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Tagebuch 2006.

„Habt ihr gewusst, dass Katzen zwanzig Stunden am Tag schlafen? Kein Wunder, dass sie besser aussehen als ich.“
- by Charles Bukowski

Tagebuch Januar 2006

Der Mantel
Eine Kurzgeschichte von Annett Lärz,
geschrieben am 13.02.2005

Eine brennende Kerze stand vor ihnen auf dem kleinen runden Tisch. Tarotkarten waren in der Formation des keltischen Kreuzes vor ihnen ausgelegt. Mit einer Tasse Tee haben es sich George und Di gemütlich gemacht, um die Karten zu deuten.

Er zog gern Ihre Meinung zu Rate, um eine andere Sicht auf die Dinge zu bekommen, so auch an diesem Abend.

Di war gerade dabei, mit ihrer Ausführung zur Position 10 “Dorthin führt es”, auf der die Hohe priesterin lag anzufangen, als George wie von einer Tarantel gebissen aufsprang. Er eilte ins Schlafzimmer, um etwas aus seinem Kleiderschrank zu holen. Verwundert über seine impulsive Handlung, schaute Di ihm nach.
“Und das nur wegen eines ...? Ja, was war das eigentlich?” dachte sie sich noch, als er wieder mit einem schwarzen Ledermantel in seinen Händen zurückkehrte. George war ganz aufgeregt über seine Ideen und fing an, Di alles zu erzählen.

Was es für ein Mantel war.
Wem er gehörte und wie er zu George kam.
Er machte auch Andeutungen über eventuelle Kräfte die in Ihm lagen. Und so weiter.

“Was für Kräfte?”
Di konnte sich keinen Reim auf George'sÄußerung machen.
Sie fragte ihn auch nicht danach. Er würde ihr sowieso keine Antwort darauf geben, nur ein unergründliches Lächeln würde seinen Augen und Mundwinkel entwischen. Das wusste sie, denn schließlich kannte sie Ihn ja gut genug.

Dieses Lächeln in seinen Augen war vielen Leuten immer wieder unheimlich und beängstigend gewesen. Oft genug hörte Sie das von ihnen. Doch Sie sah mehr. Sie durfte in sein Innerstes schauen und da war nichts was Ihr Angst machte.

Sie hörte Ihm einfach nur aufmerksam zu.
Er sah ihr ganz fest in die blauen Augen, dann sagte er voller Liebe und Freundschaft die er für Sie empfand:

“Di, ich möchte, dass Du diesen Mantel bekommst.
Ich möchte Ihn dir schenken.
Es ist ein ganz besonderer Mantel und Du wirst Ihn zu tragen wissen.
Du warst immer für mich da.
Du bist meine beste Freundin.
Du bist meine kleine Schwester.
Ich weiß, dass sich unsere Wege nicht einfach so gekreuzt haben,
es war Fügung und es wird der Tag kommen,
da werde ich deine Hilfe erneut brauchen und ich weiß,
dann wirst Du für mich da sein.
Nimm diesen Mantel als Zeichen meiner Dankbarkeit,
aber sei vorsichtig und versprich mir, dass Du auf dich aufpaßt,
egal was passieren wird.”

Di war gerührt, ganz sprachlos über seine Worte. Die Karten waren nun gänzlich vergessen. Eine Träne kroch in ihr hoch und sie umarmte ihn mit all ihrer Freundschaft die sie für ihn empfand.

Sie hatte Ihn wirklich gern, diesen großen, braungebrannten Typen, mit den dunklen Augen und langen dunklen Haaren, den jeder für einen Indianer hielt. Sie musste immer wieder über die Grübeleien der Leute lächeln, “Was ist das denn für einer ...?”. Sie wusste es. Ihr hat er es einmal auf einer ihrer ersten Wanderungen durch den nahe gelegenen Wald hinter ihrem Haus erzählt. Er hat ihr mehr erzählt als irgendeiner anderen Person, seit er vor ein paar Jahren aus dem Westen kam. Ihr hatte er sein ganzes Vertrauen geschenkt.

WOW ... ein Ledermantel, was für ein Geschenk. Sie nahm Ihn in die Hände und spürte sofort, dass es was mit dem Mantel auf sich hatte. Ein leichter Schauer huschte ihr über den Rücken und sie legte Ihn wieder bei Seite.

Es war schon fast 24 Uhr als sie die Karten zusammen räumten und Di im Aufbruch war, wieder nach Hause zu fahren. George drückte ihr den Ledermantel in die Hand und mahnte sie noch einmal:
“Schwesterlein pass auf Dich auf, es ist ein besonderer Mantel, du wirst es merken.”
Sie verabschiedeten sich wie üblich mit einem Kuss auf die Wangen, dann ging sie die Treppen hinunter.
“George, warum bist du nur so besorgt um mich? Was hat es mit dem Mantel auf sich?”, waren ihre Gedanken auf dem Weg zum Auto. Unten, vor Ihrem alten Mercedes angekommen, spürte sie den kühlen Wind des herannahenden Herbstes, der sie umhüllte. Es fröstelte sie und sie streifte sich den Mantel über, bevor sie ins Auto stieg.

Sie liebte dieses Auto. Ein alter, weißer Mercedes, fast so alt wie sie selbst. Für sie war er “Ihr Alter Opa”, so langsam, so durstig und so gemütlich, eben wie ein alter Mann.

Langsam ließ sie den Wagen Richtung Hauptstraße rollen. Es war ein geiles Gefühl in diesem Ledermantel. Noch nie hatte sie solch ein tolles Stück besessen. Er passte ihr, als wäre er für sie gemacht. WOW

Sie fuhr schon einige Kilometer auf der Hauptstraße, als endlich ihre Abfahrt auf die Landstraße vor ihr auftauchte. Sie bog ein. “Nun ist es nicht mehr weit!” bis zu ihrem kleinen Haus auf dem Lande, in dem sie mit ihrem Freund Wolf und ihrem vierjährigen Sohn Marcel wohnte, dachte sie noch so bei sich.
Es war eine mond lose Nacht. Abertausende Sterne begleiteten ihren Weg, sie war allein unterwegs auf dieser Landstraße. So schien es zumindest, als sie plötzlich ein unbehagliches Gefühl in ihrem Bauch vernahm. Ihr Herz fing auf einmal heftig an zu schlagen. Ihre Hände fingen an zu schwitzen.

Vor sich in der Ferne sah sie auf einmal eine riesige, schwarze Gestalt am rechten Weges rand.“Ein schräger Hut und ein langer Mantel, der selbe Typ wie aus der Werbung von Fernet Branca.” So schoss es ihr in den Kopf. “Das geht doch gar nicht?...” Es über kam sie ein Gefühl der Angst, ein eiskalter Schauer kroch ihr in den Nacken und hinterließ ihr eine Gänsehaut. Panik machte sich in ihr breit.
Was war das?
Eine optische Täuschung?
Oder nur die Silhouetten der Bäume in der Ferne?
Frostige Kälte breitete sich im Auto aus, sie hauchte in die Luft und vor ihrem Mund war eine kleine helle Wolke zu sehen. Sie spürte, dass ETWAS oder JEMAND auf der Rücksitz bank war. Sie fühlte sich beobachtet und den eisigen Atem in ihren Nacken.
Sie war nicht mehr allein im Wagen.
Sie schaute in den Rückspiegel. ... Nichts ...
Sie drehte sich um. ... Nichts ... Nichts war zu sehen.
Sie trat auf das Gaspedal, gerade so als ob sie das ETWAS in ihrem Nacken abschütteln wollte. Doch das gelang ihr nicht.
Die Panik wuchs und sie wusste nicht was sie machen sollte.
“Anhalten? ... mitten im Dunklen ... auf der Landstraße und warten bis dieser Spuck vorbei war?” NEIN, hier wollte sie nicht anhalten, es waren doch nur noch ein paar Kilometer bis nach Hause.
Was war DAS, dass ihr solch eine Angst einflößte?
Sie sah Ihr Leben an sich vorbei ziehen.
Soll es das schon gewesen sein, jetzt wo doch alles gerade so gut in Ihrem Leben lief?
War es vielleicht der TOD?
Hat er sich auf ihrem Rücksitz einen Fensterplatz reserviert?

Sie begann laut mit sich selbst zu reden. Immer und immer wieder wiederholte sie die Worte:

“ Di bleibe ganz ruhig ...
Bloß keine Hektik ...
Du bist gleich zu Hause ...
ALLES WIRD GUT ...”

Sie versuchte, den Wagen unter Kontrolle zu bekommen.
Die eine Seite, ihr Kopf, sagte:
“Los, fahr doch schneller, dann bist du eher zu Hause.”
Die andere Seite, ihr Bauch, sagte:
“Nein, fahr so wie immer und alles wird gut gehen.”
Sie war verzweifelt, hin und her gerissen.

Mit zitternden Händen und kalten Schweiß auf der Haut, fuhr sie die steile Straße hinunter ins Tal und hinein in eine Kurve.
“Wann bin ich endlich zu Hause?
Was soll das ganze?
Warum Ich?
Ich muß ganz ruhig blieben!”
dachte sie noch so bei sich, als plötzlich genau vor Ihren Wagen ein riesiges Tier auf die Straße lief. Wie aus dem Nichts kam es in den Scheinwerfer kegel des Autos gerannt. Sie trat mit voller Wucht auf die Bremse. Die Reifen quietschten über den Asphalt und nach etwa zehn Metern kam sie leicht gedreht mit dem Auto zum stehen.
“Kein Aufprall? Es ist mir doch genau rein gelaufen ins Auto? Eigentlich ... hätte ich ... hab´ ich ... müsste doch? Was war das gewesen?” schoss es ihr durch den Kopf.
Ihr Herz schlug immer heftiger, sie war einem Nervenzusammenbruch nahe, dass war alles ein bisschen viel auf einmal.
Langsam fasste sie sich, legte den Rückwärtsgang ein und trat auf die Bremse, um mit dem Licht irgendetwas erkennen zu können.
Nichts ...
Gar nichts ...
Nur ihre Bremsspuren waren auf der Straße zu sehen.
Was um alles in der Welt war das gewesen?
Ein Tier? Wenn ja was?

Langsam legte sie den ersten Gang ein und begann zu fahren. Tränen über Tränen quollen in ihr hoch und aus Ihren Augen heraus. Hemmungslos weinte sie sich ihre Angst und Panik aus ihrem Herzen heraus.

Die Fahrt kam ihr wie eine Ewigkeit vor, doch endlich zu Hause angekommen, rief sie sofort und noch immer unter Tränen George an und erzählte ihm alles.

“Ich bin froh, dass Dir nichts passiert ist.
Ich habe es Dir ja gleich gesagt, dass es ein besonderer Mantel ist.
Vielleicht solltest du dir die Zeit nehmen und mit Ihm reden!”

Di sah an sich hinab.
Sie hatte noch immer den Mantel an.
Sollten diese Erlebnisse soeben auf der Landstraße wirklich etwas mit dem Mantel zu tun haben?

Als sich Di langsam wieder gefasst hatte, setzte sie sich im Schneider sitz auf ihr Bett und legte den Mantel vor sich hin.

Sie wusste, dass dies eine Lektion für ihr Leben gewesen war. Sie war bereit für noch weitere Lektionen, diese war nur der Anfang und sie war bereit zu lernen.

Sie betrachtete sich den Mantel, sah Ihn genau an.
Sah das nur so aus ... oder war es Wirklichkeit?
Der Mantel hob und senkte sich, gerade so als ob er atmete.
Sie breitete ihre Hände darauf aus und begann das schwarze Leder zu streicheln. Ihre Finger tauchten ein in dieses Heben und Senken,
sie passte sich dem Atem an,
sie tauchte ein und sie wurden EINS.

Dienstag, 10.01.2006

"Tonight I wanna give it all to you
in the darkness Scooter
there is so much I wanna do
and tonight I wanna lay it at your feet Was
cause girl I was made for you
and girl you were made for me Made

I was made for lovin' you baby
You were made for lovin' me For
and I can't get enough of you baby
can you get enough of me Lovin'

Tonight I wanna see it in your eyes
feel the magic You
There's something that drives me wild
And tonight we make it all come true
Cause girl you were made for me
and girl I was made for you Songtext

I was made for lovin' you baby
You were made for lovin' me Lyrics
and I can't get enough of you baby
can you get enough of me..."
peitschte Jörg, der Keyboarder von HOT STUFF, die Menge im Colossaal an.

Es war der erste Januar 2006, ca. 01:45 Uhr und die Band hatte einen sagenhaften Gig in diesem genialen Club in Aschaffenburg gespielt. Unter dem Motto: Silvesterorgie hatte der Colossaal seine Pforten geöffnet. Und viele bekannte Gesichter waren gekommen, um mit den Leuten vom Colos und HOT STOFF das Neue Jahr zu begrüßen. Und genauso fröhlich ging es auch in der Garderobe zu. Udai war mit seiner Frau gekommen, der Fotograf Uwe Specht mit seiner Anja (die beide zusammen bestimmt wieder an die 1500 Bilder geschossen hatten!?!) und... und... und...

Ach ja, EUCH ALLEN ein wunderschönes Neues Jahr 2006. Viel Gesundheit, viel Liebe, viel Glück. Dazu eine friedlichere Erde mit humanen Menschen. Aber das wird wohl ein Traum bleiben, denn Korruption, Menschenverachtung, Gier und Hass regieren unseren Erdball. Und es wird scheinbar von Jahr zu Jahr schlimmer.

Donnerstag, 19.01.2006

Heute stand mal wieder die über 30. (???) Nachsorgeuntersuchung an. Wie sehr oft aufgeregt. Warum eigentlich noch? Wie meisten viel Wartezeit. Wieso vergibt man Termine? Und vor allem wie immer Parkplatzprobleme außerhalb des Geländes der Uniklinik. Grund: fährt man in die Klinik rein und parkt offiziell auf den Besucherparkplätzen, wird man rigoros abgezockt. Ich nehme an, gerade weil man weiß wie lang die meisten Besuche beim Doc oder bei den Patienten dauern, dementsprechend hoch hat man die Parkplatzgebühren ausgerichtet. Der Frankfurter Rhein-Main Airport stand da bestimmt Pate!

Morgen muß ich nun nochmals in die Klinik zum CT der HWS (Halswirbelsäule), wo ich schon seit Jahren Probleme habe. Danach geht's dann zu meiner Onkoligin, um das Ergebnis der heutigen Untersuchungen abzuholen. (Huhu, Frau Dr. Gog!) Eigentlich wollte ich etwas mehrv erzählen, aber ich lasse es. Sonst heißt es wieder "der jammert sich mal wieder 'was zusammen".

Heute habe ich auch meine SONY DSC-F828 Digitalcamera über eBay verkauft und mir für den Erlös eine CANON EOS 20D und ein passendes Objektiv gekauft. Schnäppchen! Das Fotografieren - ein Hobby seit den 60er Jahren - ist wieder ein sehr großes Hobby von mir geworden. Vor allem seit der digitalsierung der Cameras.

Dienstag, 24.01.2006

Meine Untersuchung war sehr positiv. Laut meiner Onkologin alles im grünen Bereich. So eine Aussage läßt dann immer sofort alle Anspannung weichen. Nur das CT der Hals wirbelsäule muß katastrophal sein. Teilweise ist zwischen einem oder mehreren Wirbeln die Bandscheibe fast weg und Knochen reibt auf Knochen. Jetzt ist mir auch bewußt, warum ich immer solche Nacken schmerzen habe. Also gelt es einen guten Orthopäden zu finden, der mir da zu etwas Linderung verhelfen kann. Ob man operieren muß wird sich dann zeigen.

Am Samstag, 21.01.2006 war ich mit HOT STUFF am Nürburgring. Die Band hatte da einen Event im DORINT Hotel:

FEIERLICHER SAISONABSCHLUSS MIT BLICK NACH VORNE

Die VLN (Veranstalter gemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring) rief, und über 500 Gäste folgten der Einladung zur großen Jahres siegerehrung. Nach einer erfolgreichen, spannenden und hart um kämpften Saison 2005 wurden die besten Motor sportlerinnen und Motorsportler von Europas populärster Breitensport serie am Nürburgring geehrt. Allen voran die neue Meisterin: Claudia Hürtgen aus Aachen. Sie gewann die abgelaufene Saison souverän und reihte sich als Gesamt siegerin der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2005 in die Liste der seit 1977 bestehenden Meisterschaft ein.
In seiner Eröffnungsrede lobte Promoter Karl-Heinz Gürthler das gemeinsame Bestreben aller Beteiligten, den Aufwärtstrend und das hohe Niveau der letzten Jahre auch in der kommenden Saison fort zusetzen.„Optimismus und Zuversicht prägen die Motorsportler am Ring, die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft ist Vorbild für viele andere Renn serien in Deutschland und speziell auf dem Nürburgring“, so Gürthler. „Die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft vereint Marken vielfalt, Familien freundlichkeit und packenden Motorsport auf der schönsten Rennstrecke der Welt und trägt auf diesem Weg aktiv zum Erhalt der Nürburgring Nord schleife bei.“ Ständig steigende Teilnehmerzahlen, neue und spektakuläre Fahrzeuge sowie eine ständig wachsende Fangemeinde geben dem Organisationsteam und den Veranstaltern der zehn Rennen umfassenden Serie Recht. Gürthler: „Mein Dank gilt speziell auch den zehn veranstaltenden Vereinen, die in der Saison 2005 einen perfekten Job gemacht haben.“
Michel Pfeiffer, Brand Manager von BFGoodrich Tires lobte die gute Zusammenarbeit mit der VLN: „Der Bekanntheitsgrad von BFGoodrich Tires ist gewachsen, was nicht zuletzt das Ergebnis der guten Partnerschaft mit der Veranstalter gemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring ist. Ich freue mich, dass unsere Zusammenarbeit fortgesetzt wird und wir nutzen auch künftig gerne diese hervorragende Plattform.“
Nach dem offiziellen Teil der Siegerehrung stellten Motorsportler und Verantwortliche gleichermaßen unter Beweis, dass sie keine Bewegungsmuffel sind. Zu den Klängen der Combo „The Speedos“, der Live band„Hot Stuff“ und „DJ Markus“ wurde das Tanzbein geschwungen und der gepflegte „Benzin talk“ rückte in den Vordergrund.

Wir waren - nachdem wir uns auf einer Raststätte an der A3 getroffen hatten - gegen 14:00 Uhr im Hotel. Nach Aufbau und Sound check begab sich ein Teil der Band auf ihre Zimmer. Ina, Marcus und ich warfen von der offenen Terrasse im vierten Stock (Arsch kalt!!!) einen Blick auf den Start- und Ziel bereich des Nürburgring's. Aber die Kälte ließ uns da nicht lange verweilen und wir begaben uns in die "Cockpit Bar". Mir gefiel das Ambiente. Aber vielleicht auch deswegen, weil ich Motorsport fan bin.

Nach dem Essen, der Saal war inzwischen schon gut gefüllt, und den Ehrungen der Fahrer, Teams und Verantwortlichen (Langstreckenlauf 2005 auf der Nord schleife) hatte die Band dann ihren Gig vor vollem Saal, aber unheimlich steifen Publikum. Na ja, wie singen die Stones: you can't always get what you want...

Um ca. 02:00 Uhr lagen wir dann auf der Bude. Ich war als Mitbewohner bei Marcus eingezogen.

Von viel Schlaf war aber nicht die Rede, denn wir quatsch ten noch ziemlich lange und Marcus betätigte sich dann den Rest der Nacht als Zapping-Virtuose an der Fern bedienung des TV. Dem entsprechend grokkie ging es dann auch zum gemeinsamen Break fest. Um ca. 12:30 Uhr war ich dann wieder zu Hause.

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Unser Wohnzimmer durch ein Fischaugen-Objektiv gesehen:

Tagebuch Februar 2006

Dienstag, 21.02.2006

Vielleicht haben es die, die öfter auf meiner Seite sind gleich bemerkt, dass mein Gästebuch, mein Forum und mein Leben in der Menü leiste verschwunden sind. Das ist auch okay so, denn ich habe es satt mich immer und immer wieder von irgendjemanden an pissen zu lassen.

Deswegen an diesert Stelle noch einmal für alle, die es bisher noch immer nicht begriffen haben, warum ich diese Homepage ins Internet stelle:

Es kann ja sein, dass der ein oder andere, der diese Page besucht, sich kopfschüttelnd die Frage stellt, was diese Page eigentlich soll und welchem Zweck sie dient. Nun, das ist ganz schlicht und einfach schnell beantwortet. Diese Page dient ausschließlich meinen Perversionen, meinen Emotionen, meinen Depressionen, meinen seelichen Orgasmen. Meinen Ängsten, meinen Hoffnungen, meinen Bewältigungen, meinen Kämpfen. Diese Page dient ausschließlich und ganz allein und N U R mir! Und wenn Du oder Du oder auch Du da hinten damit Probleme hast, dann verpiss Dich und erfülle an meinem verlängerten Rücken das Zitat von Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand: "Vor Ihro Kaiserliche Majestät hab ich, wie immer, schuldigen Respekt. Er aber, sag's ihm, er kann mich im Arsch lecken!"

Allen anderen, die sich hier tummeln: seit Willkommen, Leute!

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Vom 08. bis 12.02.2006 war ich mit HOT STUFF in Palma de Mallorca. Die Band hatte dort einen Firmen event bei einem pharmazeutischen Unternehmen aus Bad Homburg v.d.H. .

Wir trafen uns am Mittwochabend, 08.02.2006 gegen 18:00 Uhr auf dem Frankfurter Flughafen, checkten ein und machten uns auf den Weg zu unserem Flieger. Bei der Zugangs kontrolle zu den Abfugsgates wurde ich von einem Sicherheitsbeamten, in der Flughafen Fachsprache auch "Pfuschler" genannt, in einen extra Raum gebeten. Die Mitglieder der Band schauten mir erstaunt hinterher. Aber das war auch nicht verwunderlich, denn es war wie eine Verhaftung.

In dem Büro mit mehreren sonderbaren Geräten verlangte der anwesende Beamte dann, dass ich meine Kameratasche öffnen sollte. Meine andere Tasche mit dem Notebook stellte ich auf ein Regal neben der Tür.

Der Beamte griff nach einem ca. 8 x 2 cm großen Papierstreifen und fuhr da mit über meine Fototasche, meine Kamera, meine Objektive. Dann schob er den Papierstreifen in ein Gerät, das einer modernen Supermarkt kasse nicht unähnlich war. Es dauerte einen Augenblick und das Gerät - deswegen der Vergleich mit einer Kasse - spuckte einen "Kassenbon" aus. Der Beamte betrachtete ihn und meinte daraufhin: "Okay, Sie können gehen." Das tat ich auch schleunigst, nachdem ich meine Foto tasche wieder eingeräumt und verschlossen hatte. Ich war sofort der Meinung, dass mit dem Papierstreifen irgendwelche Sprengstoff spuren am Fotoequipment gesucht wurden. Eine andere Erklärung gab es für mich nicht. Die Stewardess im Flieger bestätigte dann meine Schilderung später.

Die Band, die auf mich gewartet hatte, wollte natürlich auch gleich wissen was da los gewesen ist. Aber ich konnte sie beruhigen, dass unserem Start nach Malle nun nichts mehr im Wege stand. Im Flieger belagerten wir dann unsere Plätze. Gott sei Dank war der Airbus nur zu zwei Dritteln belegt. Zwei Reihen vor mir auf der anderen Seite saß Costa Cordalis mit seinem Sohn. Wahrscheinlich flog er wieder mal zu einem seiner Gigs im OBERBAYERN in Al Arenal. Oder er flog zu seinem Ferienhaus. Ist eigentlich egal, wenn ich ihn nicht so direkt aus der Nähe gesehen hatte. Sein Gesicht war der artig mit Make up zugekleistert, dass ich schon Bedenken hatte, der Flieger stürzt wegen Übergewicht ab.

Na ja, ich schoß ein paar Bilder im Flieger und schaute dann noch einmal grundlos in die Gepäck klappe über den Sitzen, und mich packte das blanke Entsetzen: mein Notebook war nicht da. Jörg der Keyboarder, der neben mir saß, meinte, dass ich das Notebook nach der Spezial kontrolle im Büro nicht mehr gehabt hätte. Und er sei der Meinung, dass hätte ich in Frankfurt lassen müssen. Ach, du grüne Scheiße! Mein Notebook fort. Mein Notebook, das mir Helga zum Geburtstag geschenkt hatte.

Ich machte die Stewardess darauf aufmerksam und erzählte ihr die Story vom Sicherheitscheck. Das war der Augenblick, als sie mir bestätigte, dass man nach Sprengstoff gesucht hätte. Aber das interessierte mich in diesem Moment wenig. Sie meinte nur, sie müsse Rücksprache mit dem Kapitän halten, da der Flieger in wenigen Minuten geschlossen wurde und zum Start rollen würde. Ach, du grüne Scheiße, zum zweiten Mal.

