war, wurden wir wieder zurück
ins Hotel gebracht und später dann wieder abgeholt. Der Saal
war zwischenzeitlich fast bis auf den letzten Platz gefüllt.
Wir begaben uns in die zugewiesene Garderobe und warteten auf
den Auftritt. Zu trinken gab es auch nichts. Zu mindestens nicht
offiziell. Erst nach einer erneuten Nachfrage meinerseits, wurden
uns ein paar Getränke gebracht.
Wir
teilten die Garderobe mit einem Mann aus der USA und zwei ...künstlern
aus Berlin. Wie irgendjemand erzählte, soll man den Amerikaner
extra aus der USA eingeflogen haben, da mit er mit seinen Glocken,
die er in einem Holzkasten transportierte eine viertel Stunde
verschiedene Melodien zum Besten gab. Na ja, die Pharmaka Industrie
hat es ja!
Als
HOT STUFF dann mit Verspätung die Bühne betrat, geschah
das für mich Unfaßbare: der Saal leerte sich innerhalb
fünf Minuten auf einen Rest von vielleicht 50 Leuten. Wie
wir dann später erfuhren, war da für der Grund folgender:
die Leute der Bad Homburger Firma waren schon einige Tage auf
Malle. Hatten jeden Tag Schulungen und Seminare. Auch am Tag des
Event's. Nach diesen Tagungen mußten sie sich am Donnerstag
innerhalb kürzester Zeit mit Abend garderobe vor ihren jeweiligen
Hotels einfinden, um mit Bussen zu besagter Hazienda gekarrt zu
werden. Dort angekommen gab es nun nicht gleich Futter, Getränke
und Show. Weit gefehlt. Es wurde erst mal wieder HALLELUJA auf
den und die gesungen. Es wurde gelobt, gepriesen, geweih räuchert.
Und dann, irgendwann nach einer Ewigkeit gab es die besagten Event's
mit dem Amerikaner, den Akrobaten aus Berlin und Musik mit HOT
STUFF. Und da hatten dann die Leute genug von allem und gossen
sich gewaltig in einem Nebenraum einen hinter die Binde. Man kann
es verstehen.
Nun,
ein paar Verwegene hatten es sich doch noch auf die Tanzfläche
getraut und zuckten im Takt der Musik der Band.
Die
restlichen Tage bis Sonntag, 12.02. sahen wir als Urlaub an. KB
der Sänger war schon gleich am nächsten Tag des Auftrittes
wieder nach Frankfurt geflogen, da er noch ein paar Termine wahrnehmen
mußte.
März
2006
Donnerstag,
02.03.2006
Schneeflocken,
so kalt wie manche Herzen.
Tränen,
die auf dem Boden meiner Seele zerspringen.
Ich versuche zu verstehen,
was nicht zu verstehen ist.
Was
habe ich getan
für die Erhaltung des Friedens?
Freitag,
03.03.2006
Kundenrezensionen
Vor
der malerischen Kulisse der Alten Nationalgalerie auf der Berliner
Museumsinsel, bei herrlichstem Sommerwetter, zeigt sich dem Zuschauer
ein gar einzigartiges Schauspiel:
Mehrere
tausend Menschen sitzen in Reih und Glied vor einer gewaltigen
Bühne, wie man sie nur von den alljährlich wiederkehrenden
Sommerfestivals kennt. Auf der Bühne ein gewaltiges Orchester
von über hundert Mann lässt ein mehrminütiges,
hypnotisch-bedrohliches Brummen über das Publikum kommen,
die Sonne verzieht sich und überlässt das Feld bunt
gekleideten Figuren, die sich auf und vor der Bühne einfinden
und einen noch hypnotisierenden Tanz aufführen. Aus dem Hintergrund
steigen die Corvus Corax-typischen Trommeln mit ein und steigern
die Spannung ins Unermessliche... Plötzlich erklingen von
hinten Pferdehufe, die, immer näher kommend, von der Seite
ins Blickfeld des Zuschauers treten. Und nun erkennt man: die
Quadriga persönlich scheint vom nahegelegenen Brandenburger
Tor gestiegen zu sein, um den Auftakt zu einem 80-minütigen
Spektakel einzuleiten: auf einem Streitwagen, gezogen von 4 stattlichen
Friesenhengsten, betreten Corvus Corax diese ohnehin schon eindrucksvolle
Szenerie und betreten unter aufbrausendem Jubel die Bühne.
Mit den Klängen von Florent Omnes beginnt ein anderthalbstündiges
Fest für die Sinne.
Mit
dem Mitschnitt der Museumsinsel-Aufführungen am 19. und 20.
August 2005 des Cantus Buranus, der orchestralen Neuvertonung
von Texten aus der mittelalterlichen Handschrift Carmina Burana,
haben sich Corvus Corax selbst ein Denkmal gesetzt, das seinesgleichen
sucht. Mit 180 Musikern aus aller Herren Länder auf der Bühne
präsentieren sie die so noch nie dagewesene Verbindung mittelalterlicher
und klassischer Musik in solcher Bild- und Klanggewalt, dass einem
Hören und Sehen vergeht! Eingefangen von 19 Kameras und in
sattem 5.1 Sound entgeht dem Zuschauer kein einziger Blickwinkel
dieses Spektakels, das mit immer neuen Überraschungen aufwartet.
Ob der Einsatz des weltgrößten Organistrums, von Corvus
Corax-Instrumentenbauer Wim eigens für dieses Meisterwerk
angefertigt, oder der majestätische Auftritt von Sopranistin
Ingeborg Schöpf - eine derart imposante, aufwändige
und bis ins Detail ausgefeilte Inszenierung wird die Welt so bald
nicht wieder erleben dürfen.
Ob
dieser wahnsinnigen Opulenz des eigentlichen Konzertteils würde
der zusätzliche, 25-minütige Dokumentationsfilm regelrecht
blass erscheinen, wenn er nicht so umfangreich das Rundherum darstellen
würde. Hier kann man einiges über das Instrumentarium,
die Entstehung des Cantus Buranus, die Einflüsse von Corvus
Corax und nicht zuletzt über den ungemeinen Aufwand lernen,
der betrieben wurde, um dieses einzigartige Werk auf die Bühne
zu bringen.
So
wird das Schauspiel auf dieser geilen DVD in einer Kundenrezesion
beschrieben, die ich mir bei AMAZON bestellt habe und die gestern
auf den Markt kam. Das Schauspiel ist nicht nur geil, es ist auch
genial und fegt mit einer Brachialgewalt über die Museumsinsel
der deutschen Hauptsstadt, das einem teilweise der Atem stockt.
Wer von Rock, Jazz, Blues, Hipp Hopp, House mal Abstand nehmen
will, der soll sich doch mal mit etwas ganz neuem vertraut machen,
sich diese DVD besorgen, sich entspannt vor den Monitor, das TV-Gerät
oder auch seine Leinwand setzen, die Dolbyanlage auf etwas Power
drehen und dann nur noch mit Augen und vor allem Ohren geniessen.
Hammerhart!
Und
da wir gerade bei Konzerten sind, da habe ich mit Helga die nächste
Zeit auch einiges vor.
Am
12. April 2006 befinden wir uns in
der Jahrhunderthalle Frankfurt-Höchst, wo wir uns das Schauspiel
Janis - A Piece of My Heart ansehen
werden.
Janis
– Piece of my Heart
Eine Hommage an Janis Joplin – Rocktheater –
Einzige Show in Hessen
12.
April 1969 – Janis Joplin
fegt über die Bühne der Jahrhunderthalle Frankfurt.
Die wahrscheinlich größte Rocksängerin aller Zeiten
gibt ihr einziges Deutschland-Konzert und hinterlässt 3000
Besucher in Ekstase sowie verwirrte Journalisten, die später
ihre Artikel mit „ Der Schrei einer Verfluchten“ oder
„Löwenmähne, Hyänengeheul“ betiteln.
Nichtsdestotrotz erkennen sie, dass sie an diesem denkwürdigen
Abend eine Sängerin gehört haben, die Blues, Rock, Soul
& Country mit ihrer einzigartigen, nuancenreichen Stimme so
verbindet, dass sie und ihre Musik unverwechselbar werden.
12.
April 2006 – Janis is back and well alive, glaubt man jedenfalls,
wenn man die Augen schließt, denn diese Stimme kommt ihr
sehr, sehr nahe: Marion La Marché singt und spielt Janis
mit einer Kraft und Intensität, die nur möglich ist,
wenn man sich 100%ig mit der Figur identifiziert, sie mit Haut
und Haaren lebt und eine Spitzen-Band hinter sich hat.
In
dem von ihr und Jürgen Flügge geschriebenen Stück
wird eine Geschichte über Erfolg und Angst erzählt,
über Aufstieg und Untergang, über die Flucht in die
Drogen – und deren absolute Konsequenz. Alles beginnt in
einem Zimmer ihres Hauses in Larkspur. Der Versuch, dieses Zimmer
zu verlassen, scheitert stets und so muss Janis sich mit ihrer,
bereits von Drogen und Alkohol zerfressenen, selbst konstruierten
Realität alleine auseinandersetzen. In Ihrer Verwirrtheit
redet sie mit Personen, die aus dem „Off“ zu ihr sprechen:
Familie, Freunde, Mitmusiker und Wegbegleiter – ständig
trinkend und hadernd mit ihrer Umgebung merkt sie zu diesem Zeitpunkt
nicht, dass sie sich bereits in der Schattenwelt zwischen Leben
und dem bevorstehenden Tod befindet. Und wieder gibt es nur den
einen wirklichen Halt für sie: die Musik, für die sie
ihr Leben gab.
Sie zeigt dem Zuschauer schonungslos, wie es einem Junkie ohne
Stoff gehen kann, um dann im nächsten Moment mit voller Wucht
wieder einen ihrer größten Songs zu singen. Im Kontrast
dazu stehen aber auch Szenen zum Schmunzeln, sich fallen lassen
und spüren, dass einer Schauspielerin und großartigen
Sängerin wie Marion La Marché der Bogen ins Hier und
Heute verblüffend einfach gelingt. Sie erzählt am Bühnenrand,
quasi im Off, aus der eigenen Jugendzeit, vom Vater, der Mutter
und ihren eigenen Ängsten als Teenager. Die vom Erfolg und
den Drogen gespaltene Persönlichkeit Janis Joplin jedoch
geht aufs Ganze, sie flucht, hadert mit Gott, schreit und singt
sich die Seele aus dem Leib, intoniert bis auf die Viertelnote,
kurzum, sie lebt noch einmal ihren Blues und wollte am Ende doch
nur „a piece of my heart“ geben. Und sich selbst…?
Im
Stuttgarter Raum ist die Show bereits Kult: über 15 000 Zuschauer
sahen die bisher 35 Shows in Ettlingen und Pforzheim seit 2003
und ließen sich zu Standing Ovations hinreissen.
„Ein
Stück wie das Leben einer der größten Rocklegenden
aller Zeiten: intensiv, dröhnend laut und beklemmend leise,
schnell, zerrissen, leidenschaftlich. Die La Marché lebt
in diesen zweieinhalb Stunden die Joplin, sie schlüpft in
ihre Haut und es gab Momente, da meinte man die Joplin live zu
hören. Alle diese Konflikte hat sie auch in ihren Songs verarbeitet,
die die La Marché mit unglaublicher Stimmgewalt und Leidenschaft
herauspeitscht, hervorragend begleitet von der hockarätig
besetzten „Buried Alive Blues Band“ – jeder
einzelne Hit gefeiert von einem begeisterten Publikum.“
Pforzheimer Zeitung
Ein
Muß für alle Janis – Fans; ein Muß für
alle, die sie lieben.
Wem
das immer noch nicht genug ist, der soll auf diesen LINK
klicken.
Am
16. April sind wir als Ehrengäste
zum DOORS-Festival in Illingen / Saarland eingeladen.
Am
17. April einer der Höhepunkte
in der Jahrhunderthalle Frankfurt-Höchst. RIDERS
ON THE STORM.
Die
Sensation ist perfekt: Ray Manzarek und Robby Krieger, Gründungsmitglieder
von „THE DOORS“ melden sich zusammen mit „THE
CULT“ Sänger Ian Astbury als RIDERS ON THE STORM auf
den Live-Bühnen Deutschlands zurück! Die 1965 gegründeten
„THE DOORS“ gelten weltweit als eine der erfolgreichsten
Rockbands überhaupt.
Kein
Konzert ist wie das andere, Improvisation ist die Regel und nicht
die Ausnahme. RIDERS ON THE STORM spielen mit einer Intensität,
die in der heutigen Welt des Entertainment Mangelware ist.
Dies
zeigt auch die Resonanz auf die bisherigen Aktivitäten: In
den letzten 2 Jahren spielte die Band vor über 1.000.000
Fans, die Pressestimmen sind grandios, die Shows alle ausverkauft.
RIDERS ON THE STORM planen nun wenige ausgewählte Konzerte
in der ganzen Welt und wollen auch ihren alten wie neuen Fans
in Deutschland einen Platz geben, um „noch einmal zusammen
zu kommen“!
Am
29. April 2006
geht es dann in den Aschaffenburger Colos-Saal zu RANDY
HANSEN.
Seit
Jimi Hendrix´Tod 1970 gab es immer wieder
Musiker, die versuchten, seine Musik so identisch wie möglich
zu interpretieren. Doch so richtig gelang es wohl keinem –
aus welchen Gründen auch immer, sowohl die musikalischen
als auch die showmäßigen Charakteristika erfolgreich
darzubieten.
Seit
den 80ern aber gibt es jemanden, der überraschenderweise
tatsächlich in der Lage ist, Jimi´s Original Gitarrensounds
verblüffend exakt nachzuempfinden: Randy Hansen. Aber damit
nicht genug: wenn er singt, meint man, Jimi´s Stimme zu
hören. Randy Hansen hat Jimi Hendrix sozusagen bis ins Detail
„studiert“. Nicht umsonst wird er von Musikmagazinen
und Musikkritikern in der ganzen Welt als Reinkarnation von Jimi
betitelt. Wie ein Derwisch fegt das Energiebündel über
die Bühne und zieht das Publikum in seinen Bann.
Montag,
27.03.2006
Am
Freitag war ich mit den QUIETSCHBOYS im Spritzehaus in Sachsenhausen,
einem Stadtteil von Frankfurt a.M., wo die Jungs einen tierischen
Auftritt hatten. Ich persönlich finde die Musik der vier
Sossenheimer (Anm.: auch ein Frankfurter Stadtteil) einfach nur
genial. Zumal sie die Lieder von bekannten Bands mit neuen Texten
versehen, die sie in deutsch, aber mit hessischem Dialekt zum
Besten geben. Sie haben auch immer ein paar "Edelfans"
im Schlepptau, die man bei fast jedem Konzert trifft.
Samstag,
31.03.2006
Jedes
Wort ein Wort zuviel.
Doch Schweigen hat zu wenig Worte.
Jede
Frage ohne Antwort.
Jede Antwort ohne Sinn.
Es
bleiben Gedanken!
Und
Lebbe geht weider!
Und mir sind wahre Freunde lieber als gute Bekannte.
Und es ist ein sehr gutes Gefühl zu wissen, dass es genug
davon gibt.
Helga
und ich danken all jenen, denen wir wichtig sind und die einfach
nur da sind. Alle anderen sollen in Zukunft individuell entscheiden
wie sie mit uns umgehen wollen.
Die
ich verletzt und beleidigt habe bitte ich ehrlich um Entschuldigung.
Doch was Menschen auch sehr häufig vergessen ist, dass andere
auch Fehler machen. Ob man dann da zu steht, soll jeder mit sich
selbst aushandeln. Mir stinkt es nur gewaltig, dass ich es zugelassen
habe, mich am Sonntag, 26.03.2006 so gehen zu lassen. Aber es
hat mir andererseits auch endgültig die Augen geöffnet,
dass 10 - 15 Cuba Libre keine Probleme lösen. Sorry an meine
Leber. Sorry an meinen - leider - verstorbenen Professor Lorenz,
der mich 1998 operiert hat und mir somit ein neues Leben schenkte.
Sorry an meine absolute Vertrauensperson - nicht nur in medizinischen
Dingen - Frau Dr. G. Aber Erkenntnis kann nur der erlangen, der
aus seinen Fehlern positive Energie zieht und darauf achtet, dass
sie ihm nicht ein zweites mal passieren.
Ich
liebe mein Leben wie es im Augenblick ist: back to my roots. Mit
Lederhosen, Piratenhemd, Kopftuch oder auch mal ganz straight
im Anzug. Mit meiner Frau, meinen / unseren Freunden, meiner Musik,
meinen Hobbys, meinen Träumen. Welcome 2000 lightyears
from home...
Ich
habe mich entschlossen diese Seite so weiterzuführen als
bisher. Wer da mit Probleme hat, der soll einfach wegbleiben.
Ich habe niemanden animiert, diese Seite zu besuchen oder sich
mit mir, meiner Frau, meinen w i r k l i c h e n Freunden zu beschäftigen.
Jenen rate ich einfach: verbringt eure Zeit mit nützlicheren
Dingen.
Ich
werde nur in Zukunft darauf achten, dass keine Diffamierung und
Beleidigung von Personen geschieht, denn jeder hat das Recht darauf,
anständig und als Mensch behandelt zu werden.
April
2006 h
Sonntag,
02.04.2006
Am
Freitag war ich mit HOT STUFF zum 12. Brauereifest der EDER Brauerei
in Großostberg bei Aschaffenburg. Die Band hatte da einen
Auftritt. Marcus der Bassist holte mich nachmittags zu Hause ab,
denn wir mussten schon um 17:00 Uhr zum Soundcheck da sein.. Die
Veranstaltung fand zum Großteil in zwei riesigen, miteinander
verbundenen Lagerhallen statt, wo man in einer der beiden Hallen
eine ziemlich große Bühne installiert hatte. Die Soundleute
waren dann auch mit ihrem Aufbau fertig und der Check konnte beginnen.
Ich schätze, dass sich während dem Gig von HOT STUFF
mindestens über 3000 Menschen in den beiden Hallen befanden,
wenn nicht sogar mehr.
Die
Eröffnung übernimmt am Freitagabend ab 20.00 Uhr die
Band "Charisma"!
Die engagierten Musiker versprechen feinsten Pop und Rock und
sind seit 1999 genau in dieser Mission mit Erfolg unterwegs.
Ab
ca. 22.00 Uhr wird "Hot Stuff" das Publikum in die Glamourwelt
der siebziger und achtziger Jahre entführen. Bunte und grelle
Bühnenbekleidung sowie der obligatorische Afro-Look, das
spiegelt schon auf den ersten Blick das Image dieser Zeit wieder.
Zwei mitreißende Sänger und eine herausragende Band
verleihen Ohrwürmern musikalisches Niveau und erzeugen eine
euphorische Stimmung.
(Quelle: Homepage der EDER Brauerei)
Nachts
gegen 02:30 Uhr war ich dann wieder at home.
Gestern
mit den OUIETSCHBOYS einen irren Gig im ROCKCAFE EULENSPIEGEL
in Ortenberg-Selters gehabt. Die Camera war geputzt. Das Licht
dürftig. Das Publikum breit und pogomäßig gud
druff.
Beim
Essen mit der Band analysierte Heavy Käffi erst mal die Wiener
Schnitzel. Aber lassen wir das hier.
Nun
habe ich die vier Jungs aus Sossenheim schon des öfteren
zu und bei ihren Auftritten begleitet. Aber gestern war für
mich ein Hightlight. Das Rockcafe brechend voll, ebenfalls die
Leute direkt vor der Bühne. Was die weggesoffen haben war
der Hammer.
Zu
Hause gewesen: gegen 03:00 Uhr.
Aber
was soll's? Ich liebe dieses Leben. Man lernt eine Menge Leute
kennen. Es hält jung.
Dienstag,
11.04.2006
Am
Sonntag hatten Helga und ich einen schönen Tag in Koblenz
und Köln verbracht.
In Koblenz besuchten wir den holländischen Stoff markt, der
an diesem Tag dort aufgebaut war. Stand an Stand mit den tollsten
Stoffen und allen dazugehörigen Näh utensilien. Vom
kleinsten Knopf über Reißverschlüsse in allen
Längen und Farben bis hin zu unzähligen Rollen der buntesten
Zwirns die ich bis dato gesehen habe. Wir haben uns mit etlichen
schönen Stoffen ein gedeckt, die Helga zu Tischdecken und
Kissen hüllen verarbeiten will. Negativ punkt in Koblenz
war nur, dass wir auf einer Brücke geblitzt wurden, weil
wir da mit beschäftigt waren uns zu orientieren. Sch....!
Hoffentlich wird's nicht zu teuer..
Danach
ging es - wie schon angedeutet - nach Köln, weil ich mit
meiner Maus unbedingt das dortige HARD ROCK CAFE besuchen wollte.
Eigentlich
hatte ich mir die Lokalität etwas größer vorgestellt,
aber ich darf wohl nicht jedes der irgendwo auf dieser Welt ansässigen
HARD ROCK CAFEs mit dem in Orlando / Florida vergleichen, dass
ja gigantische Ausmaße hat. Aber egal..., mir / uns hat
es trotzdem ganz gut gefallen, zu mal wir von der absoluten Sauberkeit
des Cafes und den sehr zuvorkommend und freundlichen Bedienungen
begeistert waren. An Ausstellungsstücken, in der Fachsprache
auch Memorabilia genannt, gab erst nicht sehr viele Exponate,
aber immerhin schon einige sehenswerte Stücke:
Eric
Clapton
Natural Hollow Body Electric Gitarre.
Scorpions
Rudolph Schenkers Trademark Black & White Flying “V”
Gitarre, signiert von Rudolph Schenker.
Sting
Black Fender Stratocaster mit weißem Pick Guard, signiert
von Sting.
Bob Dylan
Schwarze Harley-Davidson Weste, signiert auf der Rückseite
von Bob Dylan, Billy Idol, Bruce Springsteen und einem unbekannten
Harley-Fan.
Bon Jovi
Kramer Baretta I mit Custom Bon Jovi New Jersey Bemalung. "Übergeben
an Richie Sambora mit größter Anerkennung für
seine Unterstützung von Kramer Gitarren und unserer dauernden
Freundschaft. Dennis und alle von Kramer."
Keith Richards
Schwarze Plüsch-Samt-Hipsters. Die Hüften aus rotem
Plüsch-Samt bestickt mit weißen Dasies, getragen von
Keith etwa 1969-72.
John Lennon
Mantel aus goldenen Nähten und rotem Leinen.
Madonna
Goldenes Bustier, One-of-a-kind (Pre-Gautier) getragen auf der
Bühne vor ihrer Performance für die Fotografen. Aus
ihrer "You can dance" Ära.
Jimi Hendrix
Senffarbenes Polyester-Mix-Shirt. Zerknitterte Front und Hemdaufschläge.
Erworben auf der Londoner Portebello Road, etwa 1967.
Elvis
Graues Shirt getragen von Elvis. Auf dem linken Ärmel signiert
von Elvis. Das Shirt war ein Geschenk an Barry Wheeler 1959, der
mit Elvis in den selben Army Barracken in Deutschland stationiert
war.
+++++
+++ +++++
Nachdem
wir einen Imbiss - der sehr leckere war - zu uns genommen, die
"Memorabilias" angeschaut hatten, machten wir uns
noch auf zu einem Besuch des Kölner Doms, der sich nicht
weit weg befand. Ein gigantisches Bauwerk und ein Hightlight der
mitteralterlichen Architektur.
Die Steine zum Bau des Domes mussten von weit her transportiert
werden.
* Sandstein aus Obernkirchen
* Trachyte aus dem Siebengebirge
* Trachyt vom Drachenfels
* Basalt aus Londorf
* Basaltlava aus der Eifel
* Muschelkalk vom Main
* Sandstein aus Schlaitdorf (RL)
(Quelle: www.koelner-dom.de)
Langhausorgel
Mit der am 29. Juni 1998 eingeweihten neuen Langhausorgel ist
die seit der Nachkriegszeit unbefriedigende Klangsituation des
Orgelspiels im Dom behoben worden. An dem für einen gotischen
Kirchenraum günstigen Standort am Beginn des Langhauses (von
Osten aus schauend) wurde die Orgel in Schwalbennestform vor die
nördliche Langhauswand gehängt. Sie ist von der Firma
Klais aus Bonn, in Zusammenarbeit mit Dombaumeister Arnold Wolff
entworfen und ausgeführt worden. Die Orgel besteht aus einem
Rückpositiv, einem Hauptwerk, einem Schwellwerk und einem
Pedal. 3963 Pfeifen können auf 53 Registern gespielt werden.
(RL)
(Quelle: www.koelner-dom.de)
Dreikönigenschrein
Der Schrein der Heiligen Drei Könige ist das größte,
künstlerisch bedeutendste und inhaltlich anspruchsvollste
Reliquiar des Mittelalters. Für die 1164 aus Mailand nach
Köln gebrachten Gebeine der Könige wurde ab ca. 1190
bis um 1220 der Schrein von der Werkstatt des Goldschmiedes Nikolaus
von Verdun und nachfolgenden Kölner und maasländischen
Werkstätten gefertigt. Der künstlerische Schmuck besteht
aus in Gold und Silber getriebenen, feuervergoldeten Figuren,
Filigranplatten mit Steinbesatz (Edelsteine, Halbedelsteine, antike
geschnittene Gemmen und Kameen) und Emailschmelz an Säulen,
Bögen und Profilen. Das Bildprogramm umfaßt die Heilsgeschichte
vom Anbeginn der Zeit bis zum Weltgericht. Nach der Flucht vor
den französischen Revolutionstruppen 1794 war der Schrein
um eine Achse verkürzt worden. Bei der letzten Restaurierung
von 1961 bis 1973 wurde er weitgehend in der ursprünglichen
Form wiederhergestellt. In mittelalterlicher Zeit war geplant,
den Schrein in der Vierung des Domes aufzustellen. Heute erhebt
er sich hinter dem mittelalterlichen Hochaltar und bildet so das
Zentrum des gotischen Domes, der als steinernes Reliquiar für
ihn errichtet worden war. (RL)
(Quelle: www.koelner-dom.de)
Schmuckmadonna
Bevor 1991 der Mantel der Madonna erneuert und der Schmuck
neu angeordnet wurde, war die Figur mit unzähligen Schmuckstücken
dicht behängt. Seit langer Zeit ist es Brauch, diese Madonnenfigur
im Kölner Dom mit Zierrat aus Gold und Silber zu beschenken.
Neben einigen eigens hierzu angefertigten Votivgaben besteht der
größte Teil des Schmucks aus persönlichen Schmuckstücken,
wie Gold- und Perlenketten, kleinen Kreuzen, Ringen, Armreifen,
Ohrschmuck und Uhren aus Gold. Erschüttert waren alle Gläubigen,
als am 4.1.1969 die Scheibe vor der Madonna zertrümmert und
ein Teil der Schmuckstücke geraubt wurde. (RL)
(Quelle: www.koelner-dom.de)
Um
18:30 Uhr waren wir dann wieder zu Hause.
+++++
+++ +++++
Heute
Abend waren wir zum Pokalspiel von Eintracht Frankfurt - Arminia
Bielefeld. Helga hatte zum ersten Mal wieder nach dem Umbau die
neue Commerzbank Arena besucht, die an diesem Tag ausverkauft
war. 55 000 Besucher. Mit von der Partie waren unsere guten Bekannten
Henner und Bibo und ein Bekannter von Henner aus Bielefeld. Es
war schon eine beeindruckende Kulisse in der Arena und dem entsprechend
geil war auch die Stimmung.
Als
wir vor dem Spiel unsere Plätze noch nicht eingenommen hatten
und vor dem Aufgang zu unserem Block standen, kam ein Mann in
einem Abstand von knapp einem Meter an uns vorbei, auf dessen
Arm majestätisch und stolz das Maskottchen der Eintracht
thronte: Attila der Adler. Ein wunderschönes Tier, dem das
Getöse um ihn herum in keiner Weise zu stören schien.
Die
Eintracht gewann das Spiel durch ein Tor von Ioannis Amanatidis
mit 1:0 in der 16. Minute. Das bedeutet: BERLIN, BERLIN, WIR FAHREN
NACH BERLIN zum Endspiel gegen St. Pauli oder Bayern München,
die ihr Spiel morgen Abend in Hamburg am Millerntor austragen.
Ich hoffe und wünsche, dass die Jungs aus Hamburgs Amüsier
viertel die arroganten Bayern in die Wüste schicken. Ich
denke, dass mein Freund JLK aus HH im Stadion sitzen oder zumindest
vor dem TV zu Hause die Partie anschauen wird. Ihm hatten sie
vor einigen Wochen im Zug die Brieftasche geklaut. Dabei auch
unter anderem die Dauerkarte von St. Pauli. Scheiße!
Mittwoch,
12.04.2006
Heute
Abend steht nun schon wieder das nächste Event an: Janis
– Piece of my Heart. Eine Hommage an Janis Joplin –
Rock theater– und die einzige Show in Hessen! Darauf hatten
wir uns schon die ganze Zeit gefreut. Außerdem haben wir
beide - nach unserem Ausscheiden aus dem Fußball club unseres
Hattersheimer Stadtteils - endlich auch wieder die Zeit da zu
gefunden, uns mit den kulturell / künstlerisch Aspekten unseres
Lebens zu beschäftigen und uns nicht darum zu kümmern,
welche Trikots brauche ich am Wochenende.
Nach
unserem Ausflug nach Koblenz und Köln wurde uns beiden erst
mal wieder so richtig bewußt, wie schön es sein kann,
auch mal andere Dinge zu erleben, zu besuchen, zu genießen.
Und: uns fehlt der Verein in keiner Weise. Und sollte es so sein,
dann kann ich mich immer noch mit dem Thema Weilbach beschäftigen.
Aber nicht zur Zeit und ob überhaupt ??? Die Zeit wird es
zeigen.
Donnerstag,
13.04.2006
Das
Rocktheater in der Jahrhunderthalle gestern Abend war der Hammer.
Nachdem die Schlange an der Abendkasse mit Tickets versorgt war,
begann mit einer halben Stunde Verspätung der Event zu JANIS
- PIECE OF MY HEART. Abgesehen von einer tollen Vorstellung der
Marion La Marche, die eine derartige schauspielerische Leistung
darbot, war es vor allem ihre Stimme, die die Leute in der Halle
zu Szenenaplaus veranlasste. Und das nicht nur einmal. Es war
der pure Wahnsinn. Letzten Sommer in Magdeburg beim DOORS Festival
hatte ich schon eine sehr gute Interpreterin der Joplin Stimme
gehört (Maggie McInthun von Kozmic Blues / Köln), aber
diese Lady war göttlich.
Abzüglich
der 20 minütigen Pause, fand die Vorstellung von 20:30 -
23:40 Uhr statt. Und das alles für 35 EUR pro Ticket in der
bestuhlten ersten Reihe -Bühnenmitte - des Hochparketts.
Wer
von Euch das Stück besuchen, sehen und selbstverständlich
auch hören will, der besuche die Internetseite der Truppe:
www.janisjoplin-show.de
Set-Liste:
1) Mercedes-Benz
2) Little Girl Blue
3) Cry Baby
4) Try – just a little bit harder
5) Kozmic Blues
6) Ball and Chain
7) Move over
8) One Night Stand
9) Me and Bobby McGee (Blues-Version)
10) Maybe
11) Piece of my Heart
12) Me and Bobby McGee (Original-Version)
Donnerstag,
20.04.2006
DOORS
of Perfection Event in Illingen / Saarland
Am
Samstag, 15.04.2006 traf mein Freund JLK mit Verspätung bei
uns im hessischen "Romain wilderness of pain" ein. Sonntagmorgen
gegen 09:30 Uhr machten wir uns dann auf die Reise nach Illingen
im Saarland, um das dortige Doorsfestival aufzusuchen, welches
von Sabine und ihrem Eventpartner Andy unter dem Motto DOORS OF
PERFECTION stattfinden sollte. In Kaiserslautern stieg dann noch
Jan-Erik Hubele und sein Freund Matthias (?) zu uns.
In
Illingen angekommen war es dann auch nicht sonderlich schwer mit
dem Navigator die Veranstaltungsstätte zu finden. Mitten
im Herzen Illingens steht - zentral und doch naturnah - das Kulturforum
Illipse. Landschaftlich ist die Illipse reizvoll eingebettet in
den Burgpark mit dem idyllischen Wasserlauf der Ill.
Der
architektonisch außergewöhnliche Bau wurde im Oktober
2001 eröffnet. Der Bau überzeugt durch klare Architektur
und edle Materialien. Architektonisches Markenzeichen ist die
elliptische Form.
Durch
das lichtdurchflutete, mit einem ovalen Oberlicht versehene Treppenhaus
kommt der Besucher in das großzügige Foyer mit einladender
Theke. Besucher loben das Flair des Saales, der sich für
Musik- und Theaterveranstaltungen ebenso eignet, wie für
Firmenfeiern und Kongresse, für alle, die das Besondere lieben.
Bis
zu 500 Besucher finden hier Platz, weitere 100 Personen auf der
Empore. Die Bühne mit 5 Zügen, Leinwand und ausfahrbaren
Treppenstufen bietet beste Vorraussetzungen für Veranstaltungen
aller Art.
Die
Bands waren schon beim Soundcheck und es herrschte ein chaotisches
Durcheinander. Aber das kenne ich von vielen Event's her. Wer
ist der nächste auf der Bühne. Wie stellen wir die Anlage
und so weiter. Das ist auch bei HOT STUFF und den QUIETSCHBOYS
(die Bands, bei denen ich mithelfe) nicht anders. Auch die DOORS
Experience aus Österreich waren schon anwesend. Ich unterhielt
mich längere Zeit mit deren Fotografin Waltraud. Über
was? Nun, über das Fotografieren... das Fotografieren...
und nochmals über das Fotografieren. Wir lernten Sabine (Veranstalterin)
endlich auch mal persönlich kennen, die wir bis dato nur
vom Telefon und Emails her kannten. Darryl Read war auch schon
anwesend und Jochen Maaßen mit Partnerin und Hans Bezemer
kamen dann auch noch und bauten ihren Bücherstand im Foyer
auf.
Die
DOORS Experience waren noch etwas platt von der anstrengenden
Reise und mit einer längeren Verspätung begann dann
da Event oder das was wir uns alle gewünscht hatten. Aber
wie so oft: es kommt vieles anders im Leben als geplant, organisiert
und gewünscht. So war es auch in Illingen: es fehlten die
Zuschauer.
Ich
habe lange gezögert, ob ich den Bericht so schreiben soll
wie es sich im Endeffekt zugetragen hat, oder ob ich das mit den
Zuschauern überspringen soll. Aber ich denke, dass mir Sabine,
JLK und alle anderen Betroffenen verzeihen werden, wenn ich hier
die wirkliche Geschichte niederschreibe.
Es
waren leider nur wenige Karten im Vorverkauf an den Mann und die
Frau gebracht worden; und mehr wurden es auch nicht während
des ganzen Event's. Woran es lag? Das kann weder ich noch irgendein
anderer der Anwesenden, Musiker, Veranstalter sagen. Es lag weder
an Sabine, noch an ihrem Partner Andy, noch an den Bands, noch
an der Werbung. Es war einfach unbegreiflich, dass in einem Ort
wie Illingen - wo eh nix geboten wird außer mal 'ner Blaskapelle
oder irgendeinem Schnulzensänger / -einer -sängerin
- nicht ein paar mehr Leute zu bewegen waren, dem Aufruf zum Event
zu folgen. Es war einfach nur traurig, zumal Sabine und Andy jetzt
auch noch ein paar Schulden abbezahlen müssen und nicht wissen
wie sie das Geld auftreiben sollen. Im Nachhinein habe ich dann
im Laufe des Abends auch mehrmals zu Sabine gesagt, dass vielleicht
der Ort an für sich falsch gewählt wurde. Aber wer sollte
das schon im voraus wissen und beantworten. Auch hatte ich und
JLK Sabine noch geraten die DOORS Experience zu verpflichten,
das sie eigentlich immer und überall bisher als Zugpferd
für eine Menge Zuschauer gesorgt hatten. Zu nennen ist da
im Besonderen der Heidelberger Schwimmbad Club, das Objekt 5 in
Halle, das Feast of Friends-Festival 2005 in Heyrothsberge bei
Magdeburg, um nur die deutschen Schauplätze der Band aus
Österreich zu nennen.
Über
die Bands kann und will ich nicht viele Worte verlieren, da es
auch für sie nicht einfach war vor einer leeren Halle auf
der Bühne zu stehen. Positiv für mich: CHANGELING aus
Mainz mit einem stimmlich guten Sänger, die ich das erste
Mal live erleben durfte. PURPLE LEGION fand ich auch nicht schlecht,
zumal deren Keyboarder eine originale Gibson G101/Kalamazoo K101-Orgel
und den FENDER Rhodes Keyboard Bass spielte. Auch deren Sänger
war okay.
Zu
Marco und STONED IMMACULATE ist es nicht so einfach für mich
die richtigen Worte zu finden, zumal Marco übernervös
war, ebenfalls vor leerer Halle spielen mußte und als "DOORS-Opener"
auch nicht gerade das große Glückslos gezogen hatte.
Nicht nur ich fand den Gitarristen und Drummer ganz passabel (hart
an euch arbeiten, Jungs), aber die beiden werden die Band auch
wieder verlassen (was man so hörte?!). Der Keyboarder mühte
sich, aber wer keinen Bezug zu den DOORS hat, für den ist
es schier unmöglich einen emotional auch akzeptablen Sound
aus dem Tasteninstrument zu locken. Entschuldigend kommt noch
da zu, dass er sehr jung war und auch noch nicht allzu lange Zeit
hinter einem Keyboard sitzt. Das war der allgemeine Trend der
"Experten". Zu Marco: meines Erachtens (und auch hier
war ich nicht allein!) versuchte er zu viel Jim zu geben, was
aber gerade durch sein dauerndes "Herumgehüpfe"
und in dauernder-bewegender-action-sein-wollen total mißlang.
Auch bin nicht nur ich der Meinung, dass er zu sehr darauf fixiert
ist, seine Stimme und sein äußeres an Jim Morrison
anzugleichen. Nochmals (und es ist KEIN Lostreten von irgendwelchen
Grabenkämpfen!!!): mir gefällt er als Rocksänger
(mit der ACDC-Coverband "ADAC" und seiner eigenen früheren
Band besser.) Was dann Jochen Maaßen und Darryl Read noch
fast aus den Stiefeln haute war (was ich ihm, Marco, aber auch
schon immer versucht habe zu erklären), dass er sich von
seinem Gitarristen als Marco Morrison vorstellen ließ. Jochen
meinte nur: das ist nur noch peinlich und purer Größenwahn.
Sorry, Marco, aber ich bin nur ehrlich. Und Du wolltest auch nur
eine ehrliche Meinung von mir haben.
Zu
den DOORS Experience: Enttäuschend war für sie bestimmt
auch die leere Halle. Ärgerlich war für Klaus, dass
Getränke in und über das Keyboardequipment geschüttet,
ein Gitarrenständer vom Sänger der Gruppe VOID in das
Keyboard geschleudert wurde, die Räucherstäbchen von
Klaus einen anderen Besitzer gefunden hatten. Trotzdem haben sie
versucht das Beste aus der Situation zu machen und den paar Leuten
eine passable Show zu bieten. Klaus bewies wieder einmal seine
geniale Tastenarbeit, Rene sein Können an der Gitarre, Christoph
seine Schlagzeugsicherheit und Martin seine Bassläufe. Jason
gab sich sichtlich Mühe, seinen Frust wegen der nicht gut
ausgerichteten Soundqualität des Mannes am Soundboard zu
überspielen, was auch Klaus tierisch auf die Nüsse gegangen
sein mußte, denn er gab es irgendwann einfach auf, dem Mann
am Mixer durch Zeichensprache zu verstehen zu geben, dass er mit
der Monitoreinstellung an seinem Tastenequipment mehr als zufrieden
war. Störend war auch, dass ein besoffener Gast laufend auf
der Bühne herumsprang, Jason das Mikro entwand, um unkontrollierte
Grunzlaute loszuwerden.
Zum
Schluß meines Berichtes:
tausend Dank an Sabine und ihr Team, die sich wirklich alle erdenkliche
Mühe gemacht hatten. Ihr ALLE seit nicht schuld daran, dass
das ganze in einem derartigen "Fiasko" endete. Und:
Sabine, laß Dich nicht entmutigen, sondern denke daran,
dass Du auch wirkliche Freunde gefunden hast, trotz allem Nebel
der zur Zeit noch über allem sein Netz gelegt hat.
+++++
+++ +++++
The RIDERS ON THE STORM in Frankfurt
Nach
Berlin und Dortmund kamen die STURMREITER am Ostermontag, 17.
April 2006 auch in die Jahrhunderthalle des Frankfurter Stadtteils
Höchst.
Mittags
fuhren wir - mein Freund JLK und ich - zur Halle, um eventuell
ein paar Fotos mit der Band zu schießen oder ein paar persönliche
Autogramme zu ergattern. Da zu hatten wir extra unsere DVD's der
DOORS of the 21st CENTURY (wie sich die Band vor der von John
Densmore gerichtlich erzwungenen Namensänderung nannte) mitgenommen.
Im Backstagebereich der Halle stand der Materialtruck, der einem
gigantischen Flyingcase glich. Unten an der Zufahrtsstrasse der
Halle stand der Tourbus mit englischem Kennzeichen. Aus der Halle
klangen Musikfetzen, die wir beide als typischen Sound der RIDERS
identifizierten.
Ich
fragte einen Ordner, ob die Band schon beim Soundcheck sei. Er
meinte, dass nur ein Teil der Band da sei. Ein Stagehelfer gab
mir dann wieder zur Antwort auf selbige Frage, dass von der Band
noch niemand da sei, sondern der Soundcheck zu dieser Zeit allein
von den Technikern der RIDERS ON THE STORM gefahren werde. Ein
dritter Typ (freundlicher + mindestens über 100 Kilo schwerer
Farbiger mit freundlichen Augen) meinte dann noch, dass von der
Band NIEMAND anwesend sei, sondern diese erst gegen 16:00 - 17:00
Uhr zum Soundcheck erwartet werde. Später stellte sich dieser
Typ als Merchandising-Verkäufer heraus, der in der Halle
an einem Stand T-Shirts der RIDERS für 25 EUR (oder nach
alter Rechnung 50,00 DM !!!) an den Mann und die Frau brachte.
Nicht nur ich fand das schlicht und einfach WUCHER.
Nun
gut, was nun machen, denn ein Blick auf meine Uhr zeigte erst
ca. 13:30 Uhr an. Sollten wir heimfahren, dann ärgerten wir
uns bestimmt über die vertane Chance. Blieben wir; keine
Ahnung wie lange es dauern würde. Der T-Shirt-Verkäufer
hatte noch gemeint, dass wir uns an Rick, den Stagemanager halten
sollten. Er hätte einen grauen Bart und einen Irokesenschnitt.
Als nun ein älterer Mann aus der Halle kam, mit grauem Schnurrbart,
grauen langen Haaren, die zum Pferdeschwanz gebunden waren und
im Tourbus verschwand, hatten auch JLK und ich sofort erkannt,
das wir diesen Rick verpaßt hatten. Gegen 16:00 Uhr begann
dann der Busfahrer die Scheiben des Busses zu säubern, sein
Navigationsgerät einzustellen (so kam es mir zumindest vor)
und bearbeitete dann sein Notebook. Ca. 16:30 Uhr kamen dann die
Stagehands aus der Halle und begannen mit einem Fußballspiel
und es sah aus, als würden die Mitglieder der Band jeden
Moment aus der Halle kommen, in den Tourbus steigen und nochmals
bis zum abendlichen Auftritt ins Hotel fahren.
Gegen
16:45 Uhr kam dann ein schwarzer Van mit Hamburger Kennzeichen
die Auffahrt entlang, fuhr die Rampe zur Halle empor und hielt
direkt einen Meter vor dem Zugang zu den Garderoben. Und nun brauche
ich ja euch allen nicht die Frage zu stellen wer aus diesem Fahrzeug
ausstieg. Ja, es war die komplette Band: Ray Manzarek, Robby Krieger,
Ian Astbury, Ty Dennis und Angelo Barbera. Ehe wir es richtig
kapiert hatten waren sie auch schon im Inneren der Halle verschwunden.
Mit wehenden Fahnen und riesig erfreut machten wir uns wieder
nach Hause, um uns um zuziehen und meine Frau Helga abzuholen,
die mit auf's Konzert kam.
Gegen
18:00 Uhr fuhren wir dann wieder zur Jahrhunderthalle, die von
unserer Wohnung ca. 10 - 15 km entfernt ist. Um 18:30 Uhr wurde
die Halle geöffnet. Im Foyer trafen wir uns dann noch mit
unseren Freunden Rosi und Jürgen aus Frankfurt und deren
guten Bekannten Hans. Wir trafen auf Kurt Friedrich, den Autor
des Romans L.A. Woman - Anna, Jim Morrison und die andere Seite
des Morgens. Wir trafen auf den Sänger der Gruppe CHANGELING,
auf Thomas (im Forum nennt er sich werbaer) aus einem Ort bei
Kaiserslautern. Wir trafen auf Sabine, die eine lange schlaflose
Nacht hinter sich hatte und direkt aus Illingen angereist war,
auf Marco von STONED IMMACULATE und einige mehr.
Um
kurz vor 20:00 Uhr begaben wir uns dann zu unseren Plätzen,
denn um diese Zeit sollte der Gig der RIDERS beginnen. Aber es
gab eine Verzögerung aus mir unbekanntem Grund.
Punkt
20:30 Uhr ging dann das Licht aus, das Intro von Carl Orff's Carmina
burana erklang, die Band betrat unter frenetischem Jubel der Zuschauer
in der sehr gut besuchten Halle die Bühne und los ging es
mit Roadhouse Blues, wie bei fast allen Konzerten der Band. Auch
seinerzeit in Bonn war es der Eröffnungssong.
Es
ging Schlag auf Schlag und ehe ich mich recht versah war das Konzert
nach zwei Zugaben auch schon zu Ende. Ich hatte die fast zwei
Stunden wie in Trance erlebt und die Zeit in keiner Weise gespürt.
Zum
Konzert selbst:
Negativ:
1.
die Band war tierisch laut und ich fand sie seinerzeit in Bonn
besser, freundlicher und agiler.
2.
Ray brachte fast die gleichen Sprüche wie in Bonn und auf
den viele Bootleg-CD's, die ich inzwischen von der Band besitze.
3.
Ein Fan, der vor der Bühnenabsperrung vor Manzarek stand,
ließ von einem Ordner eine LP zum Signieren vor Ray auf
den ausgelegten Teppich legen. Nach Ende des Titels stand Ray
auf, hob die LP vom Boden auf und schleuderte sie wie einen schmutzigen
Lappen ins Publikum. Der Fänger der LP hat sich vielleicht
gefreut, denn man konnte nicht erkennen, um welche LP es sich
handelte und ob sie einen materiellen oder persönlichen Wert
darstellte. Ich fand das peinlich und ziemlich arrogant vom Keyboarder
und Mitbegründer der ehemals legendären DOORS.