Nach einer Weile kam sie zurück und teilte mir mit, dass sich der Start einige Minuten verzögern würde, da noch etwas eingeladen werden müßte. Der Captain hätte in der Zwischenzeit Rücksprache mit dem Tower gehalten, die wider rum mit dem Sicherheitsbüro und last but not least: mein Notebook wurde mir noch VOR dem Start gebracht und ausgehändigt. Das war der Moment, als ich gewaltig und tief durchschnaufte...

In Palma angekommen, wurden wir von einem Shuttlebus abgeholt und in unser Hotel gebracht. Hier bezog ich mit Marcus, dem Bassisten eine gemeinsame Bude. Nicht nur im Nachhinein kann ich sagen, es war groovy mit ihm, und ich denke, dass wir uns ganz gut kennen gelernt und verstanden haben.

Am nächsten Tag sind wir dann mit selbigen Shuttlebus zum Ort des Event's gefahren. Es war viel milder als zu Hause. Das Gras zeigte ein sattes Grün und es blühten sehr viele Bäume und Blumen. Ein Wetter wie ich es so liebe, denn ich hasse den Herbst und Winter. Kann auch nicht verstehen wie manche einen Haufen Kohle ausgeben und in den Winter urlaub fahren, um sich in nassem kalten Schnee zu tummeln. Brrrr! Nee, das ist nix für mich. Ich brauche Wasser, Palmen, blauen Himmel,Sonne. Da fühle ich mich wohl. Aber das können manche bestimmt auch nicht verstehen. Egal.

Die Hazienda, in einem der besten Golfplätze Mallorcas gelegen, war ein altes und riesengroßes Landgut. Mit vielen und großen Gebäuden und eben so vielen und großen Räumen. Der schon festlich geschmückte Saal mit Tischen und Stühlen für über 600 Personen war riesig. Die extra geortete PA-Firma aus Darmstadt hatte schon mit dem Aufbau der Sound- und Lichtanlage begonnen. Der an beraumte Sound check von HOT STUFF verzögerte sich immer mehr und die PA-Leute brachten einfach keinen guten Sound zustande. Die Band war gefrustet und auch sauer.

Nachdem dann alles einigermaßen okay war, wurden wir wieder zurück ins Hotel gebracht und später dann wieder abgeholt. Der Saal war zwischenzeitlich fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Wir begaben uns in die zugewiesene Garderobe und warteten auf den Auftritt. Zu trinken gab es auch nichts. Zu mindestens nicht offiziell. Erst nach einer erneuten Nachfrage meinerseits, wurden uns ein paar Getränke gebracht.

Wir teilten die Garderobe mit einem Mann aus der USA und zwei ...künstlern aus Berlin. Wie irgendjemand erzählte, soll man den Amerikaner extra aus der USA eingeflogen haben, da mit er mit seinen Glocken, die er in einem Holzkasten transportierte eine viertel Stunde verschiedene Melodien zum Besten gab. Na ja, die Pharmaka Industrie hat es ja!

Als HOT STUFF dann mit Verspätung die Bühne betrat, geschah das für mich Unfaßbare: der Saal leerte sich innerhalb fünf Minuten auf einen Rest von vielleicht 50 Leuten. Wie wir dann später erfuhren, war da für der Grund folgender: die Leute der Bad Homburger Firma waren schon einige Tage auf Malle. Hatten jeden Tag Schulungen und Seminare. Auch am Tag des Event's. Nach diesen Tagungen mußten sie sich am Donnerstag innerhalb kürzester Zeit mit Abend garderobe vor ihren jeweiligen Hotels einfinden, um mit Bussen zu besagter Hazienda gekarrt zu werden. Dort angekommen gab es nun nicht gleich Futter, Getränke und Show. Weit gefehlt. Es wurde erst mal wieder HALLELUJA auf den und die gesungen. Es wurde gelobt, gepriesen, geweih räuchert. Und dann, irgendwann nach einer Ewigkeit gab es die besagten Event's mit dem Amerikaner, den Akrobaten aus Berlin und Musik mit HOT STUFF. Und da hatten dann die Leute genug von allem und gossen sich gewaltig in einem Nebenraum einen hinter die Binde. Man kann es verstehen.

Nun, ein paar Verwegene hatten es sich doch noch auf die Tanzfläche getraut und zuckten im Takt der Musik der Band.

Die restlichen Tage bis Sonntag, 12.02. sahen wir als Urlaub an. KB der Sänger war schon gleich am nächsten Tag des Auftrittes wieder nach Frankfurt geflogen, da er noch ein paar Termine wahrnehmen mußte.

März 2006

Donnerstag, 02.03.2006

Schneeflocken,
so kalt wie manche Herzen.
Tränen,
die auf dem Boden meiner Seele zerspringen.
Ich versuche zu verstehen,
was nicht zu verstehen ist.


Was habe ich getan
für die Erhaltung des Friedens?

Freitag, 03.03.2006

Kundenrezensionen

Vor der malerischen Kulisse der Alten Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel, bei herrlichstem Sommerwetter, zeigt sich dem Zuschauer ein gar einzigartiges Schauspiel:

Mehrere tausend Menschen sitzen in Reih und Glied vor einer gewaltigen Bühne, wie man sie nur von den alljährlich wiederkehrenden Sommerfestivals kennt. Auf der Bühne ein gewaltiges Orchester von über hundert Mann lässt ein mehrminütiges, hypnotisch-bedrohliches Brummen über das Publikum kommen, die Sonne verzieht sich und überlässt das Feld bunt gekleideten Figuren, die sich auf und vor der Bühne einfinden und einen noch hypnotisierenden Tanz aufführen. Aus dem Hintergrund steigen die Corvus Corax-typischen Trommeln mit ein und steigern die Spannung ins Unermessliche... Plötzlich erklingen von hinten Pferdehufe, die, immer näher kommend, von der Seite ins Blickfeld des Zuschauers treten. Und nun erkennt man: die Quadriga persönlich scheint vom nahegelegenen Brandenburger Tor gestiegen zu sein, um den Auftakt zu einem 80-minütigen Spektakel einzuleiten: auf einem Streitwagen, gezogen von 4 stattlichen Friesenhengsten, betreten Corvus Corax diese ohnehin schon eindrucksvolle Szenerie und betreten unter aufbrausendem Jubel die Bühne. Mit den Klängen von Florent Omnes beginnt ein anderthalbstündiges Fest für die Sinne.

Mit dem Mitschnitt der Museumsinsel-Aufführungen am 19. und 20. August 2005 des Cantus Buranus, der orchestralen Neuvertonung von Texten aus der mittelalterlichen Handschrift Carmina Burana, haben sich Corvus Corax selbst ein Denkmal gesetzt, das seinesgleichen sucht. Mit 180 Musikern aus aller Herren Länder auf der Bühne präsentieren sie die so noch nie dagewesene Verbindung mittelalterlicher und klassischer Musik in solcher Bild- und Klanggewalt, dass einem Hören und Sehen vergeht! Eingefangen von 19 Kameras und in sattem 5.1 Sound entgeht dem Zuschauer kein einziger Blickwinkel dieses Spektakels, das mit immer neuen Überraschungen aufwartet. Ob der Einsatz des weltgrößten Organistrums, von Corvus Corax-Instrumentenbauer Wim eigens für dieses Meisterwerk angefertigt, oder der majestätische Auftritt von Sopranistin Ingeborg Schöpf - eine derart imposante, aufwändige und bis ins Detail ausgefeilte Inszenierung wird die Welt so bald nicht wieder erleben dürfen.

Ob dieser wahnsinnigen Opulenz des eigentlichen Konzertteils würde der zusätzliche, 25-minütige Dokumentationsfilm regelrecht blass erscheinen, wenn er nicht so umfangreich das Rundherum darstellen würde. Hier kann man einiges über das Instrumentarium, die Entstehung des Cantus Buranus, die Einflüsse von Corvus Corax und nicht zuletzt über den ungemeinen Aufwand lernen, der betrieben wurde, um dieses einzigartige Werk auf die Bühne zu bringen.

So wird das Schauspiel auf dieser geilen DVD in einer Kundenrezesion beschrieben, die ich mir bei AMAZON bestellt habe und die gestern auf den Markt kam. Das Schauspiel ist nicht nur geil, es ist auch genial und fegt mit einer Brachialgewalt über die Museumsinsel der deutschen Hauptsstadt, das einem teilweise der Atem stockt. Wer von Rock, Jazz, Blues, Hipp Hopp, House mal Abstand nehmen will, der soll sich doch mal mit etwas ganz neuem vertraut machen, sich diese DVD besorgen, sich entspannt vor den Monitor, das TV-Gerät oder auch seine Leinwand setzen, die Dolbyanlage auf etwas Power drehen und dann nur noch mit Augen und vor allem Ohren geniessen. Hammerhart!

Und da wir gerade bei Konzerten sind, da habe ich mit Helga die nächste Zeit auch einiges vor.

Am 12. April 2006 befinden wir uns in der Jahrhunderthalle Frankfurt-Höchst, wo wir uns das Schauspiel Janis - A Piece of My Heart ansehen werden.

Janis – Piece of my Heart
Eine Hommage an Janis Joplin – Rocktheater –
Einzige Show in Hessen

12. April 1969 – Janis Joplin
fegt über die Bühne der Jahrhunderthalle Frankfurt.
Die wahrscheinlich größte Rocksängerin aller Zeiten gibt ihr einziges Deutschland-Konzert und hinterlässt 3000 Besucher in Ekstase sowie verwirrte Journalisten, die später ihre Artikel mit „ Der Schrei einer Verfluchten“ oder „Löwenmähne, Hyänengeheul“ betiteln.
Nichtsdestotrotz erkennen sie, dass sie an diesem denkwürdigen Abend eine Sängerin gehört haben, die Blues, Rock, Soul & Country mit ihrer einzigartigen, nuancenreichen Stimme so verbindet, dass sie und ihre Musik unverwechselbar werden.

12. April 2006 – Janis is back and well alive, glaubt man jedenfalls, wenn man die Augen schließt, denn diese Stimme kommt ihr sehr, sehr nahe: Marion La Marché singt und spielt Janis mit einer Kraft und Intensität, die nur möglich ist, wenn man sich 100%ig mit der Figur identifiziert, sie mit Haut und Haaren lebt und eine Spitzen-Band hinter sich hat.

In dem von ihr und Jürgen Flügge geschriebenen Stück wird eine Geschichte über Erfolg und Angst erzählt, über Aufstieg und Untergang, über die Flucht in die Drogen – und deren absolute Konsequenz. Alles beginnt in einem Zimmer ihres Hauses in Larkspur. Der Versuch, dieses Zimmer zu verlassen, scheitert stets und so muss Janis sich mit ihrer, bereits von Drogen und Alkohol zerfressenen, selbst konstruierten Realität alleine auseinandersetzen. In Ihrer Verwirrtheit redet sie mit Personen, die aus dem „Off“ zu ihr sprechen: Familie, Freunde, Mitmusiker und Wegbegleiter – ständig trinkend und hadernd mit ihrer Umgebung merkt sie zu diesem Zeitpunkt nicht, dass sie sich bereits in der Schattenwelt zwischen Leben und dem bevorstehenden Tod befindet. Und wieder gibt es nur den einen wirklichen Halt für sie: die Musik, für die sie ihr Leben gab.

Sie zeigt dem Zuschauer schonungslos, wie es einem Junkie ohne Stoff gehen kann, um dann im nächsten Moment mit voller Wucht wieder einen ihrer größten Songs zu singen. Im Kontrast dazu stehen aber auch Szenen zum Schmunzeln, sich fallen lassen und spüren, dass einer Schauspielerin und großartigen Sängerin wie Marion La Marché der Bogen ins Hier und Heute verblüffend einfach gelingt. Sie erzählt am Bühnenrand, quasi im Off, aus der eigenen Jugendzeit, vom Vater, der Mutter und ihren eigenen Ängsten als Teenager. Die vom Erfolg und den Drogen gespaltene Persönlichkeit Janis Joplin jedoch geht aufs Ganze, sie flucht, hadert mit Gott, schreit und singt sich die Seele aus dem Leib, intoniert bis auf die Viertelnote, kurzum, sie lebt noch einmal ihren Blues und wollte am Ende doch nur „a piece of my heart“ geben. Und sich selbst…?

Im Stuttgarter Raum ist die Show bereits Kult: über 15 000 Zuschauer sahen die bisher 35 Shows in Ettlingen und Pforzheim seit 2003 und ließen sich zu Standing Ovations hinreissen.

„Ein Stück wie das Leben einer der größten Rocklegenden aller Zeiten: intensiv, dröhnend laut und beklemmend leise, schnell, zerrissen, leidenschaftlich. Die La Marché lebt in diesen zweieinhalb Stunden die Joplin, sie schlüpft in ihre Haut und es gab Momente, da meinte man die Joplin live zu hören. Alle diese Konflikte hat sie auch in ihren Songs verarbeitet, die die La Marché mit unglaublicher Stimmgewalt und Leidenschaft herauspeitscht, hervorragend begleitet von der hockarätig besetzten „Buried Alive Blues Band“ – jeder einzelne Hit gefeiert von einem begeisterten Publikum.“ Pforzheimer Zeitung

Ein Muß für alle Janis – Fans; ein Muß für alle, die sie lieben.

Wem das immer noch nicht genug ist, der soll auf diesen LINK klicken.

Am 16. April sind wir als Ehrengäste zum DOORS-Festival in Illingen / Saarland eingeladen.

Am 17. April einer der Höhepunkte in der Jahrhunderthalle Frankfurt-Höchst. RIDERS ON THE STORM.

Die Sensation ist perfekt: Ray Manzarek und Robby Krieger, Gründungsmitglieder von „THE DOORS“ melden sich zusammen mit „THE CULT“ Sänger Ian Astbury als RIDERS ON THE STORM auf den Live-Bühnen Deutschlands zurück! Die 1965 gegründeten „THE DOORS“ gelten weltweit als eine der erfolgreichsten Rockbands überhaupt.

Kein Konzert ist wie das andere, Improvisation ist die Regel und nicht die Ausnahme. RIDERS ON THE STORM spielen mit einer Intensität, die in der heutigen Welt des Entertainment Mangelware ist.

Dies zeigt auch die Resonanz auf die bisherigen Aktivitäten: In den letzten 2 Jahren spielte die Band vor über 1.000.000 Fans, die Pressestimmen sind grandios, die Shows alle ausverkauft. RIDERS ON THE STORM planen nun wenige ausgewählte Konzerte in der ganzen Welt und wollen auch ihren alten wie neuen Fans in Deutschland einen Platz geben, um „noch einmal zusammen zu kommen“!

Am 29. April 2006
geht es dann in den Aschaffenburger Colos-Saal zu RANDY HANSEN
.

Seit Jimi Hendrix´Tod 1970 gab es immer wieder Musiker, die versuchten, seine Musik so identisch wie möglich zu interpretieren. Doch so richtig gelang es wohl keinem – aus welchen Gründen auch immer, sowohl die musikalischen als auch die showmäßigen Charakteristika erfolgreich darzubieten.

Seit den 80ern aber gibt es jemanden, der überraschenderweise tatsächlich in der Lage ist, Jimi´s Original Gitarrensounds verblüffend exakt nachzuempfinden: Randy Hansen. Aber damit nicht genug: wenn er singt, meint man, Jimi´s Stimme zu hören. Randy Hansen hat Jimi Hendrix sozusagen bis ins Detail „studiert“. Nicht umsonst wird er von Musikmagazinen und Musikkritikern in der ganzen Welt als Reinkarnation von Jimi betitelt. Wie ein Derwisch fegt das Energiebündel über die Bühne und zieht das Publikum in seinen Bann.

Montag, 27.03.2006

Am Freitag war ich mit den QUIETSCHBOYS im Spritzehaus in Sachsenhausen, einem Stadtteil von Frankfurt a.M., wo die Jungs einen tierischen Auftritt hatten. Ich persönlich finde die Musik der vier Sossenheimer (Anm.: auch ein Frankfurter Stadtteil) einfach nur genial. Zumal sie die Lieder von bekannten Bands mit neuen Texten versehen, die sie in deutsch, aber mit hessischem Dialekt zum Besten geben. Sie haben auch immer ein paar "Edelfans" im Schlepptau, die man bei fast jedem Konzert trifft.

Samstag, 31.03.2006

Jedes Wort ein Wort zuviel.
Doch Schweigen hat zu wenig Worte.

Jede Frage ohne Antwort.
Jede Antwort ohne Sinn.

Es bleiben Gedanken!

Und Lebbe geht weider!
Und mir sind wahre Freunde lieber als gute Bekannte.
Und es ist ein sehr gutes Gefühl zu wissen, dass es genug davon gibt.

Helga und ich danken all jenen, denen wir wichtig sind und die einfach nur da sind. Alle anderen sollen in Zukunft individuell entscheiden wie sie mit uns umgehen wollen.

Die ich verletzt und beleidigt habe bitte ich ehrlich um Entschuldigung. Doch was Menschen auch sehr häufig vergessen ist, dass andere auch Fehler machen. Ob man dann da zu steht, soll jeder mit sich selbst aushandeln. Mir stinkt es nur gewaltig, dass ich es zugelassen habe, mich am Sonntag, 26.03.2006 so gehen zu lassen. Aber es hat mir andererseits auch endgültig die Augen geöffnet, dass 10 - 15 Cuba Libre keine Probleme lösen. Sorry an meine Leber. Sorry an meinen - leider - verstorbenen Professor Lorenz, der mich 1998 operiert hat und mir somit ein neues Leben schenkte. Sorry an meine absolute Vertrauensperson - nicht nur in medizinischen Dingen - Frau Dr. G. Aber Erkenntnis kann nur der erlangen, der aus seinen Fehlern positive Energie zieht und darauf achtet, dass sie ihm nicht ein zweites mal passieren.

Ich liebe mein Leben wie es im Augenblick ist: back to my roots. Mit Lederhosen, Piratenhemd, Kopftuch oder auch mal ganz straight im Anzug. Mit meiner Frau, meinen / unseren Freunden, meiner Musik, meinen Hobbys, meinen Träumen. Welcome 2000 lightyears from home...

Ich habe mich entschlossen diese Seite so weiterzuführen als bisher. Wer da mit Probleme hat, der soll einfach wegbleiben. Ich habe niemanden animiert, diese Seite zu besuchen oder sich mit mir, meiner Frau, meinen w i r k l i c h e n Freunden zu beschäftigen. Jenen rate ich einfach: verbringt eure Zeit mit nützlicheren Dingen.

Ich werde nur in Zukunft darauf achten, dass keine Diffamierung und Beleidigung von Personen geschieht, denn jeder hat das Recht darauf, anständig und als Mensch behandelt zu werden.

April 2006 h

Sonntag, 02.04.2006

Am Freitag war ich mit HOT STUFF zum 12. Brauereifest der EDER Brauerei in Großostberg bei Aschaffenburg. Die Band hatte da einen Auftritt. Marcus der Bassist holte mich nachmittags zu Hause ab, denn wir mussten schon um 17:00 Uhr zum Soundcheck da sein.. Die Veranstaltung fand zum Großteil in zwei riesigen, miteinander verbundenen Lagerhallen statt, wo man in einer der beiden Hallen eine ziemlich große Bühne installiert hatte. Die Soundleute waren dann auch mit ihrem Aufbau fertig und der Check konnte beginnen. Ich schätze, dass sich während dem Gig von HOT STUFF mindestens über 3000 Menschen in den beiden Hallen befanden, wenn nicht sogar mehr.

Die Eröffnung übernimmt am Freitagabend ab 20.00 Uhr die Band "Charisma"!
Die engagierten Musiker versprechen feinsten Pop und Rock und sind seit 1999 genau in dieser Mission mit Erfolg unterwegs.

Ab ca. 22.00 Uhr wird "Hot Stuff" das Publikum in die Glamourwelt der siebziger und achtziger Jahre entführen. Bunte und grelle Bühnenbekleidung sowie der obligatorische Afro-Look, das spiegelt schon auf den ersten Blick das Image dieser Zeit wieder. Zwei mitreißende Sänger und eine herausragende Band verleihen Ohrwürmern musikalisches Niveau und erzeugen eine euphorische Stimmung.
(Quelle: Homepage der EDER Brauerei)

Nachts gegen 02:30 Uhr war ich dann wieder at home.

Gestern mit den OUIETSCHBOYS einen irren Gig im ROCKCAFE EULENSPIEGEL in Ortenberg-Selters gehabt. Die Camera war geputzt. Das Licht dürftig. Das Publikum breit und pogomäßig gud druff.

Beim Essen mit der Band analysierte Heavy Käffi erst mal die Wiener Schnitzel. Aber lassen wir das hier.

Nun habe ich die vier Jungs aus Sossenheim schon des öfteren zu und bei ihren Auftritten begleitet. Aber gestern war für mich ein Hightlight. Das Rockcafe brechend voll, ebenfalls die Leute direkt vor der Bühne. Was die weggesoffen haben war der Hammer.

Zu Hause gewesen: gegen 03:00 Uhr.
Aber was soll's? Ich liebe dieses Leben. Man lernt eine Menge Leute kennen. Es hält jung.

Dienstag, 11.04.2006

Am Sonntag hatten Helga und ich einen schönen Tag in Koblenz und Köln verbracht.
In Koblenz besuchten wir den holländischen Stoff markt, der an diesem Tag dort aufgebaut war. Stand an Stand mit den tollsten Stoffen und allen dazugehörigen Näh utensilien. Vom kleinsten Knopf über Reißverschlüsse in allen Längen und Farben bis hin zu unzähligen Rollen der buntesten Zwirns die ich bis dato gesehen habe. Wir haben uns mit etlichen schönen Stoffen ein gedeckt, die Helga zu Tischdecken und Kissen hüllen verarbeiten will. Negativ punkt in Koblenz war nur, dass wir auf einer Brücke geblitzt wurden, weil wir da mit beschäftigt waren uns zu orientieren. Sch....! Hoffentlich wird's nicht zu teuer..

Danach ging es - wie schon angedeutet - nach Köln, weil ich mit meiner Maus unbedingt das dortige HARD ROCK CAFE besuchen wollte.

Eigentlich hatte ich mir die Lokalität etwas größer vorgestellt, aber ich darf wohl nicht jedes der irgendwo auf dieser Welt ansässigen HARD ROCK CAFEs mit dem in Orlando / Florida vergleichen, dass ja gigantische Ausmaße hat. Aber egal..., mir / uns hat es trotzdem ganz gut gefallen, zu mal wir von der absoluten Sauberkeit des Cafes und den sehr zuvorkommend und freundlichen Bedienungen begeistert waren. An Ausstellungsstücken, in der Fachsprache auch Memorabilia genannt, gab erst nicht sehr viele Exponate, aber immerhin schon einige sehenswerte Stücke:

Eric Clapton
Natural Hollow Body Electric Gitarre.

Scorpions
Rudolph Schenkers Trademark Black & White Flying “V” Gitarre, signiert von Rudolph Schenker.

Sting
Black Fender Stratocaster mit weißem Pick Guard, signiert von Sting.

Bob Dylan
Schwarze Harley-Davidson Weste, signiert auf der Rückseite von Bob Dylan, Billy Idol, Bruce Springsteen und einem unbekannten Harley-Fan.

Bon Jovi
Kramer Baretta I mit Custom Bon Jovi New Jersey Bemalung. "Übergeben an Richie Sambora mit größter Anerkennung für seine Unterstützung von Kramer Gitarren und unserer dauernden Freundschaft. Dennis und alle von Kramer."

Keith Richards
Schwarze Plüsch-Samt-Hipsters. Die Hüften aus rotem Plüsch-Samt bestickt mit weißen Dasies, getragen von Keith etwa 1969-72.

John Lennon
Mantel aus goldenen Nähten und rotem Leinen.

Madonna
Goldenes Bustier, One-of-a-kind (Pre-Gautier) getragen auf der Bühne vor ihrer Performance für die Fotografen. Aus ihrer "You can dance" Ära.

Jimi Hendrix
Senffarbenes Polyester-Mix-Shirt. Zerknitterte Front und Hemdaufschläge. Erworben auf der Londoner Portebello Road, etwa 1967.

Elvis
Graues Shirt getragen von Elvis. Auf dem linken Ärmel signiert von Elvis. Das Shirt war ein Geschenk an Barry Wheeler 1959, der mit Elvis in den selben Army Barracken in Deutschland stationiert war.

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Nachdem wir einen Imbiss - der sehr leckere war - zu uns genommen, die "Memorabilias" angeschaut hatten, machten wir uns noch auf zu einem Besuch des Kölner Doms, der sich nicht weit weg befand. Ein gigantisches Bauwerk und ein Hightlight der mitteralterlichen Architektur.