Positiv:
1.
Ian war stimmlich besser als seinerzeit in Bonn, mußte sich
aber wegen der enormen Lautstärke ganz schön die Seele
aus dem Leib brüllen.
2.
die Band spielte einen ihrer neuen Songs "EAGLE", der
mir sehr gut gefiel
Alles
in allem ein nettes Konzert und in Bonn fand ICH sie deutlich
besser.
Allgemein:
1. Für mich sind die DOORS am 03. Juli 1970 mit dem Tod von
Jim Morrison gestorben. Punkt!
2. Für mich ist das eine neue Band mit zwei Mitgliedern der
Originalbesetzung. Punkt!
3. Für mich werden Ray und Robby wissen, warum sie sich ausgerechnet
für Ian Astbury als Sänger entschieden haben. Punkt!
4. Für mich haben sich Ray und Robby auch für Ty Dennis
an den Drums entschieden, der ein tierisch guter Rockdrummer ist,
aber für die Songs der DOORS meines Erachtens zu hart und
powerfull spielt. Punkt!
5. Für mich hat sich Ray gegen den FENDER Rhodes Keyboard
Bass entschieden und sie haben den Bassisten Angelo Barbera in
die Band geholt, ein wirklich guter Mann. Punkt!
Es
nützen auch die zum zigtausenden Mal geführten Diskussionen
nichts an der Tatsache, ob sich Jim heute im Grab rollen würde,
wenn er das sehen und hören könnte, wie es der Sänger
von CHANGELING - Erik Klingenberg - nach dem Konzert JLK mitteilte,
nachdem Jürgen ihn nach seiner Meinung fragte. Es nützt
auch nichts immer wieder die Frage zu stellen, ob ein anderer
Sänger besser gewesen sei oder nicht.
Ich
für meinen Teil habe nach dem Gig in Frankfurt das Gefühl,
dass Ray und Robby nach einem Titel von Frank Zappa handeln: We're
Only in It for Money.
Sorry
an alle, die anderer Meinung sind.
Sorry an alle, die einen anderen Bericht von mir erwartet haben,
aber ich habe mir extra bis heute mit meinem Bericht Zeit gelassen,
denn er sollte so neutral als möglich sein und nicht durch
die rosa Fanbrille geschrieben werden, die ich sonst sehr oft
auf hatte und habe. Ich denke auch, dass JLK etwas erstaunt über
diesen Bericht sein wird. Aber ich werde es von ihm erfahren.
Alles
in allem:
Doorslieder gehört.
Einem immer besser werdenden Robby Krieger gelauscht.
Knapp zwei Stunden trotzdem in Trance gewesen. Aber vielleicht
lag das auch am Tabak...
Ca.
00:15 Uhr waren wir dann wieder zu Hause, nachdem noch ein paar
"heiße" Diskussionen im Foyer geführt wurden.
Freitag,
21.04.2006
Exposed
To You
Lyrics:
Gary Floyd
Music: Sister Double Happiness
Ever
since the first time
Baby I laid eyes on you
You were like a light in darkness
You were, you were like my light
Oh baby come back
You were my very life
Now I've lost my grip on things
Oh baby I've lost my mind
I never give my heart away
I learned from that pain long ago
But somehow you've reached into me
Exposed to you, I can't run away
Oh baby come back
You were my very life
Now I've lost my grip on things
Oh baby I have lost my mind
Every night I lay down dreaming
And I feel you near me
Then I awake and find you've gone away
And I miss you
I miss you
It was very hard for me
To see you with another guy
And as you walked away from him
You smiled at me
You said next in line
Oh baby come back
You stole my very heart
And now that you have gone away
I find it hard to make a new start
Oh baby come back
You were my very life
Now I've lost my grip on things
Oh baby I have lost my mind

Übersetzung:
Gernot
!
Ich
höre du hast eine Gesundheitsschlacht gekämpft - ich
höre auch, du bist am gewinnen - darum freue ich mich sagen
zu können ,,Weiter so!"
Ich
bin immer glücklich zu erkennen, dass wir Gesundheitsprobleme
überwinden können - dein Bruder sagte, dass du was von
meiner Musik gehört hast. Ich bin stolz zu wissen, dass du
etwas von dem Zeug magst, das ich mit verschiedenen Bands gemacht
habe.
Hey
- SEI fröhlich - SEI gesund !
Ich
treffe dich, wenn ich nach Europa zurückkomme !
Bis
dahin - alle Segenswünsche - für dich
von
Gary
Floyd
San Francisco, Calif
April 8 - 2006
Halt das Ding von mir fern
(Betrifft die Fahne durch seinen Körper)
Diesen
Brief hat mir der amerikanische Musiker Gary Floyd über meinen
Bruder zukommen lassen. Und
ich kann sagen, dass ich auf solch eine Geste nicht vorbereitet
war. Es erfüllt mich mit Stolz und Freude immer wieder in
meinem Leben auf Menschen zu stoßen, denen das Schicksal
anderer nicht am Arsch vorbei geht und die noch den Charakter
haben, dies Gefühle ihren Mitmenschen gegenüber auch
zu offenbaren. Danke Gary Floyd. Danke Deinem Herzen und Deiner
Ehrlichkeit.
Aber
Gary bestätigt mir auch wieder einmal zum x-ten mal, dass
künstlerisch begabte Menschen eben und "Gott sei Dank!"
anders gepolt sind als manch einer dieser ganzen Otto Normalverbraucher
in ihren grauen Flanellhosen, weissen Socken und "an nichts
Interesse".
Ich
werde bis zu meinem Tod ein Kind der Revolution bleiben. Und nach
meinen ganzen Erkrankungen noch mehr.
Und:
ich verachte Menschen immer mehr, die anderen nicht vergeben können
und somit von der eigenen Sch.... ablenken, die sie selbst mit
heraufbeschworen haben. Ich meine jetzt niemanden besonderes damit,
denn mein Leben ist gefüllt von solchen Personen die nach
dem Titel eines Italo-Western leben: Gott vergibt, Django nie!
Sollen sie. Es ist ihr Ding. Aber ich glaube, dass jeder Mensch
das erntet was er gesät hat. Buddhistisch gesehen: das Prinzip
von Ursache und Wirkung.
Auch
wenn sich alle Welt das Maul zerreißt wegen mir, meinem
Tagebuch, meinem Leben, meiner Vergangenheit, dem kann ich nur
sagen: wer OHNE Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Ich
glaube, das wird ein schönes Splittern und Scheppern geben.
+++++
+++ +++++
Und
für alle, die sich darüber auch immer wieder mal das
Maul zerreißen müssen:
ich war heute wieder einmal in der Uniklinik zu meiner Krebsnachsorge.
Und da viele damit eh nichts anfangen können: es ist immer
wieder geil und man könnte fast abspritzen wenn nicht so
viele Leute dort rumhängen würden. Und da ja viele Spieler
und Zocker auf dieser Seite rumschnüffeln: spielt doch einfach
ab und an mal Russisch Roulette, denn dann bekommt ihr ein ungefähres
Gefühl darüber wwie es so ist, wenn man mit Krebs (egal
ob überstanden oder noch akut!) leben muß...
Und
für alle, die mit dem Game nix anfangen können:
Russisches
Roulette besteht darin, in einen Trommelrevolver eine
oder mehrere Patronen zu laden und diesen sich an die Schläfe
haltend abzudrücken, wobei die „Spieler“ vor
dem Abdrücken entscheiden dürfen, ob sie an der Trommel
drehen. „Gewinner“ ist derjenige, der überlebt
oder länger durchhält (wenn der andere aufgibt). Dieses
„Spiel“ kann man auch mit mehreren Leuten „spielen“.
Der
Antikriegsfilm "Die durch die Hölle gehen" (engl.
The Deer Hunter) nimmt sich diesem Thema in besonders drastischer
Darstellungsweise an, indem mehrere solcher Szenen mit derartigen
„Spielen“ gezeigt werden, wo außerdem Zuschauer
Geld auf den Tod der Spieler wetten.
Der
Begriff wird umgangssprachlich meist dafür verwendet, besonders
risikoreiche Maßnahmen zu ergreifen, deren Ausgang ungewiss
ist.
In
der Mathematik bezeichnet russisches Roulette eine Technik der
Monte-Carlo-Integration.
Bedingt
durch deren Funktionsweise kann Russisches Roulette ausschließlich
mit Trommelrevolvern oder ähnlichen Waffen gespielt werden,
Pistolen oder vergleichbare Selbstladewaffen mit Munitionszuführung
über ein Magazin führen zum unweigerlichen Ableben des
ersten Spielers.
Eine
Abwandlung dieses „Glücksspiels“ ist das „Russische
Eier-Roulette“. Bei diesem Spiel werden sowohl hart gekochte
als auch rohe Eier benötigt. Der Teilnehmer wählt, ohne
zu wissen, ob es roh oder gekocht ist, ein Ei aus und schlägt
es sich auf die Stirn oder den Kopf.
Montag,
24.04.2006
Danke
meiner Onkologin für die gute Nachricht. Es sind immer ein
paar Tage der Nervosität bis das Ergebnis feststeht. Kann
nur hoffen, dass das Ergebnis nicht mal wieder umschlägt.
Aber da zu hat mir Frau Dr. G. einen Satz über eine andere,
mir bekannte Person gesagt, die im Juni 2005 (?) an Krebs verstarb,
den ich nie vergessen werde: sie konnte nicht loslassen. Ich habe
mir so viele Gedanken um diesen Satz gemacht und ich bin mir ziemlich
sicher, dass ich meine Antwort darauf gefunden habe.
Dienstag,
25.04.2006
Habe
mich heute da zu entschlossen, meine Seite wieder online zu stellen.
Zu viele Menschen, die mir etwas bedeuten und die immer ehrlich,
aufrichtig und auch kritisch zu mir waren, haben mich da zu aufgefordert.
Nun gut, das ist die eine Seite des Talers. Die Rückseite
sieht so aus, dass es mir wirklich egal ist, ob sich jemand deswegen
das Maul zerreißt und mit mir nichts mehr zu tun haben will.
Mir persönlich sind echte Freunde tausendmal lieber, als
Leute ohne Rückgrat. Dies geht wieder an niemanden bestimmtes.
Jeder muß für sein Handeln selbst die Verantwortung
tragen.
Mai
2006
Donnerstag,
04.05.2006
Am
Freitag, 28.04.2006 mit den QUIETSCHBOYS in der HALLE2 in Hanau
gewesen. Ging mal wieder gewaltig die Post ab, als die Jungs ihr
Show programm abspulten. Nicht nur für mich ist diese Band
ein Phänomen, die es immer wieder schaffen, die Hallen und
Clubs zu füllen.
Am
Samstag, 29.04.2006 war ich nach Aschaffenburg gefahren, um mir
das Konzert von Randy Hansen anzuschauen. Im Colossaal hatte ich
mich an diesem Tag auch mit meinem Jimi Hendrix Fan Frank S. verabredet.
Mir war Frank auf Anhieb sympathisch. Er war Rollstuhl fahrer
und seine Augen verrieten mir, dass er gelernt hatte mit diesem
Handicap ganz gut umzugehen. Dies hatte sich dann auch für
mich bestätigt. Er brachte mir eine Papiertüte mit,
die mit kostbaren Bootleg von
Hendrix gefüllt war. 7 CDs und eine DVD mit Aufnahmen
von Jimi's Besuch in Paris. Geil!!! Randy Hansen lies in gewohnter
Manier seine Gitarren saiten erklingen und jagte ein Stakkato
nach dem anderen in den - nicht ganz ausverkauften - Colossaal.
Am
Sonntag, 30.04.2006 ging es musikalisch gleich weiter. HOT STUFF
hatten einen Gig im Culture Club in Hanau-Wolfgang. Wir mussten
nur schon um 15:00 Uhr zum Sound check im Club sein, da vor uns
noch ein Künstler auftreten sollte, dessen Veranstaltung
ebenfalls mit "sold out" gekennzeichnet war. Da HOT
STUFF Abends dann erst um 22:00 Uhr ihren Auftritt hatte, fuhr
ich mit dem Keyboarder Jörg in sein neues Haus, das er sich
mit seiner Lebensgefährtin vor kurzem angemietet hatte. Beide
erwarten jeden Tag ihr Baby. Ich mag beide sehr, denn sie haben
so eine ruhige Art an sich und man fühlt sich in ihrer Umgebung
immer recht wohl.
Am
Mittwoch, 03.05.2006 hatte ich von einem Bekannten eine Eintrittskarte
für das Bundesliga spiel Eintracht Frankfurt - 1. FC Kaiserslautern
geschenkt bekommen. Das Stadion war mit 50 000 Zuschauern ausverkauft
und beide Vereine trennten sich nach 90 Minuten mit 2:2 Unentschieden.
Es war okay, denn jede Mannschaft konnte eine gute Halbzeit jeweils
für sich verbuchen.
Am
Samstag, 06.05.2006 war ich wieder im Colossaal in AB, um das
Konzert der DOORS OF PERCEPTION aus Berlin anzuschauen. Mit mir
fuhren Rallo der Quietschboy Drummer und seine Freundin. Rallo
hatte früher mit Torsten, dem Gitarristen der DOP in einer
Band namens HEAT gespielt. Und in dieser Band mischten auch Ina,
die Sängerin und der Bassist Marcus von HOT STUFF mit. Das
zum Thema "so klein ist die Welt". Torsten hatte uns
drei auf die Gästeliste gesetzt und so sparten wir den Eintritt.
Im Colossaal trafen wir dann noch auf meine Frankfurter Freunde
Jürgen und Rosi D. mit ihrer Tochter Sonja und der französischen
Austausch schülerin, die zur Zeit bei ihnen lebte.
Nicht
nur ich fanden die DOORS OF PERCEPTION oder kurz DOP genannt an
diesem Abend so richtig geil. Sie nehmen jetzt bei meinen DOORS
Bands zusammen mit den DOORS Experience aus Österreich und
den Bootleg DOORS aus den Niederlanden die Plätze eins bis
drei ein ohne jegliche Favorisierung einer bestimmten Band. Sie
sind alle drei genial.
Am
05.05. hatte ich mir auch noch Sorgen um meinen Freund JLK aus
HH gemacht, dem es an seinem Geburtstag am selben Day nicht so
gut ging. Gott sei Dank hat sich das aber alles wieder eingerenkt.
Helga und auch ich haben in JLK einen wirklichen Freund gefunden,
der in seinem Leben schon einiges erlebt hat und darüber
Karl May in seinen Werken übertreffen könnte, wenn er
endlich mal dem Rat seiner Lebensgefährtin folgen und seine
Erlebnisse zu Papier bringen würde. Oder mit diesen Geschichten
die Tastatur seines Computers zu füttern.
Donnerstag,
18.05.2006
Am
Sonntag, 14.05.2006 hatte ich über die Band AD AC die Möglichkeit,
in der Commerzbank Arena beim Spiel der FRANKFURT GALAXY - AMSTERDAM
ADMIRALS zu fotografieren.
Nun,
normalerweise kann das jeder. Ich hatte aber die Möglichkeit,
das Stadion von innen zu sehen. D.h. ausgestattet mit einem Parkausweis
für die Tiefgarage unter der Arena und ausgestattet mit einem
Backstageausweis, der mir fast alle Möglichkeiten der Besichtigung
und des Fotografierens offen ließ, konnte ich das Innenlebe
der Arena in Augenschein nehmen. Und es war hoch interessant.
Das
Management von AD AC - wie die Buchstaben schon erahnen lassen
eine AC DC-Coverband - hatte der Band diesen Auftritt besorgt.
Die Jungs spielten vor und nach dem Match der Footballer ein paar
Nummern. Es war auch für die Band der erste Gig vor so vielen
Menschen. 31.769 - um es genau zu sagen.
Es
war schon verdammt interessant für mich zu erfahren, welch
eine Arbeit hinter den Kulissen so eines Spieles abgeleistet werden
muß. Für manche Leute begann das schon morgens um 08:00
Uhr.
Ich
konnte mich überall relativ frei bewegen und auch meine Aufnahmen
schießen. Tabu waren nur die Spielerkabinen, die VIP-Räume
und die Pressekonferenz. Es gab ein gutes Catering und in Mengen
zu trinken. Auch lernte ich einige Medienvertreter kennen und
traf alte Fotografen und Presseleute aus meiner Zeit bei den Frankfurt
Lions.
Während
des Spiels der beiden Footballtimes - welches im übrigen
die Admirals mit 17:12 für sich entschieden - gesellte sich
auch der Sänger Wolfgang Niedecken zu uns, der den Abend
mit seiner Gruppe BAB beenden sollte. Wolgang ist ein sehr netter
Zeitgenosse ohne jegliche "Star-Allüren" oder Arroganz.
+++++
+++ +++++
Morgen
früh (Freitag, 19.05.2006) habe ich erst einmal eine Röntgentermin
bei meinem Urologen, da er beim letzten Termin vor ein paar Tagen
einen Leistenbruch bei mir festgestellt hat. Schöne Scheiße!
Am selben Tag geht es dann mit HOT STUFF nach Bayreuth, wo wir
abends einen Gig beim Maisel's Weissbierfest 2006 haben. Danach
ins Hotel, denn am Samstag, 20.05. geht es weiter nach Bückeburg
in Westfalien. Nach einer weiteren Übernachtung treffen wir
dann erst im Laufe des Sonntags wieder zu Hause ein.
Werde
mich auch aus dem deutschen DOORS Fanclub zurückziehen und
auch wahrscheinlich nicht nach Magdeburg fahren. Das werde ich
mir in den nächsten Tagen mal intensiver durch den Kopf gehen
lassen. Auf die Gründe gehe ich diesmal nicht öffentlich
ein, denn die letzte Sache mit dem FCE hat mich Kraft genug gekostet.
Ich
habe in der DOORS Gemeinde meine Freunde gefunden, mit denen ich
auch weiterhin einen engen Kontakt pflegen werde und die mich
einfach so nehmen und verstehen wie ich bin. Ich bin froh darüber,
ein paar Menschen kennengelernt zu haben, die ich nicht mehr missen
möchte. Dank dabei ganz speziell an JLK (wir sind Freunde
geworden!), Kai (mein ausgeflippter Chaot und Bruder!), Anna (meine
platonische Freude!), Iris, Sabine, Jan-Erik, Darryl Read, Marco.
Dienstag,
23.05.2006
Gegen
16:30 Uhr am Sonntag war ich endlich wieder zu Hause, nachdem
ich mit HOT STUFF seit Freitag Mittag "on the road again"
gewesen bin.
Der
Gig am Freitag, 19.05. in der Maisel Brauerei in Bayreuth war
geil. Wie immer große Stage, wie immer eine Menge Leute.
Ich schätze Abends ca. 8 000 bis 10 000 auf dem ganzen Gelände;
inklusive der riesigen Lagerhalle mit Bühne. Mit HOT STUFF
spielte eine Phil Collins Coverband aus Köln, die mir persönlich
sehr gut gefiel. Wie sich dann am nächsten Morgen im Frühstücksraum
unseres Hotels herausstellte, waren sie im gleichen Gästehaus
wie wir untergebracht.
Die
Fahrt am Samstag, 20.05. nach Bückenburg in Westfalen war
wegen des beschissenen Wetters Bullshit. Fast die ganze Fahrt
von fast 500 km Regen... Regen... Regen. Sauwetter!!!
Auch
in Bückenburg - wo die Band zum Geburtstag einer Kneipe spielen
sollte (und dann auch auftrat): nichts als Regen... Regen... Regen.
Scheißwetter!!! Das schlug sich dann auch auf die Besucherzahl
um. Nur etwa 100 - 150 Leute hatten den Veranstaltungsort aufgesucht.
Aber es hatte zu mindestens kurz vor dem Gig aufgehört zu
regnen.
Während
des Sound checks rief mich dann Sabine, die deutsche Managerin
von Darryl Read an und teilte mir mit, dass ich nach Spanien fliegen
und Fotos für Darryl schießen sollte, der zur Zeit
in Alicante mit Ben Becker und anderen einen Spielfilm unter deutscher
Regie und Produktion dreht. Der Haken an der Sache war nur, dass
ich für den Flug, das Hotel und die Verpflegung selbst aufkommen
sollte. Für die Verwertung der Bilder sollte ich 50% des
Gewinns erhalten. Ein verlockendes Angebot, dass mich sehr freute.
Zum einen bestätigte es endlich meine Arbeit als Konzertfotograf
("Ich finde die Bilder geil", lautete Darryls Aussage,
nachdem er meine Fotos von seinem Auftritt in Illingen gesehen
hatte. "Gernot hat ein sehr gutes Auge für die Lichtverhältnisse
und den richtigen Moment, den Auslöser zu betätigen.")
Ja ja, das hatte mir geschmeichelt.
Nun
gut, am Sonntag Abend hatte ich dann noch ein langes Telefonat
mit Sabine, um einige Dinge meinerseits zu klären. Sie wollte
nochmals deswegen mit Darryl telefonieren. Bin mal gespannt was
da herauskommt. Das Hauptargument sind die Kosten der Vorfinanzierung,
denn Darryl wollte mich die ganze Zeit dabei haben, und ich sollte
Aufnahmen von ihm während des Dreh sets schießen.
Donnerstag,
25.05.2006
Am
Dienstagabend kam eine SMS von Sabine, dass das Filmprojekt in
Spanien erst mal um drei Monate verschoben wurde, da Darryl ein
paar problems mit dem Hotel und den Laiendarstellern hatte. Für
Sabine, die schon fast im Zug nach Köln saß, um vom
Flughafen Köln/Bonn nach Spanien zu fliegen, war das auch
ein Schock. Aber so ist es halt: das Leben. Nun gut, da kann man
nix machen.
Aber
wie mir Sabine am Mittwoch dann bei einem wieder etwas längeren
Gespräch berichtete, muß es da in der Gegend des Drehortes
bei Alicante etwas turbulent abgegangen sein. Aber wie sie mir
auch berichtete, ist Darryl sehr begeistert von meinen Aufnahmen
von ihm. Aber er wird auch in der nächsten Zeit in seinem
Haus in Deutschland sein. Da will ich dann mal mit Sabine hinfahren
und auch ein paar fotografische Fragen klären, die mir noch
"auf der Seele brennen".
Es
freut mich persönlich sehr, dass sich die teure Cameraausrüstung
so poe a poe immer mehr lohnt. Und positive "Bewertungen"
habe ich in der letzten Zeit genug erfahren:
Hallo
Gernot,
erstmal vielen Dank für Deine hervorragende Arbeit und die
Veröffentlichung der Pics.
Die Bilder aus der "Arena" sind Klasse geworden.
Ich freue mich Dich kennengelernt zu haben, und hoffe das wir
uns in Zukunft öfter über den Weg laufen.
BTW
... Nicht nur Deine Shots sind Spitze, sondern auch Deine Homepage!
Greetz
Mike von AD/AC
+++++
+++ +++++
Marco
aus da, wo Rock Music is' schrieb am 15.Mai 2006 um 21:44 Uhr:
Homepage: http://www.stoned-immaculate.de
wow!!! Die Fotos von gestern in der Frankfurter Commerzbank Arena
mit meiner Band "AD/AC" von Dir sind einfach nur spitze!!!
Sehr schön das Foto von uns mit Rene Weller...
Auf weitere Zusammenarbeit in Zukunft!!!
Nette Grüsse, Marco
Auch
die Fotos von Illingen sind sehr gut geworden, danke!
+++++
+++ +++++
Hey
Gernot!
Muchas gracias für die geilen Pics unseres Konzertes in Aschaffenburg
- YOU ROCK!!
Kick it & Beste Grüße
Torsten
THE DOORS OF PERCEPTION
Na
ja, damit kann man leben. Ich sehr...
Tagebuch
Juni 2006
Mittwoch,
14.06.2006
Am
03. Juni sind Helga und ich in die Dortmunder Gegend gefahren.
Julia F. hatte uns beide zu ihrer Hochzeit eingeladen. Sie hatten
am 01. Juni standesamtlich in Hattersheim geheiratet, wo wir auch
anwesend waren. Ihr Mann Aleco ist schon eine Nummer für
sich. Nicht negativ gemeint, sondern er ist absolut freaky.
Die
Hochzeitsfeier fand in einem Zelt statt, dass in einem Park eines
Schlosses vor einem alten Gebäude aufgebaut war. Es war schön
und wir hatten viel Spaß.
Am
nächsten Tag sind wir dann nach Hamburg weitergefahren. Hamburg.
Meine Traumstadt in Deutschland. Die Stadt, an welche ich die
intensivsten Erinnerungen habe. Der Hafen, die Schiffe, der Geruch.
Schluchz!
Jeden
Tag waren wir auf Achse. Jeden Tag etwas neues / altes erlebt.
Erinnerungen geweckt. Bilder geschossen. St. Pauli (Fußball
club und Reeperbahn!). Altona. Hafenrundfahrt. Landungsbrücken.
Museums schiff. GEIL!
Mit
Jürgen B. - meinem Freund aus HH - hatten wir uns am Sonntag
- unserem ersten Tag - getroffen. Er kam mit seiner Lebensgefährtin
Nina an den Bahnhof Altona, wo wir uns verabredet hatten. Helga
kaufte noch eine Wochen karte für den Nah verkehr, denn wir
waren froh vor unserer Pension in Altona einen Parkplatz gefunden
zu haben. Und diese waren da absolute Mangelware. Das Zimmer war
keine Luxus herberge, aber zum Pennen okay. Auch der Preis war
für Hamburger Verhältnisse UND Fußball Weltmeisterschaft
akzeptabel. Am Pfingstmontag, 05.06. waren wir dann mit Jürgen
zum Spiel FC St. Pauli gegen Trinidat und Tobargo, nachdem wir
noch den halben Tag auf der Reeperbahn verbracht hatten, weil
da die Einweihungsparty des neu gestalteten Spielbudenplatzes
gefeiert wurde. Auf zwei fest installierten Bühnen wurde
Musik und Kabarett geboten. Jürgen war an diesem Tag nicht
so gut drauf. Aber das hat hier nix zu suchen. Vorher war ich
noch mit Helga im Wachsfigurenkabinet. War sehr interessant und
manche Figuren sahen wirklich sehr echt aus.
Das
Spiel St. Pauli gegen den WM Teilnehmer endete 2:1 für die
Gäste aus der Karibik. Doch die St- Paulianer hatten sich
ganz achtbar aus der Affäre gezogen und kamen mehr als einmal
gefährlich vor das Tor der Gäste. In der Fan kurve der
Pauli anhänger lernten wir dann auch ein paar der besten
Bekannten von Jürgen kennen. Sehr nette Leutchen. Sehr nett!
Dienstags
sind wir dann morgens nochmals zum Hafen runter und haben einen
Besuch auf einem alten Frachter, der zum Museum umgestaltet wurde,
in unseren Besuch mit eingeschlossen. Es war schon ein eigenartiges
Gefühl für mich, nach fast 40 Jahren wieder ein Schiff
zu betreten, welches meinem zweiten Pott von der Seefahrt her
sehr ähnlich war. Auch hatte ich endlich mal die reale Gelegenheit,
Helga etwas intensiver von meiner Seefahrt und dem Leben an Bord
zu berichten, da ich ihr alles an Ort und Stelle erklären
konnte. Mich hat es innerlich sehr bewegt.
Am
Dienstag war Hafenrudfahrt und eine Fahrt amn der Elbe entlang
angesagt. Mittwochs gab es einen tollen Besuch im Tierpark Hagenbeck.
Donnerstag besuchten wir mit Jürgens Freund Volker das Konzert
der Gruppe KORN im Stadtpark. Den Eintritt von knaopp 45 EUR sparten
wir uns und ließen uns außerhalb des eingezäunten
Arreals nieder, wo ca. 500 - 800 Leute die selbe Idee hatten.
Wir waren in Höhe der Bühne; nur ca. 80 - 100 Meter
von der Stage entfernt. Wir konnten sehr gut hören und hatten
auch so eine Menge Fun. Nach 50 Minuten war das Konzert zu Ende.
Ne Menge Kohle für 50 Minuten Show, dachten wir noch so bei
uns. Aber was willste da machen. Zumal wir ja das Geld gespart
hatten.
Am
Freitag Stadt bummel etc. und Abends waren wir mit Jürgens
Freunden in einer multikulturellen Gaststätte in Eimbüttel
und schauten uns das Eröffnungsspiel Deutschland gegen Costa
Rica an.
Am
Samstag waren wir dann noch in einen kleinen Ort bei Pinneberg
gefahren - Ueterecht. Hier hatte Tony Schäfer, der alte Kumpel
und Gitarrist der legendären saarländischen Kult band
RS RINDFLEISCH einen Gig. Es war sehr schön und wir hatten
sehr viel Spaß.
Am
Sonntagmorgen weckte ich dann gegen 04:00 Uhr Helga. Wir packten
unsere Sachen, frühstückten noch etwas und dann traten
wir auch schon wieder die Heimreise an.
Fazit:
Es war eine wunderbare Woche in HH. Wir haben es genossen und
keine Stunde war verflossene Zeit. Zumal wir noch in einem tollen
Viertel von Altona wohnten. Zwar etwas schmutzig am Strassenrand,
fast an jedem Haus eine blöde Graffitie, aber es war multikulti
geil und billig und einfach nur schön.
Zu
Hause angekommen schlug es mich am Montag erst mal auf die sprichwörtlichen
Bretter. Fieber, Blut im Urin und mir war es nur schlecht. Ein
Besuch bei meinem Arzt brachte eine brutale Blasenentzündung
zu Tage. Das Blut kam von einer Fistel in der Blase, wie die Auswertung
der Röntgenbilder ergab. Und wir hatten schon mal wieder
mit dem Schlimmsten gerechnet. Zumal es beim Darmkrebs auch mit
einer Blutung begann. Am 04.07. soll nun eine Blasenspieglung
absolute Klarheit schaffen.
Sonntag,
18. Juni 2006
Gestern
hatten wir einen Gig mit HOT STUFF zur 75 Jahrfeier des FCE. Wie
ich auch nicht anders erwartet habe waren die Leute - außer
dem Vorsitzenden, dem Platzwart und dem "Betreuer" K.,
die mich einfach ignorierten (was mir zwischenzeitlich eh egal
ist, denn ich brauche werde den einen noch den anderen; und sie
sind mir somit absolut "Wurscht"!) - sehr nett. Aber
warum auch nicht. Manche reden nur sehr viel von verzeihen und
vergessen, aber es passiert nix. Andere - eigentlich die sehr
große Mehrheit ist da halt viel toleranter und weltoffener.
Vor
HOT STUFF trat das hessische Comedy Duo MUNDSTUHL auf. Eine Lachsalve
nach der anderen dröhnte durch das voll besetzte Zelt. HOT
STUFF kam sehr gut an. Mir war das klar, wie auch dem Geschäftsführer
P. Schuch, der die Band in Darmstadt auf dem Heinerfest 2005 selbst
begutachtet hatte. Nur war es in unter dem Zeltdach der artig
stickig, daß Ina - die Sängerin - bei den letzten Songs
des Sets total erschöpft und platt war.
Ich
werde wohl als Betreuer nach Weilbach gehen. Werde mit denen nochmals
ernsthaft reden.
Tagebuch
Juli 2006
Donnerstag,
27.07.2006
Heute
war ich zur Untersuchung in der Urologie der Uniklinik Frankfurt.
Und wie meistens war Warten angesagt. Erst waren meine CT-Bilder
nicht auffindbar, dann lagen meine Unterlagen in der Urologie
nicht vor. Chaos pur!
Ungefähr über eine Stunde später wie terminiert,
kam ich dann endlich dran. Es war eine Ärztin. Klein, schmal,
blond und sehr nett. Nach unserem Vorgespräch und einem kurzen
Ultraschall und der Mitteilung, dass ein Katheder gesetzt werden
soll, ging es erst mal in die Radiologie der Urologie. Dort wurde
mir von einem netten Typ - mit blank poliertem Schädel -
der Katheder eingeführt. Es gab nur einen kurzen Schmerz,
als der dünne Plastikschlauch durch die Harnröhre geschoben
wurde. Sofort stellte sich Harn drang ein, obwohl ich erst kurz
zuvor auf der Toilette war. Es sollte mit dem Urin eine Kultur
angelegt werden (für was dieser gelbe Saft alles gut ist!)
und er sollte auf Natur fasern untersucht werden. Das bedeute,
dass - wenn ich eine Blasen fistel hätte -, Rückstände
aus dem Darm in der Blase sein. Danach gab es Kontrast mittel,
um die Blase auf den Röntgen bildern sichtbar darstellen
zu können.
Da ich aber erst am Dienstag, 25.07.2006 meine Nachsorgeuntersuchung
hatte, die gut und ohne Befund ausgefallen war, befand sich noch
Kontrast mittel von der CT Untersuchung im Körper, und es
war somit für die Ärztin und die Radiologin kompliziert
etwas Konkretes zu sehen. Am 10.08.2006 habe ich meine Besprechung
in der Urologie wegen meinem Befund, ob noch eine Blasen spieglung
und vor allem eine erneute Operation notwendig ist. Hoffentlich
geht dieser Kelch an mir vorüber
Tagebuch
August 2006
Samstag,
05.08.2006
Gestern
hatten wir unser erstes Spiel der Saison 2006 / 2007 in Würges
mit 2:1 gewonnen. Wir, das ist der Fußball club Germania
Weilbach und ich als Betreuer. Ja ja, wieder in einem Sportverein!
Aber
ich finde es so geil in Weilbach, und der FC Eddersheim fehlt
mir in keiner Weise mehr. Franz S. - einer der Eddersheimer legendären
Torwarte - wollte ja mit mir eine Wette abschließen, dass
ich früher oder später wieder beim FCE lande. Aber dieses
Thema ist für mich für alle Zeit erledigt. Nachdem ich
vor meinem Wechsel zu den Nachbarn nochmals beim FCE nachgefragt
habe, ob ich wieder einsteigen könnte und dies "zur
Zeit nicht gewünscht war", gehört dieser Verein
einer Episode meines Lebens an. Was mir in Weilbach so gut gefällt
ist die Teamarbeit, die ich vorher als Betreuer im Süden
vermisst habe.
Um
die Frage zu beantworten, ob ich es nicht bereue wieder in der
Bezirks oberliga zu sein, kann ich nur sagen: nein, denn der Verein
hat Zukunft und Perspektive. Außerdem bin ich mir GANZ SICHER,
dass wir in den nächsten kommenden Jahren und VOR 2010 in
der Landes liga Mitte von Hessen spielen werden.
+++++
+++ +++++
Durch
einen Eintrag in meinem Gästebuch meiner DOORS page habe
ich auch wieder eine neue Band aus Leverkusen kennengelernt: BERGMEISTER.
Ihre Musik hat mich ganz schön beeindruckt, denn die Band
hat ein tierisch geiles Zusammenspiel und harmonisiert in jeder
Phase. (Bergmeister
Homepage )
Mittwoch,
23.08.2006
2
Träume:
1.
Ich glaube es war in der Nacht von Freitag auf Samstag (18.
auf 19.08.2006) letzte Woche, da hatte ich den schlimmsten
Alptraum meines Lebens. Es war grauenvoll. Es war pure Angst.
Ich befand mich mit wem auch immer in einem fremden Land. Es war
am Anfang alles okay, obwohl ich eine böse innere Unruhe
hatte (alles im Traum).
Plötzlich schlug das alles um. Ich kann mich erinnern, dass
ich mit jemanden durch eine Strasse lief, den ich aber nur fühlte,
nicht sah. Mit einem Mal explodierte diese Häuser schlucht
und begann ein zustürzen. Der "Unsichtbare" trieb
mich innerlich zur Eile. Ich hatte eine tierische Angst. Blickte
überhaupt nicht mehr durch. Es krachte und splitterte. Menschen
schreiten.. Kinder kreischten. Alte Leute fielen hin und wurden
zertrampelt andere verbrannten in der Feuersbrunst. Brennende
Menschen geisterten als lebendige Fackeln durch die bizarre Szenerie.
Feuerwehr leute versuchte mit ihren Schläuchen die Brände
unter Kontrolle zu bringen. Ich sah uniformierte Menschen, die
Leute nach Unten, Oben, Rechts und Links aufteilten und pausenlos
die Menge antrieb.
Erinnern kann ich mich auch daran, dass ich meine Cannon Kamera
mit dem großen langen weißgrauem Objektiv immer und
überall dabei hatte. Irgend so ein Uniformierter befahl mir
die Szenerie im Bild festzuhalten. Ich hatte tierische Angst.
Als die Angst an ihrem Höhepunkt angelangt war (es kam mir
zumindest so vor), befand ich mich plötzlich in einem Raum
im Stil der 70er. Zwar alles etwas karg und spärlich, aber
es war irgendwie beruhigend. Der Trubel war vorbei. Erinnern kann
ich mich noch vage, dass sich drei vier junge und nicht hässliche
Frauen (Outfit wie in den 70ern!), lange Haare in diesem Raum
befanden. Eigentlich war es gar kein Raum im klassischem Sinne.
Es sah aus wie ein oberstes Stockwerk, welchem man das Dach /
Decke und eine oder zwei Wände weg gesprengt hatte. Das eine
Mädchen / Frau hatte auch eine große digitale Spiegel
reflex Kamera dabei, die in einer offenen Foto tasche lag und
sich in meiner Nähe befand. Plötzlich suchte ich nach
meiner Kamera. Sie war verschwunden. Ich schluchzte. Ich weinte.
Die drei vier wurden da durch erst auf mich aufmerksam. Irgendwie
hatte ich mit ihnen nichts zu schaffen. Keine Reden. Keine Blicke.
Oder ich war für sie bis zu diesem Moment unsichtbar. Ich
schaute mich. Suchte meine Kamera. Sie war weg. Ich wollte es
nicht wahrhaben. Die Ausrüstung hatte mich ja so viel Geld
gekostet. Ich habe fast oder gar kein Geld mehr. Wo ist meine
Kamera?? Ich nahm die Kamera der einen Frau aus der Foto tasche
in meine Hände. Schaute sie mir an. Da sagte die, welcher
die Kamera gehörte “das ist MEINE Kamera“. Ich
gab sie ihr und rief „man hat mir meine Kamera gestohlen“
und flog aus dem Traum verstört in die Gegenwart. Ich war
total fertig. Kaputt. Zerschlagen. Helga gab mir Trost, aber den
ganzen Tag war ich total neben der Spur.
2.
Da ich immer sehr lange auf war, ging ich erst in der frühen
Morgenstunde ( so gegen halb vier) der Nacht von Samstag auf Sonntag
(19. auf 20.08.2006) zu Bett. Hatte
wegen dem Traum in der Nacht zuvor keinen Schlaf finden können.
Es dauerte auch nicht lange und Morpheus hatte seinen schwarzen
Mantel über meine Schultern geworfen.
Irgendwann ERWACHTE ich IM Traum irgendwo wo es nur Frieden gab.
Keine störenden Geräusche, obwohl ich ganz zarte Musik
SPÜRTE. Besser formuliert befand ich mich in einem Zustand,
den ich der artig NIE zuvor in meinem Leben erfahren hatte. Er
war neu und von einer unheimlichen Realität. Der Begriff
„Frieden“ stimmt hier einfach nicht. ICH WAR GLÜCKLICH.
Ein Zustand wie eine schnurrende Katze. So ein wunderschönes
Brummen. GANZ LEISE. NICHT STÖREND. NICHT AUFGEZWUNGEN. Aber
intensiv. Sehr intensiv. Ich fühlte mich wohl und geborgen
wie nie zuvor. Das ist so schön. So wunder wunderschön.
Ich war NUR Glück. Ich hörte mich im Traum die Worte
sagen: DAS IST SO SCHÖN. DAS IST SO WUNDERWUNDERSCHÖN..
und erwachte. Seit diesem Morgen bin ich ein anderer Mensch weil
ich glücklich BIN.
Klar
werden wieder einige meinen, jetzt isser abgedreht. Durch geknallt.
Mir egal. Es ist so geil, bewußt zu leben. Gut gelaunt zu
sein. Sich über nichts aufzuregen. Auf Leute zu gehen. Zu
kommunizieren. Nicht Blabla, sondern sich unterhalten mit Verstand.
Helga
war die erste, die diese Veränderung sehr stark mitbekommen
hat, denn sie hat es mir auch mehrfach bestätigt. Es ist
so, als sei die ganze Anspannung der letzten Jahre mit einem mal
von mir abgefallen wie buntes Laub von einem Baum im Herbst. Aber
das nur nebenbei.
Am
vergangenen Freitagabend waren wir beide zum Polterabend von Jörg
und Jeannette auf das Schloß von Aschaffenburg eingeladen
worden. Der Abend war sehr schön. Nicht nur wegen dem genialen
Wetter. Helga und ich sind der Meinung, dass die beiden sehr gut
miteinander harmonisieren. Und Eltern eines Sohnes sind sie auch
schon seit ein paar Monaten. Ach ja, Jörg ist der Keyboaaarder
und Sänger von HOT STUFF. So waren auch einige Musiker bei
dieser Party anwesend. Jörg hatte eine kleine Backline aufgebaut
und als es dunkel geworden war, gab es eine tierisch geile Jamsession.
Im Nachhinein muß ich feststellen, dass ich es heute schade
finde, meine Videocamera nicht dabei gehabt zu haben. Wäre
ein tolles An denken gewesen.
Medizinisch
ist es - abgesehen von meiner fuckin' Blasenentzündung -
auch okay.
Am
Freitag haben wir einen Tisch im TIGERPALAST - diesem Showtempel
mit Akrobatik über und am Esstisch - bestellt. Die Eintrittskarten
haben Helga und ich von den QUIETSCHBOYS zum Geburtstag geschenkt
bekommen. Ein sehr nobles Präsent, über das wir uns
sehr gefreut haben.
Meine
DOORS site im Internet bearbeite ich jetzt in Zusammenarbeit mit
Kai von der See und Jürgen aus meiner geliebten Hansestadt.
Mit der deutschen DOORS Gemeinde habe ich nichts mehr am Hut.
Habe da noch viele Freunde, aber der Rest geht mir am Zaun vorbei.
Über
ein Email eines namhaften Regisseurs
Sehr
geehrter Herr Freudenberger,
ich bin beeindruckt von der von Ihnen mit gestalteten Web site
the-doors-world.com und möchte Sie fragen, ob Sie mir für
mein ... Radiofeature ein Interview zu Jim Morrison geben. Zum
Inhalt der Sendung lesen Sie bitte das angehängte Exposé.
Geben Sie mir bitte sobald wie möglich Bescheid. Wenn Sie
zusagen, was ich sehr hoffe, möchte ich Ihnen Ende September
/ Anfang Oktober als Zeitraum vorschlagen.
Mit freundlichen Grüßen
E. K.
Exposé
Der
Poet Jim Morrison
Von
E. K.
Produktion:
... 2007
„Wenn
meine Dichtung auf irgendetwas abzielt, dann darauf, die Menschen
aus den Zwängen zu befreien, innerhalb derer sie sehen und
fühlen“. Jim Morrison
Den Menschen von seinen selbst auferlegten Beschränkungen
zu befreien, war auch das Ziel, der 1965 gegründeten Band
„Doors“. Den Namen „Doors“ fand Jim Morrison
in einem Zitat des englischen Dichters William Blake: „Es
gibt Dinge, die sind bekannt, und es gibt Dinge, die sind unbekannt.
Dazwischen sind Türen.“
Jim Morrison - Textdichter, Sänger und Kopf der Gruppe -
las wie ein Besessener die Poeten seiner Generation (Burroughs,
Ginsberg, Kerouac) und alle, die in der Literaturgeschichte als
Außenseiter und Visionäre gelten: Baudelaire, Rimbaud,
Nietz-sche und Artaud. Er schrieb für die „Doors“
die tiefgründigen Texte, die von Leben, Tod und dem Sinn
der Dinge hinter ihrem Anschein handeln.
In seiner letzten Lebenszeit wollte Jim Morrison aus der Rolle
des berühmten, erotischen Rock sängers schlüpfen,
er wollte der Dichter werden, als den er sich immer selbst sah.
Ein neoroman-tischer Wunsch oder eine zutiefst persönliche
Notwendigkeit? Eine zeitlang braucht er die Musik noch als Schutz.
„Es gibt Lyrik, die ist der Musik sehr ähnlich. Wenn
man ein Gedicht schreibt, musst du dich in einem bestimmten geistigen
Zustand befinden. In den kann dich die Musik hinein versetzen
mit ihrer hypnotischen Kraft. Die Musik gibt mir eine Art Sicherheit,
und sie macht es viel einfacher, mich auszudrücken. Ich würde
gerne mehr an meinen Gedichten arbeiten.“ Erstaunlich, heute
gehen viele Lyriker den umgekehrten Weg, wollen mit der Performance
ihrer Gedichte in den Kosmos des Pop eindringen.
Er habe sein Image satt, sagt Morrison schließlich. Und
sucht nach anderen Ausdrucks mitteln. 1970 veröffentlicht
er die Text sammlung„Die Herren und die Neuen Geschöpfe“.
(1989 erscheint die Sammlung von Gedichten und Texten aus seinem
Nachlass: „Die verlorenen Schriften“.)
Im März 1971 fliegt er nach Paris. Er ist von französischen
Dichtern wie Rimbaud fasziniert. Paris, mit seiner Tradition an
US-Amerikanischen Exil-Literaten, der Lost Generation, ist für
ihn der geeignete Ort, sich neu zu orientieren. Aber er braucht
weiterhin den Alkohol als Stimulans und treibt sich in Pariser
Bars herum. (Die Orte sind bekannt) Der Traum eines Neuan-fangs
ist von kurzer Dauer. Am 3. Juli 1971, mit 27 Jahren, stirbt Jim
Morrison in seiner Badewanne. Offizielle Todesur-sache: Herzversagen.
Nach seinem Tod am 3. Juli 1971 -siebenundzwanzigjährig stirbt
er in Pariser an Herz versagen- wird Jim Morrison zum Idol der
68er Generation. Die Tatsache, dass er immer wieder das Ende,
den Tod besungen und seinen eigenen Tod angekündigt hat,
setzt seiner Biographie einen schillernden Akzent auf. Sein Grab
liegt auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise, umgeben von
den Gräbern berühmte Dichter und Schriftsteller: Appolinaire,
Balzac, Eluard, Molière, Perec, Proust.
Den Dichter hinter dem Rock star möchte ich zum Vorschein
bringen. Unter anderem auch seine eigenen Gedichte und Texte mit
denen von Burroughs, Ginsberg, Kerouac, Baudelaire, Rimbaud, Nietzsche
Artaud und anderen in ein Verhältnis setzen. Nicht zuletzt
seinem Verlangen auf die Spur kommen, warum er unbedingt als Dichter
Anerkennung finden wollte, und da mit die Aura des Dichters beleuchten.