Die Steine zum Bau des Domes mussten von weit her transportiert werden.

* Sandstein aus Obernkirchen
* Trachyte aus dem Siebengebirge
* Trachyt vom Drachenfels
* Basalt aus Londorf
* Basaltlava aus der Eifel
* Muschelkalk vom Main
* Sandstein aus Schlaitdorf
(RL)
(Quelle: www.koelner-dom.de)

Langhausorgel
Mit der am 29. Juni 1998 eingeweihten neuen Langhausorgel ist die seit der Nachkriegszeit unbefriedigende Klangsituation des Orgelspiels im Dom behoben worden. An dem für einen gotischen Kirchenraum günstigen Standort am Beginn des Langhauses (von Osten aus schauend) wurde die Orgel in Schwalbennestform vor die nördliche Langhauswand gehängt. Sie ist von der Firma Klais aus Bonn, in Zusammenarbeit mit Dombaumeister Arnold Wolff entworfen und ausgeführt worden. Die Orgel besteht aus einem Rückpositiv, einem Hauptwerk, einem Schwellwerk und einem Pedal. 3963 Pfeifen können auf 53 Registern gespielt werden.
(RL)
(Quelle: www.koelner-dom.de)

Dreikönigenschrein
Der Schrein der Heiligen Drei Könige ist das größte, künstlerisch bedeutendste und inhaltlich anspruchsvollste Reliquiar des Mittelalters. Für die 1164 aus Mailand nach Köln gebrachten Gebeine der Könige wurde ab ca. 1190 bis um 1220 der Schrein von der Werkstatt des Goldschmiedes Nikolaus von Verdun und nachfolgenden Kölner und maasländischen Werkstätten gefertigt. Der künstlerische Schmuck besteht aus in Gold und Silber getriebenen, feuervergoldeten Figuren, Filigranplatten mit Steinbesatz (Edelsteine, Halbedelsteine, antike geschnittene Gemmen und Kameen) und Emailschmelz an Säulen, Bögen und Profilen. Das Bildprogramm umfaßt die Heilsgeschichte vom Anbeginn der Zeit bis zum Weltgericht. Nach der Flucht vor den französischen Revolutionstruppen 1794 war der Schrein um eine Achse verkürzt worden. Bei der letzten Restaurierung von 1961 bis 1973 wurde er weitgehend in der ursprünglichen Form wiederhergestellt. In mittelalterlicher Zeit war geplant, den Schrein in der Vierung des Domes aufzustellen. Heute erhebt er sich hinter dem mittelalterlichen Hochaltar und bildet so das Zentrum des gotischen Domes, der als steinernes Reliquiar für ihn errichtet worden war.
(RL)
(Quelle: www.koelner-dom.de)

Schmuckmadonna
Bevor 1991 der Mantel der Madonna erneuert und der Schmuck neu angeordnet wurde, war die Figur mit unzähligen Schmuckstücken dicht behängt. Seit langer Zeit ist es Brauch, diese Madonnenfigur im Kölner Dom mit Zierrat aus Gold und Silber zu beschenken. Neben einigen eigens hierzu angefertigten Votivgaben besteht der größte Teil des Schmucks aus persönlichen Schmuckstücken, wie Gold- und Perlenketten, kleinen Kreuzen, Ringen, Armreifen, Ohrschmuck und Uhren aus Gold. Erschüttert waren alle Gläubigen, als am 4.1.1969 die Scheibe vor der Madonna zertrümmert und ein Teil der Schmuckstücke geraubt wurde.
(RL)
(Quelle: www.koelner-dom.de)


Um 18:30 Uhr waren wir dann wieder zu Hause.

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Heute Abend waren wir zum Pokalspiel von Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld. Helga hatte zum ersten Mal wieder nach dem Umbau die neue Commerzbank Arena besucht, die an diesem Tag ausverkauft war. 55 000 Besucher. Mit von der Partie waren unsere guten Bekannten Henner und Bibo und ein Bekannter von Henner aus Bielefeld. Es war schon eine beeindruckende Kulisse in der Arena und dem entsprechend geil war auch die Stimmung.

Als wir vor dem Spiel unsere Plätze noch nicht eingenommen hatten und vor dem Aufgang zu unserem Block standen, kam ein Mann in einem Abstand von knapp einem Meter an uns vorbei, auf dessen Arm majestätisch und stolz das Maskottchen der Eintracht thronte: Attila der Adler. Ein wunderschönes Tier, dem das Getöse um ihn herum in keiner Weise zu stören schien.

Die Eintracht gewann das Spiel durch ein Tor von Ioannis Amanatidis mit 1:0 in der 16. Minute. Das bedeutet: BERLIN, BERLIN, WIR FAHREN NACH BERLIN zum Endspiel gegen St. Pauli oder Bayern München, die ihr Spiel morgen Abend in Hamburg am Millerntor austragen. Ich hoffe und wünsche, dass die Jungs aus Hamburgs Amüsier viertel die arroganten Bayern in die Wüste schicken. Ich denke, dass mein Freund JLK aus HH im Stadion sitzen oder zumindest vor dem TV zu Hause die Partie anschauen wird. Ihm hatten sie vor einigen Wochen im Zug die Brieftasche geklaut. Dabei auch unter anderem die Dauerkarte von St. Pauli. Scheiße!

Mittwoch, 12.04.2006

Heute Abend steht nun schon wieder das nächste Event an: Janis – Piece of my Heart. Eine Hommage an Janis Joplin – Rock theater– und die einzige Show in Hessen! Darauf hatten wir uns schon die ganze Zeit gefreut. Außerdem haben wir beide - nach unserem Ausscheiden aus dem Fußball club unseres Hattersheimer Stadtteils - endlich auch wieder die Zeit da zu gefunden, uns mit den kulturell / künstlerisch Aspekten unseres Lebens zu beschäftigen und uns nicht darum zu kümmern, welche Trikots brauche ich am Wochenende.

Nach unserem Ausflug nach Koblenz und Köln wurde uns beiden erst mal wieder so richtig bewußt, wie schön es sein kann, auch mal andere Dinge zu erleben, zu besuchen, zu genießen. Und: uns fehlt der Verein in keiner Weise. Und sollte es so sein, dann kann ich mich immer noch mit dem Thema Weilbach beschäftigen. Aber nicht zur Zeit und ob überhaupt ??? Die Zeit wird es zeigen.

Donnerstag, 13.04.2006

Das Rocktheater in der Jahrhunderthalle gestern Abend war der Hammer.
Nachdem die Schlange an der Abendkasse mit Tickets versorgt war, begann mit einer halben Stunde Verspätung der Event zu JANIS - PIECE OF MY HEART. Abgesehen von einer tollen Vorstellung der Marion La Marche, die eine derartige schauspielerische Leistung darbot, war es vor allem ihre Stimme, die die Leute in der Halle zu Szenenaplaus veranlasste. Und das nicht nur einmal. Es war der pure Wahnsinn. Letzten Sommer in Magdeburg beim DOORS Festival hatte ich schon eine sehr gute Interpreterin der Joplin Stimme gehört (Maggie McInthun von Kozmic Blues / Köln), aber diese Lady war göttlich.

Abzüglich der 20 minütigen Pause, fand die Vorstellung von 20:30 - 23:40 Uhr statt. Und das alles für 35 EUR pro Ticket in der bestuhlten ersten Reihe -Bühnenmitte - des Hochparketts.

Wer von Euch das Stück besuchen, sehen und selbstverständlich auch hören will, der besuche die Internetseite der Truppe: www.janisjoplin-show.de

Set-Liste:
1) Mercedes-Benz
2) Little Girl Blue
3) Cry Baby
4) Try – just a little bit harder
5) Kozmic Blues
6) Ball and Chain
7) Move over
8) One Night Stand
9) Me and Bobby McGee (Blues-Version)
10) Maybe
11) Piece of my Heart
12) Me and Bobby McGee (Original-Version)

Donnerstag, 20.04.2006

DOORS of Perfection Event in Illingen / Saarland

Am Samstag, 15.04.2006 traf mein Freund JLK mit Verspätung bei uns im hessischen "Romain wilderness of pain" ein. Sonntagmorgen gegen 09:30 Uhr machten wir uns dann auf die Reise nach Illingen im Saarland, um das dortige Doorsfestival aufzusuchen, welches von Sabine und ihrem Eventpartner Andy unter dem Motto DOORS OF PERFECTION stattfinden sollte. In Kaiserslautern stieg dann noch Jan-Erik Hubele und sein Freund Matthias (?) zu uns.

In Illingen angekommen war es dann auch nicht sonderlich schwer mit dem Navigator die Veranstaltungsstätte zu finden. Mitten im Herzen Illingens steht - zentral und doch naturnah - das Kulturforum Illipse. Landschaftlich ist die Illipse reizvoll eingebettet in den Burgpark mit dem idyllischen Wasserlauf der Ill.

Der architektonisch außergewöhnliche Bau wurde im Oktober 2001 eröffnet. Der Bau überzeugt durch klare Architektur und edle Materialien. Architektonisches Markenzeichen ist die elliptische Form.

Durch das lichtdurchflutete, mit einem ovalen Oberlicht versehene Treppenhaus kommt der Besucher in das großzügige Foyer mit einladender Theke. Besucher loben das Flair des Saales, der sich für Musik- und Theaterveranstaltungen ebenso eignet, wie für Firmenfeiern und Kongresse, für alle, die das Besondere lieben.

Bis zu 500 Besucher finden hier Platz, weitere 100 Personen auf der Empore. Die Bühne mit 5 Zügen, Leinwand und ausfahrbaren Treppenstufen bietet beste Vorraussetzungen für Veranstaltungen aller Art.

Die Bands waren schon beim Soundcheck und es herrschte ein chaotisches Durcheinander. Aber das kenne ich von vielen Event's her. Wer ist der nächste auf der Bühne. Wie stellen wir die Anlage und so weiter. Das ist auch bei HOT STUFF und den QUIETSCHBOYS (die Bands, bei denen ich mithelfe) nicht anders. Auch die DOORS Experience aus Österreich waren schon anwesend. Ich unterhielt mich längere Zeit mit deren Fotografin Waltraud. Über was? Nun, über das Fotografieren... das Fotografieren... und nochmals über das Fotografieren. Wir lernten Sabine (Veranstalterin) endlich auch mal persönlich kennen, die wir bis dato nur vom Telefon und Emails her kannten. Darryl Read war auch schon anwesend und Jochen Maaßen mit Partnerin und Hans Bezemer kamen dann auch noch und bauten ihren Bücherstand im Foyer auf.

Die DOORS Experience waren noch etwas platt von der anstrengenden Reise und mit einer längeren Verspätung begann dann da Event oder das was wir uns alle gewünscht hatten. Aber wie so oft: es kommt vieles anders im Leben als geplant, organisiert und gewünscht. So war es auch in Illingen: es fehlten die Zuschauer.

Ich habe lange gezögert, ob ich den Bericht so schreiben soll wie es sich im Endeffekt zugetragen hat, oder ob ich das mit den Zuschauern überspringen soll. Aber ich denke, dass mir Sabine, JLK und alle anderen Betroffenen verzeihen werden, wenn ich hier die wirkliche Geschichte niederschreibe.

Es waren leider nur wenige Karten im Vorverkauf an den Mann und die Frau gebracht worden; und mehr wurden es auch nicht während des ganzen Event's. Woran es lag? Das kann weder ich noch irgendein anderer der Anwesenden, Musiker, Veranstalter sagen. Es lag weder an Sabine, noch an ihrem Partner Andy, noch an den Bands, noch an der Werbung. Es war einfach unbegreiflich, dass in einem Ort wie Illingen - wo eh nix geboten wird außer mal 'ner Blaskapelle oder irgendeinem Schnulzensänger / -einer -sängerin - nicht ein paar mehr Leute zu bewegen waren, dem Aufruf zum Event zu folgen. Es war einfach nur traurig, zumal Sabine und Andy jetzt auch noch ein paar Schulden abbezahlen müssen und nicht wissen wie sie das Geld auftreiben sollen. Im Nachhinein habe ich dann im Laufe des Abends auch mehrmals zu Sabine gesagt, dass vielleicht der Ort an für sich falsch gewählt wurde. Aber wer sollte das schon im voraus wissen und beantworten. Auch hatte ich und JLK Sabine noch geraten die DOORS Experience zu verpflichten, das sie eigentlich immer und überall bisher als Zugpferd für eine Menge Zuschauer gesorgt hatten. Zu nennen ist da im Besonderen der Heidelberger Schwimmbad Club, das Objekt 5 in Halle, das Feast of Friends-Festival 2005 in Heyrothsberge bei Magdeburg, um nur die deutschen Schauplätze der Band aus Österreich zu nennen.

Über die Bands kann und will ich nicht viele Worte verlieren, da es auch für sie nicht einfach war vor einer leeren Halle auf der Bühne zu stehen. Positiv für mich: CHANGELING aus Mainz mit einem stimmlich guten Sänger, die ich das erste Mal live erleben durfte. PURPLE LEGION fand ich auch nicht schlecht, zumal deren Keyboarder eine originale Gibson G101/Kalamazoo K101-Orgel und den FENDER Rhodes Keyboard Bass spielte. Auch deren Sänger war okay.

Zu Marco und STONED IMMACULATE ist es nicht so einfach für mich die richtigen Worte zu finden, zumal Marco übernervös war, ebenfalls vor leerer Halle spielen mußte und als "DOORS-Opener" auch nicht gerade das große Glückslos gezogen hatte. Nicht nur ich fand den Gitarristen und Drummer ganz passabel (hart an euch arbeiten, Jungs), aber die beiden werden die Band auch wieder verlassen (was man so hörte?!). Der Keyboarder mühte sich, aber wer keinen Bezug zu den DOORS hat, für den ist es schier unmöglich einen emotional auch akzeptablen Sound aus dem Tasteninstrument zu locken. Entschuldigend kommt noch da zu, dass er sehr jung war und auch noch nicht allzu lange Zeit hinter einem Keyboard sitzt. Das war der allgemeine Trend der "Experten". Zu Marco: meines Erachtens (und auch hier war ich nicht allein!) versuchte er zu viel Jim zu geben, was aber gerade durch sein dauerndes "Herumgehüpfe" und in dauernder-bewegender-action-sein-wollen total mißlang. Auch bin nicht nur ich der Meinung, dass er zu sehr darauf fixiert ist, seine Stimme und sein äußeres an Jim Morrison anzugleichen. Nochmals (und es ist KEIN Lostreten von irgendwelchen Grabenkämpfen!!!): mir gefällt er als Rocksänger (mit der ACDC-Coverband "ADAC" und seiner eigenen früheren Band besser.) Was dann Jochen Maaßen und Darryl Read noch fast aus den Stiefeln haute war (was ich ihm, Marco, aber auch schon immer versucht habe zu erklären), dass er sich von seinem Gitarristen als Marco Morrison vorstellen ließ. Jochen meinte nur: das ist nur noch peinlich und purer Größenwahn. Sorry, Marco, aber ich bin nur ehrlich. Und Du wolltest auch nur eine ehrliche Meinung von mir haben.

Zu den DOORS Experience: Enttäuschend war für sie bestimmt auch die leere Halle. Ärgerlich war für Klaus, dass Getränke in und über das Keyboardequipment geschüttet, ein Gitarrenständer vom Sänger der Gruppe VOID in das Keyboard geschleudert wurde, die Räucherstäbchen von Klaus einen anderen Besitzer gefunden hatten. Trotzdem haben sie versucht das Beste aus der Situation zu machen und den paar Leuten eine passable Show zu bieten. Klaus bewies wieder einmal seine geniale Tastenarbeit, Rene sein Können an der Gitarre, Christoph seine Schlagzeugsicherheit und Martin seine Bassläufe. Jason gab sich sichtlich Mühe, seinen Frust wegen der nicht gut ausgerichteten Soundqualität des Mannes am Soundboard zu überspielen, was auch Klaus tierisch auf die Nüsse gegangen sein mußte, denn er gab es irgendwann einfach auf, dem Mann am Mixer durch Zeichensprache zu verstehen zu geben, dass er mit der Monitoreinstellung an seinem Tastenequipment mehr als zufrieden war. Störend war auch, dass ein besoffener Gast laufend auf der Bühne herumsprang, Jason das Mikro entwand, um unkontrollierte Grunzlaute loszuwerden.

Zum Schluß meines Berichtes:
tausend Dank an Sabine und ihr Team, die sich wirklich alle erdenkliche Mühe gemacht hatten. Ihr ALLE seit nicht schuld daran, dass das ganze in einem derartigen "Fiasko" endete. Und: Sabine, laß Dich nicht entmutigen, sondern denke daran, dass Du auch wirkliche Freunde gefunden hast, trotz allem Nebel der zur Zeit noch über allem sein Netz gelegt hat.

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The RIDERS ON THE STORM in Frankfurt

Nach Berlin und Dortmund kamen die STURMREITER am Ostermontag, 17. April 2006 auch in die Jahrhunderthalle des Frankfurter Stadtteils Höchst.

Mittags fuhren wir - mein Freund JLK und ich - zur Halle, um eventuell ein paar Fotos mit der Band zu schießen oder ein paar persönliche Autogramme zu ergattern. Da zu hatten wir extra unsere DVD's der DOORS of the 21st CENTURY (wie sich die Band vor der von John Densmore gerichtlich erzwungenen Namensänderung nannte) mitgenommen. Im Backstagebereich der Halle stand der Materialtruck, der einem gigantischen Flyingcase glich. Unten an der Zufahrtsstrasse der Halle stand der Tourbus mit englischem Kennzeichen. Aus der Halle klangen Musikfetzen, die wir beide als typischen Sound der RIDERS identifizierten.

Ich fragte einen Ordner, ob die Band schon beim Soundcheck sei. Er meinte, dass nur ein Teil der Band da sei. Ein Stagehelfer gab mir dann wieder zur Antwort auf selbige Frage, dass von der Band noch niemand da sei, sondern der Soundcheck zu dieser Zeit allein von den Technikern der RIDERS ON THE STORM gefahren werde. Ein dritter Typ (freundlicher + mindestens über 100 Kilo schwerer Farbiger mit freundlichen Augen) meinte dann noch, dass von der Band NIEMAND anwesend sei, sondern diese erst gegen 16:00 - 17:00 Uhr zum Soundcheck erwartet werde. Später stellte sich dieser Typ als Merchandising-Verkäufer heraus, der in der Halle an einem Stand T-Shirts der RIDERS für 25 EUR (oder nach alter Rechnung 50,00 DM !!!) an den Mann und die Frau brachte. Nicht nur ich fand das schlicht und einfach WUCHER.

Nun gut, was nun machen, denn ein Blick auf meine Uhr zeigte erst ca. 13:30 Uhr an. Sollten wir heimfahren, dann ärgerten wir uns bestimmt über die vertane Chance. Blieben wir; keine Ahnung wie lange es dauern würde. Der T-Shirt-Verkäufer hatte noch gemeint, dass wir uns an Rick, den Stagemanager halten sollten. Er hätte einen grauen Bart und einen Irokesenschnitt. Als nun ein älterer Mann aus der Halle kam, mit grauem Schnurrbart, grauen langen Haaren, die zum Pferdeschwanz gebunden waren und im Tourbus verschwand, hatten auch JLK und ich sofort erkannt, das wir diesen Rick verpaßt hatten. Gegen 16:00 Uhr begann dann der Busfahrer die Scheiben des Busses zu säubern, sein Navigationsgerät einzustellen (so kam es mir zumindest vor) und bearbeitete dann sein Notebook. Ca. 16:30 Uhr kamen dann die Stagehands aus der Halle und begannen mit einem Fußballspiel und es sah aus, als würden die Mitglieder der Band jeden Moment aus der Halle kommen, in den Tourbus steigen und nochmals bis zum abendlichen Auftritt ins Hotel fahren.

Gegen 16:45 Uhr kam dann ein schwarzer Van mit Hamburger Kennzeichen die Auffahrt entlang, fuhr die Rampe zur Halle empor und hielt direkt einen Meter vor dem Zugang zu den Garderoben. Und nun brauche ich ja euch allen nicht die Frage zu stellen wer aus diesem Fahrzeug ausstieg. Ja, es war die komplette Band: Ray Manzarek, Robby Krieger, Ian Astbury, Ty Dennis und Angelo Barbera. Ehe wir es richtig kapiert hatten waren sie auch schon im Inneren der Halle verschwunden. Mit wehenden Fahnen und riesig erfreut machten wir uns wieder nach Hause, um uns um zuziehen und meine Frau Helga abzuholen, die mit auf's Konzert kam.

Gegen 18:00 Uhr fuhren wir dann wieder zur Jahrhunderthalle, die von unserer Wohnung ca. 10 - 15 km entfernt ist. Um 18:30 Uhr wurde die Halle geöffnet. Im Foyer trafen wir uns dann noch mit unseren Freunden Rosi und Jürgen aus Frankfurt und deren guten Bekannten Hans. Wir trafen auf Kurt Friedrich, den Autor des Romans L.A. Woman - Anna, Jim Morrison und die andere Seite des Morgens. Wir trafen auf den Sänger der Gruppe CHANGELING, auf Thomas (im Forum nennt er sich werbaer) aus einem Ort bei Kaiserslautern. Wir trafen auf Sabine, die eine lange schlaflose Nacht hinter sich hatte und direkt aus Illingen angereist war, auf Marco von STONED IMMACULATE und einige mehr.

Um kurz vor 20:00 Uhr begaben wir uns dann zu unseren Plätzen, denn um diese Zeit sollte der Gig der RIDERS beginnen. Aber es gab eine Verzögerung aus mir unbekanntem Grund.

Punkt 20:30 Uhr ging dann das Licht aus, das Intro von Carl Orff's Carmina burana erklang, die Band betrat unter frenetischem Jubel der Zuschauer in der sehr gut besuchten Halle die Bühne und los ging es mit Roadhouse Blues, wie bei fast allen Konzerten der Band. Auch seinerzeit in Bonn war es der Eröffnungssong.

Es ging Schlag auf Schlag und ehe ich mich recht versah war das Konzert nach zwei Zugaben auch schon zu Ende. Ich hatte die fast zwei Stunden wie in Trance erlebt und die Zeit in keiner Weise gespürt.

Zum Konzert selbst:
Negativ:
1.
die Band war tierisch laut und ich fand sie seinerzeit in Bonn besser, freundlicher und agiler.
2.
Ray brachte fast die gleichen Sprüche wie in Bonn und auf den viele Bootleg-CD's, die ich inzwischen von der Band besitze.
3.
Ein Fan, der vor der Bühnenabsperrung vor Manzarek stand, ließ von einem Ordner eine LP zum Signieren vor Ray auf den ausgelegten Teppich legen. Nach Ende des Titels stand Ray auf, hob die LP vom Boden auf und schleuderte sie wie einen schmutzigen Lappen ins Publikum. Der Fänger der LP hat sich vielleicht gefreut, denn man konnte nicht erkennen, um welche LP es sich handelte und ob sie einen materiellen oder persönlichen Wert darstellte. Ich fand das peinlich und ziemlich arrogant vom Keyboarder und Mitbegründer der ehemals legendären DOORS.

Positiv:
1.
Ian war stimmlich besser als seinerzeit in Bonn, mußte sich aber wegen der enormen Lautstärke ganz schön die Seele aus dem Leib brüllen.
2.
die Band spielte einen ihrer neuen Songs "EAGLE", der mir sehr gut gefiel

Alles in allem ein nettes Konzert und in Bonn fand ICH sie deutlich besser.

Allgemein:
1. Für mich sind die DOORS am 03. Juli 1970 mit dem Tod von Jim Morrison gestorben. Punkt!
2. Für mich ist das eine neue Band mit zwei Mitgliedern der Originalbesetzung. Punkt!
3. Für mich werden Ray und Robby wissen, warum sie sich ausgerechnet für Ian Astbury als Sänger entschieden haben. Punkt!
4. Für mich haben sich Ray und Robby auch für Ty Dennis an den Drums entschieden, der ein tierisch guter Rockdrummer ist, aber für die Songs der DOORS meines Erachtens zu hart und powerfull spielt. Punkt!
5. Für mich hat sich Ray gegen den FENDER Rhodes Keyboard Bass entschieden und sie haben den Bassisten Angelo Barbera in die Band geholt, ein wirklich guter Mann. Punkt!

Es nützen auch die zum zigtausenden Mal geführten Diskussionen nichts an der Tatsache, ob sich Jim heute im Grab rollen würde, wenn er das sehen und hören könnte, wie es der Sänger von CHANGELING - Erik Klingenberg - nach dem Konzert JLK mitteilte, nachdem Jürgen ihn nach seiner Meinung fragte. Es nützt auch nichts immer wieder die Frage zu stellen, ob ein anderer Sänger besser gewesen sei oder nicht.