Gewünschte
Gesprächspartner:
>Philip Steele, selbst Musiker und Komponist, lernte Jim Morrison
kurz vor dessen Tod in Paris kennen. In seinem Roman „City
of Light“ schildert er, laut Verlags ankündigung, „den
tragischen Niedergang des einst so gefeierten Helden bis zu dessen
mythenumwobenen Tod“. Heute lebt Steele in Berlin und ist
dort neben seiner Soundtrack arbeit als Musik produzent tätig.
>Gernot W. Freudenberger. Mit viel Akribie und Leidenschaft
hat er die Web site www.the-doors-world.com aufgebaut und ein
Forum für Doors-Fans geschaffen.
>Luzia Braun, Moderatorin, Redakteurin und seit Jahrzehnten
glühende Morrison Verehrerin.
Zeit:
55 Minuten
und
ein par Tage später:
Sehr
geehrter Herr Freudenberger,
schön,
ich freue mich sehr, dass Sie mit mir sprechen wollen.
Na
ja, ich würde zu Ihnen kommen und unser Gespräch aufzeichnen.
Mich interessiert vor allem Ihre bereits angedeutete Faszination
für Jim Morrison. Schön wäre, wenn Sie mir etwas
über die Wirkung der Musik, der Texte, Biographisches zu
Jim Morrison und vielleicht auch einiges zu seiner Poesie sagen
könnten, auch zu seinem Verlangen, als Dichter Anerkennung
zu finden.
Wenn
Sie weitere Fragen haben, fragen Sie bitte.
Ansonsten
melde ich mich wieder bei Ihnen, wenn ich meine Termine genauer
überblicke,
Herzliche
Grüße
E. K.
Das
hat mich total umgehauen. Nicht aus Angst, sondern weil es mich
so tierisch gefreut hat und eine Bestätigung meiner langjährigen
Pflege meiner DOORS Internet präsenz darstellt, die ich mit
Stolz die informativste Seite im deutschsprachigen Raum bezeichnen
kann. Nun harren wir mal der Dinge...
Am
kommenden Sonntag hat HOT STUFF zehnjähriges Bühnenjubileum.
Gefeiert wird mit vielen Freunden und Gast musikern / -bands in
Aschaffenburg, wo auch das Bürger fest an diesem Weekend
stattfindet.
Montag,
28.08.2006
Gestern
hatte HOT STUFF sein 10 jährige's Band Jubiläum. Beim
Stadt fest von Aschaffenburg war da für die FRIZZ Bühne
(FRIZZ! = Kern
des Magazins ist ein monatlicher Kultur kalender. mit 1000 bis
1600 Veranstaltung in Freiburg und der Region. Thematisch berichtet
FRIZZ über das Theater-, Musik-, und Kunst geschehen sowie
das Club- und Party leben. Feste Rubriken sind auch Film premieren,
neue CD's und DVDs.
Seit
April 2005 gibt es mit FRIZZ TV Freiburg ein Internet TV Programm,
das regionale Nachrichten und Unterhaltung bietet.) vorgesehen
und es war von Andy, dem Gitarristen der Band, ein breites musikalisches
Spektrum arrangiert worden.
Helga
und ich fuhren am Sonntag gegen 09:45 Uhr zu Hause weg, um uns
am Probe raum der Band in Aschaffenburg mit Uwe und Anja S. und
dem Bassisten Marcus R. zu treffen. Es sollten noch verschiedene
Verstärker, Instrumente etc zur Bühne gefahren werden.
Uwe und ich waren für die Backline zugewiesen worden und
sollten uns um den reibungslosen Umbau während der verschiedenen
Gruppen kümmern. Die Zusammenarbeit mit Uwe - wie auch ich
ein "verrückter Konzert fotograf" - war toll. Er
ist mit seiner Frau Anja Backliner von ECHO, einer begnadeten
PINK FLOYD Cover band aus Aschaffenburg, die eigentlich auch einen
Auftritt haben sollte, aber Oli der Gitarrist mußte den
Gig wegen einer schweren Krankheit in der Familie kurzfristig
absagen. Auch die QUIETSCHBOYS, auf die ich mich so gefreut habe,
sagten den Gig ab. Über die Gründe möchte ich nichts
schreiben. Sie hätten bestimmt gut mit ins Konzept gepasst
und hätten den Aschaffenburgern bestimmt gefallen, die trotz
einigen heftigen Regenschauern zahlreich den Platz vor der Bühne
füllten.
HOT
STUFF hatten am Samstag, 26.08. einen Gig in Hamburg und landeten
erst gegen 12:00 Uhr auf dem Frankfurter Air port, wo sie vom
Shuttle Dienst der FRIZZ! Leute abgeholt wurden. Als die Band
eintraf waren wir zu 90% mit unserer Stage Arbeit fertig. Nach
und nach trafen auch die Band mit ihrem Anhang ein. Im Backstagebereich
war für unser leibliches Wohl gesorgt. Von der obligatorischen
Bratwurst, über Kuchen und warmem Buffet, gab es Getränke
en mass.
Nach
einem längeren Sound check - weil der Monitor mixer die Einstellungen
nicht gespeichert hatte, ging es dann ziemlich pünktlich
um 14:30 Uhr los. Den Anfang auf der Bühne gab Markus Vollmer
mit seiner Band zum Besten. Markus kenne ich von HOT STUFF her,
da er meistens als Gitarrist für Andy einspringt, wenn er
mal verhindert ist. Danach trat die Band SCHAFFNER auf, mit Jörg
dem HOT STUFF Keyboarder am Mikrofon. Für die QUIETSCHBOYS
hatte Andy STONE FREE zusammengetrommelt. STONE FREE eine von
Andy's Projekten spielten Hendrix-, Led Zeppelin-, Cream-, Paul
Rogers Titel. Danach folgten die BUTTBOMBERS aus Aschaffenburg,
die Titel der WHO zum Besten gaben. Nach ihnen betrat dann BOPPIN
'B die stage. Eine Band, die schon ihr 20 jährige's hinter
sich hat und auch mit zu den Aschaffenburgern SpitzenActs zählt.
Sie fetzten mit Rock-a-Billy über die Bühnen bretter
und kamen beim heimischen Publikum tierisch an.
Die
nächsten auf der Bühne waren dann ROY HAMMER UND DIE
PRALINEES. Eine Frankfurter Band. Eine verrückte Band. Ich
hatte schon viel von ihnen gehört, sah sie aber auch an diesem
Tag zum ersten Mal live. Das Motto der Band lautet: !!! SCHLAGER
MITTEN INS GESICHT !!! Ich fand sie geil! Zumal ihr Bühnen
outfit der Hit allein ist.
Was dann so alles in den nächsten zwei Stunden geschah, war
dann der krönende Abschluß eines geilen Tages. KB der
Sänger von HOT STUFF sollte an diesem Tag seinen letzten
Auftritt mit der Band haben, da er mit seiner Familie (seine Frau
ist Lehrerin in der Army) nach Japan versetzt wurde. In Hamburg
muß die Band nach ihrem Gig noch ein paar gebechert haben.
Oder KB auch allein. Ist ja auch egal. Zumindest ging es ihm am
Sonntag ganz schön dreckig. Und verschieden Sekrete verließen
seine Körper öffnungen.
Nach
dem zweiten Song verließ KB die Bühne und begab sich
in das Back stage Zelt. Dort wollte er sich setzen, aber es haute
ihn einfach um. War total weggetreten. Not arzt wurde informiert,
der wieder einen Krankenwagen herbeirief. Aufregung pur im Backstagebereich.
Ina mußte den Gesangs part alleine meistern. Sie tat es
mit Bravur! Als KB abtransportiert war, vermißte ich meine
Lederjacke. Wie sich herausstellte war sie mit in den Krankenwagen
gelangt und mit KB unterwegs in die Klinik. Helga fuhr dann mit
dem Shuttle dienst des Veranstalters ins Krankenhaus und holte
sie. Nach dem Gig von HOT STUFF bauten Uwe und ich die Backline
ab, um die Sachen wieder in den nahegelegenen Probe raum zu fahren.
Plötzlich suchte Andy seinen Koffer. Wie sich recherchieren
ließ, war dieser auch mit in die Klinik gewandert. Andy
rief an und er wurde später wieder gebracht. Der Koffer von
Klaus, der als Kopf stütze für den am boden liegenden
KB her gehalten hatte, war auch nicht ganz verschlossen worden,
denn Klaus fand seine Unterhose auf der Strasse hinter dem Backstagebereich
wieder. Die Leute, die mit KB ins Krankenhaus gefahren waren kamen
dann auch zurück und suchten nach KB's Koffer und seiner
Lederjacke mit Geld börse und sämtlichen Papieren. Chaos
pur.
Im
Colossal fand dann noch eine After show party statt. Die Leute
von der Lokalität hatten für ein leckeres kaltes Buffet
gesorgt. Aber es war der Wurm drin an diesem Abend / dieser Nacht.
Statt der erwarteten 100 - 200 Leute hatten sich NUR ca 50 eingefunden.
Ina, Andy, Jörg und Marcus waren ganz schön geknickt.
Aber es war doch noch ein netter Aus klang.
Um
ca. 01:30 Uhr lag ich dann mit Helga im Hotelbett.
Nach einem kräftigen Frühstück verließen
wir dann Aschaffenburg gegen 11:00 Uhr am heutigen Morgen und
fuhren back home.
September
2006
Montag,
11.09.2005
Heute
vor fünf Jahren gelang es ein paar Terroristischen mit entführten
Flugzeugen die Welt zu verändern.
Mittwoch,
27.09.2006
Nach langem Suchen habe ich nun einen Schreibtisch bei eBay gefunden,
der besser zu unserer Wohnung passt und morgen geliefert werden
soll. Er ist ca. von 1920 und so ein richtiger alter Schreibtisch,
wie man ihn früher oft in der Wohnung hat stehen sehen. Vor
allem nicht so ein Spanplatten-Mist, den man sonst überall
zu kaufen bekommt. Alles unpraktisch. Kein Stauraum für Papier,
Bücher und der gleichen.
Nun
gut, ich werde ihn wohl etwas aufpolieren müssen und später
vielleicht noch wachsen, da mit er seinen Glanz wieder bekommt.
Wird zwar etwas Zeit in Anspruch nehmen, aber mit der Zeit werde
ich ihn schon so herrichten, dass er wieder schön aussieht.
Gesundheitlich
alles so weit im grünen Bereich. Nein im orangenen Bereich,
denn bei einer der letzten Kontroll untersuchungen wurde Diabetis
festgestellt. Na ja, man hat ja schon genug! Warum nicht auch
noch Zucker? Aber das erklärt dann auch einige andere Sachen,
di mir aufgefallen sind. Immer müde. Wunden heilen nur sehr
langsam. Durchblutung in den Beinen auch nicht so wie sie sein
soll. Mal abwarten was da noch passiert. Am Montag habe ich deswegen
Termin.
Mit
den Bands war die letzte Zeit auch nicht so viel los. HOT STUFF
hatten viele Gigs in einigen Städten, die erst nach langer
Fahrzeit zu erreichen waren. Da sie ja nun sechs Leute sind, fahren
sie dann immer mit drei Autos, um die Spritkosten gering zu halten.
Da wäre es dann blöde, wenn ich mit meinem Auto auch
noch solo hinterher brettere und bekomme den Sprit nicht ersetzt.
Am Samstag haben sie nun einen Gig in der Nähe und ich bin
wieder mit von der Partie. Auch die meisten nächsten Gigs
sind in erreichbarer Umgebung, so das ich nicht so viele Fahrtkosten
habe. Bei den QUIETSCHBOYS ist zur Zeit auch etwas Ruhe. Der nächste
Gig ist erst wieder am 16. Oktober meines Erachtens. Bernd, der
Gitarrist ist seit heute (?) in Urlaub und Rallo, der Drummer
hatte sich ja die Sehne / Bänder (?) im linken Fuß
gerissen. So hatte er beim letzten Gig in Bad Homburg den ganzen
Event mit einem Fuß gespielt. Bei dem Power der Band eine
ganz schöne Leistung. Zumal der Auftritt um die zweieinhalb
Stunden dauerte. Da war ganz schön was los bei der Feuerwehr
in Bad Homburg. Die Bude (Fahrzeughalle) gerammelt voll und auch
draußen waren alle aufgestellten Biertische dicht besetzt.
Was da die Leute weg gesoffen haben war schon enorm. Nach einer
Stunde waren sämtliche Bierbecher aufgebraucht und die Truppe
mußte mit Blaulicht (???) ausrücken und Nachschub ordern.
Aber es war ein tierisch geiles Event und die total erschöpften
und verschwitzten Jungs mußten eine Zugabe nach der anderen
geben.
Am
Freitag habe ich wegen meiner DOORS site ein Interview mit einem
großen Radiosender. Der Moderator kommt extra mit dem ICE
deswegen aus Hamburg. Das wäre dann schon mein zweites Radio
interview wegen einer meiner HP's.
Was
mich auch tierisch freut ist die Tatsache, dass man meine Arbeit
honoriert. Es ist ganz schön mühsam den vielen DOORS
Fans immer wieder etwas neues zu bieten. Aber was soll's? Die
Seite brummt unheimlich, und ich habe zur Zeit zwischen drei hundert
und eintausend Besucher. Das ist schon der Hammer.
Konzentriere
mich bei meinen Fanseiten von den DOORS und JIMI HENDRIX nur noch
auf das Wesentliche.
Gehöre
keinem Fan club oder keiner Gemeinschaft mehr an, sondern schaffe
da mit eine Plattform für alle DOORS oder / und HENDRIX Interessierten.
Da
zu gehören auch ALLE Konzerte von DOORS- oder HENDRIX Bands,
so weit sie mir bekannt sind oder mich anschreiben, das ich ihren
Gig auf meine HP stelle. Hoffe, dass ich somit auch endlich Frieden
mit einer Person aus der DOIORS Szene bekomme, die sich dumm erweise
schon fast drei Jahre hingezogen hat. Da zu aber kein Kommentar
meinerseits in der Öffentlichkeit.
Tagebuch
Oktober 2006
Mittwoch,
04.10.2006
Am
29. September war Herr Egon Koch aus Hamburg an gereist, um mit
mir das Interview für den SWR"2 aufzuzeichnen. Herr
Koch ist Autor und Regisseur und hat schon einige - auch für
mich interessante - Themen für das Fernsehen oder den Rundfunk
erarbeitet. Darunter auch eine Sendung mit dem Titel " Mordfall
John Lennon - Das Idol und sein Attentäter". Diese Sendung
hatte ich vor nicht all zu langer Zeit auf ARTE gesehen. Die Sendung
war sehr gut.
Nun,
Herr Koch war also aus Hamburg extra wegen mir an gereist (habe
mich über diesen Punkt sehr gefreut). Helga hatte ihn in
Frankfurt am Bahnsteig erwartet. Auf mich machte Herr Koch einen
coolen Eindruck, der sich nach unserem "Interview" noch
verstärkte, als wir die Zeit gefunden hatten, etwas mehr
als über die DOORS zu sprechen.
Das
Interview selbst war für mich nicht so gut gelaufen wie das
letzte für das Göttinger Stadtradio. Da war ich viel
lockerer drauf. Bei diesem war ich sehr zerfahren und nervös.
Ich verhaspelte mich beim Reden, wußte nicht wirklich wie
ich reagieren sollte. Zu blöd auch! Aber Herr Koch meinte,
ich solle mir da mal keine Gedanken machen. Seine Worte in Gottes
Ohr.
Ruckzuck
waren drei Stunden um. Und plötzlich mußte Herr Koch
schon wieder die Heimreise antreten.
Schade eigentlich, denn ich hätte mich gern länger und
intensiver mit ihm unterhalten. Vielleicht (???) gibt es ja mal
wieder eine Gelegenheit da zu. Man sagt ja nicht umsonst im Volksmund:
im Leben sieht man sich mindestens immer zweimal.
+++++
+++ +++++
Morgen
am 05. Oktober haben Helga und ich nun auch schon unseren 27.
Hochzeitstag. WOW!
27 Jahre! Ein Anzahl an Jahren, die ich nie für möglich
gehalten habe.
Freitag,
13.10.2006
Mein Interview mit Egon Koch zum Thema
"Jim Morrison, the DOORS, meine Liebe zu der Band"
für SWR"
Ich
nehme an, dass Herr Koch das aufgezeichnete Interview mit einem
Sprachcomputer übertragen hat.
D.h. es ist eine Originalkopie meines Interviewsm, dass er mit
einem Sony Recorder aufgezeichnet hat.
Die
Zahlen bedeuten die Zeit des Interviews.
EK:
Egon Koch
GWF: Gernot W. Freudenberger
(…) : Pausen
+++++
+++ +++++
Transkription
Gernot W. Freudenberger
(Hattersheim, 29.9.2006)
0:00
E.K.
Selbstvorstellung.
0:21
G.W.F.
Gernot W. Freudenberger, ich bin 56 Jahre alt und habe eine
Homepage über die Doors.
the-doors-world.com
Ich bin Frührentner nach zweimaligem Krebs seit 2003 und
bin Doors Fan seit ca. 1968-69.
0:49
E.K.
Wie sind Sie auf die Doors gestoßen?
1:00
G.W.F.
Ich interessiere mich eigentlich schon immer für Musik.
Damals war’s halt Freddy Quinn, der mich immer interessiert
hat, und kam dann (…)
Ich war halt 1967, Ende 67 war ich auf der Seemannschule in Blankenese.
War oft im Starclub gewesen, hab da einige Gruppen gesehen und
hab mir dann angeeignet auch andere Musik zu hören, die modern
war, die anderes war, die mich halt interessiert hat und wegging
von dem deutschen Schlager etc. Darunter war Jimi Hendrix, die
Doors, die Rolling Stones. (…)
1:53
E.K.
2:02
G.W.F.
(…) 2:22
Die Doors haben mich eigentlich interessiert wegen ihrer Schwere
der Musik. Sie war anders als die Musik, die ich bisher gehört
hab, sie war mystisch, dunkel, teilweise dreckig, teilweise geheimnisvoll.
Mir hat halt..., das Orgelspiel war das, was mir bei den Doors
zuerst aufgefallen ist, das war eigentlich Ray Manzarek mit seiner
Orgel, weil er die Orgel eigenartig gespielt hat, er hat viele
Musikrichtungen drin gehabt.
2:59
E.K.
Manzarek der Anknüpfungspunkt und nicht so sehr Jim Morrison
mit seinen Texten?
3:07
G.W.F.
Stichpunkte auf einem Blatt Papier: Kindheit, DDR, Saarland,
Hamburg, St. Pauli …
5:01
E.K.
Was für Menschen haben die Clubs auf St. Pauli besucht?
Wie war die Atmosphäre?
5:38
G.W.F.
Ich kann mich nur noch an die Plüschstühle erinnern,
also Sessel teilweise mit Plüsch oder Samt bezogen. (…)
Ich hab noch nie so viele Langhaarige … auf engem Raum zusammen
gesehen, ich hab mir dann auch die Haare wachsen lassen. Es war
eine ganz, ganz andere Welt wie ich bisher gewohnt war. Weil vom
Elternhaus her, es war eigentlich ziemlich militärisch, weil
mein Vater war lange Zeit im Zweiten Weltkrieg, mein Großvater,
väterlicherseits, war im Zweiten Weltkrieg. Und die Erziehung
war halt sehr konservativ und ich war nach der Übersiedlung
aus der DDR eigentlich schon immer etwas anders, oder ich hab
mich anders gefühlt. (…) ich hatte nirgendwo 'ne richtige
Heimat. Und in Hamburg hatte ich dann dieses Gefühl zum ersten
Mal; weil, mir hatte dieses ganze Flair von St. Pauli (…)
so unheimlich gefallen, so durch die ganzen Seeleute, die dort
verkehrt sind, die ganzen Touristen, die Zuhälter, die Prostituierten,
die Geschäftsleute und die ersten Dealer. Und es war eine
ganz, ganz andere Welt. Es war wie 'ne Theateraufführung,
wenn man selbst mit mitten auf der Bühne steht. Und der Starclub,
das war für mich eigentlich.., obwohl ich noch ziemlich jung
war, das war 'ne Heimat irgendwie. Ich hab' mich da unheimlich
sauwohl gefühlt und ich war unheimlich gerne in dieser Umgebung
gewesen. (…)
8:00
E.K.
Wie kam die Website über die Doors zu Stande?
8:13
G.W.F.
Die Website ist dadurch entstanden, dass ich nach meinem ersten
Krebs – 1998 hatte ich Leberkrebs – und ich hatte
immer eine Aversion gegen PC oder Computer überhaupt (…)
8:38
Und rein wegen der Ablenkung wegen der Krebsgeschichte hab ich
mich dann doch irgendwann durchgerungen, mir einen Computer gekauft,
habe sehr viele Schwierigkeiten gehabt, hab' mir alles selbst
beigebracht, bis ich das Ding einigermaßen beherrscht habe.
(…)
9:10
Es war eigentlich die Zeit, in der ich sehr intensiv wieder zu
den Doors zurück gefunden hab', weil die Stimmung durch meinen
Krebs, die Angst, dass er wieder kommt und alles, was damit zusammen
hängt, hat eigentlich sehr viel mit der Musik der Doors zu
tun gehabt, weil in der Musik der Doors spiegelt sich auch Tod,
Leben, Glück, Freude, Liebe, irgendwie alles spielt da eine
Rolle. Und Morrison war ein Interpret dessen, dass er das unheimlich
gut in Szene setzen konnte. Er war für mich ein (…)
wahnsinnig guter Lyriker, er hat unheimlich gut geschrieben, als
Sänger fand ich ihn nie so bedeutend wie zum Beispiel Mick
Jagger, er hatte nie diese Stimme gehabt oder Ausdrucksweise in
der Stimme, obwohl er gerade durch seine Art, wie er interpretiert
hat, einen Weg gefunden hat sich innerhalb der Band, mit den anderen
drei Musikern, hätte die Band meines Erachtens keinen anderen
(…) Sänger finden können. Und ich finde, dass
er unheimlich gut dazu gepasst hat und dass die Gruppe als Band
zusammen unheimlich gut harmonisiert hat.
10:29
E.K.
Existentielle Stimmung, die die Doors mit ihrer Musik vermittelt
haben?
10:51
G.W.F.
Es war eine existentielle Stimmung für mich, würde
ich sagen. Weil es hat zu meiner Stimmung gepasst, wie ich sie
zu der Krebszeit erlebt habe. (…)
11.10
E.K.
Wie haben Sie die Website aufgebaut?
11:42
G.W.F.
Es hat irgendwann mal angefangen, dass ich einfach eine Seite
machen wollte – ich hab auch noch 'ne Jimi Hendrix Seite
- , aber die Doors Seite jetzt speziell, das war einfach mal ein
Hobby, weil, wie gesagt, ich habe die Band geliebt und ich wollte
einfach einen Dank aussprechen an die Band. Und wollte neue Leute
dazu animieren, sich die Doors anzuhören und sich mit den
Doors zu beschäftigen. Am Anfang waren das zwo, drei Seiten
mit ein paar Bilder und erst im Laufe der Jahre ist ja ein ziemlich
großes Werk entstanden. Und ich habe eigentlich immer versucht,
irgendwie etwas anderes zu schaffen als auf vielen anderen Doors
Seiten zu sehen ist; weil es im Prinzip immer dieselben Bilder
und dieselbe Schreibweise über die Band ist. Und ich hab'
halt versucht Sachen auf meine Homepage zu bringen, wo die Doors
zum Beispiel gespielt haben, hab' versucht … durch Internetrecherche
Bilder zu finden von Auftrittsorten oder von großen Clubs
oder Sälen oder von Arenen. Und habe Seiten geschaffen über
Instrumente, mit denen die Doors gespielt haben, hab' 'ne Seite
geschaffen über die Auftrittsorte, hab' 'ne Seite geschaffen
über alle Bootlegs. (…)
13:34
E.K.