Ich für meinen Teil habe nach dem Gig in Frankfurt das Gefühl, dass Ray und Robby nach einem Titel von Frank Zappa handeln: We're Only in It for Money.

Sorry an alle, die anderer Meinung sind.
Sorry an alle, die einen anderen Bericht von mir erwartet haben, aber ich habe mir extra bis heute mit meinem Bericht Zeit gelassen, denn er sollte so neutral als möglich sein und nicht durch die rosa Fanbrille geschrieben werden, die ich sonst sehr oft auf hatte und habe. Ich denke auch, dass JLK etwas erstaunt über diesen Bericht sein wird. Aber ich werde es von ihm erfahren.

Alles in allem:
Doorslieder gehört.
Einem immer besser werdenden Robby Krieger gelauscht.
Knapp zwei Stunden trotzdem in Trance gewesen. Aber vielleicht lag das auch am Tabak...

Ca. 00:15 Uhr waren wir dann wieder zu Hause, nachdem noch ein paar "heiße" Diskussionen im Foyer geführt wurden.

Freitag, 21.04.2006

Exposed To You
Lyrics: Gary Floyd
Music: Sister Double Happiness

Ever since the first time
Baby I laid eyes on you
You were like a light in darkness
You were, you were like my light
Oh baby come back
You were my very life
Now I've lost my grip on things
Oh baby I've lost my mind
I never give my heart away
I learned from that pain long ago
But somehow you've reached into me
Exposed to you, I can't run away
Oh baby come back
You were my very life
Now I've lost my grip on things
Oh baby I have lost my mind
Every night I lay down dreaming
And I feel you near me
Then I awake and find you've gone away
And I miss you
I miss you
It was very hard for me
To see you with another guy
And as you walked away from him
You smiled at me
You said next in line
Oh baby come back
You stole my very heart
And now that you have gone away
I find it hard to make a new start
Oh baby come back
You were my very life
Now I've lost my grip on things
Oh baby I have lost my mind

Übersetzung:

Gernot !

Ich höre du hast eine Gesundheitsschlacht gekämpft - ich höre auch, du bist am gewinnen - darum freue ich mich sagen zu können ,,Weiter so!"

Ich bin immer glücklich zu erkennen, dass wir Gesundheitsprobleme überwinden können - dein Bruder sagte, dass du was von meiner Musik gehört hast. Ich bin stolz zu wissen, dass du etwas von dem Zeug magst, das ich mit verschiedenen Bands gemacht habe.

Hey - SEI fröhlich - SEI gesund !

Ich treffe dich, wenn ich nach Europa zurückkomme !

Bis dahin - alle Segenswünsche - für dich

von

Gary Floyd
San Francisco, Calif
April 8 - 2006


Halt das Ding von mir fern
(Betrifft die Fahne durch seinen Körper)

Diesen Brief hat mir der amerikanische Musiker Gary Floyd über meinen Bruder zukommen lassen. Und ich kann sagen, dass ich auf solch eine Geste nicht vorbereitet war. Es erfüllt mich mit Stolz und Freude immer wieder in meinem Leben auf Menschen zu stoßen, denen das Schicksal anderer nicht am Arsch vorbei geht und die noch den Charakter haben, dies Gefühle ihren Mitmenschen gegenüber auch zu offenbaren. Danke Gary Floyd. Danke Deinem Herzen und Deiner Ehrlichkeit.

Aber Gary bestätigt mir auch wieder einmal zum x-ten mal, dass künstlerisch begabte Menschen eben und "Gott sei Dank!" anders gepolt sind als manch einer dieser ganzen Otto Normalverbraucher in ihren grauen Flanellhosen, weissen Socken und "an nichts Interesse".

Ich werde bis zu meinem Tod ein Kind der Revolution bleiben. Und nach meinen ganzen Erkrankungen noch mehr.

Und:
ich verachte Menschen immer mehr, die anderen nicht vergeben können und somit von der eigenen Sch.... ablenken, die sie selbst mit heraufbeschworen haben. Ich meine jetzt niemanden besonderes damit, denn mein Leben ist gefüllt von solchen Personen die nach dem Titel eines Italo-Western leben: Gott vergibt, Django nie! Sollen sie. Es ist ihr Ding. Aber ich glaube, dass jeder Mensch das erntet was er gesät hat. Buddhistisch gesehen: das Prinzip von Ursache und Wirkung.

Auch wenn sich alle Welt das Maul zerreißt wegen mir, meinem Tagebuch, meinem Leben, meiner Vergangenheit, dem kann ich nur sagen: wer OHNE Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Ich glaube, das wird ein schönes Splittern und Scheppern geben.

+++++ +++ +++++

Und für alle, die sich darüber auch immer wieder mal das Maul zerreißen müssen:
ich war heute wieder einmal in der Uniklinik zu meiner Krebsnachsorge. Und da viele damit eh nichts anfangen können: es ist immer wieder geil und man könnte fast abspritzen wenn nicht so viele Leute dort rumhängen würden. Und da ja viele Spieler und Zocker auf dieser Seite rumschnüffeln: spielt doch einfach ab und an mal Russisch Roulette, denn dann bekommt ihr ein ungefähres Gefühl darüber wwie es so ist, wenn man mit Krebs (egal ob überstanden oder noch akut!) leben muß...

Und für alle, die mit dem Game nix anfangen können:

Russisches Roulette besteht darin, in einen Trommelrevolver eine oder mehrere Patronen zu laden und diesen sich an die Schläfe haltend abzudrücken, wobei die „Spieler“ vor dem Abdrücken entscheiden dürfen, ob sie an der Trommel drehen. „Gewinner“ ist derjenige, der überlebt oder länger durchhält (wenn der andere aufgibt). Dieses „Spiel“ kann man auch mit mehreren Leuten „spielen“.

Der Antikriegsfilm "Die durch die Hölle gehen" (engl. The Deer Hunter) nimmt sich diesem Thema in besonders drastischer Darstellungsweise an, indem mehrere solcher Szenen mit derartigen „Spielen“ gezeigt werden, wo außerdem Zuschauer Geld auf den Tod der Spieler wetten.

Der Begriff wird umgangssprachlich meist dafür verwendet, besonders risikoreiche Maßnahmen zu ergreifen, deren Ausgang ungewiss ist.

In der Mathematik bezeichnet russisches Roulette eine Technik der Monte-Carlo-Integration.

Bedingt durch deren Funktionsweise kann Russisches Roulette ausschließlich mit Trommelrevolvern oder ähnlichen Waffen gespielt werden, Pistolen oder vergleichbare Selbstladewaffen mit Munitionszuführung über ein Magazin führen zum unweigerlichen Ableben des ersten Spielers.

Eine Abwandlung dieses „Glücksspiels“ ist das „Russische Eier-Roulette“. Bei diesem Spiel werden sowohl hart gekochte als auch rohe Eier benötigt. Der Teilnehmer wählt, ohne zu wissen, ob es roh oder gekocht ist, ein Ei aus und schlägt es sich auf die Stirn oder den Kopf.

Montag, 24.04.2006

Danke meiner Onkologin für die gute Nachricht. Es sind immer ein paar Tage der Nervosität bis das Ergebnis feststeht. Kann nur hoffen, dass das Ergebnis nicht mal wieder umschlägt. Aber da zu hat mir Frau Dr. G. einen Satz über eine andere, mir bekannte Person gesagt, die im Juni 2005 (?) an Krebs verstarb, den ich nie vergessen werde: sie konnte nicht loslassen. Ich habe mir so viele Gedanken um diesen Satz gemacht und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich meine Antwort darauf gefunden habe.

Dienstag, 25.04.2006

Habe mich heute da zu entschlossen, meine Seite wieder online zu stellen. Zu viele Menschen, die mir etwas bedeuten und die immer ehrlich, aufrichtig und auch kritisch zu mir waren, haben mich da zu aufgefordert. Nun gut, das ist die eine Seite des Talers. Die Rückseite sieht so aus, dass es mir wirklich egal ist, ob sich jemand deswegen das Maul zerreißt und mit mir nichts mehr zu tun haben will. Mir persönlich sind echte Freunde tausendmal lieber, als Leute ohne Rückgrat. Dies geht wieder an niemanden bestimmtes. Jeder muß für sein Handeln selbst die Verantwortung tragen.

Mai 2006

Donnerstag, 04.05.2006

Am Freitag, 28.04.2006 mit den QUIETSCHBOYS in der HALLE2 in Hanau gewesen. Ging mal wieder gewaltig die Post ab, als die Jungs ihr Show programm abspulten. Nicht nur für mich ist diese Band ein Phänomen, die es immer wieder schaffen, die Hallen und Clubs zu füllen.

Am Samstag, 29.04.2006 war ich nach Aschaffenburg gefahren, um mir das Konzert von Randy Hansen anzuschauen. Im Colossaal hatte ich mich an diesem Tag auch mit meinem Jimi Hendrix Fan Frank S. verabredet. Mir war Frank auf Anhieb sympathisch. Er war Rollstuhl fahrer und seine Augen verrieten mir, dass er gelernt hatte mit diesem Handicap ganz gut umzugehen. Dies hatte sich dann auch für mich bestätigt. Er brachte mir eine Papiertüte mit, die mit kostbaren Bootleg von Hendrix gefüllt war. 7 CDs und eine DVD mit Aufnahmen von Jimi's Besuch in Paris. Geil!!! Randy Hansen lies in gewohnter Manier seine Gitarren saiten erklingen und jagte ein Stakkato nach dem anderen in den - nicht ganz ausverkauften - Colossaal.

Am Sonntag, 30.04.2006 ging es musikalisch gleich weiter. HOT STUFF hatten einen Gig im Culture Club in Hanau-Wolfgang. Wir mussten nur schon um 15:00 Uhr zum Sound check im Club sein, da vor uns noch ein Künstler auftreten sollte, dessen Veranstaltung ebenfalls mit "sold out" gekennzeichnet war. Da HOT STUFF Abends dann erst um 22:00 Uhr ihren Auftritt hatte, fuhr ich mit dem Keyboarder Jörg in sein neues Haus, das er sich mit seiner Lebensgefährtin vor kurzem angemietet hatte. Beide erwarten jeden Tag ihr Baby. Ich mag beide sehr, denn sie haben so eine ruhige Art an sich und man fühlt sich in ihrer Umgebung immer recht wohl.

Am Mittwoch, 03.05.2006 hatte ich von einem Bekannten eine Eintrittskarte für das Bundesliga spiel Eintracht Frankfurt - 1. FC Kaiserslautern geschenkt bekommen. Das Stadion war mit 50 000 Zuschauern ausverkauft und beide Vereine trennten sich nach 90 Minuten mit 2:2 Unentschieden. Es war okay, denn jede Mannschaft konnte eine gute Halbzeit jeweils für sich verbuchen.

Am Samstag, 06.05.2006 war ich wieder im Colossaal in AB, um das Konzert der DOORS OF PERCEPTION aus Berlin anzuschauen. Mit mir fuhren Rallo der Quietschboy Drummer und seine Freundin. Rallo hatte früher mit Torsten, dem Gitarristen der DOP in einer Band namens HEAT gespielt. Und in dieser Band mischten auch Ina, die Sängerin und der Bassist Marcus von HOT STUFF mit. Das zum Thema "so klein ist die Welt". Torsten hatte uns drei auf die Gästeliste gesetzt und so sparten wir den Eintritt. Im Colossaal trafen wir dann noch auf meine Frankfurter Freunde Jürgen und Rosi D. mit ihrer Tochter Sonja und der französischen Austausch schülerin, die zur Zeit bei ihnen lebte.

Nicht nur ich fanden die DOORS OF PERCEPTION oder kurz DOP genannt an diesem Abend so richtig geil. Sie nehmen jetzt bei meinen DOORS Bands zusammen mit den DOORS Experience aus Österreich und den Bootleg DOORS aus den Niederlanden die Plätze eins bis drei ein ohne jegliche Favorisierung einer bestimmten Band. Sie sind alle drei genial.

Am 05.05. hatte ich mir auch noch Sorgen um meinen Freund JLK aus HH gemacht, dem es an seinem Geburtstag am selben Day nicht so gut ging. Gott sei Dank hat sich das aber alles wieder eingerenkt. Helga und auch ich haben in JLK einen wirklichen Freund gefunden, der in seinem Leben schon einiges erlebt hat und darüber Karl May in seinen Werken übertreffen könnte, wenn er endlich mal dem Rat seiner Lebensgefährtin folgen und seine Erlebnisse zu Papier bringen würde. Oder mit diesen Geschichten die Tastatur seines Computers zu füttern.

Donnerstag, 18.05.2006

Am Sonntag, 14.05.2006 hatte ich über die Band AD AC die Möglichkeit, in der Commerzbank Arena beim Spiel der FRANKFURT GALAXY - AMSTERDAM ADMIRALS zu fotografieren.

Nun, normalerweise kann das jeder. Ich hatte aber die Möglichkeit, das Stadion von innen zu sehen. D.h. ausgestattet mit einem Parkausweis für die Tiefgarage unter der Arena und ausgestattet mit einem Backstageausweis, der mir fast alle Möglichkeiten der Besichtigung und des Fotografierens offen ließ, konnte ich das Innenlebe der Arena in Augenschein nehmen. Und es war hoch interessant.

Das Management von AD AC - wie die Buchstaben schon erahnen lassen eine AC DC-Coverband - hatte der Band diesen Auftritt besorgt. Die Jungs spielten vor und nach dem Match der Footballer ein paar Nummern. Es war auch für die Band der erste Gig vor so vielen Menschen. 31.769 - um es genau zu sagen.

Es war schon verdammt interessant für mich zu erfahren, welch eine Arbeit hinter den Kulissen so eines Spieles abgeleistet werden muß. Für manche Leute begann das schon morgens um 08:00 Uhr.

Ich konnte mich überall relativ frei bewegen und auch meine Aufnahmen schießen. Tabu waren nur die Spielerkabinen, die VIP-Räume und die Pressekonferenz. Es gab ein gutes Catering und in Mengen zu trinken. Auch lernte ich einige Medienvertreter kennen und traf alte Fotografen und Presseleute aus meiner Zeit bei den Frankfurt Lions.

Während des Spiels der beiden Footballtimes - welches im übrigen die Admirals mit 17:12 für sich entschieden - gesellte sich auch der Sänger Wolfgang Niedecken zu uns, der den Abend mit seiner Gruppe BAB beenden sollte. Wolgang ist ein sehr netter Zeitgenosse ohne jegliche "Star-Allüren" oder Arroganz.

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Morgen früh (Freitag, 19.05.2006) habe ich erst einmal eine Röntgentermin bei meinem Urologen, da er beim letzten Termin vor ein paar Tagen einen Leistenbruch bei mir festgestellt hat. Schöne Scheiße!
Am selben Tag geht es dann mit HOT STUFF nach Bayreuth, wo wir abends einen Gig beim Maisel's Weissbierfest 2006 haben. Danach ins Hotel, denn am Samstag, 20.05. geht es weiter nach Bückeburg in Westfalien. Nach einer weiteren Übernachtung treffen wir dann erst im Laufe des Sonntags wieder zu Hause ein.

Werde mich auch aus dem deutschen DOORS Fanclub zurückziehen und auch wahrscheinlich nicht nach Magdeburg fahren. Das werde ich mir in den nächsten Tagen mal intensiver durch den Kopf gehen lassen. Auf die Gründe gehe ich diesmal nicht öffentlich ein, denn die letzte Sache mit dem FCE hat mich Kraft genug gekostet.

Ich habe in der DOORS Gemeinde meine Freunde gefunden, mit denen ich auch weiterhin einen engen Kontakt pflegen werde und die mich einfach so nehmen und verstehen wie ich bin. Ich bin froh darüber, ein paar Menschen kennengelernt zu haben, die ich nicht mehr missen möchte. Dank dabei ganz speziell an JLK (wir sind Freunde geworden!), Kai (mein ausgeflippter Chaot und Bruder!), Anna (meine platonische Freude!), Iris, Sabine, Jan-Erik, Darryl Read, Marco.

Dienstag, 23.05.2006

Gegen 16:30 Uhr am Sonntag war ich endlich wieder zu Hause, nachdem ich mit HOT STUFF seit Freitag Mittag "on the road again" gewesen bin.

Der Gig am Freitag, 19.05. in der Maisel Brauerei in Bayreuth war geil. Wie immer große Stage, wie immer eine Menge Leute. Ich schätze Abends ca. 8 000 bis 10 000 auf dem ganzen Gelände; inklusive der riesigen Lagerhalle mit Bühne. Mit HOT STUFF spielte eine Phil Collins Coverband aus Köln, die mir persönlich sehr gut gefiel. Wie sich dann am nächsten Morgen im Frühstücksraum unseres Hotels herausstellte, waren sie im gleichen Gästehaus wie wir untergebracht.

Die Fahrt am Samstag, 20.05. nach Bückenburg in Westfalen war wegen des beschissenen Wetters Bullshit. Fast die ganze Fahrt von fast 500 km Regen... Regen... Regen. Sauwetter!!!

Auch in Bückenburg - wo die Band zum Geburtstag einer Kneipe spielen sollte (und dann auch auftrat): nichts als Regen... Regen... Regen. Scheißwetter!!! Das schlug sich dann auch auf die Besucherzahl um. Nur etwa 100 - 150 Leute hatten den Veranstaltungsort aufgesucht. Aber es hatte zu mindestens kurz vor dem Gig aufgehört zu regnen.

Während des Sound checks rief mich dann Sabine, die deutsche Managerin von Darryl Read an und teilte mir mit, dass ich nach Spanien fliegen und Fotos für Darryl schießen sollte, der zur Zeit in Alicante mit Ben Becker und anderen einen Spielfilm unter deutscher Regie und Produktion dreht. Der Haken an der Sache war nur, dass ich für den Flug, das Hotel und die Verpflegung selbst aufkommen sollte. Für die Verwertung der Bilder sollte ich 50% des Gewinns erhalten. Ein verlockendes Angebot, dass mich sehr freute. Zum einen bestätigte es endlich meine Arbeit als Konzertfotograf ("Ich finde die Bilder geil", lautete Darryls Aussage, nachdem er meine Fotos von seinem Auftritt in Illingen gesehen hatte. "Gernot hat ein sehr gutes Auge für die Lichtverhältnisse und den richtigen Moment, den Auslöser zu betätigen.") Ja ja, das hatte mir geschmeichelt.

Nun gut, am Sonntag Abend hatte ich dann noch ein langes Telefonat mit Sabine, um einige Dinge meinerseits zu klären. Sie wollte nochmals deswegen mit Darryl telefonieren. Bin mal gespannt was da herauskommt. Das Hauptargument sind die Kosten der Vorfinanzierung, denn Darryl wollte mich die ganze Zeit dabei haben, und ich sollte Aufnahmen von ihm während des Dreh sets schießen.

Donnerstag, 25.05.2006

Am Dienstagabend kam eine SMS von Sabine, dass das Filmprojekt in Spanien erst mal um drei Monate verschoben wurde, da Darryl ein paar problems mit dem Hotel und den Laiendarstellern hatte. Für Sabine, die schon fast im Zug nach Köln saß, um vom Flughafen Köln/Bonn nach Spanien zu fliegen, war das auch ein Schock. Aber so ist es halt: das Leben. Nun gut, da kann man nix machen.

Aber wie mir Sabine am Mittwoch dann bei einem wieder etwas längeren Gespräch berichtete, muß es da in der Gegend des Drehortes bei Alicante etwas turbulent abgegangen sein. Aber wie sie mir auch berichtete, ist Darryl sehr begeistert von meinen Aufnahmen von ihm. Aber er wird auch in der nächsten Zeit in seinem Haus in Deutschland sein. Da will ich dann mal mit Sabine hinfahren und auch ein paar fotografische Fragen klären, die mir noch "auf der Seele brennen".

Es freut mich persönlich sehr, dass sich die teure Cameraausrüstung so poe a poe immer mehr lohnt. Und positive "Bewertungen" habe ich in der letzten Zeit genug erfahren:

Hallo Gernot,
erstmal vielen Dank für Deine hervorragende Arbeit und die Veröffentlichung der Pics.
Die Bilder aus der "Arena" sind Klasse geworden.
Ich freue mich Dich kennengelernt zu haben, und hoffe das wir uns in Zukunft öfter über den Weg laufen.

BTW ... Nicht nur Deine Shots sind Spitze, sondern auch Deine Homepage!
Greetz
Mike von AD/AC

+++++ +++ +++++

Marco aus da, wo Rock Music is' schrieb am 15.Mai 2006 um 21:44 Uhr:
Homepage: http://www.stoned-immaculate.de

wow!!! Die Fotos von gestern in der Frankfurter Commerzbank Arena mit meiner Band "AD/AC" von Dir sind einfach nur spitze!!! Sehr schön das Foto von uns mit Rene Weller...
Auf weitere Zusammenarbeit in Zukunft!!!
Nette Grüsse, Marco

Auch die Fotos von Illingen sind sehr gut geworden, danke!

+++++ +++ +++++

Hey Gernot!
Muchas gracias für die geilen Pics unseres Konzertes in Aschaffenburg - YOU ROCK!!
Kick it & Beste Grüße
Torsten
THE DOORS OF PERCEPTION

Na ja, damit kann man leben. Ich sehr...

Tagebuch Juni 2006

Mittwoch, 14.06.2006

Am 03. Juni sind Helga und ich in die Dortmunder Gegend gefahren. Julia F. hatte uns beide zu ihrer Hochzeit eingeladen. Sie hatten am 01. Juni standesamtlich in Hattersheim geheiratet, wo wir auch anwesend waren. Ihr Mann Aleco ist schon eine Nummer für sich. Nicht negativ gemeint, sondern er ist absolut freaky.

Die Hochzeitsfeier fand in einem Zelt statt, dass in einem Park eines Schlosses vor einem alten Gebäude aufgebaut war. Es war schön und wir hatten viel Spaß.

Am nächsten Tag sind wir dann nach Hamburg weitergefahren. Hamburg. Meine Traumstadt in Deutschland. Die Stadt, an welche ich die intensivsten Erinnerungen habe. Der Hafen, die Schiffe, der Geruch. Schluchz!

Jeden Tag waren wir auf Achse. Jeden Tag etwas neues / altes erlebt. Erinnerungen geweckt. Bilder geschossen. St. Pauli (Fußball club und Reeperbahn!). Altona. Hafenrundfahrt. Landungsbrücken. Museums schiff. GEIL!

Mit Jürgen B. - meinem Freund aus HH - hatten wir uns am Sonntag - unserem ersten Tag - getroffen. Er kam mit seiner Lebensgefährtin Nina an den Bahnhof Altona, wo wir uns verabredet hatten. Helga kaufte noch eine Wochen karte für den Nah verkehr, denn wir waren froh vor unserer Pension in Altona einen Parkplatz gefunden zu haben. Und diese waren da absolute Mangelware. Das Zimmer war keine Luxus herberge, aber zum Pennen okay. Auch der Preis war für Hamburger Verhältnisse UND Fußball Weltmeisterschaft akzeptabel. Am Pfingstmontag, 05.06. waren wir dann mit Jürgen zum Spiel FC St. Pauli gegen Trinidat und Tobargo, nachdem wir noch den halben Tag auf der Reeperbahn verbracht hatten, weil da die Einweihungsparty des neu gestalteten Spielbudenplatzes gefeiert wurde. Auf zwei fest installierten Bühnen wurde Musik und Kabarett geboten. Jürgen war an diesem Tag nicht so gut drauf. Aber das hat hier nix zu suchen. Vorher war ich noch mit Helga im Wachsfigurenkabinet. War sehr interessant und manche Figuren sahen wirklich sehr echt aus.

Das Spiel St. Pauli gegen den WM Teilnehmer endete 2:1 für die Gäste aus der Karibik. Doch die St- Paulianer hatten sich ganz achtbar aus der Affäre gezogen und kamen mehr als einmal gefährlich vor das Tor der Gäste. In der Fan kurve der Pauli anhänger lernten wir dann auch ein paar der besten Bekannten von Jürgen kennen. Sehr nette Leutchen. Sehr nett!

Dienstags sind wir dann morgens nochmals zum Hafen runter und haben einen Besuch auf einem alten Frachter, der zum Museum umgestaltet wurde, in unseren Besuch mit eingeschlossen. Es war schon ein eigenartiges Gefühl für mich, nach fast 40 Jahren wieder ein Schiff zu betreten, welches meinem zweiten Pott von der Seefahrt her sehr ähnlich war. Auch hatte ich endlich mal die reale Gelegenheit, Helga etwas intensiver von meiner Seefahrt und dem Leben an Bord zu berichten, da ich ihr alles an Ort und Stelle erklären konnte. Mich hat es innerlich sehr bewegt.