Auch reale Aufenthaltsorte der Doors und Jim Morrison auf
der Website, wie LA und Paris.
14:10
G.W.F.
Ich war in den letzten Jahren im deutschen Doors Kreis tätig,
also die Doors Fangemeinde. Es hat mir dann aber irgendwann nicht
mehr gefallen, weil es immer so Querelen gab. Unstimmigkeiten.
Neid und so. Ich hab' aber ziemlich viele Leute kennen gelernt,
wie den Jürgen Bamberg aus Hamburg, der eine Doors Seite
gehabt hat. (…) Ich hab den Jan-Erik Hubele kennen gelernt,
der ein Buch geschrieben hat über die Zeit, wo Jim Morrison
in Paris gelebt hat und wo er überall war, mit sehr vielen
Bildern und Berichten. Kai Wittkowski, der in Deutschland die
größte DOORS Sammlung überhaupt sein eigen nennt.
Ich habe Coverbands kennen gelernt und ich hab Musiker kennen
gelernt, Leute kennen gelernt, die Mitglieder der Doors persönlich
kennen gelernt haben, wie z.B. Darryl Read.
(…)
17:11
E.K.
Entstand durch die Website eine Art Forum der Doors Fans?
17:36
G.W.F.
(…) 17:45
Es sind im Prinzip immer dieselben zehn Leute, die da irgend'was
’reinschreiben und darauf antworten. Das ist in Amerika
bei den Doors selbst oder auf der Seite von Ray Manzarek oder
Robby Krieger ist das ganz, ganz anders, da sind Tausende von
Leute, es sind auch Tausende von Leute, die da irgendwie was Neues
bringen oder irgendwie Fragen haben. In Deutschland läuft
das nicht, ich weiß nicht, woran das liegt. (…)
18:28
Was ich festgestellt hab', dass meine Seite, das macht mich
auch etwas stolz inzwischen, die meistbesuchteste und informativste
Seite in Deutschland ist, wo eine Band vorgestellt wird. Dazu
muss ich aber auch noch sagen, dass Oliver Stone mit seinem Film
damals, „The Doors“, auch nochmals sehr für Nachwuchs
gesorgt hat, dass jüngere Leute vor allen Dingen, wieder
auf die Musik der Doors gekommen sind oder überhaupt sich
für die Musik der Doors interessiert haben, was 'ne zeitlang
ziemlich eingeschlafen war und grad durch den Film „The
Doors“ vom Oliver Stone ist ein sehr, sehr großes
Publikum, vor allen Dingen jüngere Leute, Teens oder Twens
hat man früher gesagt, die dazu gekommen sind und sich für
die Doors interessieren. Und das freut mich eigentlich unheimlich,
wenn mir jemand 'ne E-Mail schickt und „Ich bin 15 Jahre
und ich find das toll diese Homepage und ich find das toll, dass
es die Doors gibt, hab ich früher eigentlich nie gehört
und irgendwann bin ich halt auch über diesen Film „The
Doors“ vom Oliver Stone auf die Band gekommen und hab mich
damit beschäftigt und ich muss sagen, sie machen eine unheimlich
gute Musik“. Und ich finde das einfach geil, dass nach vierzig
Jahren immer noch Leute dazu kommen und die sich für diese
Musik interessieren. (…)
20:24
Es freut mich einfach, dass die Homepage (…), das ist
'ne sehr große Arbeit und man sitzt viele Stunden vor dem
PC und beschäftigt sich damit, den Leuten immer wieder was
Neues zu präsentieren oder man sucht irgendwie nach Dingen,
die nicht so bekannt sind, (…) und für mich ist es
dann immer wieder ein unheimlicher Dank, wenn dann jemand schreibt,
ich find das klasse und ich hab noch nie soviel über die
Doors kennen gelernt (…) als auf deiner Homepage und hab'
mich jetzt mal mit CDs beschäftigt und DVD's gekauft und
mir die Band etwas näher gebracht. Und das freut mich einfach.
21:06
E.K.
Wie erklären Sie sich, dass Menschen in unserem Alter
die Musik der Doors immer noch gut finden?
21:28
G.W.F.
(leichtes Lachen)
Ich würde es so bezeichnen: Back to the roots. (…)
Ich habe es nicht und ich werde es auch nicht verleugnen: Ich
bin eigentlich sehr glücklich, die Zeit der 70er Jahre mitgemacht
zu haben, mit langen Haaren durch die Gegend gelaufen zu sein,
Stress mit jedem gehabt zu haben, mit den Eltern, mit dem Arbeitgeber,
mit den Leuten auf der Straße. „Gammler“ und
wie wir alle beschimpft wurden, aber es war unsere Zeit. Und es
war eine Zeit für mich eines Umbruchs, der in der Generation
stattgefunden hat. Und ich sehe mich immer noch, auch heute noch
als ein Teil, der in dieser Szene mit drin war und ich kann mir
heute auf die Schulter klopfen und kann fröhlich sagen, ich
bin stolz, dass ich in dieser Zeit gelebt habe. Und ich bin stolz,
dass ich diesen Weg gegangen bin, der bestimmt schwieriger war
als einfach Schule, Universität, gescheiten Beruf gelernt,
vielleicht heute viel Geld und ein gemachter Mann zu sein. Nee,
das ist und war nicht so mein Ding. Und ich hab die 70er Jahre
geliebt, weil es war alles neu, es war 'ne Änderung in der
Musik, es war 'ne Änderung in der Generation, die Leute waren
für 'ne gewisse Zeit freier, obwohl die Auslegung des Begriffs
Freiheit wieder ein Punkt für sich ist, frei ist man eigentlich
nie, aber man hat sich wenigstens frei gefühlt.
23:02
Es war die Zeit der freien Liebe, egal wie man jetzt dazu steht,
man hat seinen Joint geraucht, man hat seine Erfahrung gemacht,
man hat gemeint, das Unterbewusstsein steuern zu können,
vielleicht war es in gewisser Weise so. … Ich bereue keinen
Tag. Ich liebe die 70er, ich muss es so sagen, ich liebe die 70er
und erinnere mich unheimlich gern an diese Zeit zurück, weil
sie mir menschlich eigentlich sehr viel gebracht hat. Ich hab'
wahnsinnig sehr viele neue Leute kennen gelernt, die andere Gedankengänge
hatten als meine Eltern (…), unsere Verwandtschaft oder
die Bekannten meiner Eltern. Es war neu und (…) man hat
tun und lassen können, was man wollte und hat niemand gefragt,
darf ich das oder darf ich das nicht, ist das gesetzlich jetzt,
dass ich Haschisch rauche oder mir einen Trip einschmeiße,
es hat dazu gehört und die Musik hat dazu gepasst und die
Bücher haben dazu gepasst. Ja, es war toll.
24:08
E.K.
Das hat ja auch alles Jim Morrison vorgelebt.
24:21
G.W.F.
Ja, er hat es vorgelebt, aber irgendwo schon auf einer anderen
Art und Weise. (…) Ich hab mich nie so gesehen, dass ich
auf einer Rasierklinge sitze, die an und für sich schon gefährlich
ist, wenn man links oder rechts runter fällt.
24:48
Morrison war für mich ein Exzentriker, der das Leben
ausgekostet hat. (…) Er hat getan, was er für richtig
hielt und hat sich eigentlich wenig um seine Mitmusiker gekümmert,
er hat sich wenig um seine Freunde gekümmert, um seine Bekannten,
er hat seine Art des Lebens gefunden und hat die, ja, bis zum
Schluss in Paris, wo er in der Badewanne gestorben ist, eigentlich
gelebt.
25:22
E.K.
Morrison hat eine Botschaft gehabt und gleichzeitig abgelehnt,
ein Führer für eine Bewegung zu sein.
26:27
G.W.F.
(…) 26:33
Ich hab' diese Feststellung eigentlich gemacht, so als Führer
oder Idol, dem man nacheifert, erst so in den letzten Jahren,
nach dem Film vom Oliver Stone, wo sehr viele junge Leute dazu
gekommen sind. Und für die ist Jim Morrison einfach 'ne Lebensanschauung,
für die ist Jim Morrison wie ein Gott, wie ein Bruder, wie
ein Vater, kann man unheimlich schwer erklären. Es gibt Leute,
die abends mit einem Gebet für Jim Morrison einschlafen,
ich hab' so Leute kennen gelernt, es gibt Leute, die Geschäftsleute
waren, die, wenn sie vor Abschluss eines Geschäfts standen
oder ein Geschäft überhaupt machen wollten, in den Wald
oder in ein Feld gegangen sind und mit Jim Morrison besprochen
haben, ob er das gut findet, das Geschäft.
27:20
Es ist heute extremer als das früher war, früher
hat man sich diese Gedanken eigentlich gar nicht so gemacht, ob
Jim Morrison jetzt so 'ne Führerpersönlichkeit ist.
Ich glaube (…), dass das Jim Morrison eigentlich gar nicht
wollte. Er kam aus einem Elternhaus, der Vater war Admiral bei
der amerikanischen Marine und es war ein unheimlich konservatives
Elternhaus mit 'ner sehr strengen Erziehung und entscheidend nach
ihm, was er immer so erzählt hat, als er so vier Jahre alt
war und sie haben eine Fahrt durch die Wüste unternommen,
als sie irgendjemand besuchen wollten, und sie kamen an so einem
Autounfall vorbei, wo ein Truck mit Indianern einen Unfall hatte
und ein Indianer auf der Erde lag, der am Sterben war. Und Jim
Morrison hat immer gesagt, dieser Indianer hat ihn angeschaut,
„als er gestorben ist, ist dieser Geist des Indianers in
meine Seele eingetaucht.“ Und er hat’s auch später
immer wieder beschrieben, dass das eigentlich der ausschlaggebende
Punkt war, sein Leben zu ändern, obwohl er damals erst vier
Jahre alt gewesen ist. Aber er hat immer behauptet, da ist irgendwas
mit ihm passiert, dass er sein ganzes Leben lang nicht vergessen
hat. Und er hat auch zu dieser Zeit angefangen, sehr viel zu lesen,
es waren am Anfang viele Kinderbücher, dann war es amerikanische
Geschichte usw. und erst später ist er auf Freud gekommen
und die ganzen Lyriker. Er hat sehr viel über die griechische
Mythologie gelesen, Nietzsche etc. Und man hat eigentlich nach
Hörensagen oder nach dem Lesen, was man so gelesen hat, Jim
Morrison nie ohne irgendein Buch angetroffen. Und das waren eigentlich
auch immer die ersten, die einzigen Habseligkeiten, die er als
junger Mann hatte, nachdem er auf der Universität, ich glaube,
in Los Angeles, auf der UCLA war, auf der Filmschule, und wie
gesagt, er hat immer nur gelesen und seine einzige Habe war eine
Kiste mit Büchern und er hat keine Klamotten gehabt oder
immer dasselbe getragen und hat sich weder für neue Schuhe
oder sonst was interessiert. Das einzige Interesse, was er gehabt
hat, das waren Bücher, Bücher, Bücher. Und hat
dann auch angefangen Notizbücher mit sich herum zu schleppen,
wo er eigene Gedanken erst nur aufgeschrieben hat. Und später
wurden aus seinen eigenen Gedanken seine Lyrik, seine Prosa. Und
er hat angefangen, unzählige Gedichte zu schreiben. Aber
Führer, nee. Wie gesagt, für uns war er kein Führer.
30:24
E.K.
Wie erklären Sie sich den Unterschied?
30:58
G.W.F.
Es liegt meines Erachtens daran, dass die heutige Generation
(…)
31:13
sie ist heute viel mehr auf Kommerz aus, meines Erachtens,
ich hab so den Eindruck, hasserfüllter teilweise, brutaler,
zerstörungsanfälliger, also sie machen mehr kaputt.
Und ich hab' immer so das Gefühl, dass Morrison da unheimlich
gut dazu passt, weil ich hab' mit vielen jungen Leuten über
Morrison gesprochen, und die Meinung ist immer: Na gut, der hat’s
ja damals vorgelebt, der hat ja auch immer nur gesoffen und hat
alles kaputt gemacht und Tod gepredigt und wie schön der
Tod ist und wie schön die Zerstörung ist, aber ich glaube,
dass die Leute es irgendwie gar nicht so richtig in den Kopf reinkriegen,
was eigentlich so hinter den ganzen Texten steht oder was er eigentlich
ausdrücken wollte. Ich glaube nicht, dass Morrison diese
brutale Person war, wie er heute dargstellt wird oder dieser Führungsanspruch,
die die Jugend an ihn stellt oder dieses Idol Jim Morrison. Ich
hab dazu 'ne andere Meinung, aber man bringt es diesen Leuten,
wenn man sich mit jungen Leuten, die in der Doors Szene drin sind,
unterhält, man hat immer das Gefühl, man spricht gegen
'ne Wand. (…)
32:32
Die sehen Jim Morrison, so brutal es klingt, teilweise auch so
'ne Art Adolf Hitler. Es ist ein unheimlich schlechter Vergleich,
aber Hitler war auch so jemand, der die Massen bewegt und so hab'
ich manchmal das Gefühl, dass jüngere Leute Jim Morrison
so sehen, die Massen bewegend und steht auf und geht raus auf
die Straße und haut den nächsten um oder macht irgendwas
kaputt. (…)
33:23
Doors Musik waren eigentlich damals Konzerte, wo die Leute mitgegangen
sind, geklatscht haben und auch getobt haben, aber es war irgendwie
mehr Zuhören und heut ist es mehr, ich bin dabei und jetzt
lass' ich mal die Sau raus.
33:40
E.K.
Was halten Sie von seinen Gedichten, seinen Texten?
33:58
G.W.F.
Mhhh. Ich halte eigentlich sehr viel von seinen Gedichten und
Texten, weil ich auch versuche, Gedichte zu schreiben. Ich bin
nicht Morrison und ich werd mich auch nicht mit ihm identisch
sehen, das werde ich auch nie schaffen. Aber ich schreibe meine
Gedichte für mich, über meine Stimmung, über meine
Ängste, über meinen Krebs, über mein Leben, über
meine Liebe. Ich habe aber irgendwo das Gefühl, das wir in
derselben Welt leben, also Morrison mit seinen Gedanken und ich
mit meinen Gedanken. Und die Lyrik von Jim Morrison spricht mich
unheimlich an. (…)
35:12
Ich finde seine Lieder, die Ausdrucksweise, ich finde die Zusammenstellung
der Zeilen, die Zeilenanordnung, er schreibt manchmal 'ne Seite
über irgendetwas und dann kommt nur drei, vier Wörter,
wo man auf den ersten Moment gar nicht das Gefühl hat die
passen da dazu, aber liest man das Gedicht ein zweites und ein
drittes Mal dann kriegt man irgendwie erst mal so ein bisschen
den Zusammenhang mit. Ich finde, das Jim Morrison eine Art hat
zu schreiben wie es eigentlich wenigen Menschen möglich war
oder gegeben ist, sich überhaupt so ausdrücken zu können.
35:55
E.K.
In den Gedichten kommt oft die Nacht vor. Für was steht bei
Jim Morrison die Nacht?
36:58
G.W.F.
Meines Erachtens, das ist eine Annahme von mir, dass Morrison
mit Nacht eigentlich den Tod beschreibt. (…) In vielen Texten
hat er den Tod anders beschrieben als Nacht. (…) Er war
irgendwie interessiert, hab ich das Gefühl, wie das ist,
er hat sich seine Gedanken gemacht, er hat durch die griechische
Mythologie und was er nicht noch alles gelesen hat, sich sehr
viel mit dem Tod beschäftigt. (…) Und er hat ihn versucht,
für sich irgendwie verständlich zu machen. Da ist zum
Beispiel das Lied „Break on through to the other side“,
was für mich auch nur Tod bedeutet, was da kommt und was
da ist. „The End“ ist für mich eigentlich auch
Tod, weil (…) er hat sehr viel über das Geheimnis des
Todes nachgedacht, denke ich. Und hat das in seiner Lyrik irgendwie
versucht zu verarbeiten und für sich zu beschreiben. Er hat
immer wieder gesagt, dass er keine Angst vor dem Tod hat, aber
was ist Angst vorm Tod, ich mein durch meinen Krebs hab' ich auch
Angst vorm Tod. Manchmal hab' ich keine, ich bin manchmal neugierig,
wie das ist, wenn man stirbt und ich hab mit meiner Onkologin
darüber gesprochen, was Tod ist. Und die hat gesagt, das
ist ein Wechsel, das ist ein Raumwechsel, mehr eigentlich nicht.
Und da ist es halt wieder die Frage, ob man an eine Reinkarnation
glaubt, was man für eine Einstellung selbst hat. Und ich
glaube, dass Jim Morrison eigentlich sehr viel Interesse am Tod
hat, um herauszufinden, was kommen kann und was kommen wird. (…)
39:02
Er hat eigentlich fast in jedem Lied, ja, eigentlich fast in jedem
Lied ist irgendeine Anmerkung über den Tod mit drin.
39:12
E.K.
Den er dann so nicht nennt. Einfluss von Rimbaud. Er sagte,
man muss zuerst mal zerstören um eigenes schaffen zu können.
Visionen, Utopie.
41:08
G.W.F.
(…) Ich hab eigentlich nur die einzige Vorstellung,
dass er ein suchender Mensch war wie eigentlich jeder ein suchender
Mensch ist. Aber er hat meines Erachtens irgendwie einen Sinn
im Leben gesucht, einen Sinn in der Existenz, einen Sinn in der
Liebe. Er wollte irgendwie seine Situation (…) abarbeiten
irgendwie, so kommt mir das immer vor. (…) Es ist eigentlich
unheimlich schwierig, wenn man jemanden nicht gekannt hat persönlich,
nicht persönlich kennen gelernt hat, sich ein Bild zu machen,
rein von dem, was man liest, und rein von dem, was man musikalisch
hört. (…)
42:25
Und gerade im Bezug auf Jim Morrison fällt es mir unheimlich
schwer ein klares Bild zu bekommen, weil er ist so unheimlich
vielseitig. Wenn man meint, man hat ihn irgendwo gegriffen und
sagt, aus diesem und diesem Grund hat er dieses und dieses Lied
geschrieben. Und man hört zwei, drei Lieder weiter oder liest
seine Gedichte, man hat ein Gedicht gelesen und im fünften
ist alles wieder über den Haufen geschmissen, was man vorher
eigentlich als Meinung hatte. Und das ist unheimlich kompliziert.
42:58
E.K.
Er ging nach Paris mit dem Wunsch, als Dichter anerkannt zu
werden.
44:14
G.W.F.
(…) Was sich so herauskristallisiert hat für mich
war ja, dass Jim Morrison eigentlich nie die Idee gehabt hat,
Rocksänger zu werden oder Rockstar zu werden oder so 'ne
Persönlichkeit überhaupt auf der Bühne zu werden.
(…) Es war sein schreiben. Aber das erste Ziel war eigentlich,
er wollte Regisseur werden und das hat dann aus verschiedenen
Gründen, weil er ein Probefilm gedreht hat, der dann ziemlich
von den Leuten der Universität zerrissen wurde, auch von
seinen Mitschülern auf der Universität, und das hat
ihn dann ziemlich über den Haufen geschmissen. Und der Einzige,
der dann zu ihm gesagt hat, weil der auch auf der Filmschule war,
das war der Ray Manzarek, der spätere Keyboarder der Doors,
der gesagt hat, der Film war unheimlich gut und als sie sich dann
getroffen haben am Strand und Jim Morrison ein Gedicht vorgetragen
hat, wo Ray Manzarek da drauf gesagt hatte, „das ist so
was von toll und hast du da noch mehr davon“. Und Jim Morrison
(…) gesagt haben soll „Ja, einige Notizbücher
voll, aber noch mehr hab' ich in meinem Kopf“. Und wie Ray
Manzarek dann gesagt hat: „Wir gründen jetzt eine Band
und werden Millionäre“. Und das war meines Erachtens
nie das Ziel oder der Wunsch von Jim Morrison auf 'ner Bühne
zu stehen. Und er hat am Anfang, als die Doors die ersten Auftritte
hatten, das hat unheimlich lange gedauert, bis er eigentlich mit
dem Gesicht zum Publikum gesungen hat, er hat am Anfang immer
nur mit dem Rücken zum Publikum gestanden und die anderen
Bandmitglieder waren schon ziemlich sauer darüber und haben
gesagt: „Dreh dich um und guck' die Leute an, die wollen
dich sehen“. Und wo er gesagt hat, das macht er nicht, er
sieht das auch gar nicht ein, er will seine Gedichte so vortragen
oder seine Songs so singen, dass er rein mit sich selbst beschäftigt
ist, wenn er sie vorträgt. Und der ausschlaggebende Punkt
war dann eigentlich erst im Whisky A Go Go, als sie (die DOORS)
dann die ersten größeren Auftritte hatten, wie er dann
„The End“ rezitiert hatte und (…) zum ersten
Mal die Strophe reingebracht hat „Killer awoke before dawn“
und dieser Ödipuskomplex - Vater töten, Geschlechtsverkehr
mit der Mutter zu haben, bei Ödipus war’s halt den
Vater zu töten und die Mutter zu heiraten – und das
war eigentlich der erste gravierende wirkliche Umschwung, wo er
bewusst auch, in Interviews von ihm bestätigt, sich den Leuten
zugewandt hat und hat eigentlich die Reaktion zum ersten Mal genossen,
wie die Leute auf den Song reagieren. Das hat ihm dann später
einen unheimlichen Spaß gemacht (…), mit dem Publikum
zu arbeiten und (…) zu sehen, dass er geliebt wird, dass
er angehimmelt wird und die Leute auf ihn abfahren. Und das war
aber dann auch dieser gewisse Punkt, wo er angefangen hat, eigentlich
mehr Alkohol zu sich zu nehmen, weil er irgendwo die Situation
geliebt hat für sich, geliebt zu werden von den Leuten, aber
andererseits hat er auch (…) unheimliche Angst davor gehabt.
Weil er wollte das eigentlich nie, er wollte Anerkennung haben
als Regisseur (…) und er wollte Anerkennung haben als Dichter
oder Schriftsteller. Und er ist dem halt mit der Zeit ziemlich
überdrüssig geworden. Und hat die Konzerte dann mit
der Zeit vernachlässigt, er ist gekommen, wann er wollte,
er hat Studioaufnahmetermine behandelt nach dem, wenn er gedacht
hat, jetzt ist es Zeit für Herrn Morrison ins Studio zu gehen.
Er hat sich nicht um die Bandmitglieder gekümmert und es
gab ja auch … in der Mitte seiner Karriere oder fast schon
zum Ende, kann man sagen, sehr viele Gedanken der anderen Mitglieder,
dass sie ihn aus der Band nehmen wollten. Aber sie haben auch
gewusst, dass sie ohne Jim Morrison eigentlich nicht diese Band
so aufrecht erhalten konnten, weil es waren vier Leute, die sich
gefunden haben und diese vier Leute haben, wie kaum in einer anderen
Band, unheimlich harmonisiert. (…) Die Doors hatten auch
das Glück, dass das drei Musiker jetzt, außer Jim Morrison,
dabei waren, die auf seine Eskapaden sehr viel Rücksicht
genommen haben, sehr drauf eingegangen sind, er hat bei Bühnenshows
die Texte oder die Lieder so oft gewechselt, dass sie eigentlich
gar nicht gewusst haben, um welches Lied es sich eigentlich handelt,
haben aber immer wieder versucht, auf das Neue einzugehen musikalisch,
und das kann halt auch nicht jede Band. Und das war halt auch
so ein Punkt, der die Doors unheimlich berühmt gemacht hat,
obwohl Jim Morrison mit der Zeit immer mehr abgesackt ist, er
hat halt nur noch gesoffen mit seinen Kumpels und Alkohol war
dann halt Droge Nummer Eins bei ihm.