Am Dienstag war Hafenrudfahrt und eine Fahrt amn der Elbe entlang angesagt. Mittwochs gab es einen tollen Besuch im Tierpark Hagenbeck. Donnerstag besuchten wir mit Jürgens Freund Volker das Konzert der Gruppe KORN im Stadtpark. Den Eintritt von knaopp 45 EUR sparten wir uns und ließen uns außerhalb des eingezäunten Arreals nieder, wo ca. 500 - 800 Leute die selbe Idee hatten. Wir waren in Höhe der Bühne; nur ca. 80 - 100 Meter von der Stage entfernt. Wir konnten sehr gut hören und hatten auch so eine Menge Fun. Nach 50 Minuten war das Konzert zu Ende. Ne Menge Kohle für 50 Minuten Show, dachten wir noch so bei uns. Aber was willste da machen. Zumal wir ja das Geld gespart hatten.

Am Freitag Stadt bummel etc. und Abends waren wir mit Jürgens Freunden in einer multikulturellen Gaststätte in Eimbüttel und schauten uns das Eröffnungsspiel Deutschland gegen Costa Rica an.

Am Samstag waren wir dann noch in einen kleinen Ort bei Pinneberg gefahren - Ueterecht. Hier hatte Tony Schäfer, der alte Kumpel und Gitarrist der legendären saarländischen Kult band RS RINDFLEISCH einen Gig. Es war sehr schön und wir hatten sehr viel Spaß.

Am Sonntagmorgen weckte ich dann gegen 04:00 Uhr Helga. Wir packten unsere Sachen, frühstückten noch etwas und dann traten wir auch schon wieder die Heimreise an.

Fazit:
Es war eine wunderbare Woche in HH. Wir haben es genossen und keine Stunde war verflossene Zeit. Zumal wir noch in einem tollen Viertel von Altona wohnten. Zwar etwas schmutzig am Strassenrand, fast an jedem Haus eine blöde Graffitie, aber es war multikulti geil und billig und einfach nur schön.

Zu Hause angekommen schlug es mich am Montag erst mal auf die sprichwörtlichen Bretter. Fieber, Blut im Urin und mir war es nur schlecht. Ein Besuch bei meinem Arzt brachte eine brutale Blasenentzündung zu Tage. Das Blut kam von einer Fistel in der Blase, wie die Auswertung der Röntgenbilder ergab. Und wir hatten schon mal wieder mit dem Schlimmsten gerechnet. Zumal es beim Darmkrebs auch mit einer Blutung begann. Am 04.07. soll nun eine Blasenspieglung absolute Klarheit schaffen.

Sonntag, 18. Juni 2006

Gestern hatten wir einen Gig mit HOT STUFF zur 75 Jahrfeier des FCE. Wie ich auch nicht anders erwartet habe waren die Leute - außer dem Vorsitzenden, dem Platzwart und dem "Betreuer" K., die mich einfach ignorierten (was mir zwischenzeitlich eh egal ist, denn ich brauche werde den einen noch den anderen; und sie sind mir somit absolut "Wurscht"!) - sehr nett. Aber warum auch nicht. Manche reden nur sehr viel von verzeihen und vergessen, aber es passiert nix. Andere - eigentlich die sehr große Mehrheit ist da halt viel toleranter und weltoffener.

Vor HOT STUFF trat das hessische Comedy Duo MUNDSTUHL auf. Eine Lachsalve nach der anderen dröhnte durch das voll besetzte Zelt. HOT STUFF kam sehr gut an. Mir war das klar, wie auch dem Geschäftsführer P. Schuch, der die Band in Darmstadt auf dem Heinerfest 2005 selbst begutachtet hatte. Nur war es in unter dem Zeltdach der artig stickig, daß Ina - die Sängerin - bei den letzten Songs des Sets total erschöpft und platt war.

Ich werde wohl als Betreuer nach Weilbach gehen. Werde mit denen nochmals ernsthaft reden.

Tagebuch Juli 2006

Donnerstag, 27.07.2006

Heute war ich zur Untersuchung in der Urologie der Uniklinik Frankfurt. Und wie meistens war Warten angesagt. Erst waren meine CT-Bilder nicht auffindbar, dann lagen meine Unterlagen in der Urologie nicht vor. Chaos pur!
Ungefähr über eine Stunde später wie terminiert, kam ich dann endlich dran. Es war eine Ärztin. Klein, schmal, blond und sehr nett. Nach unserem Vorgespräch und einem kurzen Ultraschall und der Mitteilung, dass ein Katheder gesetzt werden soll, ging es erst mal in die Radiologie der Urologie. Dort wurde mir von einem netten Typ - mit blank poliertem Schädel - der Katheder eingeführt. Es gab nur einen kurzen Schmerz, als der dünne Plastikschlauch durch die Harnröhre geschoben wurde. Sofort stellte sich Harn drang ein, obwohl ich erst kurz zuvor auf der Toilette war. Es sollte mit dem Urin eine Kultur angelegt werden (für was dieser gelbe Saft alles gut ist!) und er sollte auf Natur fasern untersucht werden. Das bedeute, dass - wenn ich eine Blasen fistel hätte -, Rückstände aus dem Darm in der Blase sein. Danach gab es Kontrast mittel, um die Blase auf den Röntgen bildern sichtbar darstellen zu können.
Da ich aber erst am Dienstag, 25.07.2006 meine Nachsorgeuntersuchung hatte, die gut und ohne Befund ausgefallen war, befand sich noch Kontrast mittel von der CT Untersuchung im Körper, und es war somit für die Ärztin und die Radiologin kompliziert etwas Konkretes zu sehen. Am 10.08.2006 habe ich meine Besprechung in der Urologie wegen meinem Befund, ob noch eine Blasen spieglung und vor allem eine erneute Operation notwendig ist. Hoffentlich geht dieser Kelch an mir vorüber

Tagebuch August 2006

Samstag, 05.08.2006

Gestern hatten wir unser erstes Spiel der Saison 2006 / 2007 in Würges mit 2:1 gewonnen. Wir, das ist der Fußball club Germania Weilbach und ich als Betreuer. Ja ja, wieder in einem Sportverein!

Aber ich finde es so geil in Weilbach, und der FC Eddersheim fehlt mir in keiner Weise mehr. Franz S. - einer der Eddersheimer legendären Torwarte - wollte ja mit mir eine Wette abschließen, dass ich früher oder später wieder beim FCE lande. Aber dieses Thema ist für mich für alle Zeit erledigt. Nachdem ich vor meinem Wechsel zu den Nachbarn nochmals beim FCE nachgefragt habe, ob ich wieder einsteigen könnte und dies "zur Zeit nicht gewünscht war", gehört dieser Verein einer Episode meines Lebens an. Was mir in Weilbach so gut gefällt ist die Teamarbeit, die ich vorher als Betreuer im Süden vermisst habe.

Um die Frage zu beantworten, ob ich es nicht bereue wieder in der Bezirks oberliga zu sein, kann ich nur sagen: nein, denn der Verein hat Zukunft und Perspektive. Außerdem bin ich mir GANZ SICHER, dass wir in den nächsten kommenden Jahren und VOR 2010 in der Landes liga Mitte von Hessen spielen werden.

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Durch einen Eintrag in meinem Gästebuch meiner DOORS page habe ich auch wieder eine neue Band aus Leverkusen kennengelernt: BERGMEISTER. Ihre Musik hat mich ganz schön beeindruckt, denn die Band hat ein tierisch geiles Zusammenspiel und harmonisiert in jeder Phase. (Bergmeister Homepage )

Mittwoch, 23.08.2006

2 Träume:

1.
Ich glaube es war in der Nacht von Freitag auf Samstag (18. auf 19.08.2006) letzte Woche, da hatte ich den schlimmsten Alptraum meines Lebens. Es war grauenvoll. Es war pure Angst. Ich befand mich mit wem auch immer in einem fremden Land. Es war am Anfang alles okay, obwohl ich eine böse innere Unruhe hatte (alles im Traum).
Plötzlich schlug das alles um. Ich kann mich erinnern, dass ich mit jemanden durch eine Strasse lief, den ich aber nur fühlte, nicht sah. Mit einem Mal explodierte diese Häuser schlucht und begann ein zustürzen. Der "Unsichtbare" trieb mich innerlich zur Eile. Ich hatte eine tierische Angst. Blickte überhaupt nicht mehr durch. Es krachte und splitterte. Menschen schreiten.. Kinder kreischten. Alte Leute fielen hin und wurden zertrampelt andere verbrannten in der Feuersbrunst. Brennende Menschen geisterten als lebendige Fackeln durch die bizarre Szenerie. Feuerwehr leute versuchte mit ihren Schläuchen die Brände unter Kontrolle zu bringen. Ich sah uniformierte Menschen, die Leute nach Unten, Oben, Rechts und Links aufteilten und pausenlos die Menge antrieb.
Erinnern kann ich mich auch daran, dass ich meine Cannon Kamera mit dem großen langen weißgrauem Objektiv immer und überall dabei hatte. Irgend so ein Uniformierter befahl mir die Szenerie im Bild festzuhalten. Ich hatte tierische Angst. Als die Angst an ihrem Höhepunkt angelangt war (es kam mir zumindest so vor), befand ich mich plötzlich in einem Raum im Stil der 70er. Zwar alles etwas karg und spärlich, aber es war irgendwie beruhigend. Der Trubel war vorbei. Erinnern kann ich mich noch vage, dass sich drei vier junge und nicht hässliche Frauen (Outfit wie in den 70ern!), lange Haare in diesem Raum befanden. Eigentlich war es gar kein Raum im klassischem Sinne. Es sah aus wie ein oberstes Stockwerk, welchem man das Dach / Decke und eine oder zwei Wände weg gesprengt hatte. Das eine Mädchen / Frau hatte auch eine große digitale Spiegel reflex Kamera dabei, die in einer offenen Foto tasche lag und sich in meiner Nähe befand. Plötzlich suchte ich nach meiner Kamera. Sie war verschwunden. Ich schluchzte. Ich weinte. Die drei vier wurden da durch erst auf mich aufmerksam. Irgendwie hatte ich mit ihnen nichts zu schaffen. Keine Reden. Keine Blicke. Oder ich war für sie bis zu diesem Moment unsichtbar. Ich schaute mich. Suchte meine Kamera. Sie war weg. Ich wollte es nicht wahrhaben. Die Ausrüstung hatte mich ja so viel Geld gekostet. Ich habe fast oder gar kein Geld mehr. Wo ist meine Kamera?? Ich nahm die Kamera der einen Frau aus der Foto tasche in meine Hände. Schaute sie mir an. Da sagte die, welcher die Kamera gehörte “das ist MEINE Kamera“. Ich gab sie ihr und rief „man hat mir meine Kamera gestohlen“ und flog aus dem Traum verstört in die Gegenwart. Ich war total fertig. Kaputt. Zerschlagen. Helga gab mir Trost, aber den ganzen Tag war ich total neben der Spur.

2.
Da ich immer sehr lange auf war, ging ich erst in der frühen Morgenstunde ( so gegen halb vier) der Nacht von Samstag auf Sonntag (19. auf 20.08.2006) zu Bett. Hatte wegen dem Traum in der Nacht zuvor keinen Schlaf finden können.
Es dauerte auch nicht lange und Morpheus hatte seinen schwarzen Mantel über meine Schultern geworfen.
Irgendwann ERWACHTE ich IM Traum irgendwo wo es nur Frieden gab. Keine störenden Geräusche, obwohl ich ganz zarte Musik SPÜRTE. Besser formuliert befand ich mich in einem Zustand, den ich der artig NIE zuvor in meinem Leben erfahren hatte. Er war neu und von einer unheimlichen Realität. Der Begriff „Frieden“ stimmt hier einfach nicht. ICH WAR GLÜCKLICH. Ein Zustand wie eine schnurrende Katze. So ein wunderschönes Brummen. GANZ LEISE. NICHT STÖREND. NICHT AUFGEZWUNGEN. Aber intensiv. Sehr intensiv. Ich fühlte mich wohl und geborgen wie nie zuvor. Das ist so schön. So wunder wunderschön. Ich war NUR Glück. Ich hörte mich im Traum die Worte sagen: DAS IST SO SCHÖN. DAS IST SO WUNDERWUNDERSCHÖN.. und erwachte. Seit diesem Morgen bin ich ein anderer Mensch weil ich glücklich BIN.

Klar werden wieder einige meinen, jetzt isser abgedreht. Durch geknallt. Mir egal. Es ist so geil, bewußt zu leben. Gut gelaunt zu sein. Sich über nichts aufzuregen. Auf Leute zu gehen. Zu kommunizieren. Nicht Blabla, sondern sich unterhalten mit Verstand.

Helga war die erste, die diese Veränderung sehr stark mitbekommen hat, denn sie hat es mir auch mehrfach bestätigt. Es ist so, als sei die ganze Anspannung der letzten Jahre mit einem mal von mir abgefallen wie buntes Laub von einem Baum im Herbst. Aber das nur nebenbei.

Am vergangenen Freitagabend waren wir beide zum Polterabend von Jörg und Jeannette auf das Schloß von Aschaffenburg eingeladen worden. Der Abend war sehr schön. Nicht nur wegen dem genialen Wetter. Helga und ich sind der Meinung, dass die beiden sehr gut miteinander harmonisieren. Und Eltern eines Sohnes sind sie auch schon seit ein paar Monaten. Ach ja, Jörg ist der Keyboaaarder und Sänger von HOT STUFF. So waren auch einige Musiker bei dieser Party anwesend. Jörg hatte eine kleine Backline aufgebaut und als es dunkel geworden war, gab es eine tierisch geile Jamsession. Im Nachhinein muß ich feststellen, dass ich es heute schade finde, meine Videocamera nicht dabei gehabt zu haben. Wäre ein tolles An denken gewesen.

Medizinisch ist es - abgesehen von meiner fuckin' Blasenentzündung - auch okay.

Am Freitag haben wir einen Tisch im TIGERPALAST - diesem Showtempel mit Akrobatik über und am Esstisch - bestellt. Die Eintrittskarten haben Helga und ich von den QUIETSCHBOYS zum Geburtstag geschenkt bekommen. Ein sehr nobles Präsent, über das wir uns sehr gefreut haben.

Meine DOORS site im Internet bearbeite ich jetzt in Zusammenarbeit mit Kai von der See und Jürgen aus meiner geliebten Hansestadt. Mit der deutschen DOORS Gemeinde habe ich nichts mehr am Hut. Habe da noch viele Freunde, aber der Rest geht mir am Zaun vorbei.

Über ein Email eines namhaften Regisseurs

Sehr geehrter Herr Freudenberger,

ich bin beeindruckt von der von Ihnen mit gestalteten Web site the-doors-world.com und möchte Sie fragen, ob Sie mir für mein ... Radiofeature ein Interview zu Jim Morrison geben. Zum Inhalt der Sendung lesen Sie bitte das angehängte Exposé.

Geben Sie mir bitte sobald wie möglich Bescheid. Wenn Sie zusagen, was ich sehr hoffe, möchte ich Ihnen Ende September / Anfang Oktober als Zeitraum vorschlagen.

Mit freundlichen Grüßen
E. K.

Exposé

Der Poet Jim Morrison

Von E. K.

Produktion: ... 2007

„Wenn meine Dichtung auf irgendetwas abzielt, dann darauf, die Menschen aus den Zwängen zu befreien, innerhalb derer sie sehen und fühlen“. Jim Morrison

Den Menschen von seinen selbst auferlegten Beschränkungen zu befreien, war auch das Ziel, der 1965 gegründeten Band „Doors“. Den Namen „Doors“ fand Jim Morrison in einem Zitat des englischen Dichters William Blake: „Es gibt Dinge, die sind bekannt, und es gibt Dinge, die sind unbekannt. Dazwischen sind Türen.“
Jim Morrison - Textdichter, Sänger und Kopf der Gruppe - las wie ein Besessener die Poeten seiner Generation (Burroughs, Ginsberg, Kerouac) und alle, die in der Literaturgeschichte als Außenseiter und Visionäre gelten: Baudelaire, Rimbaud, Nietz-sche und Artaud. Er schrieb für die „Doors“ die tiefgründigen Texte, die von Leben, Tod und dem Sinn der Dinge hinter ihrem Anschein handeln.
In seiner letzten Lebenszeit wollte Jim Morrison aus der Rolle des berühmten, erotischen Rock sängers schlüpfen, er wollte der Dichter werden, als den er sich immer selbst sah. Ein neoroman-tischer Wunsch oder eine zutiefst persönliche Notwendigkeit? Eine zeitlang braucht er die Musik noch als Schutz. „Es gibt Lyrik, die ist der Musik sehr ähnlich. Wenn man ein Gedicht schreibt, musst du dich in einem bestimmten geistigen Zustand befinden. In den kann dich die Musik hinein versetzen mit ihrer hypnotischen Kraft. Die Musik gibt mir eine Art Sicherheit, und sie macht es viel einfacher, mich auszudrücken. Ich würde gerne mehr an meinen Gedichten arbeiten.“ Erstaunlich, heute gehen viele Lyriker den umgekehrten Weg, wollen mit der Performance ihrer Gedichte in den Kosmos des Pop eindringen.
Er habe sein Image satt, sagt Morrison schließlich. Und sucht nach anderen Ausdrucks mitteln. 1970 veröffentlicht er die Text sammlung„Die Herren und die Neuen Geschöpfe“. (1989 erscheint die Sammlung von Gedichten und Texten aus seinem Nachlass: „Die verlorenen Schriften“.)

Im März 1971 fliegt er nach Paris. Er ist von französischen Dichtern wie Rimbaud fasziniert. Paris, mit seiner Tradition an US-Amerikanischen Exil-Literaten, der Lost Generation, ist für ihn der geeignete Ort, sich neu zu orientieren. Aber er braucht weiterhin den Alkohol als Stimulans und treibt sich in Pariser Bars herum. (Die Orte sind bekannt) Der Traum eines Neuan-fangs ist von kurzer Dauer. Am 3. Juli 1971, mit 27 Jahren, stirbt Jim Morrison in seiner Badewanne. Offizielle Todesur-sache: Herzversagen.
Nach seinem Tod am 3. Juli 1971 -siebenundzwanzigjährig stirbt er in Pariser an Herz versagen- wird Jim Morrison zum Idol der 68er Generation. Die Tatsache, dass er immer wieder das Ende, den Tod besungen und seinen eigenen Tod angekündigt hat, setzt seiner Biographie einen schillernden Akzent auf. Sein Grab liegt auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise, umgeben von den Gräbern berühmte Dichter und Schriftsteller: Appolinaire, Balzac, Eluard, Molière, Perec, Proust.
Den Dichter hinter dem Rock star möchte ich zum Vorschein bringen. Unter anderem auch seine eigenen Gedichte und Texte mit denen von Burroughs, Ginsberg, Kerouac, Baudelaire, Rimbaud, Nietzsche Artaud und anderen in ein Verhältnis setzen. Nicht zuletzt seinem Verlangen auf die Spur kommen, warum er unbedingt als Dichter Anerkennung finden wollte, und da mit die Aura des Dichters beleuchten.

Gewünschte Gesprächspartner:
>Philip Steele, selbst Musiker und Komponist, lernte Jim Morrison kurz vor dessen Tod in Paris kennen. In seinem Roman „City of Light“ schildert er, laut Verlags ankündigung, „den tragischen Niedergang des einst so gefeierten Helden bis zu dessen mythenumwobenen Tod“. Heute lebt Steele in Berlin und ist dort neben seiner Soundtrack arbeit als Musik produzent tätig.
>Gernot W. Freudenberger. Mit viel Akribie und Leidenschaft hat er die Web site www.the-doors-world.com aufgebaut und ein Forum für Doors-Fans geschaffen.
>Luzia Braun, Moderatorin, Redakteurin und seit Jahrzehnten glühende Morrison Verehrerin.

Zeit: 55 Minuten

und ein par Tage später:

Sehr geehrter Herr Freudenberger,

schön, ich freue mich sehr, dass Sie mit mir sprechen wollen.

Na ja, ich würde zu Ihnen kommen und unser Gespräch aufzeichnen. Mich interessiert vor allem Ihre bereits angedeutete Faszination für Jim Morrison. Schön wäre, wenn Sie mir etwas über die Wirkung der Musik, der Texte, Biographisches zu Jim Morrison und vielleicht auch einiges zu seiner Poesie sagen könnten, auch zu seinem Verlangen, als Dichter Anerkennung zu finden.

Wenn Sie weitere Fragen haben, fragen Sie bitte.

Ansonsten melde ich mich wieder bei Ihnen, wenn ich meine Termine genauer überblicke,

Herzliche Grüße
E. K.

Das hat mich total umgehauen. Nicht aus Angst, sondern weil es mich so tierisch gefreut hat und eine Bestätigung meiner langjährigen Pflege meiner DOORS Internet präsenz darstellt, die ich mit Stolz die informativste Seite im deutschsprachigen Raum bezeichnen kann. Nun harren wir mal der Dinge...

Am kommenden Sonntag hat HOT STUFF zehnjähriges Bühnenjubileum. Gefeiert wird mit vielen Freunden und Gast musikern / -bands in Aschaffenburg, wo auch das Bürger fest an diesem Weekend stattfindet.

Montag, 28.08.2006

Gestern hatte HOT STUFF sein 10 jährige's Band Jubiläum. Beim Stadt fest von Aschaffenburg war da für die FRIZZ Bühne (FRIZZ! = Kern des Magazins ist ein monatlicher Kultur kalender. mit 1000 bis 1600 Veranstaltung in Freiburg und der Region. Thematisch berichtet FRIZZ über das Theater-, Musik-, und Kunst geschehen sowie das Club- und Party leben. Feste Rubriken sind auch Film premieren, neue CD's und DVDs.

Seit April 2005 gibt es mit FRIZZ TV Freiburg ein Internet TV Programm, das regionale Nachrichten und Unterhaltung bietet.) vorgesehen und es war von Andy, dem Gitarristen der Band, ein breites musikalisches Spektrum arrangiert worden.

Helga und ich fuhren am Sonntag gegen 09:45 Uhr zu Hause weg, um uns am Probe raum der Band in Aschaffenburg mit Uwe und Anja S. und dem Bassisten Marcus R. zu treffen. Es sollten noch verschiedene Verstärker, Instrumente etc zur Bühne gefahren werden. Uwe und ich waren für die Backline zugewiesen worden und sollten uns um den reibungslosen Umbau während der verschiedenen Gruppen kümmern. Die Zusammenarbeit mit Uwe - wie auch ich ein "verrückter Konzert fotograf" - war toll. Er ist mit seiner Frau Anja Backliner von ECHO, einer begnadeten PINK FLOYD Cover band aus Aschaffenburg, die eigentlich auch einen Auftritt haben sollte, aber Oli der Gitarrist mußte den Gig wegen einer schweren Krankheit in der Familie kurzfristig absagen. Auch die QUIETSCHBOYS, auf die ich mich so gefreut habe, sagten den Gig ab. Über die Gründe möchte ich nichts schreiben. Sie hätten bestimmt gut mit ins Konzept gepasst und hätten den Aschaffenburgern bestimmt gefallen, die trotz einigen heftigen Regenschauern zahlreich den Platz vor der Bühne füllten.

HOT STUFF hatten am Samstag, 26.08. einen Gig in Hamburg und landeten erst gegen 12:00 Uhr auf dem Frankfurter Air port, wo sie vom Shuttle Dienst der FRIZZ! Leute abgeholt wurden. Als die Band eintraf waren wir zu 90% mit unserer Stage Arbeit fertig. Nach und nach trafen auch die Band mit ihrem Anhang ein. Im Backstagebereich war für unser leibliches Wohl gesorgt. Von der obligatorischen Bratwurst, über Kuchen und warmem Buffet, gab es Getränke en mass.

Nach einem längeren Sound check - weil der Monitor mixer die Einstellungen nicht gespeichert hatte, ging es dann ziemlich pünktlich um 14:30 Uhr los. Den Anfang auf der Bühne gab Markus Vollmer mit seiner Band zum Besten. Markus kenne ich von HOT STUFF her, da er meistens als Gitarrist für Andy einspringt, wenn er mal verhindert ist. Danach trat die Band SCHAFFNER auf, mit Jörg dem HOT STUFF Keyboarder am Mikrofon. Für die QUIETSCHBOYS hatte Andy STONE FREE zusammengetrommelt. STONE FREE eine von Andy's Projekten spielten Hendrix-, Led Zeppelin-, Cream-, Paul Rogers Titel. Danach folgten die BUTTBOMBERS aus Aschaffenburg, die Titel der WHO zum Besten gaben. Nach ihnen betrat dann BOPPIN 'B die stage. Eine Band, die schon ihr 20 jährige's hinter sich hat und auch mit zu den Aschaffenburgern SpitzenActs zählt. Sie fetzten mit Rock-a-Billy über die Bühnen bretter und kamen beim heimischen Publikum tierisch an.

Die nächsten auf der Bühne waren dann ROY HAMMER UND DIE PRALINEES. Eine Frankfurter Band. Eine verrückte Band. Ich hatte schon viel von ihnen gehört, sah sie aber auch an diesem Tag zum ersten Mal live. Das Motto der Band lautet: !!! SCHLAGER MITTEN INS GESICHT !!! Ich fand sie geil! Zumal ihr Bühnen outfit der Hit allein ist.

Was dann so alles in den nächsten zwei Stunden geschah, war dann der krönende Abschluß eines geilen Tages. KB der Sänger von HOT STUFF sollte an diesem Tag seinen letzten Auftritt mit der Band haben, da er mit seiner Familie (seine Frau ist Lehrerin in der Army) nach Japan versetzt wurde. In Hamburg muß die Band nach ihrem Gig noch ein paar gebechert haben. Oder KB auch allein. Ist ja auch egal. Zumindest ging es ihm am Sonntag ganz schön dreckig. Und verschieden Sekrete verließen seine Körper öffnungen.

Nach dem zweiten Song verließ KB die Bühne und begab sich in das Back stage Zelt. Dort wollte er sich setzen, aber es haute ihn einfach um. War total weggetreten. Not arzt wurde informiert, der wieder einen Krankenwagen herbeirief. Aufregung pur im Backstagebereich. Ina mußte den Gesangs part alleine meistern. Sie tat es mit Bravur! Als KB abtransportiert war, vermißte ich meine Lederjacke. Wie sich herausstellte war sie mit in den Krankenwagen gelangt und mit KB unterwegs in die Klinik. Helga fuhr dann mit dem Shuttle dienst des Veranstalters ins Krankenhaus und holte sie. Nach dem Gig von HOT STUFF bauten Uwe und ich die Backline ab, um die Sachen wieder in den nahegelegenen Probe raum zu fahren. Plötzlich suchte Andy seinen Koffer. Wie sich recherchieren ließ, war dieser auch mit in die Klinik gewandert. Andy rief an und er wurde später wieder gebracht. Der Koffer von Klaus, der als Kopf stütze für den am boden liegenden KB her gehalten hatte, war auch nicht ganz verschlossen worden, denn Klaus fand seine Unterhose auf der Strasse hinter dem Backstagebereich wieder. Die Leute, die mit KB ins Krankenhaus gefahren waren kamen dann auch zurück und suchten nach KB's Koffer und seiner Lederjacke mit Geld börse und sämtlichen Papieren. Chaos pur.

Im Colossal fand dann noch eine After show party statt. Die Leute von der Lokalität hatten für ein leckeres kaltes Buffet gesorgt. Aber es war der Wurm drin an diesem Abend / dieser Nacht. Statt der erwarteten 100 - 200 Leute hatten sich NUR ca 50 eingefunden. Ina, Andy, Jörg und Marcus waren ganz schön geknickt. Aber es war doch noch ein netter Aus klang.

Um ca. 01:30 Uhr lag ich dann mit Helga im Hotelbett.
Nach einem kräftigen Frühstück verließen wir dann Aschaffenburg gegen 11:00 Uhr am heutigen Morgen und fuhren back home.

September 2006

Montag, 11.09.2005

Heute vor fünf Jahren gelang es ein paar Terroristischen mit entführten Flugzeugen die Welt zu verändern.

Mittwoch, 27.09.2006

Nach langem Suchen habe ich nun einen Schreibtisch bei eBay gefunden, der besser zu unserer Wohnung passt und morgen geliefert werden soll. Er ist ca. von 1920 und so ein richtiger alter Schreibtisch, wie man ihn früher oft in der Wohnung hat stehen sehen. Vor allem nicht so ein Spanplatten-Mist, den man sonst überall zu kaufen bekommt. Alles unpraktisch. Kein Stauraum für Papier, Bücher und der gleichen.

Nun gut, ich werde ihn wohl etwas aufpolieren müssen und später vielleicht noch wachsen, da mit er seinen Glanz wieder bekommt. Wird zwar etwas Zeit in Anspruch nehmen, aber mit der Zeit werde ich ihn schon so herrichten, dass er wieder schön aussieht.

Gesundheitlich alles so weit im grünen Bereich. Nein im orangenen Bereich, denn bei einer der letzten Kontroll untersuchungen wurde Diabetis festgestellt. Na ja, man hat ja schon genug! Warum nicht auch noch Zucker? Aber das erklärt dann auch einige andere Sachen, di mir aufgefallen sind. Immer müde. Wunden heilen nur sehr langsam. Durchblutung in den Beinen auch nicht so wie sie sein soll. Mal abwarten was da noch passiert. Am Montag habe ich deswegen Termin.

Mit den Bands war die letzte Zeit auch nicht so viel los. HOT STUFF hatten viele Gigs in einigen Städten, die erst nach langer Fahrzeit zu erreichen waren. Da sie ja nun sechs Leute sind, fahren sie dann immer mit drei Autos, um die Spritkosten gering zu halten. Da wäre es dann blöde, wenn ich mit meinem Auto auch noch solo hinterher brettere und bekomme den Sprit nicht ersetzt. Am Samstag haben sie nun einen Gig in der Nähe und ich bin wieder mit von der Partie. Auch die meisten nächsten Gigs sind in erreichbarer Umgebung, so das ich nicht so viele Fahrtkosten habe. Bei den QUIETSCHBOYS ist zur Zeit auch etwas Ruhe. Der nächste Gig ist erst wieder am 16. Oktober meines Erachtens. Bernd, der Gitarrist ist seit heute (?) in Urlaub und Rallo, der Drummer hatte sich ja die Sehne / Bänder (?) im linken Fuß gerissen. So hatte er beim letzten Gig in Bad Homburg den ganzen Event mit einem Fuß gespielt. Bei dem Power der Band eine ganz schöne Leistung. Zumal der Auftritt um die zweieinhalb Stunden dauerte. Da war ganz schön was los bei der Feuerwehr in Bad Homburg. Die Bude (Fahrzeughalle) gerammelt voll und auch draußen waren alle aufgestellten Biertische dicht besetzt. Was da die Leute weg gesoffen haben war schon enorm. Nach einer Stunde waren sämtliche Bierbecher aufgebraucht und die Truppe mußte mit Blaulicht (???) ausrücken und Nachschub ordern. Aber es war ein tierisch geiles Event und die total erschöpften und verschwitzten Jungs mußten eine Zugabe nach der anderen geben.

Am Freitag habe ich wegen meiner DOORS site ein Interview mit einem großen Radiosender. Der Moderator kommt extra mit dem ICE deswegen aus Hamburg. Das wäre dann schon mein zweites Radio interview wegen einer meiner HP's.

Was mich auch tierisch freut ist die Tatsache, dass man meine Arbeit honoriert. Es ist ganz schön mühsam den vielen DOORS Fans immer wieder etwas neues zu bieten. Aber was soll's? Die Seite brummt unheimlich, und ich habe zur Zeit zwischen drei hundert und eintausend Besucher. Das ist schon der Hammer.

Konzentriere mich bei meinen Fanseiten von den DOORS und JIMI HENDRIX nur noch auf das Wesentliche.
Gehöre keinem Fan club oder keiner Gemeinschaft mehr an, sondern schaffe da mit eine Plattform für alle DOORS oder / und HENDRIX Interessierten. Da zu gehören auch ALLE Konzerte von DOORS- oder HENDRIX Bands, so weit sie mir bekannt sind oder mich anschreiben, das ich ihren Gig auf meine HP stelle. Hoffe, dass ich somit auch endlich Frieden mit einer Person aus der DOIORS Szene bekomme, die sich dumm erweise schon fast drei Jahre hingezogen hat. Da zu aber kein Kommentar meinerseits in der Öffentlichkeit.

Tagebuch Oktober 2006

Mittwoch, 04.10.2006

Am 29. September war Herr Egon Koch aus Hamburg an gereist, um mit mir das Interview für den SWR"2 aufzuzeichnen. Herr Koch ist Autor und Regisseur und hat schon einige - auch für mich interessante - Themen für das Fernsehen oder den Rundfunk erarbeitet. Darunter auch eine Sendung mit dem Titel " Mordfall John Lennon - Das Idol und sein Attentäter". Diese Sendung hatte ich vor nicht all zu langer Zeit auf ARTE gesehen. Die Sendung war sehr gut.

Nun, Herr Koch war also aus Hamburg extra wegen mir an gereist (habe mich über diesen Punkt sehr gefreut). Helga hatte ihn in Frankfurt am Bahnsteig erwartet. Auf mich machte Herr Koch einen coolen Eindruck, der sich nach unserem "Interview" noch verstärkte, als wir die Zeit gefunden hatten, etwas mehr als über die DOORS zu sprechen.
Das Interview selbst war für mich nicht so gut gelaufen wie das letzte für das Göttinger Stadtradio. Da war ich viel lockerer drauf. Bei diesem war ich sehr zerfahren und nervös. Ich verhaspelte mich beim Reden, wußte nicht wirklich wie ich reagieren sollte. Zu blöd auch! Aber Herr Koch meinte, ich solle mir da mal keine Gedanken machen. Seine Worte in Gottes Ohr.
Ruckzuck waren drei Stunden um. Und plötzlich mußte Herr Koch schon wieder die Heimreise antreten.
Schade eigentlich, denn ich hätte mich gern länger und intensiver mit ihm unterhalten. Vielleicht (???) gibt es ja mal wieder eine Gelegenheit da zu. Man sagt ja nicht umsonst im Volksmund: im Leben sieht man sich mindestens immer zweimal.

+++++ +++ +++++

Morgen am 05. Oktober haben Helga und ich nun auch schon unseren 27. Hochzeitstag. WOW!
27 Jahre! Ein Anzahl an Jahren, die ich nie für möglich gehalten habe.

Freitag, 13.10.2006

Mein Interview mit Egon Koch zum Thema
"Jim Morrison, the DOORS, meine Liebe zu der Band"
für SWR"

Ich nehme an, dass Herr Koch das aufgezeichnete Interview mit einem Sprachcomputer übertragen hat.
D.h. es ist eine Originalkopie meines Interviewsm, dass er mit einem Sony Recorder aufgezeichnet hat.

Die Zahlen bedeuten die Zeit des Interviews.

EK: Egon Koch
GWF: Gernot W. Freudenberger
(…) : Pausen

+++++ +++ +++++

Transkription Gernot W. Freudenberger
(Hattersheim, 29.9.2006)

0:00 E.K.
Selbstvorstellung.

0:21 G.W.F.
Gernot W. Freudenberger, ich bin 56 Jahre alt und habe eine Homepage über die Doors.
the-doors-world.com
Ich bin Frührentner nach zweimaligem Krebs seit 2003 und bin Doors Fan seit ca. 1968-69.

0:49 E.K.
Wie sind Sie auf die Doors gestoßen?

1:00 G.W.F.
Ich interessiere mich eigentlich schon immer für Musik. Damals war’s halt Freddy Quinn, der mich immer interessiert hat, und kam dann (…)
Ich war halt 1967, Ende 67 war ich auf der Seemannschule in Blankenese. War oft im Starclub gewesen, hab da einige Gruppen gesehen und hab mir dann angeeignet auch andere Musik zu hören, die modern war, die anderes war, die mich halt interessiert hat und wegging von dem deutschen Schlager etc. Darunter war Jimi Hendrix, die Doors, die Rolling Stones. (…)

1:53 E.K.

2:02 G.W.F.
(…) 2:22
Die Doors haben mich eigentlich interessiert wegen ihrer Schwere der Musik. Sie war anders als die Musik, die ich bisher gehört hab, sie war mystisch, dunkel, teilweise dreckig, teilweise geheimnisvoll. Mir hat halt..., das Orgelspiel war das, was mir bei den Doors zuerst aufgefallen ist, das war eigentlich Ray Manzarek mit seiner Orgel, weil er die Orgel eigenartig gespielt hat, er hat viele Musikrichtungen drin gehabt.

2:59 E.K.
Manzarek der Anknüpfungspunkt und nicht so sehr Jim Morrison mit seinen Texten?

3:07 G.W.F.
Stichpunkte auf einem Blatt Papier: Kindheit, DDR, Saarland, Hamburg, St. Pauli …

5:01 E.K.
Was für Menschen haben die Clubs auf St. Pauli besucht? Wie war die Atmosphäre?

5:38 G.W.F.
Ich kann mich nur noch an die Plüschstühle erinnern, also Sessel teilweise mit Plüsch oder Samt bezogen. (…) Ich hab noch nie so viele Langhaarige … auf engem Raum zusammen gesehen, ich hab mir dann auch die Haare wachsen lassen. Es war eine ganz, ganz andere Welt wie ich bisher gewohnt war. Weil vom Elternhaus her, es war eigentlich ziemlich militärisch, weil mein Vater war lange Zeit im Zweiten Weltkrieg, mein Großvater, väterlicherseits, war im Zweiten Weltkrieg. Und die Erziehung war halt sehr konservativ und ich war nach der Übersiedlung aus der DDR eigentlich schon immer etwas anders, oder ich hab mich anders gefühlt. (…) ich hatte nirgendwo 'ne richtige Heimat. Und in Hamburg hatte ich dann dieses Gefühl zum ersten Mal; weil, mir hatte dieses ganze Flair von St. Pauli (…) so unheimlich gefallen, so durch die ganzen Seeleute, die dort verkehrt sind, die ganzen Touristen, die Zuhälter, die Prostituierten, die Geschäftsleute und die ersten Dealer. Und es war eine ganz, ganz andere Welt. Es war wie 'ne Theateraufführung, wenn man selbst mit mitten auf der Bühne steht. Und der Starclub, das war für mich eigentlich.., obwohl ich noch ziemlich jung war, das war 'ne Heimat irgendwie. Ich hab' mich da unheimlich sauwohl gefühlt und ich war unheimlich gerne in dieser Umgebung gewesen. (…)

8:00 E.K.
Wie kam die Website über die Doors zu Stande?

8:13 G.W.F.
Die Website ist dadurch entstanden, dass ich nach meinem ersten Krebs – 1998 hatte ich Leberkrebs – und ich hatte immer eine Aversion gegen PC oder Computer überhaupt (…)
8:38
Und rein wegen der Ablenkung wegen der Krebsgeschichte hab ich mich dann doch irgendwann durchgerungen, mir einen Computer gekauft, habe sehr viele Schwierigkeiten gehabt, hab' mir alles selbst beigebracht, bis ich das Ding einigermaßen beherrscht habe. (…)
9:10
Es war eigentlich die Zeit, in der ich sehr intensiv wieder zu den Doors zurück gefunden hab', weil die Stimmung durch meinen Krebs, die Angst, dass er wieder kommt und alles, was damit zusammen hängt, hat eigentlich sehr viel mit der Musik der Doors zu tun gehabt, weil in der Musik der Doors spiegelt sich auch Tod, Leben, Glück, Freude, Liebe, irgendwie alles spielt da eine Rolle. Und Morrison war ein Interpret dessen, dass er das unheimlich gut in Szene setzen konnte. Er war für mich ein (…) wahnsinnig guter Lyriker, er hat unheimlich gut geschrieben, als Sänger fand ich ihn nie so bedeutend wie zum Beispiel Mick Jagger, er hatte nie diese Stimme gehabt oder Ausdrucksweise in der Stimme, obwohl er gerade durch seine Art, wie er interpretiert hat, einen Weg gefunden hat sich innerhalb der Band, mit den anderen drei Musikern, hätte die Band meines Erachtens keinen anderen (…) Sänger finden können. Und ich finde, dass er unheimlich gut dazu gepasst hat und dass die Gruppe als Band zusammen unheimlich gut harmonisiert hat.

10:29 E.K.
Existentielle Stimmung, die die Doors mit ihrer Musik vermittelt haben?

10:51 G.W.F.
Es war eine existentielle Stimmung für mich, würde ich sagen. Weil es hat zu meiner Stimmung gepasst, wie ich sie zu der Krebszeit erlebt habe. (…)

11.10 E.K.
Wie haben Sie die Website aufgebaut?

11:42 G.W.F.
Es hat irgendwann mal angefangen, dass ich einfach eine Seite machen wollte – ich hab auch noch 'ne Jimi Hendrix Seite - , aber die Doors Seite jetzt speziell, das war einfach mal ein Hobby, weil, wie gesagt, ich habe die Band geliebt und ich wollte einfach einen Dank aussprechen an die Band. Und wollte neue Leute dazu animieren, sich die Doors anzuhören und sich mit den Doors zu beschäftigen. Am Anfang waren das zwo, drei Seiten mit ein paar Bilder und erst im Laufe der Jahre ist ja ein ziemlich großes Werk entstanden. Und ich habe eigentlich immer versucht, irgendwie etwas anderes zu schaffen als auf vielen anderen Doors Seiten zu sehen ist; weil es im Prinzip immer dieselben Bilder und dieselbe Schreibweise über die Band ist. Und ich hab' halt versucht Sachen auf meine Homepage zu bringen, wo die Doors zum Beispiel gespielt haben, hab' versucht … durch Internetrecherche Bilder zu finden von Auftrittsorten oder von großen Clubs oder Sälen oder von Arenen. Und habe Seiten geschaffen über Instrumente, mit denen die Doors gespielt haben, hab' 'ne Seite geschaffen über die Auftrittsorte, hab' 'ne Seite geschaffen über alle Bootlegs. (…)

13:34 E.K.
Auch reale Aufenthaltsorte der Doors und Jim Morrison auf der Website, wie LA und Paris.

14:10 G.W.F.
Ich war in den letzten Jahren im deutschen Doors Kreis tätig, also die Doors Fangemeinde. Es hat mir dann aber irgendwann nicht mehr gefallen, weil es immer so Querelen gab. Unstimmigkeiten. Neid und so. Ich hab' aber ziemlich viele Leute kennen gelernt, wie den Jürgen Bamberg aus Hamburg, der eine Doors Seite gehabt hat. (…) Ich hab den Jan-Erik Hubele kennen gelernt, der ein Buch geschrieben hat über die Zeit, wo Jim Morrison in Paris gelebt hat und wo er überall war, mit sehr vielen Bildern und Berichten. Kai Wittkowski, der in Deutschland die größte DOORS Sammlung überhaupt sein eigen nennt. Ich habe Coverbands kennen gelernt und ich hab Musiker kennen gelernt, Leute kennen gelernt, die Mitglieder der Doors persönlich kennen gelernt haben, wie z.B. Darryl Read.
(…)

17:11 E.K.
Entstand durch die Website eine Art Forum der Doors Fans?

17:36 G.W.F.
(…) 17:45
Es sind im Prinzip immer dieselben zehn Leute, die da irgend'was ’reinschreiben und darauf antworten. Das ist in Amerika bei den Doors selbst oder auf der Seite von Ray Manzarek oder Robby Krieger ist das ganz, ganz anders, da sind Tausende von Leute, es sind auch Tausende von Leute, die da irgendwie was Neues bringen oder irgendwie Fragen haben. In Deutschland läuft das nicht, ich weiß nicht, woran das liegt. (…)
18:28
Was ich festgestellt hab', dass meine Seite, das macht mich auch etwas stolz inzwischen, die meistbesuchteste und informativste Seite in Deutschland ist, wo eine Band vorgestellt wird. Dazu muss ich aber auch noch sagen, dass Oliver Stone mit seinem Film damals, „The Doors“, auch nochmals sehr für Nachwuchs gesorgt hat, dass jüngere Leute vor allen Dingen, wieder auf die Musik der Doors gekommen sind oder überhaupt sich für die Musik der Doors interessiert haben, was 'ne zeitlang ziemlich eingeschlafen war und grad durch den Film „The Doors“ vom Oliver Stone ist ein sehr, sehr großes Publikum, vor allen Dingen jüngere Leute, Teens oder Twens hat man früher gesagt, die dazu gekommen sind und sich für die Doors interessieren. Und das freut mich eigentlich unheimlich, wenn mir jemand 'ne E-Mail schickt und „Ich bin 15 Jahre und ich find das toll diese Homepage und ich find das toll, dass es die Doors gibt, hab ich früher eigentlich nie gehört und irgendwann bin ich halt auch über diesen Film „The Doors“ vom Oliver Stone auf die Band gekommen und hab mich damit beschäftigt und ich muss sagen, sie machen eine unheimlich gute Musik“. Und ich finde das einfach geil, dass nach vierzig Jahren immer noch Leute dazu kommen und die sich für diese Musik interessieren. (…)
20:24
Es freut mich einfach, dass die Homepage (…), das ist 'ne sehr große Arbeit und man sitzt viele Stunden vor dem PC und beschäftigt sich damit, den Leuten immer wieder was Neues zu präsentieren oder man sucht irgendwie nach Dingen, die nicht so bekannt sind, (…) und für mich ist es dann immer wieder ein unheimlicher Dank, wenn dann jemand schreibt, ich find das klasse und ich hab noch nie soviel über die Doors kennen gelernt (…) als auf deiner Homepage und hab' mich jetzt mal mit CDs beschäftigt und DVD's gekauft und mir die Band etwas näher gebracht. Und das freut mich einfach.

21:06 E.K.
Wie erklären Sie sich, dass Menschen in unserem Alter die Musik der Doors immer noch gut finden?

21:28 G.W.F.
(leichtes Lachen)
Ich würde es so bezeichnen: Back to the roots. (…) Ich habe es nicht und ich werde es auch nicht verleugnen: Ich bin eigentlich sehr glücklich, die Zeit der 70er Jahre mitgemacht zu haben, mit langen Haaren durch die Gegend gelaufen zu sein, Stress mit jedem gehabt zu haben, mit den Eltern, mit dem Arbeitgeber, mit den Leuten auf der Straße. „Gammler“ und wie wir alle beschimpft wurden, aber es war unsere Zeit. Und es war eine Zeit für mich eines Umbruchs, der in der Generation stattgefunden hat. Und ich sehe mich immer noch, auch heute noch als ein Teil, der in dieser Szene mit drin war und ich kann mir heute auf die Schulter klopfen und kann fröhlich sagen, ich bin stolz, dass ich in dieser Zeit gelebt habe. Und ich bin stolz, dass ich diesen Weg gegangen bin, der bestimmt schwieriger war als einfach Schule, Universität, gescheiten Beruf gelernt, vielleicht heute viel Geld und ein gemachter Mann zu sein. Nee, das ist und war nicht so mein Ding. Und ich hab die 70er Jahre geliebt, weil es war alles neu, es war 'ne Änderung in der Musik, es war 'ne Änderung in der Generation, die Leute waren für 'ne gewisse Zeit freier, obwohl die Auslegung des Begriffs Freiheit wieder ein Punkt für sich ist, frei ist man eigentlich nie, aber man hat sich wenigstens frei gefühlt.
23:02
Es war die Zeit der freien Liebe, egal wie man jetzt dazu steht, man hat seinen Joint geraucht, man hat seine Erfahrung gemacht, man hat gemeint, das Unterbewusstsein steuern zu können, vielleicht war es in gewisser Weise so. … Ich bereue keinen Tag. Ich liebe die 70er, ich muss es so sagen, ich liebe die 70er und erinnere mich unheimlich gern an diese Zeit zurück, weil sie mir menschlich eigentlich sehr viel gebracht hat. Ich hab' wahnsinnig sehr viele neue Leute kennen gelernt, die andere Gedankengänge hatten als meine Eltern (…), unsere Verwandtschaft oder die Bekannten meiner Eltern. Es war neu und (…) man hat tun und lassen können, was man wollte und hat niemand gefragt, darf ich das oder darf ich das nicht, ist das gesetzlich jetzt, dass ich Haschisch rauche oder mir einen Trip einschmeiße, es hat dazu gehört und die Musik hat dazu gepasst und die Bücher haben dazu gepasst. Ja, es war toll.

24:08 E.K.
Das hat ja auch alles Jim Morrison vorgelebt.

24:21 G.W.F.
Ja, er hat es vorgelebt, aber irgendwo schon auf einer anderen Art und Weise. (…) Ich hab mich nie so gesehen, dass ich auf einer Rasierklinge sitze, die an und für sich schon gefährlich ist, wenn man links oder rechts runter fällt.
24:48
Morrison war für mich ein Exzentriker, der das Leben ausgekostet hat. (…) Er hat getan, was er für richtig hielt und hat sich eigentlich wenig um seine Mitmusiker gekümmert, er hat sich wenig um seine Freunde gekümmert, um seine Bekannten, er hat seine Art des Lebens gefunden und hat die, ja, bis zum Schluss in Paris, wo er in der Badewanne gestorben ist, eigentlich gelebt.

25:22 E.K.
Morrison hat eine Botschaft gehabt und gleichzeitig abgelehnt, ein Führer für eine Bewegung zu sein.