49:53
Dazu kam dann der Auftritt in (…)
50:10
Der Ausschlag war dann als, bei dem Miami Konzert, er sich
angeblich entblößt haben sollte und sein Penis den
Leuten gezeigt haben soll, was eigentlich nie bewiesen wurde,
auch nicht durch Fotos und sehr viele Leute gesagt haben, das
hätte so nicht gestimmt. So hätte die Polizei einfach
einen Grund gehabt ihn dingfest zu machen und das Konzert zu unterbinden.
A war das Konzert überbesucht, das Konzert war sowieso von
Anfang an ziemlich chaotisch. Morrison war nicht zum geplanten
Auftrittstermin erschienen, er hat am Flughafen noch in 'ner Bar
gesessen und hat sich ziemlich was in die Kehle gegossen. Hat
den Flieger wieder verpasst und das Konzert ist, glaube ich, mit
ein oder zwei Stunden später (…) erst angesagt worden.
Und er war ziemlich fertig und hat von Anfang an schon das Publikum
beschimpft und sich mit dem Publikum angelegt und hat teilweise
die Texte nicht mehr gewusst und es war alles sehr chaotisch und
irgendwann, so nach Interviews mit ihm, was ich so gelesen habe,
hat er eigentlich gar kein Bock mehr gehabt, mit der Band auf
Tour zu gehen, das war ihm alles zuviel und er wollte sich wieder
darauf konzentrieren, mehr zu schreiben. Und er wollte eigentlich,
wieder zu sich selbst finden. Er wollte wieder Ruhe tanken und
Kraft tanken und er wollte wieder ganz weg von diesem Milieu der
Auftritte und von der Band. Und das war halt diese Zeit, als er
mit Pamela nach Paris gegangen ist.
51:28
E.K.
In Paris war die Anonymität für Morrison wichtig.
Hat er in Paris gefunden, was er gesucht hat?
53:20
G.W.F.
Ich glaube, dass er nach Paris ganz bewusst gegangen ist,
weil er, wie er gesagt hat, Paris immer für eine Stadt gehalten
hat der Lyrik, der Künstler. Weil (…) sehr viele Künstler
in Paris gelebt haben oder sind nach Paris gegangen. Und müssen
auch mal ein Konzert im Olympia gehabt haben in Paris, wo er die
Zeit gehabt hat und die Muse, wo er relativ nüchtern war
und er hat sich die Stadt angeschaut und alles. Und das muss ihm
unheimlich imponiert haben, diese ganze Metropole. Und ich nehme
an, dass er Ruhe suchen wollte (…) in Paris, weil er (…)
die Stadt liebte. Und es ist Mutmaßung, ob er jetzt dahin
gegangen ist, um seine schriftstellerische Laufbahn, um seine
dichterische Laufbahn jetzt weiter zu machen oder ob er Filmmusik
machen wollte, keine Ahnung. (…) Aber ich glaube, dass er
das in Paris gesucht hat, was er in Amerika und auf den ganzen
Touren nicht mehr gefunden hat, ich glaub', dass Paris für
ihn ein Ort der Ruhe war und …
54:48
Er wollte sein Leben einfach ändern. (…)
55:00
E.K.
Waren Sie mal in Paris?
55:06
G.W.F.
Ich war ungefähr 1966 drei Monate in Paris. (…)
War dann nach Jim Morrisons Tod noch mal in Paris, aber habe diese
Stätten, wo er sich aufgehalten hat und wo er beerdigt ist
eigentlich bewusst nie besucht. Weil, für mich ist er einfach
gestorben, nicht als Musiker, ich meine die Musik der Doors und
seine Gedichte, die leben auch heute noch, aber ich will mir das
einfach persönlich nicht antun, weil ich da eine ganz spezielle
Meinung dazu habe. Er hat gelebt und er hat seine Musik gemacht
und er hat seine Lieder gesungen und er hat seine Lieder geschrieben
und er hat seine Gedichte geschrieben, aber für mich ist
Paris so (…) durch seinen Tod dieser absolute Abbruch. Ich
hab' halt diese Vorstellung, ich muss mir das nicht antun, dass
ich da vor seinem Grab steh', was nach Bildern zu urteilen, verwahrlost
ist, dreckig ist, schmutzig ist, man könnte wieder sagen,
das passt zu seinem Leben, aber ich finde es irgendwie, ich finde
es nicht gut, wenn noch so viele Tantiemen heute reinkommen von
der Doors Musik, dass mal nicht irgendjemand im Stande ist, ob
das seine Eltern sind, die wahnsinnig viel geerbt haben, ob das
die anderen Doors Musiker sind, die heute noch an der Doors Musik
gutes Geld machen. Ich find’s schade, dass niemand im Stande
war, ihm eine Grabstätte zu schaffen, wo man sagen kann,
okay, es ist ein schönes Grab und es ist 'ne Stätte,
wo man sagen kann, er hat’s halt irgendwie auch symbolisch
nach außen sehend gefunden, was er ewig gesucht hat. (…)
56:58
E.K.
Können Sie nachvollziehen, dass die Fans ans Grab gehen?
57:06
G.W.F.
Ich kann das schon nachvollziehen, weil (…) ich auch
ein paar Freunde hab, wo ich’s weiß, dass sie ganz
bewusst nach Paris an sein Grab fahren. (…) Aber sie machen
es rein für sich und sie machen es nicht aus diesem Tourismustrott
oder ich muss jetzt an dieses Grab, sondern sie fahren einfach
hin, weil sie sich sagen, ich mach es aus Dankbarkeit oder ich
möchte da 'ne Blume ablegen, obwohl man heute gar nicht mehr
ans Grab rankommt, aber es gibt trotzdem noch Wege, dass man ein
Sträußchen ablegen kann. (…)
58:00
Was ich absolut nicht gut finde, ist, wie sich manche Leute
heute an seinem Grab benehmen. Und es ist verständlich, dass
die Friedhofsverwaltung von Paris oder dieses Friedhofs halt gesagt
hat: Wir wollen das gar nicht mehr. Und es schon Wege versucht
wurden, ihn umzubetten, aber das hat dann, ich glaube, Ray Manzarek
und Robby Krieger durch eine große Spende, indem sie wieder
das Grab für zig Jahre gekauft haben, haben die das dann
zu Nichte gemacht.
58:36
Ich finde das nicht gut, dass Jugendliche da sitzen, sich
zusaufen, sich zudröhnen und Joints durch die Gegend schmeißen.
Ich hab' nichts gegen das Rauchen, besser als Saufen, aber sie
sollen sich einfach benehmen und ich find' das einfach schändlich,
was die da machen. Das ist auch einer der Gründe, warum ich
sage (…) ich guck mir das Grab nicht an. Ich muss da nicht
hingehen, um Jim Morrison in meinem Kopf zu behalten oder in meinem
Herzen zu behalten und zu sagen: War gute Musik, war guter Sänger,
auch wenn er keine gute Stimme hatte, aber das tut jetzt nichts
zur Sache, er war ein guter Frontman und er hat gewusst, wie man
mit dem Publikum umgeht und sie haben eine wahnsinnig gute Musik
geschaffen, die vier zusammen. Es kann sein, wenn ich mal wieder
in Paris bin, dass ich mir seine Wohnung anschaue, also von außen,
rein kommt man ja nicht, und vielleicht ein paar Lokalitäten,
wo er war, aber was ich 100 % ig nicht tun werde, den Friedhof
zu besuchen.
59:58
E.K.
Die Spekulationen um Jim Morrisons Tod. Wie er gestorben ist.
Da gibt es ja verschiedene Versionen. Manche meinen ja, er würde
noch irgendwo leben.
1h
00:40 G.W.F.
Also, für mich ist er gestorben, ganz eindeutig. Ich
mein', die Leute, die einen Totenschein ausgestellt haben, egal,
jetzt mal unabhängig davon, wie der Tod zu Stande gekommen
ist, ob er jetzt durch Herzversagen gestorben ist oder an einer
Überdosis Heroin gestorben ist, wie viele gesagt haben, weil
er gedacht hat, es wäre Heroin, und in dem Club, wo er am
Abend das Pulver bekommen hatte, es ziemlich düster und dunkel
war, und er war angetrunken und hat nicht mehr richtig gerafft,
was er eigentlich zu sich nimmt. Es ist alles Spekulation, aber
ich bin der Meinung, dass er tot ist und man stellt nicht einen
Totenschein zum Spaß aus, sondern es gibt ja Polizeiberichte,
es gibt ja Arztberichte und ich glaube schon, dass die stimmen.
Ich finde das einfach blöd, dass man heut (leichtes Lachen),
ja nach fast vierzig Jahren hingeht (…) sagt, er lebt und
das war alles irgendwie ein großes Theaterstück oder
'ne Aufführung, wie er sich's halt vorgestellt hat. Nee,
für mich ist er tot und Punkt.
1h
1:52 E.K.
Der Kult um Morrisons Tod im Gegensatz zum Tod von Jimi Hendrix.
1h
2:38 G.W.F.
Ja, zum Beispiel die Grabstätte von Jimi Hendrix, die
für mich eigentlich 'ne Grabstätte darstellt. Weil es
ist ein Mausoleum gebaut worden. (…)
2:58
Allein die Umgangsweise der Leute, die Jimi Hendrix Grab besuchen
oder das Mausoleum, das sind ja zwei verschiedene Plätze,
das ist ein Benehmen wie Tag und Nacht muss man sagen. Beim Morrison
ist es halt das Chaos und es werden fremde Grabsteine beschädigt,
beschmiert oder wurden beschmiert, weil heut geht’s ja gar
nimmer so, es werden Flaschen liegen gelassen, es wird halt Big
Party gefeiert. Und bei Hendrix ist es halt mehr dieses stille
"In-sich-gehen" und vor dem Grab zu stehen und zu sagen,
hier liegt halt jemand, der musikalisch auch Welten aufgerissen
hat (…) und der bestimmt genau so bedeutend war wie Jim
Morrison oder Janis Joplin. Das war einfach 'ne Zeit, wo drei
Bands was ganz Neues gemacht haben und die irgendwie, gerade durch
ihren frühen Tod sind ja alle drei mit 27 gestorben, obwohl
es noch mehr Musiker gibt, die mit 27 gestorben sind– da
gibt’s ja auch so viele Rätsel um diese Zahl und es
wurden auch mystische Sachen um diese Zahl 27 angestellt.
4:13
Aber ich glaube auch, dass Morrison und Hendrix unterschiedlich
waren. Hendrix war für mich jemand, der mit einem elektrischen
Instrument eine Welt aufgerissen hat, die vorher niemand für
möglich gehalten hat, der es heute noch schafft, dass auch
neue Musiker, junge Musiker oder Leute, die Gitarre lernen, immer
irgendwann auf Hendrix zurückkommen. Und für mich war
Hendrix 'ne Interpretation einer neuen Gitarrenkultur. (…)
5:23
Dieser Kult ist halt entstanden dadurch, dass die Leute halt
extrem schnell hochgekommen sind, extrem 'ne neue Welt aufgerissen
haben, 'ne neue Musik gemacht haben, andere Musik gemacht haben,
mit mehr Power oder mehr Feeling bleibt sich dahingestellt, aber
sie haben neue Aspekte in die Welt der Musik gesetzt. Und ich
meine, wenn jemand jung stirbt, der irgendwas geschaffen hat oder
der einnen Namen gehabt hat, ähnlich wie jetzt James Dean
könnt man jetzt nehmen, (…)
6:06
ist das eigentlich in der Welt des Menschen, dass man einen
Kult drum macht. (…)
1
h 6:30 E.K.
Ihre Lieblingsstücke der Doors.
1
h 6:42 G.W.F.
Lieblingsstück’ Nummer 1 seit meinem Krebs „When
the music‘s over“ wegen der Zeile „before I
sink into the big sleep, I want to hear the scream of the butterfly“.
Das eigentlich zum Motto meines Lebens wurde.
6:56
Lieblingsstück Nummer 2 (…) ja, “The End”.
(leichtes Lachen)
Was soll man dazu noch erklären: Das Ende kommt für
jeden, das Ende kann für mich durch meinen Krebs schneller
kommen als bei anderen. (…) Die Art, was er mit dem Lied
alles ausdrückt: Hass auf seine Eltern, Todessehnsucht, Sehnsucht
nach Liebe, Sehnsucht nach Geborgenheit, der Text, der beinhaltet
so unwahrscheinlich viel …
Ja, es gibt viele Sachen, wo ich „The End“ mit meinem
Leben identifizieren kann.
7:43
Was mir noch gefällt: „the Crystal Ship“
rein von der Melodie her. Was ich unheimlich schön finde:
„The Spanish Caravan“, wegen dem spanischen Einfluss.
Was noch ein schönes Lied ist: „Riders on the Storm“.
(…)
8:19
Es gibt noch ein Lied (…), das ist das 17 Minuten Stück
„The Celebration of the Lizzard“, weil da eigentlich
alles drin ist, was die Doors ausmacht, alles. Musikalisch, Textmässig,
ja Doors live.
1
h 8:04 E.K.
Zur Todessehnsucht. Jim Morrison hat mal gesagt, er stelle
sich immer vor, dass da alle Schmerzen vorbei sind.
1
h 9: 14 G.W.F.
Vor dieser Frage habe ich Angst gehabt, weil das ist eine
Streitfrage seit dem Film von Oliver Stone, ob die Worte von Jim
Morrison sind. Er hat sie ganz am Anfang im Film, als er mit Pamela
auf dem Bett lag (…) Es gibt die Meinung, dass er es gesagt
hat, es ist aber nicht nachgewiesen. Und es gibt andererseits
die Meinung, dass es eine Erfindung von Oliver Stone zum Film
ist. Aber trotz allem, ich find die Zeile unheimlich schön,
weil es drückt eigentlich das aus. Die Frage war eigentlich:
„Hast du Angst vor dem Tod“? Also das ist das, was
im Film Pamela Jim Morrison fragt. Und er antwortet: „Warum
sollte ich Angst vor dem Tod haben? Wenn ich tot bin, ist der
Schmerz vorbei.“ (…) Er könnte von ihm gewesen
sein. Aber persönlich finde ich den Satz gut, weil es einfach
so ist.
(…)
1h
11:14 E.K.
In einem Interview hat Jim Morrison einmal gesagt, er wolle
alt werden und ruhig sterben. Angenommen, er wäre nichts
so früh gestorben, wie könnte man sich Jim Morrison
heute vorstellen?
(…)
1h
11:55 G.W.F.
Es wäre einer der geilsten Punkte meines Lebens, wenn
heute irgendwo ein Plakat hängen würde: „Frankfurter
Festhalle – ausverkauft – die Doors, Originalbesetzung
mit Jim Morrison“. Ich möchte ihn sehen.
Ende
Zeit: 1h 12:12
Mittwoch,
25.10.2006
Am
Freitag, 13.10.2006 wurde Helga am Unterleib operiert. Am Montag,
16.10. durfte sie dann schon wieder nach Hause.
Auch
heute, fast zwei Wochen nach der OP, hat sie noch immer mit den
Nachwirkungen des Eingriffes zu kämpfen und die Schmerzen
klingen kaum ab. Hoffe, das sie nicht mehr so lange leiden muß
und alles bald wieder richtig verheilt ist.
Ich
für meinen Teil habe es nicht bereut, dass ich den Kram in
unserem Ort geschmissen habe und in Weilbach eine neue "Heimat"
gefunden habe. Außerdem ist es immer wieder geil zu erfahren,
wer mich so alles - auch heute noch! - als Betreuer in seinen
Reihen haben wollte / möchte. Da kann ich ja so schlecht
nicht gewesen sein wie manche heute hinter vorgehaltener Hand
flüstern. Aber vor allem kann ich die Schnauze über
das halten, was die Spieler in der Kabine untereinander reden,
und ich habe es nicht nötig, mich beim Vorstand durch Ausplaudern
von "Betriebsgeheimnissen" beliebt zu machen.
Was
mir in diesem Zusammenhang auch noch gewaltig stinkt ist die Tatsache,
dass ich über das Thema die Schnauze halten wollte. Aber
diese Reglung zählt scheinbar auch nur einseitig, denn man
hört immer wieder die tollsten Storys darüber, was da
so über mich losgelassen wird. Armes Volk, die so reden müssen.
Nicht alle! Um Gottes Willen, keine Mißverständnisse!
Aber ich kenne die Spreu und ich kenne den Weizen.
Am
Samstag haben wir mit HOT STUFF nun mal wieder ein "fast
Heimspiel". Wir spielen am Samtagabend im Hausmann Zelt in
Hochheim. Dort findet seit ein paar Jahren vor dem Hochheimer
Markt im größten Zelt des Frankfurter Großgastronoms
Willi Hausmann, ein Event statt, der sich Hochheimer Hitnacht
nennt.
Aus
der Presse:
Nach
einjähriger Pause will es die SG Wallau Massenheim (Handballverein)
nicht nur in der Liga wissen, sondern auch an eine junge aber
sehr erfolgreiche Tradition anknüpfen die „Hochheimer
Hitnacht“. Wie immer eine Woche vor dem Hochheimer Markt.
Hot
Stuff the Real 70`ths spielt die größten Hits
der 70er Jahre und das nicht nur vom Sound sondern auch in den
original Outfits.
Bernie
Paul eine Internationale Größe der 70/80er.
Mit Nummer 1 Hits wie Oh No No, It´s a Real Good Feeling,
Lucky und Night after Night war er stets in den Hitparaden vertreten.
Das sind nur einige Hits, die wir alle noch in den Ohren haben.....
Gaby
Baginsky sorgt bei allen Schlagerfans für Hochstimmung.
2004 war Sie zu erstmal in Hochheim und brachte das Zelt zum Kochen.
Hits wie „Der Rum von Barbados“, „Es kann mit
40 wie mit 20 sein“, „Olala heut fängt die Party
an“ und „wer hat dir das Küssen beigebracht“
......... werden zu einem Stimmungsvollen Abend beitragen.
Pippo
Azurro ein Garant für ausgelassene Stimmung und italienisches
Feeling. Hits wie „Azzuro“, „Balla Balla Balla“
und „Volare“ sind nur eine kleine Auswahl aus seinem
riesigen Partyprogramm.
Mit
diesen Künstlern ist am 28.10.06 auf dem Hochheimer Weihergelände
für Partystimmung der Extraklasse gesorgt.
Na
ja, lassen wir uns mal überraschen was die Hitnacht so an
Überraschungen mit sich bringt.
Mit
den QUIETSCHBOYS war ich die letzte Zeit auch wieder on the road.
Manchmal ist das Publikum dieser hessischen "Kultband"
ganz schön nervig. Erstens sind die meisten immer der artig
besoffen, dass vor der Bühne immer mal wieder der sprichwörtliche
Bär tanzt. Manchmal auch ganz schön aggressiv. Aber
die Band haut ihnen immer und immer wieder einen Hit nach dem
anderen in die vollgedröhnten Bier- und Hütchenschädel
(Hütchen ist in Hessen Cola / Barcardi oder Cola / Asbach).
Da kommen die meisten dann erst gar nicht groß da zu, ihre
Aggressionen in einer Saalschlacht auszuleben.
Tagebuch
November 2006
Montag,
27.11.2006
Zur
Zeit noch ohne Internet. Präziser formuliert bin ich seit
dem 22.11. vom Netz getrennt. DSL Flaterate wie auch Telefon Flaterate.
Habe meinem alten Provider 1 & 1 noch im letzten Monat gekündigt,
da ich mit seiner Firmenphilosophie uns Kunden gegenüber
in keinster Weise mehr einverstanden war. Inzwischen höre
ich das auch immer von mehreren Leuten, mit denen ich darüber
spreche.
Als
ich mich nun nach Abschaltung meines Zugangs bei der Telekom anmelden
wollte, wurde mir von deren Mitarbeitern mitgeteilt, dass die
Anmeldung erst erfolgen könne, wenn 1 & 1 den "Port"
freigeben würde, und das wiederum könne nach Erfahrungswerten
einige Tage oder sogar Wochen dauern. (Anm.: Port bezeichnet ...)
DAs ist schlicht und einfach formuliert eine bodenlose Frechheit
ihren Kunden gegenüber oder noch volksdeutsch gesagt eine
ganz schöne Scheiße.
Um
auf den Punkt zu kommen, mir hat sehr mißfallen, dass bei
einer Anfrage an den Technikdienst eine 190er Nummer angewählt
werden mußte, die dann auch noch 1,99 EUR die Minute kostete.
Außerdem landete ich jedes Mal erst in einer kurzen oder
längeren Warteschleife, bis dann ein Mitarbeiter der technischen
Abteilung meinen Problemen lauschte. Und dann ging das aber mit
der Antwort ruckzuck zur Lösung meines Problems. Nein, da
mußtet erst mal mit einer Menge Gegenfragen, die eigentlich
mit meinem Fehler gar nichts zu tun hatten, das Gespräch
in die Länge gezogen werden, da mit dann auch genügend
Zaster in der Kasse klingelte. PINK FLOYD lassen herzlich mit
ihrem Song grüßen: Money... (Textzeile einfügen!)
In
Weilbach fühle ich mich zwischenzeitlich auch schon ganz
heimisch. Ist ein viel besseres Arbeiten als bei denen im Süden,
wie bei der Germania aus Weilbach mein ehemaliger Verein eines
Hattersheimers Ortsteils genannt wird. Auch mit dem Coach ist
eine sehr gute Zusammenarbeit gegeben. Ach ja, wie Heinz S. so
als Mensch ist? Er ist das genaue Gegenteil dessen, was andere
versuchen über ihn zu verbreiten. Ein Fußball verrückter
Trainer der absolut hinter seinen Jungs steht. In jeder Beziehung.
Und vor allem ehrlich, direkt und als Trainer KEIN Weichei.
Und
da ich es an anderer Stelle schon mal geschrieben habe - was einigen
scheinbar auch Anlaß zum nochmaligem Verdammen meiner Person
herhielt: Germania Weilbach, der Club mit Perspektive. Und 2008
gibt es a big party bei 100 Jahre Germania. Aber da wird man bestimmt
wieder den einen oder anderen aus dem Süden als Gast begrüßen
dürfen. Wie auch bei unserem diesjährigem Oktoberfest,
das von vielen Eddschmern besucht wurde. War auch ganz schön
voll das Vereinsheim und der Alkohol floß in Strömen,
was die Bilanz in den nächsten Tagen hergab.
Aber
weil wir gerade im Süden waren, soll auch zu einem anderen
Thema meine Meinung nicht ungeschrieben bleiben. Ich persönlich
finde es sehr schade, wie sich einige auch Helga gegenüber
inzwischen verhalten. Speziell habe ich da einige Mitgliederinnen
des weiblichen Fanclub der Geflügeltiere im Visier. Allen,
aber auch wirklich allen war bekannt, dass Helga operiert wurde
und inzwischen acht Wochen zu Hause war. Und wer hat sich von
diesem Fanclub mal bei ihr gemeldet? Sie mal angerufen? Vielleicht
sogar mal besucht? Ihr nach dem schweren Eingriff mal mit einem
freundlichen "hallo, wie geht's dir?" etwas Trost gegeben.
Das nennt man dann Freundschaft oder Kameradschaft oder auch nur
Anstand. Und gerade von vielen dieser Fangemeinschaft habe ich
das nicht gedacht, noch weniger erwartet. Dafür aber ein
ganz herzliches Danke an die, die den Anstand gewahrt haben und
sich bei Helga gemeldet haben. Ich finde das sehr toll von euch.