26:27 G.W.F.
(…) 26:33
Ich hab' diese Feststellung eigentlich gemacht, so als Führer oder Idol, dem man nacheifert, erst so in den letzten Jahren, nach dem Film vom Oliver Stone, wo sehr viele junge Leute dazu gekommen sind. Und für die ist Jim Morrison einfach 'ne Lebensanschauung, für die ist Jim Morrison wie ein Gott, wie ein Bruder, wie ein Vater, kann man unheimlich schwer erklären. Es gibt Leute, die abends mit einem Gebet für Jim Morrison einschlafen, ich hab' so Leute kennen gelernt, es gibt Leute, die Geschäftsleute waren, die, wenn sie vor Abschluss eines Geschäfts standen oder ein Geschäft überhaupt machen wollten, in den Wald oder in ein Feld gegangen sind und mit Jim Morrison besprochen haben, ob er das gut findet, das Geschäft.
27:20
Es ist heute extremer als das früher war, früher hat man sich diese Gedanken eigentlich gar nicht so gemacht, ob Jim Morrison jetzt so 'ne Führerpersönlichkeit ist. Ich glaube (…), dass das Jim Morrison eigentlich gar nicht wollte. Er kam aus einem Elternhaus, der Vater war Admiral bei der amerikanischen Marine und es war ein unheimlich konservatives Elternhaus mit 'ner sehr strengen Erziehung und entscheidend nach ihm, was er immer so erzählt hat, als er so vier Jahre alt war und sie haben eine Fahrt durch die Wüste unternommen, als sie irgendjemand besuchen wollten, und sie kamen an so einem Autounfall vorbei, wo ein Truck mit Indianern einen Unfall hatte und ein Indianer auf der Erde lag, der am Sterben war. Und Jim Morrison hat immer gesagt, dieser Indianer hat ihn angeschaut, „als er gestorben ist, ist dieser Geist des Indianers in meine Seele eingetaucht.“ Und er hat’s auch später immer wieder beschrieben, dass das eigentlich der ausschlaggebende Punkt war, sein Leben zu ändern, obwohl er damals erst vier Jahre alt gewesen ist. Aber er hat immer behauptet, da ist irgendwas mit ihm passiert, dass er sein ganzes Leben lang nicht vergessen hat. Und er hat auch zu dieser Zeit angefangen, sehr viel zu lesen, es waren am Anfang viele Kinderbücher, dann war es amerikanische Geschichte usw. und erst später ist er auf Freud gekommen und die ganzen Lyriker. Er hat sehr viel über die griechische Mythologie gelesen, Nietzsche etc. Und man hat eigentlich nach Hörensagen oder nach dem Lesen, was man so gelesen hat, Jim Morrison nie ohne irgendein Buch angetroffen. Und das waren eigentlich auch immer die ersten, die einzigen Habseligkeiten, die er als junger Mann hatte, nachdem er auf der Universität, ich glaube, in Los Angeles, auf der UCLA war, auf der Filmschule, und wie gesagt, er hat immer nur gelesen und seine einzige Habe war eine Kiste mit Büchern und er hat keine Klamotten gehabt oder immer dasselbe getragen und hat sich weder für neue Schuhe oder sonst was interessiert. Das einzige Interesse, was er gehabt hat, das waren Bücher, Bücher, Bücher. Und hat dann auch angefangen Notizbücher mit sich herum zu schleppen, wo er eigene Gedanken erst nur aufgeschrieben hat. Und später wurden aus seinen eigenen Gedanken seine Lyrik, seine Prosa. Und er hat angefangen, unzählige Gedichte zu schreiben. Aber Führer, nee. Wie gesagt, für uns war er kein Führer.

30:24 E.K.
Wie erklären Sie sich den Unterschied?

30:58 G.W.F.
Es liegt meines Erachtens daran, dass die heutige Generation (…)
31:13
sie ist heute viel mehr auf Kommerz aus, meines Erachtens, ich hab so den Eindruck, hasserfüllter teilweise, brutaler, zerstörungsanfälliger, also sie machen mehr kaputt. Und ich hab' immer so das Gefühl, dass Morrison da unheimlich gut dazu passt, weil ich hab' mit vielen jungen Leuten über Morrison gesprochen, und die Meinung ist immer: Na gut, der hat’s ja damals vorgelebt, der hat ja auch immer nur gesoffen und hat alles kaputt gemacht und Tod gepredigt und wie schön der Tod ist und wie schön die Zerstörung ist, aber ich glaube, dass die Leute es irgendwie gar nicht so richtig in den Kopf reinkriegen, was eigentlich so hinter den ganzen Texten steht oder was er eigentlich ausdrücken wollte. Ich glaube nicht, dass Morrison diese brutale Person war, wie er heute dargstellt wird oder dieser Führungsanspruch, die die Jugend an ihn stellt oder dieses Idol Jim Morrison. Ich hab dazu 'ne andere Meinung, aber man bringt es diesen Leuten, wenn man sich mit jungen Leuten, die in der Doors Szene drin sind, unterhält, man hat immer das Gefühl, man spricht gegen 'ne Wand. (…)
32:32
Die sehen Jim Morrison, so brutal es klingt, teilweise auch so 'ne Art Adolf Hitler. Es ist ein unheimlich schlechter Vergleich, aber Hitler war auch so jemand, der die Massen bewegt und so hab' ich manchmal das Gefühl, dass jüngere Leute Jim Morrison so sehen, die Massen bewegend und steht auf und geht raus auf die Straße und haut den nächsten um oder macht irgendwas kaputt. (…)
33:23
Doors Musik waren eigentlich damals Konzerte, wo die Leute mitgegangen sind, geklatscht haben und auch getobt haben, aber es war irgendwie mehr Zuhören und heut ist es mehr, ich bin dabei und jetzt lass' ich mal die Sau raus.

33:40 E.K.
Was halten Sie von seinen Gedichten, seinen Texten?

33:58 G.W.F.
Mhhh. Ich halte eigentlich sehr viel von seinen Gedichten und Texten, weil ich auch versuche, Gedichte zu schreiben. Ich bin nicht Morrison und ich werd mich auch nicht mit ihm identisch sehen, das werde ich auch nie schaffen. Aber ich schreibe meine Gedichte für mich, über meine Stimmung, über meine Ängste, über meinen Krebs, über mein Leben, über meine Liebe. Ich habe aber irgendwo das Gefühl, das wir in derselben Welt leben, also Morrison mit seinen Gedanken und ich mit meinen Gedanken. Und die Lyrik von Jim Morrison spricht mich unheimlich an. (…)
35:12
Ich finde seine Lieder, die Ausdrucksweise, ich finde die Zusammenstellung der Zeilen, die Zeilenanordnung, er schreibt manchmal 'ne Seite über irgendetwas und dann kommt nur drei, vier Wörter, wo man auf den ersten Moment gar nicht das Gefühl hat die passen da dazu, aber liest man das Gedicht ein zweites und ein drittes Mal dann kriegt man irgendwie erst mal so ein bisschen den Zusammenhang mit. Ich finde, das Jim Morrison eine Art hat zu schreiben wie es eigentlich wenigen Menschen möglich war oder gegeben ist, sich überhaupt so ausdrücken zu können.

35:55 E.K.
In den Gedichten kommt oft die Nacht vor. Für was steht bei Jim Morrison die Nacht?

36:58 G.W.F.
Meines Erachtens, das ist eine Annahme von mir, dass Morrison mit Nacht eigentlich den Tod beschreibt. (…) In vielen Texten hat er den Tod anders beschrieben als Nacht. (…) Er war irgendwie interessiert, hab ich das Gefühl, wie das ist, er hat sich seine Gedanken gemacht, er hat durch die griechische Mythologie und was er nicht noch alles gelesen hat, sich sehr viel mit dem Tod beschäftigt. (…) Und er hat ihn versucht, für sich irgendwie verständlich zu machen. Da ist zum Beispiel das Lied „Break on through to the other side“, was für mich auch nur Tod bedeutet, was da kommt und was da ist. „The End“ ist für mich eigentlich auch Tod, weil (…) er hat sehr viel über das Geheimnis des Todes nachgedacht, denke ich. Und hat das in seiner Lyrik irgendwie versucht zu verarbeiten und für sich zu beschreiben. Er hat immer wieder gesagt, dass er keine Angst vor dem Tod hat, aber was ist Angst vorm Tod, ich mein durch meinen Krebs hab' ich auch Angst vorm Tod. Manchmal hab' ich keine, ich bin manchmal neugierig, wie das ist, wenn man stirbt und ich hab mit meiner Onkologin darüber gesprochen, was Tod ist. Und die hat gesagt, das ist ein Wechsel, das ist ein Raumwechsel, mehr eigentlich nicht. Und da ist es halt wieder die Frage, ob man an eine Reinkarnation glaubt, was man für eine Einstellung selbst hat. Und ich glaube, dass Jim Morrison eigentlich sehr viel Interesse am Tod hat, um herauszufinden, was kommen kann und was kommen wird. (…)
39:02
Er hat eigentlich fast in jedem Lied, ja, eigentlich fast in jedem Lied ist irgendeine Anmerkung über den Tod mit drin.

39:12 E.K.
Den er dann so nicht nennt. Einfluss von Rimbaud. Er sagte, man muss zuerst mal zerstören um eigenes schaffen zu können. Visionen, Utopie.

41:08 G.W.F.
(…) Ich hab eigentlich nur die einzige Vorstellung, dass er ein suchender Mensch war wie eigentlich jeder ein suchender Mensch ist. Aber er hat meines Erachtens irgendwie einen Sinn im Leben gesucht, einen Sinn in der Existenz, einen Sinn in der Liebe. Er wollte irgendwie seine Situation (…) abarbeiten irgendwie, so kommt mir das immer vor. (…) Es ist eigentlich unheimlich schwierig, wenn man jemanden nicht gekannt hat persönlich, nicht persönlich kennen gelernt hat, sich ein Bild zu machen, rein von dem, was man liest, und rein von dem, was man musikalisch hört. (…)
42:25
Und gerade im Bezug auf Jim Morrison fällt es mir unheimlich schwer ein klares Bild zu bekommen, weil er ist so unheimlich vielseitig. Wenn man meint, man hat ihn irgendwo gegriffen und sagt, aus diesem und diesem Grund hat er dieses und dieses Lied geschrieben. Und man hört zwei, drei Lieder weiter oder liest seine Gedichte, man hat ein Gedicht gelesen und im fünften ist alles wieder über den Haufen geschmissen, was man vorher eigentlich als Meinung hatte. Und das ist unheimlich kompliziert.

42:58 E.K.
Er ging nach Paris mit dem Wunsch, als Dichter anerkannt zu werden.

44:14 G.W.F.
(…) Was sich so herauskristallisiert hat für mich war ja, dass Jim Morrison eigentlich nie die Idee gehabt hat, Rocksänger zu werden oder Rockstar zu werden oder so 'ne Persönlichkeit überhaupt auf der Bühne zu werden. (…) Es war sein schreiben. Aber das erste Ziel war eigentlich, er wollte Regisseur werden und das hat dann aus verschiedenen Gründen, weil er ein Probefilm gedreht hat, der dann ziemlich von den Leuten der Universität zerrissen wurde, auch von seinen Mitschülern auf der Universität, und das hat ihn dann ziemlich über den Haufen geschmissen. Und der Einzige, der dann zu ihm gesagt hat, weil der auch auf der Filmschule war, das war der Ray Manzarek, der spätere Keyboarder der Doors, der gesagt hat, der Film war unheimlich gut und als sie sich dann getroffen haben am Strand und Jim Morrison ein Gedicht vorgetragen hat, wo Ray Manzarek da drauf gesagt hatte, „das ist so was von toll und hast du da noch mehr davon“. Und Jim Morrison (…) gesagt haben soll „Ja, einige Notizbücher voll, aber noch mehr hab' ich in meinem Kopf“. Und wie Ray Manzarek dann gesagt hat: „Wir gründen jetzt eine Band und werden Millionäre“. Und das war meines Erachtens nie das Ziel oder der Wunsch von Jim Morrison auf 'ner Bühne zu stehen. Und er hat am Anfang, als die Doors die ersten Auftritte hatten, das hat unheimlich lange gedauert, bis er eigentlich mit dem Gesicht zum Publikum gesungen hat, er hat am Anfang immer nur mit dem Rücken zum Publikum gestanden und die anderen Bandmitglieder waren schon ziemlich sauer darüber und haben gesagt: „Dreh dich um und guck' die Leute an, die wollen dich sehen“. Und wo er gesagt hat, das macht er nicht, er sieht das auch gar nicht ein, er will seine Gedichte so vortragen oder seine Songs so singen, dass er rein mit sich selbst beschäftigt ist, wenn er sie vorträgt. Und der ausschlaggebende Punkt war dann eigentlich erst im Whisky A Go Go, als sie (die DOORS) dann die ersten größeren Auftritte hatten, wie er dann „The End“ rezitiert hatte und (…) zum ersten Mal die Strophe reingebracht hat „Killer awoke before dawn“ und dieser Ödipuskomplex - Vater töten, Geschlechtsverkehr mit der Mutter zu haben, bei Ödipus war’s halt den Vater zu töten und die Mutter zu heiraten – und das war eigentlich der erste gravierende wirkliche Umschwung, wo er bewusst auch, in Interviews von ihm bestätigt, sich den Leuten zugewandt hat und hat eigentlich die Reaktion zum ersten Mal genossen, wie die Leute auf den Song reagieren. Das hat ihm dann später einen unheimlichen Spaß gemacht (…), mit dem Publikum zu arbeiten und (…) zu sehen, dass er geliebt wird, dass er angehimmelt wird und die Leute auf ihn abfahren. Und das war aber dann auch dieser gewisse Punkt, wo er angefangen hat, eigentlich mehr Alkohol zu sich zu nehmen, weil er irgendwo die Situation geliebt hat für sich, geliebt zu werden von den Leuten, aber andererseits hat er auch (…) unheimliche Angst davor gehabt. Weil er wollte das eigentlich nie, er wollte Anerkennung haben als Regisseur (…) und er wollte Anerkennung haben als Dichter oder Schriftsteller. Und er ist dem halt mit der Zeit ziemlich überdrüssig geworden. Und hat die Konzerte dann mit der Zeit vernachlässigt, er ist gekommen, wann er wollte, er hat Studioaufnahmetermine behandelt nach dem, wenn er gedacht hat, jetzt ist es Zeit für Herrn Morrison ins Studio zu gehen. Er hat sich nicht um die Bandmitglieder gekümmert und es gab ja auch … in der Mitte seiner Karriere oder fast schon zum Ende, kann man sagen, sehr viele Gedanken der anderen Mitglieder, dass sie ihn aus der Band nehmen wollten. Aber sie haben auch gewusst, dass sie ohne Jim Morrison eigentlich nicht diese Band so aufrecht erhalten konnten, weil es waren vier Leute, die sich gefunden haben und diese vier Leute haben, wie kaum in einer anderen Band, unheimlich harmonisiert. (…) Die Doors hatten auch das Glück, dass das drei Musiker jetzt, außer Jim Morrison, dabei waren, die auf seine Eskapaden sehr viel Rücksicht genommen haben, sehr drauf eingegangen sind, er hat bei Bühnenshows die Texte oder die Lieder so oft gewechselt, dass sie eigentlich gar nicht gewusst haben, um welches Lied es sich eigentlich handelt, haben aber immer wieder versucht, auf das Neue einzugehen musikalisch, und das kann halt auch nicht jede Band. Und das war halt auch so ein Punkt, der die Doors unheimlich berühmt gemacht hat, obwohl Jim Morrison mit der Zeit immer mehr abgesackt ist, er hat halt nur noch gesoffen mit seinen Kumpels und Alkohol war dann halt Droge Nummer Eins bei ihm.
49:53
Dazu kam dann der Auftritt in (…)
50:10
Der Ausschlag war dann als, bei dem Miami Konzert, er sich angeblich entblößt haben sollte und sein Penis den Leuten gezeigt haben soll, was eigentlich nie bewiesen wurde, auch nicht durch Fotos und sehr viele Leute gesagt haben, das hätte so nicht gestimmt. So hätte die Polizei einfach einen Grund gehabt ihn dingfest zu machen und das Konzert zu unterbinden. A war das Konzert überbesucht, das Konzert war sowieso von Anfang an ziemlich chaotisch. Morrison war nicht zum geplanten Auftrittstermin erschienen, er hat am Flughafen noch in 'ner Bar gesessen und hat sich ziemlich was in die Kehle gegossen. Hat den Flieger wieder verpasst und das Konzert ist, glaube ich, mit ein oder zwei Stunden später (…) erst angesagt worden. Und er war ziemlich fertig und hat von Anfang an schon das Publikum beschimpft und sich mit dem Publikum angelegt und hat teilweise die Texte nicht mehr gewusst und es war alles sehr chaotisch und irgendwann, so nach Interviews mit ihm, was ich so gelesen habe, hat er eigentlich gar kein Bock mehr gehabt, mit der Band auf Tour zu gehen, das war ihm alles zuviel und er wollte sich wieder darauf konzentrieren, mehr zu schreiben. Und er wollte eigentlich, wieder zu sich selbst finden. Er wollte wieder Ruhe tanken und Kraft tanken und er wollte wieder ganz weg von diesem Milieu der Auftritte und von der Band. Und das war halt diese Zeit, als er mit Pamela nach Paris gegangen ist.

51:28 E.K.
In Paris war die Anonymität für Morrison wichtig. Hat er in Paris gefunden, was er gesucht hat?

53:20 G.W.F.
Ich glaube, dass er nach Paris ganz bewusst gegangen ist, weil er, wie er gesagt hat, Paris immer für eine Stadt gehalten hat der Lyrik, der Künstler. Weil (…) sehr viele Künstler in Paris gelebt haben oder sind nach Paris gegangen. Und müssen auch mal ein Konzert im Olympia gehabt haben in Paris, wo er die Zeit gehabt hat und die Muse, wo er relativ nüchtern war und er hat sich die Stadt angeschaut und alles. Und das muss ihm unheimlich imponiert haben, diese ganze Metropole. Und ich nehme an, dass er Ruhe suchen wollte (…) in Paris, weil er (…) die Stadt liebte. Und es ist Mutmaßung, ob er jetzt dahin gegangen ist, um seine schriftstellerische Laufbahn, um seine dichterische Laufbahn jetzt weiter zu machen oder ob er Filmmusik machen wollte, keine Ahnung. (…) Aber ich glaube, dass er das in Paris gesucht hat, was er in Amerika und auf den ganzen Touren nicht mehr gefunden hat, ich glaub', dass Paris für ihn ein Ort der Ruhe war und …
54:48
Er wollte sein Leben einfach ändern. (…)

55:00 E.K.
Waren Sie mal in Paris?

55:06 G.W.F.
Ich war ungefähr 1966 drei Monate in Paris. (…) War dann nach Jim Morrisons Tod noch mal in Paris, aber habe diese Stätten, wo er sich aufgehalten hat und wo er beerdigt ist eigentlich bewusst nie besucht. Weil, für mich ist er einfach gestorben, nicht als Musiker, ich meine die Musik der Doors und seine Gedichte, die leben auch heute noch, aber ich will mir das einfach persönlich nicht antun, weil ich da eine ganz spezielle Meinung dazu habe. Er hat gelebt und er hat seine Musik gemacht und er hat seine Lieder gesungen und er hat seine Lieder geschrieben und er hat seine Gedichte geschrieben, aber für mich ist Paris so (…) durch seinen Tod dieser absolute Abbruch. Ich hab' halt diese Vorstellung, ich muss mir das nicht antun, dass ich da vor seinem Grab steh', was nach Bildern zu urteilen, verwahrlost ist, dreckig ist, schmutzig ist, man könnte wieder sagen, das passt zu seinem Leben, aber ich finde es irgendwie, ich finde es nicht gut, wenn noch so viele Tantiemen heute reinkommen von der Doors Musik, dass mal nicht irgendjemand im Stande ist, ob das seine Eltern sind, die wahnsinnig viel geerbt haben, ob das die anderen Doors Musiker sind, die heute noch an der Doors Musik gutes Geld machen. Ich find’s schade, dass niemand im Stande war, ihm eine Grabstätte zu schaffen, wo man sagen kann, okay, es ist ein schönes Grab und es ist 'ne Stätte, wo man sagen kann, er hat’s halt irgendwie auch symbolisch nach außen sehend gefunden, was er ewig gesucht hat. (…)

56:58 E.K.
Können Sie nachvollziehen, dass die Fans ans Grab gehen?

57:06 G.W.F.
Ich kann das schon nachvollziehen, weil (…) ich auch ein paar Freunde hab, wo ich’s weiß, dass sie ganz bewusst nach Paris an sein Grab fahren. (…) Aber sie machen es rein für sich und sie machen es nicht aus diesem Tourismustrott oder ich muss jetzt an dieses Grab, sondern sie fahren einfach hin, weil sie sich sagen, ich mach es aus Dankbarkeit oder ich möchte da 'ne Blume ablegen, obwohl man heute gar nicht mehr ans Grab rankommt, aber es gibt trotzdem noch Wege, dass man ein Sträußchen ablegen kann. (…)
58:00
Was ich absolut nicht gut finde, ist, wie sich manche Leute heute an seinem Grab benehmen. Und es ist verständlich, dass die Friedhofsverwaltung von Paris oder dieses Friedhofs halt gesagt hat: Wir wollen das gar nicht mehr. Und es schon Wege versucht wurden, ihn umzubetten, aber das hat dann, ich glaube, Ray Manzarek und Robby Krieger durch eine große Spende, indem sie wieder das Grab für zig Jahre gekauft haben, haben die das dann zu Nichte gemacht.
58:36
Ich finde das nicht gut, dass Jugendliche da sitzen, sich zusaufen, sich zudröhnen und Joints durch die Gegend schmeißen. Ich hab' nichts gegen das Rauchen, besser als Saufen, aber sie sollen sich einfach benehmen und ich find' das einfach schändlich, was die da machen. Das ist auch einer der Gründe, warum ich sage (…) ich guck mir das Grab nicht an. Ich muss da nicht hingehen, um Jim Morrison in meinem Kopf zu behalten oder in meinem Herzen zu behalten und zu sagen: War gute Musik, war guter Sänger, auch wenn er keine gute Stimme hatte, aber das tut jetzt nichts zur Sache, er war ein guter Frontman und er hat gewusst, wie man mit dem Publikum umgeht und sie haben eine wahnsinnig gute Musik geschaffen, die vier zusammen. Es kann sein, wenn ich mal wieder in Paris bin, dass ich mir seine Wohnung anschaue, also von außen, rein kommt man ja nicht, und vielleicht ein paar Lokalitäten, wo er war, aber was ich 100 % ig nicht tun werde, den Friedhof zu besuchen.

59:58 E.K.
Die Spekulationen um Jim Morrisons Tod. Wie er gestorben ist. Da gibt es ja verschiedene Versionen. Manche meinen ja, er würde noch irgendwo leben.

1h 00:40 G.W.F.
Also, für mich ist er gestorben, ganz eindeutig. Ich mein', die Leute, die einen Totenschein ausgestellt haben, egal, jetzt mal unabhängig davon, wie der Tod zu Stande gekommen ist, ob er jetzt durch Herzversagen gestorben ist oder an einer Überdosis Heroin gestorben ist, wie viele gesagt haben, weil er gedacht hat, es wäre Heroin, und in dem Club, wo er am Abend das Pulver bekommen hatte, es ziemlich düster und dunkel war, und er war angetrunken und hat nicht mehr richtig gerafft, was er eigentlich zu sich nimmt. Es ist alles Spekulation, aber ich bin der Meinung, dass er tot ist und man stellt nicht einen Totenschein zum Spaß aus, sondern es gibt ja Polizeiberichte, es gibt ja Arztberichte und ich glaube schon, dass die stimmen. Ich finde das einfach blöd, dass man heut (leichtes Lachen), ja nach fast vierzig Jahren hingeht (…) sagt, er lebt und das war alles irgendwie ein großes Theaterstück oder 'ne Aufführung, wie er sich's halt vorgestellt hat. Nee, für mich ist er tot und Punkt.

1h 1:52 E.K.
Der Kult um Morrisons Tod im Gegensatz zum Tod von Jimi Hendrix.