Aber an alle die es interessiert: das ist meine individuelle Meinung
und muß nicht zwingend dadurch auch Helgas Meinung darstellen.
So etwas wurde ja auch schon behauptet. Aber ich weiß jetzt
auch, das der Zinker in diesem Moment schon seinen Drucker anschmeißt,
um die Neuhigkeit an den Mann zu bringen. "Herzliche Grüße"
von mir dabei nicht vergessen!
Was
gibt es sonst noch?
Am 04. Januar 2007 fahre ich mit Jerry und wem auch noch immer
nach Amsterdam zum Konzert der RIDERS ON THE STORM, die auf ihrer
im Dezember 2006 beginnenden Europatournee einen Bogen um Germany
machen. Und was ich so gehört habe, soll es mit der negativen
Kritik zu tun haben, die man der Band so im April diesen Jahres
nicht nur von Seiten der Presse, sondern vor allem von den DOORS
Fans gezollt hat. Aber so isses halt. Nicht das man sich darüber
als angeblicher und bekennender DOORS Fan freut, das man eine
Band bewundern kann, von denen zwei Musiker Kultstatus in der
Rockgeschichte geschrieben haben und auch noch mit zu den Mitbegründern
dieser einmaligen Gruppe gehörten. Nein, da wird alles erst
mal zerrissen, kritisiert und als teilweise große Scheiße
beschrieben. Da wird ein Sänger namens Ian Astbury in den
Schmutz gezerrt, das man sich nur noch wundern kann. Ich habe
immer zu meiner Meinung gestanden, das Ray Manzarek der DOORS
Keyboarder und Robby Krieger der Gitarrist ihre Gründe gehabt
haben, das sie gerade diesen Sänger für die Reveivel
Band verpflichtet haben und keinen anderen. Ich kann mir sehr
gut vorstellen, dass da bestimmt einige Stimmakkrobaten Schlange
für diese Aufgabe gestanden haben. Aber wie mir scheint,
kenne ich nur zwei Menschen im deutschen Lande, die es vielleicht
ähnlich sehen: der DOORS Fan Uwe aus Halle und mein Freund
Kai aus dem Norden. Ach ja, Gruß an euch beide und es würde
mich sehr freuen, euch in Amsterdam zu sehen.
Klar
habe auch ich die Sachen auf meiner DOORS Seite beschrieben, die
mir am 13. April in der Jahrhunderthalle nicht so gefallen haben.
Aber das hat nichts damit zu tun, wie viele andere über die
Band hergezogen sind und vor allem kein gutes Haar an Ian Astbury
gelassen haben. Okay, das zu diesem Thema.
Ach
ja, danke an euch alle, die mir immer wieder bestätigen,
dass ich diese Worte nicht umsonst der Öffenntlichkeit preisgebe.
Andere mögen es Selbstdarstellungssucht nennen, Profilierungssucht
oder was auch immer. Ist schon okay, aber vergesst nicht was ich
auch schon mal an anderer Stelle geschrieben habe:
Egal
warum ich das hier schreibe...
(In erster Linie um mich von der Krebsgeschichte abzulenken, die
mich ab und an zu ersticken drohte / droht)
Egal für wen ich das hier schreibe...
(In erster Linie für mich selbst,
für meine wahren Freundinnen und Freunde, sowie für
die Menschen, die durch ähnlichen Schicksalsschlag verstehen
warum ich das tue.)
Niemand
hat DICH eingeladen...
Niemand hat DICH gnötigt...
Niemand hat DICH bezahlt...
Und niemand hat DIR gedroht...
DU
bist aus freiem Willen hier...
Und vor allem bist DU
auch aus Neugier hier...
Also:
KEINE Beschwerden!
KEINE Fragen nach warum!
Nur
noch eins zum Schluß:
Ich möchte nochmals drauf hinweisen, dass alles MEINE Empfindung
und Meinung darstellt. Eine Übereinstimmung mit der Meinung
anderer Personen muß sich dadurch nicht unbedingt ergeben.
Je nach Sicht des Betroffenen.
Das betraf / betrifft am direktesten meine Meinung zu einem Fußballverein,
dem ich jahrelang angehörte, meine Dienste unendgeldlich
angeboten, Benzin verfahren habe und fast immer zur Stelle war,
wenn meine Hilfe benötigt wurde. Da zu habe ich inzwischen
meine eigene und sehr individuelle Meinung und sehe das ganze
nicht mehr durch die rosarote Vereinsbrille, die ich ebenfalls
jahrelang auf meiner Nasenwurzel getragen habe. Der Rücktritt
von Helga und mir hat tiefe Wunden gerissen, aber auch eines bewirkt:
so blauäugig wie bisher werde ich meine Dienste niemanden
mehr anbieten.
Ich
bin froh, dass ich im Gegensatz zu Helga wieder einen Verein gefunden
habe, der sich um mich wirklich und in sehr anständiger Art
und Weise bemüht hat. Ich habe es bis dato nicht bereut,
der Germania Weilbach beigetreten zu sein. Und ich betone es an
dieser Stelle nochmals und auch mit einem gewissen Stolz:
dieser Verein HAT Perspektive und wir werde sehen was die Zukunft
bringt.
Es gibt viel zu tun, packen wir es an.
Ich bin dabei...
+++++
+++ +++++
Die Worte und die Ausdrucksweise in meinem Niedergeschriebenen
sind
so geschrieben, weil ich nie Germanistik studiert habe und einfach
so schreibe wie mir der Schnabel gewachsen ist. Das Leben ist
nicht nur Schönheit, Verständnis und Liebe, sondern
es ist auch verdammt hart, ungerecht und sehr brutal.
Zum
Abschluß meines kleinen "Vorgeplänkels" möchte
ich DIR nur eines mit auf den Weg geben:
1.
Vergiß niemals deine Herkunft und deine Heimat
2. Was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter
3. Wer mit Ehrlichkeit nicht leben kann, der soll sich einen anderen
Planeten suchen
Dank
an meine Freunde und ein ganz tiefer Dank an die onkologische
Abteilung der Universitätsklinik Frankfurt am Main.
Dienstag,
28.11.2006
Nun, zur Zeit bin ich sehr viel in Sachen Musik unterwegs. Ein
Gig jagt den nächsten. Die Kamera glüht manchmal schon.
Eine Band möchte mich als "Manager", was mich sehr
ehrt. Mal sehen. Viele neue Leute und Bands kennengelernt.
LIGHT
MY FIRE, eine DOORS Coverband des neuen HOT STUFF
Sängers Jerry, der nach zehn Jahren die Nachfolge von K.B.
antrat, der die Band mit seiner Familie in Richtung Japan verlassen
hat.
Ich
hatte auf Einladung von Jerry die Gelegenheit, die Band bei einem
Auftritt in Künzell zu sehen, zu hören und auch noch
zu fotografieren. Künzell liegt an der A3 hinter Würzburg.
Der
Gig fand in einem großen Weingut statt. Und zwar in einer
umgestalteten Scheune, die zum Auftrittsort von Bands umfunktioniert
worden war. Das Fotografieren gestaltete sich dann auch etwas
zum Glücksspiel, denn die bescheidenen sechs Bühnenstrahler
welche die Stage beleuchteten, spendeten nur ein mystisches Rotlicht.
Für die Konzertfotografie nicht so einfach zu handeln.
LIGHT
MY FIRE hat mich angenehm überrascht. Das kann
ich an dieser Stelle behaupten. Klar wird es in der DOORS Scene
wieder den einen oder anderen geben, der auch an dieser Band seine
Kritiken anzubringen weiß, aber das ist mir eh 'Wurscht'.
Entweder mir gefällt eine Band oder sie gefällt mir
nicht. So ein 'Rumgeeier' in der Mitte gibt es für mich nicht.
Aber
für mich ist Jerry ein sehr glaubwürdiger und stimmlich
guter Ersatz für die Stimme der DOORS Songs. Und gerade am
Sänger einer DOORS Cover- odert Tributeband wird ja leider
immer wieder der Stellenwert gemessen. Auch musikalisch kann man
es sich anhören, denn ich versuche bei "DOORS Gigs"
immer das Publikum, das mir nicht so DOORS verliebt aussieht,
zu beobachten. Ein DOORS Song muß einfach rüberkommen.
Da gibt es keinen Platz für wenn und aber. Er muß passen.
Fakt! Wenn das Feeling einer Band nicht überspringt, weil
sie selbst nicht in der DOORS Musik drin sind oder nur so just
for fun spielen, dann ist das schon vorm Arsch.
An
dieser Stelle einen Gruß an meine Freunde aus Österreich.
Die DOORS EXPERIENCE, die noch keine
andere DOORS Musik spielende Band aus Europa vom ersten Platz
verdrängt hat. Aber bei denen habe ich mich auch schon ziemlich
am Anfang als glühender Verehrer geoutet, nachdem ich sie
das erste Mal im Heidelberger Schwimmbad Club live gesehen habe.
Und beim zweiten Mal in gleichem Club ein Jahr später platzte
der Knoten ganz, als die Jungs um Jason Boiler ein fast dreieinhalb
stündiges Konzert zum Besten gaben, das mir in ewiger Errinnerung
bleiben wird. Auch wenn mir dieses frühe Outen zu dieser
Band einige böse Worte von anderen angeblichen DOORS Fans
einbrachte. Aber wie sagt der gefrustete englischsprechende so
schön, "PISS OFF!" Ich liebe die Präsentation
der Jungs aus dem Land der Berge und grünen Täler hinter
dem Freistaat Bayern.
Am
Freitag, 24. 11. war ich als Gast bei einem anderen Event in Fulda
geladen. Diesmal ging es um meine andere musikalische Liebe, Jimi
Hendrix.
Es
gab einen großen Hendrix Infostand mit Spezialitäten,
Raritäten, News, Merchandise und Infos rund um das Thema
Jimi Hendrix des Webmasters und Hendrix Fans Eckhard
aus ..., der auch als Mitveranstalter (?) zu diesem Event
in die "Alte Piesel" geladen hatte, einem geilen Club
in einer Ortschaft hinter Fulda. Eckhard betreibt auch das größte
deutsche Hendrix Forum im Internet, das immer mit Neuhigkeiten
aus dem Vermächtnis des ebenfalls mit 27 Jahren verstorbenen
Musikers zu berichten weiß. Ebenfalls mit 27 Jahren verstorben?
Ja, mit 27 Jahren haben einige Musiker das Zeitlidche gesegnet:
Brian Jones von den Rolling stones, Jim Morrison von den DOORS,
Janis Joplin, Kurt Cobain von Nirvana um nur einige zu nennen.
Die Liste könnte man sehr ausbauen. Es wurden auch schon
viele mystische und auch verworrene Artikel darüber verfaßt,
warum gerade die 27 und welche Bedeutung die Ziffer in der Zahlenmystologie
darstellte.
Okay,
zurück in die "Alte Piesel". Rudolf Kettler aus
Großkotzenburg bei Hanau hatte zusätzlich einen Teil
seiner großen Hendrix-Ausstellung - sehr viele Venyl LP's
- ausgestellt. Musikalisch war die wohl beste europäische
Hendrix Formation gebucht, die MORE EXPERIENCE.
Eine geile Hendrix Rivialband, die schon mit Noel Redding, dem
verstorbenem Bassisten und Buddy Miles, dem späterem Drummer
von Jimi Hendrix auf der Bühne gestanden sind. Der Gitarrist
der Jungs aus der Schweiz, Marcus A... (???)
hatte mich auf die Gästeliste der Band setzen lassen,
was mich sehr gefreut hatte. Da zu aber gleich etwas mehr, denn
einer der Gäste - mir schon länger bekannt -, hatte
mir gesagt "ich bin mal auf deine Kritik gespannt".
Als
Opener für die Veranstaltung war eine junge Band namens
PURPLE RAIN gebucht, welche aus dem "letzten
hessischen Dorf vor Thüringen" kamen, wie mir deren
Gitarrist Philip meine Frage nach dem woher der Gruppe beantwortete.
Es
war eine Band, die mich sehr angenehm überrascht hat. Sauber
gespielte Muckke, trotz ihres jugendlichen Alters. Aber
was hat das heute schon zu bedeuten? Sie spielten Songs von CREAM,
Neil Young, TEN YEARS AFTER etc. Wen es interessiert, hier die
Internetpräsenz der Truppe www.philip-boelter.de
CD's kann man da auch bestellen. Es lohnt sich!!!
Danach
betraten MORE EXPERIENCE die Stage des
recht gut besuchten Clubs. Erst mal als eingefleischter Hendrix
Fan in die Musik eintauchen. Sie auf mich einwirken lassen. Sie
aufnehmen.
Yeah!!! That's it! Bisher hatte ich ja immer Randy Hansen als
Hendrix Interpreten gesehen. Auch Gefallen an seiner Spielweise
gefunden. Aber ich muß sagen, dass mich die "schweizer
Garde" angenehm überraschte. Spiellaune, Spielwitz,
musikalisches Feeling für den unveregessenen Jimi Hendrix.
Es war alles vorhanden. Auch der Mann am Bass gefiel mir bedeutend
besser als der Mann aus der Hansen Formation. Das gleiche zählt
auch für den Drummer. Obwohl ich Manni von Bohr den Randy
Hansen Drummer als einen sehr guten Mann an der "Schießbude"
halte, mußte ich trotzdem feststellen, dass der Schweizer
die Hendrix Sachen ebenfalls glaubwürdiger rüberbrachte.
Und der Gitarrist? Nun, da fällt es mir schon nicht mehr
so einfach, denn beide haben ihr Handwerk an der Elektrischen
gelernt und die Schnelligkeiten und auch die Technik auf und am
Griffbrett ist bei beiden vorhanden. Ich würde sagen unentschieden,
denn jeder von beiden ist seit Jahrzehnten Hendrix Kenner und
hat die Spielweise des unvergessenen Jimis gut drauf und bringt
die Songs auch glaubwürdig an den Mann, die Frau. Stimmlich
gebe ich Randy Hansen einen Zusatzpunkt, da er aus der Hendrix
Heimatstadt Seattle stammt, hat er hier ein paar Vorteile, die
sich im Dialekt und in der Tonlage eine Idee besser niederschlagen.
Das spricht jetzt aber in keinster Weise gegen den Gitarristen
und Vocalisten aus der Schweiz. Er macht seine Sache sehr gut,
arbeitet hervoragend wie auch Randy Hansen mit dem Publikum. Legt
aber weniger Wert auf "spektakuläre" Bühnenshow.
Sich auf dem Rücken liegend, Gitarre spielend vom Publikum
durch den Saal tragen zu lassen wie Randy, oder am Schluß
die Gitarre aufhängen und mit dem Gürtel auspeitschen
oder einen Purzelbaum während dem Solo auf den Bühnenbrettern
schlagen, das alles scheint dem Schweizer nicht sonderlich zu
liegen. Ob es an seiner Größe - mindestens einen Kopf
größer als Randy oder sogar noch mehr - oder an seinem
deswegen auch höheren Gewicht liegt, vermag ich nicht zu
beantworten. Aber andererseits hat es mir bei ihm auch nicht gefehlt,
denn so kommt er meines Erachtens auch glaubwürdiger rüber.
Last
but not least, ich würde mir das Trio jederzeit wieder reinziehen,
denn es macht Freude der Band zuzuschauen. Diese Meinung vertraten
auch meines Erachtens die deutschen Hendrix Experten Eckhard,
der Collector Rudolf Kettler und der Hendrix Sammler und Fan Frank
Sch., der ebenfalls in der "Alten Piesel" aufgetaucht
war. Es hat mich sehr gefreut, dich an diesem Tag wieder einmal
zu treffen, Frank. Aber ich habe es mir auch schon irgendwie erahnen
können, dass du dich sehen läßt.
Am
Samstag, 25.11. war ich mit Helga in Aschaffenburg bei einem wahnsinnig
geilen Event der Gruppe
ECHO, die für mich die wohl beste europäische
PINK FLOYD Tríbutband darstellen. ECHO
ist der Gitarrist und Sänger Olli Hartmann, der Bassist Martin
..., der Keyboarder ..., der
Drummer ..., der Saxophonist ...
Mayall (???)und die Backgroundsängerin....
Dafür das in der Frankfurter Jahrhunderthalle ebenfalls an
diesem Tag eine eine von den Eintrittspreisen her teure "Gegenveranstaltung"
von Roger Waters The Wall stattfand, war die Aschaffenburger
Stadthalle mit schätzungsweise 800 bis 1000 Zuschauern seh
gut besucht. Das Konzert war einfach
nur toll und Helga brachte es folgend auf den Punkt, als sie von
Uwe und Anja Specht auf ihre Eindrücke angesprochen wurde:
"Es ist lange her, das ich bei einem Konzert Gänsehaut
hatte."
ECHO
ist eine Pink Floyd Coverband, obwohl man die Bezeichnung Cover
oder Tribute oder Riviale bei denen gar nicht benutzen sollte.
Das war schon genial was die fünf Jungs und die Backgroundsängerin
in einer ca. 140 Minuten Show vom Stapel ließen. Für
das Gehör und das Auge war es schon ein Genuß. Zumal
auch das Equipment vom feinsten war. Wie ich im Laufe des Abends
erfuhr, wurde gestern sogar eine Live CD dieses Konzerts mit geschnitten.
Uwe
Specht, ebenfalls Konzert-Fotograf und Backliner dieser Band,
hatte mich als dritten Fotografen für diesen Abend in Absprache
mit der Band arrangiert. Als Treffpunkt war 18:00 Uhr in der Stadthalle
von Aschaffenburg vereinbart. Nach einem Telefonat holte uns Uwe
dann auch an der Tür ab und brachte uns direkt von hinten
auf die Bühne. Die Band war gerade mit dem Soundcheck beschäftigt.
Mich beeindruckte das aufgefahrene Equipment. Uwe
erklärte mir dann die Wege die ich auf der Bühne gehen
konnte, ohne das ich dabei jemanden störte oder er sich von
mir "belästigt" fühlte. Kurzauf den Punkt
gebracht: ich hatte mehr oder weniger freie Hand.
Während
und nach dem Soundcheck herrschte eine angespannte Stimmung. Die
Band war leicht nervös, denn es war auch für sie "Neuland",
obwohl sie schon oft Gigs mit der Musik von Pink Floyd gespielt
hatten. Aber neu war das große Equipment. Auch Uwe, der
eigentlich immer ruhig und gesonnen ist, war an diesem Abend ab
und an etwas neben der Spur. Aber mir ging es auch nicht anders,
da es für mich eine fotografische Herausforderung darstellte.
Ich hatte noch nie ein Konzert unter derartig geiler Lightshow
fotografiert. Auch hatte mir Uwe an diesem Abend noch eine Menge
wertvoller Tips gegeben und wir hatten ein paar Einstellungen
an der Camera verändert. Das Ergebnis stellte sich nach dem
Gig als sehr positiv heraus und ich war überrascht, wie toll
viele Bilder aussahen.
Zum
Konzert selbst war ich erstaunt wie viele Leute an diesem Abend
den Weg in die Stadthalle gefunden hatten, da in der Frankfurter
Jahrhunderthalle ebenfalls ein Konzert stattfand, dass - wie ich
annehme - die Musik von Roger Waters, dem ehemaligen Bassisten
von Pink Floyd, stattfand. Ebenfalls eine Cover- / Tributeband,
die THE WALL aufführten. Nur kostete das Konzert in Frankfurt
zwischen 33 und 50 EUR und in Aschaffenburge gerade mal 20. Die
Sitzplätze waren auch alle sofort besetzt. Auch auf den Treppen
saßen die Leute und eine große Menge hatte sich vor
der Bühne versammelt. Ich schätze, dass sich so zwischen
900 und 1100 Zuschauern von ECHO und der Musik von Pink Floyd
davontragen ließen.
Uwe zupfte bei dem Song ... sogar den Bass.
Die Zuschauer feierten die Band um den Aschaffenburger Gitarristen
Olli Hartmann fernetisch nach jedem Song
Die
Meinung des Publikums in der Pause des Gigs und danach pendelte
sich von gut bis phantastisch ein.
Bilder dieses Event's und auch der anderen Bands wie immer unter
meiner fotografischen Konzert Seite www.buehnenbilder.com
Alles
in allem eine ereignisreiche Woche mit sehr viel Musik.
Donnerstag,
30.11.2006, 01:09 Uhr
Am
Dienstagabend hatte ich im Vereinsheim von Germania Weilbach an
einer Sitzung zur Planung des 100 jährigen Vereinsjubileums
2008 teilgenommen. Veraten wird an dieser Stelle natürlich
nichts. Nur so viel: es war irre, mit welchem Power die anwesenden
Vereinsmitglieder die Sache angingen. Auch bin ich mir ziemlich
sicher, dass es ein geiles Jubileum wird.
Gestern
Morgen war ich in der Therme. Wieder zu Hause fand ich die Entabrechnung
und Freigabe von 1 & 1 vor. Die Telekom hat auch geschrieben.
Am 01.12. soll mein Anschluß frei gegeben werden. Nachmittags
sind wir, Helga und ich, dann zu unseren langjährigen Freunden
Jürgen, Rosi und deren Tochter Sonja nach Frankfurt gefahren,
wo wir einen schönen Nachmittag und Vorabend verbrachten.
Es ist schön, solche Freunde zu haben, die nicht nur in schönen
Zeiten hinter einem stehen, sondern auch in sehr harten Lebenssituationen
immer und zu jeder Zeit so kompromißlos hinter einem stehen.
Wo viele andere nur von sprechen, wird hier noch wahre Freundschaft
gelebt. Aber Jürgen und Rosi kenne ich nun auch schon fast
30 Jahre. Beide sind neben Roger eigentlich meine längsten
und auch intensivsten Freunde. Und ich bin mir verdammt sicher,
dass sich daran auch nichts ändern wird.
Seit
meiner Zeit in einem Eddersheimer Verein ist das Wort Freundschaft
für mich eh mit einem Nachgeschmack behaftet. Hier hatte
ich mit Helga auch mal an Freundschaft oder zumindest Kameradschaft
geglaubt. Aber was soll's? Nur so bin ich auch wieder in die Realität
zurückgefallen und bin in Zukunft, wie auch Helga, etwas
vorsichtiger mit meiner / unserer Umgebung und den Leuten die
sich darin aufhalten. Oder anders formuliert, gebranntes Kind
scheut das Feuer.
Gesundheitlich
und psyschisch ist so weit auch alles okay. Am 05. Dezember habe
ich aber in der Uniklinik wieder meine Nachsorge. Hoffe sie geht
so aus wie ich mich zur Zeit fühle. Man wird sehen.
Tagebuch
Dezember 2006
Freitag,
01.12.2006
Habe
mir heute einen neuen Drucker gekauft, da ich auf meinem Schreibtisch
nicht mehr so viel Platz habe. Das Gerät ist ein "All
In One"-Gerät mit Drucker, Scanner, Kopierer und Fax
in einem. HP Photosmart C6180. Und vor allem ging ich auch beim
Kauf dieses Gerätes im Media Markt wieder einer meiner großen
Lieblingsbeschäftigung nach, dem Handeln. Auch hier konnte
ich den verlangten Preis etwas in die Tiefe drücken. Es bestätigte
sich mal wieder die Regel, bist du hartnäckig genug mit deinem
Verkäufer, dann ist da zu 98% immer ein Preisnachlaß
drin. Die wissen doch selbst, das die Konkurrenz nicht schläft
und das das Geld in der eigenen Kasse erst dieses fröhliche
Klingeln erzeugt, dass einem am Abend beim Zählen der Einnahmen
dieses ganz besondere Grinsen auf das Antlitz zaubert. Ihr wißt
schon was ich meine.
Freitag,
29.12.2006
Weihnachten
hat auch schon wieder seinen Abschied genommen.