1h 2:38 G.W.F.
Ja, zum Beispiel die Grabstätte von Jimi Hendrix, die für mich eigentlich 'ne Grabstätte darstellt. Weil es ist ein Mausoleum gebaut worden. (…)
2:58
Allein die Umgangsweise der Leute, die Jimi Hendrix Grab besuchen oder das Mausoleum, das sind ja zwei verschiedene Plätze, das ist ein Benehmen wie Tag und Nacht muss man sagen. Beim Morrison ist es halt das Chaos und es werden fremde Grabsteine beschädigt, beschmiert oder wurden beschmiert, weil heut geht’s ja gar nimmer so, es werden Flaschen liegen gelassen, es wird halt Big Party gefeiert. Und bei Hendrix ist es halt mehr dieses stille "In-sich-gehen" und vor dem Grab zu stehen und zu sagen, hier liegt halt jemand, der musikalisch auch Welten aufgerissen hat (…) und der bestimmt genau so bedeutend war wie Jim Morrison oder Janis Joplin. Das war einfach 'ne Zeit, wo drei Bands was ganz Neues gemacht haben und die irgendwie, gerade durch ihren frühen Tod sind ja alle drei mit 27 gestorben, obwohl es noch mehr Musiker gibt, die mit 27 gestorben sind– da gibt’s ja auch so viele Rätsel um diese Zahl und es wurden auch mystische Sachen um diese Zahl 27 angestellt.
4:13
Aber ich glaube auch, dass Morrison und Hendrix unterschiedlich waren. Hendrix war für mich jemand, der mit einem elektrischen Instrument eine Welt aufgerissen hat, die vorher niemand für möglich gehalten hat, der es heute noch schafft, dass auch neue Musiker, junge Musiker oder Leute, die Gitarre lernen, immer irgendwann auf Hendrix zurückkommen. Und für mich war Hendrix 'ne Interpretation einer neuen Gitarrenkultur. (…)
5:23
Dieser Kult ist halt entstanden dadurch, dass die Leute halt extrem schnell hochgekommen sind, extrem 'ne neue Welt aufgerissen haben, 'ne neue Musik gemacht haben, andere Musik gemacht haben, mit mehr Power oder mehr Feeling bleibt sich dahingestellt, aber sie haben neue Aspekte in die Welt der Musik gesetzt. Und ich meine, wenn jemand jung stirbt, der irgendwas geschaffen hat oder der einnen Namen gehabt hat, ähnlich wie jetzt James Dean könnt man jetzt nehmen, (…)
6:06
ist das eigentlich in der Welt des Menschen, dass man einen Kult drum macht. (…)

1 h 6:30 E.K.
Ihre Lieblingsstücke der Doors.

1 h 6:42 G.W.F.
Lieblingsstück’ Nummer 1 seit meinem Krebs „When the music‘s over“ wegen der Zeile „before I sink into the big sleep, I want to hear the scream of the butterfly“. Das eigentlich zum Motto meines Lebens wurde.
6:56
Lieblingsstück Nummer 2 (…) ja, “The End”. (leichtes Lachen)
Was soll man dazu noch erklären: Das Ende kommt für jeden, das Ende kann für mich durch meinen Krebs schneller kommen als bei anderen. (…) Die Art, was er mit dem Lied alles ausdrückt: Hass auf seine Eltern, Todessehnsucht, Sehnsucht nach Liebe, Sehnsucht nach Geborgenheit, der Text, der beinhaltet so unwahrscheinlich viel …
Ja, es gibt viele Sachen, wo ich „The End“ mit meinem Leben identifizieren kann.

7:43
Was mir noch gefällt: „the Crystal Ship“ rein von der Melodie her. Was ich unheimlich schön finde: „The Spanish Caravan“, wegen dem spanischen Einfluss. Was noch ein schönes Lied ist: „Riders on the Storm“. (…)
8:19
Es gibt noch ein Lied (…), das ist das 17 Minuten Stück „The Celebration of the Lizzard“, weil da eigentlich alles drin ist, was die Doors ausmacht, alles. Musikalisch, Textmässig, ja Doors live.

1 h 8:04 E.K.
Zur Todessehnsucht. Jim Morrison hat mal gesagt, er stelle sich immer vor, dass da alle Schmerzen vorbei sind.

1 h 9: 14 G.W.F.
Vor dieser Frage habe ich Angst gehabt, weil das ist eine Streitfrage seit dem Film von Oliver Stone, ob die Worte von Jim Morrison sind. Er hat sie ganz am Anfang im Film, als er mit Pamela auf dem Bett lag (…) Es gibt die Meinung, dass er es gesagt hat, es ist aber nicht nachgewiesen. Und es gibt andererseits die Meinung, dass es eine Erfindung von Oliver Stone zum Film ist. Aber trotz allem, ich find die Zeile unheimlich schön, weil es drückt eigentlich das aus. Die Frage war eigentlich: „Hast du Angst vor dem Tod“? Also das ist das, was im Film Pamela Jim Morrison fragt. Und er antwortet: „Warum sollte ich Angst vor dem Tod haben? Wenn ich tot bin, ist der Schmerz vorbei.“ (…) Er könnte von ihm gewesen sein. Aber persönlich finde ich den Satz gut, weil es einfach so ist.

(…)

1h 11:14 E.K.
In einem Interview hat Jim Morrison einmal gesagt, er wolle alt werden und ruhig sterben. Angenommen, er wäre nichts so früh gestorben, wie könnte man sich Jim Morrison heute vorstellen?

(…)

1h 11:55 G.W.F.
Es wäre einer der geilsten Punkte meines Lebens, wenn heute irgendwo ein Plakat hängen würde: „Frankfurt
er Festhalle – ausverkauft – die Doors, Originalbesetzung mit Jim Morrison“. Ich möchte ihn sehen.

Ende
Zeit: 1h 12:12

Mittwoch, 25.10.2006

Am Freitag, 13.10.2006 wurde Helga am Unterleib operiert. Am Montag, 16.10. durfte sie dann schon wieder nach Hause.

Auch heute, fast zwei Wochen nach der OP, hat sie noch immer mit den Nachwirkungen des Eingriffes zu kämpfen und die Schmerzen klingen kaum ab. Hoffe, das sie nicht mehr so lange leiden muß und alles bald wieder richtig verheilt ist.

Ich für meinen Teil habe es nicht bereut, dass ich den Kram in unserem Ort geschmissen habe und in Weilbach eine neue "Heimat" gefunden habe. Außerdem ist es immer wieder geil zu erfahren, wer mich so alles - auch heute noch! - als Betreuer in seinen Reihen haben wollte / möchte. Da kann ich ja so schlecht nicht gewesen sein wie manche heute hinter vorgehaltener Hand flüstern. Aber vor allem kann ich die Schnauze über das halten, was die Spieler in der Kabine untereinander reden, und ich habe es nicht nötig, mich beim Vorstand durch Ausplaudern von "Betriebsgeheimnissen" beliebt zu machen.

Was mir in diesem Zusammenhang auch noch gewaltig stinkt ist die Tatsache, dass ich über das Thema die Schnauze halten wollte. Aber diese Reglung zählt scheinbar auch nur einseitig, denn man hört immer wieder die tollsten Storys darüber, was da so über mich losgelassen wird. Armes Volk, die so reden müssen. Nicht alle! Um Gottes Willen, keine Mißverständnisse! Aber ich kenne die Spreu und ich kenne den Weizen.

Am Samstag haben wir mit HOT STUFF nun mal wieder ein "fast Heimspiel". Wir spielen am Samtagabend im Hausmann Zelt in Hochheim. Dort findet seit ein paar Jahren vor dem Hochheimer Markt im größten Zelt des Frankfurter Großgastronoms Willi Hausmann, ein Event statt, der sich Hochheimer Hitnacht nennt.

Aus der Presse:
Nach einjähriger Pause will es die SG Wallau Massenheim (Handballverein) nicht nur in der Liga wissen, sondern auch an eine junge aber sehr erfolgreiche Tradition anknüpfen die „Hochheimer Hitnacht“. Wie immer eine Woche vor dem Hochheimer Markt.

Hot Stuff the Real 70`ths spielt die größten Hits der 70er Jahre und das nicht nur vom Sound sondern auch in den original Outfits.

Bernie Paul eine Internationale Größe der 70/80er.
Mit Nummer 1 Hits wie Oh No No, It´s a Real Good Feeling, Lucky und Night after Night war er stets in den Hitparaden vertreten. Das sind nur einige Hits, die wir alle noch in den Ohren haben.....

Gaby Baginsky sorgt bei allen Schlagerfans für Hochstimmung.
2004 war Sie zu erstmal in Hochheim und brachte das Zelt zum Kochen.
Hits wie „Der Rum von Barbados“, „Es kann mit 40 wie mit 20 sein“, „Olala heut fängt die Party an“ und „wer hat dir das Küssen beigebracht“ ......... werden zu einem Stimmungsvollen Abend beitragen.

Pippo Azurro ein Garant für ausgelassene Stimmung und italienisches Feeling. Hits wie „Azzuro“, „Balla Balla Balla“ und „Volare“ sind nur eine kleine Auswahl aus seinem riesigen Partyprogramm.

Mit diesen Künstlern ist am 28.10.06 auf dem Hochheimer Weihergelände für Partystimmung der Extraklasse gesorgt.

Na ja, lassen wir uns mal überraschen was die Hitnacht so an Überraschungen mit sich bringt.

Mit den QUIETSCHBOYS war ich die letzte Zeit auch wieder on the road. Manchmal ist das Publikum dieser hessischen "Kultband" ganz schön nervig. Erstens sind die meisten immer der artig besoffen, dass vor der Bühne immer mal wieder der sprichwörtliche Bär tanzt. Manchmal auch ganz schön aggressiv. Aber die Band haut ihnen immer und immer wieder einen Hit nach dem anderen in die vollgedröhnten Bier- und Hütchenschädel (Hütchen ist in Hessen Cola / Barcardi oder Cola / Asbach). Da kommen die meisten dann erst gar nicht groß da zu, ihre Aggressionen in einer Saalschlacht auszuleben.

Tagebuch November 2006

Montag, 27.11.2006

Zur Zeit noch ohne Internet. Präziser formuliert bin ich seit dem 22.11. vom Netz getrennt. DSL Flaterate wie auch Telefon Flaterate. Habe meinem alten Provider 1 & 1 noch im letzten Monat gekündigt, da ich mit seiner Firmenphilosophie uns Kunden gegenüber in keinster Weise mehr einverstanden war. Inzwischen höre ich das auch immer von mehreren Leuten, mit denen ich darüber spreche.

Als ich mich nun nach Abschaltung meines Zugangs bei der Telekom anmelden wollte, wurde mir von deren Mitarbeitern mitgeteilt, dass die Anmeldung erst erfolgen könne, wenn 1 & 1 den "Port" freigeben würde, und das wiederum könne nach Erfahrungswerten einige Tage oder sogar Wochen dauern. (Anm.: Port bezeichnet ...) DAs ist schlicht und einfach formuliert eine bodenlose Frechheit ihren Kunden gegenüber oder noch volksdeutsch gesagt eine ganz schöne Scheiße.

Um auf den Punkt zu kommen, mir hat sehr mißfallen, dass bei einer Anfrage an den Technikdienst eine 190er Nummer angewählt werden mußte, die dann auch noch 1,99 EUR die Minute kostete. Außerdem landete ich jedes Mal erst in einer kurzen oder längeren Warteschleife, bis dann ein Mitarbeiter der technischen Abteilung meinen Problemen lauschte. Und dann ging das aber mit der Antwort ruckzuck zur Lösung meines Problems. Nein, da mußtet erst mal mit einer Menge Gegenfragen, die eigentlich mit meinem Fehler gar nichts zu tun hatten, das Gespräch in die Länge gezogen werden, da mit dann auch genügend Zaster in der Kasse klingelte. PINK FLOYD lassen herzlich mit ihrem Song grüßen: Money... (Textzeile einfügen!)

In Weilbach fühle ich mich zwischenzeitlich auch schon ganz heimisch. Ist ein viel besseres Arbeiten als bei denen im Süden, wie bei der Germania aus Weilbach mein ehemaliger Verein eines Hattersheimers Ortsteils genannt wird. Auch mit dem Coach ist eine sehr gute Zusammenarbeit gegeben. Ach ja, wie Heinz S. so als Mensch ist? Er ist das genaue Gegenteil dessen, was andere versuchen über ihn zu verbreiten. Ein Fußball verrückter Trainer der absolut hinter seinen Jungs steht. In jeder Beziehung. Und vor allem ehrlich, direkt und als Trainer KEIN Weichei.

Und da ich es an anderer Stelle schon mal geschrieben habe - was einigen scheinbar auch Anlaß zum nochmaligem Verdammen meiner Person herhielt: Germania Weilbach, der Club mit Perspektive. Und 2008 gibt es a big party bei 100 Jahre Germania. Aber da wird man bestimmt wieder den einen oder anderen aus dem Süden als Gast begrüßen dürfen. Wie auch bei unserem diesjährigem Oktoberfest, das von vielen Eddschmern besucht wurde. War auch ganz schön voll das Vereinsheim und der Alkohol floß in Strömen, was die Bilanz in den nächsten Tagen hergab.

Aber weil wir gerade im Süden waren, soll auch zu einem anderen Thema meine Meinung nicht ungeschrieben bleiben. Ich persönlich finde es sehr schade, wie sich einige auch Helga gegenüber inzwischen verhalten. Speziell habe ich da einige Mitgliederinnen des weiblichen Fanclub der Geflügeltiere im Visier. Allen, aber auch wirklich allen war bekannt, dass Helga operiert wurde und inzwischen acht Wochen zu Hause war. Und wer hat sich von diesem Fanclub mal bei ihr gemeldet? Sie mal angerufen? Vielleicht sogar mal besucht? Ihr nach dem schweren Eingriff mal mit einem freundlichen "hallo, wie geht's dir?" etwas Trost gegeben. Das nennt man dann Freundschaft oder Kameradschaft oder auch nur Anstand. Und gerade von vielen dieser Fangemeinschaft habe ich das nicht gedacht, noch weniger erwartet. Dafür aber ein ganz herzliches Danke an die, die den Anstand gewahrt haben und sich bei Helga gemeldet haben. Ich finde das sehr toll von euch. Aber an alle die es interessiert: das ist meine individuelle Meinung und muß nicht zwingend dadurch auch Helgas Meinung darstellen. So etwas wurde ja auch schon behauptet. Aber ich weiß jetzt auch, das der Zinker in diesem Moment schon seinen Drucker anschmeißt, um die Neuhigkeit an den Mann zu bringen. "Herzliche Grüße" von mir dabei nicht vergessen!

Was gibt es sonst noch?

Am 04. Januar 2007 fahre ich mit Jerry und wem auch noch immer nach Amsterdam zum Konzert der RIDERS ON THE STORM, die auf ihrer im Dezember 2006 beginnenden Europatournee einen Bogen um Germany machen. Und was ich so gehört habe, soll es mit der negativen Kritik zu tun haben, die man der Band so im April diesen Jahres nicht nur von Seiten der Presse, sondern vor allem von den DOORS Fans gezollt hat. Aber so isses halt. Nicht das man sich darüber als angeblicher und bekennender DOORS Fan freut, das man eine Band bewundern kann, von denen zwei Musiker Kultstatus in der Rockgeschichte geschrieben haben und auch noch mit zu den Mitbegründern dieser einmaligen Gruppe gehörten. Nein, da wird alles erst mal zerrissen, kritisiert und als teilweise große Scheiße beschrieben. Da wird ein Sänger namens Ian Astbury in den Schmutz gezerrt, das man sich nur noch wundern kann. Ich habe immer zu meiner Meinung gestanden, das Ray Manzarek der DOORS Keyboarder und Robby Krieger der Gitarrist ihre Gründe gehabt haben, das sie gerade diesen Sänger für die Reveivel Band verpflichtet haben und keinen anderen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass da bestimmt einige Stimmakkrobaten Schlange für diese Aufgabe gestanden haben. Aber wie mir scheint, kenne ich nur zwei Menschen im deutschen Lande, die es vielleicht ähnlich sehen: der DOORS Fan Uwe aus Halle und mein Freund Kai aus dem Norden. Ach ja, Gruß an euch beide und es würde mich sehr freuen, euch in Amsterdam zu sehen.

Klar habe auch ich die Sachen auf meiner DOORS Seite beschrieben, die mir am 13. April in der Jahrhunderthalle nicht so gefallen haben. Aber das hat nichts damit zu tun, wie viele andere über die Band hergezogen sind und vor allem kein gutes Haar an Ian Astbury gelassen haben. Okay, das zu diesem Thema.

Ach ja, danke an euch alle, die mir immer wieder bestätigen, dass ich diese Worte nicht umsonst der Öffenntlichkeit preisgebe. Andere mögen es Selbstdarstellungssucht nennen, Profilierungssucht oder was auch immer. Ist schon okay, aber vergesst nicht was ich auch schon mal an anderer Stelle geschrieben habe:

Egal warum ich das hier schreibe...
(In erster Linie um mich von der Krebsgeschichte abzulenken, die mich ab und an zu ersticken drohte / droht)
Egal für wen ich das hier schreibe...
(In erster Linie für mich selbst, für meine wahren Freundinnen und Freunde, sowie für die Menschen, die durch ähnlichen Schicksalsschlag verstehen warum ich das tue.)

Niemand hat DICH eingeladen...
Niemand hat DICH gnötigt...
Niemand hat DICH bezahlt...
Und niemand hat DIR gedroht...

DU bist aus freiem Willen hier...
Und vor allem bist DU
auch aus Neugier hier...

Also:
KEINE Beschwerden!
KEINE Fragen nach warum!

Nur noch eins zum Schluß:
Ich möchte nochmals drauf hinweisen, dass alles MEINE Empfindung und Meinung darstellt. Eine Übereinstimmung mit der Meinung anderer Personen muß sich dadurch nicht unbedingt ergeben. Je nach Sicht des Betroffenen.
Das betraf / betrifft am direktesten meine Meinung zu einem Fußballverein, dem ich jahrelang angehörte, meine Dienste unendgeldlich angeboten, Benzin verfahren habe und fast immer zur Stelle war, wenn meine Hilfe benötigt wurde. Da zu habe ich inzwischen meine eigene und sehr individuelle Meinung und sehe das ganze nicht mehr durch die rosarote Vereinsbrille, die ich ebenfalls jahrelang auf meiner Nasenwurzel getragen habe. Der Rücktritt von Helga und mir hat tiefe Wunden gerissen, aber auch eines bewirkt: so blauäugig wie bisher werde ich meine Dienste niemanden mehr anbieten.

Ich bin froh, dass ich im Gegensatz zu Helga wieder einen Verein gefunden habe, der sich um mich wirklich und in sehr anständiger Art und Weise bemüht hat. Ich habe es bis dato nicht bereut, der Germania Weilbach beigetreten zu sein. Und ich betone es an dieser Stelle nochmals und auch mit einem gewissen Stolz:
dieser Verein HAT Perspektive und wir werde sehen was die Zukunft bringt.
Es gibt viel zu tun, packen wir es an.
Ich bin dabei...

+++++ +++ +++++

Die Worte und die Ausdrucksweise in meinem Niedergeschriebenen sind
so geschrieben, weil ich nie Germanistik studiert habe und einfach so schreibe wie mir der Schnabel gewachsen ist. Das Leben ist nicht nur Schönheit, Verständnis und Liebe, sondern es ist auch verdammt hart, ungerecht und sehr brutal.

Zum Abschluß meines kleinen "Vorgeplänkels" möchte ich DIR nur eines mit auf den Weg geben:

1. Vergiß niemals deine Herkunft und deine Heimat
2. Was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter
3. Wer mit Ehrlichkeit nicht leben kann, der soll sich einen anderen Planeten suchen

Dank an meine Freunde und ein ganz tiefer Dank an die onkologische Abteilung der Universitätsklinik Frankfurt am Main.

Dienstag, 28.11.2006

Nun, zur Zeit bin ich sehr viel in Sachen Musik unterwegs. Ein Gig jagt den nächsten. Die Kamera glüht manchmal schon. Eine Band möchte mich als "Manager", was mich sehr ehrt. Mal sehen. Viele neue Leute und Bands kennengelernt.

LIGHT MY FIRE, eine DOORS Coverband des neuen HOT STUFF Sängers Jerry, der nach zehn Jahren die Nachfolge von K.B. antrat, der die Band mit seiner Familie in Richtung Japan verlassen hat.

Ich hatte auf Einladung von Jerry die Gelegenheit, die Band bei einem Auftritt in Künzell zu sehen, zu hören und auch noch zu fotografieren. Künzell liegt an der A3 hinter Würzburg.

Der Gig fand in einem großen Weingut statt. Und zwar in einer umgestalteten Scheune, die zum Auftrittsort von Bands umfunktioniert worden war. Das Fotografieren gestaltete sich dann auch etwas zum Glücksspiel, denn die bescheidenen sechs Bühnenstrahler welche die Stage beleuchteten, spendeten nur ein mystisches Rotlicht. Für die Konzertfotografie nicht so einfach zu handeln.

LIGHT MY FIRE hat mich angenehm überrascht. Das kann ich an dieser Stelle behaupten. Klar wird es in der DOORS Scene wieder den einen oder anderen geben, der auch an dieser Band seine Kritiken anzubringen weiß, aber das ist mir eh 'Wurscht'. Entweder mir gefällt eine Band oder sie gefällt mir nicht. So ein 'Rumgeeier' in der Mitte gibt es für mich nicht.

Aber für mich ist Jerry ein sehr glaubwürdiger und stimmlich guter Ersatz für die Stimme der DOORS Songs. Und gerade am Sänger einer DOORS Cover- odert Tributeband wird ja leider immer wieder der Stellenwert gemessen. Auch musikalisch kann man es sich anhören, denn ich versuche bei "DOORS Gigs" immer das Publikum, das mir nicht so DOORS verliebt aussieht, zu beobachten. Ein DOORS Song muß einfach rüberkommen. Da gibt es keinen Platz für wenn und aber. Er muß passen. Fakt! Wenn das Feeling einer Band nicht überspringt, weil sie selbst nicht in der DOORS Musik drin sind oder nur so just for fun spielen, dann ist das schon vorm Arsch.

An dieser Stelle einen Gruß an meine Freunde aus Österreich. Die DOORS EXPERIENCE, die noch keine andere DOORS Musik spielende Band aus Europa vom ersten Platz verdrängt hat. Aber bei denen habe ich mich auch schon ziemlich am Anfang als glühender Verehrer geoutet, nachdem ich sie das erste Mal im Heidelberger Schwimmbad Club live gesehen habe. Und beim zweiten Mal in gleichem Club ein Jahr später platzte der Knoten ganz, als die Jungs um Jason Boiler ein fast dreieinhalb stündiges Konzert zum Besten gaben, das mir in ewiger Errinnerung bleiben wird. Auch wenn mir dieses frühe Outen zu dieser Band einige böse Worte von anderen angeblichen DOORS Fans einbrachte. Aber wie sagt der gefrustete englischsprechende so schön, "PISS OFF!" Ich liebe die Präsentation der Jungs aus dem Land der Berge und grünen Täler hinter dem Freistaat Bayern.

Am Freitag, 24. 11. war ich als Gast bei einem anderen Event in Fulda geladen. Diesmal ging es um meine andere musikalische Liebe, Jimi Hendrix.

Es gab einen großen Hendrix Infostand mit Spezialitäten, Raritäten, News, Merchandise und Infos rund um das Thema Jimi Hendrix des Webmasters und Hendrix Fans Eckhard aus ..., der auch als Mitveranstalter (?) zu diesem Event in die "Alte Piesel" geladen hatte, einem geilen Club in einer Ortschaft hinter Fulda. Eckhard betreibt auch das größte deutsche Hendrix Forum im Internet, das immer mit Neuhigkeiten aus dem Vermächtnis des ebenfalls mit 27 Jahren verstorbenen Musikers zu berichten weiß. Ebenfalls mit 27 Jahren verstorben? Ja, mit 27 Jahren haben einige Musiker das Zeitlidche gesegnet: Brian Jones von den Rolling stones, Jim Morrison von den DOORS, Janis Joplin, Kurt Cobain von Nirvana um nur einige zu nennen. Die Liste könnte man sehr ausbauen. Es wurden auch schon viele mystische und auch verworrene Artikel darüber verfaßt, warum gerade die 27 und welche Bedeutung die Ziffer in der Zahlenmystologie darstellte.

Okay, zurück in die "Alte Piesel". Rudolf Kettler aus Großkotzenburg bei Hanau hatte zusätzlich einen Teil seiner großen Hendrix-Ausstellung - sehr viele Venyl LP's - ausgestellt. Musikalisch war die wohl beste europäische Hendrix Formation gebucht, die MORE EXPERIENCE. Eine geile Hendrix Rivialband, die schon mit Noel Redding, dem verstorbenem Bassisten und Buddy Miles, dem späterem Drummer von Jimi Hendrix auf der Bühne gestanden sind. Der Gitarrist der Jungs aus der Schweiz, Marcus A... (???) hatte mich auf die Gästeliste der Band setzen lassen, was mich sehr gefreut hatte. Da zu aber gleich etwas mehr, denn einer der Gäste - mir schon länger bekannt -, hatte mir gesagt "ich bin mal auf deine Kritik gespannt".

Als Opener für die Veranstaltung war eine junge Band namens PURPLE RAIN gebucht, welche aus dem "letzten hessischen Dorf vor Thüringen" kamen, wie mir deren Gitarrist Philip meine Frage nach dem woher der Gruppe beantwortete.

Es war eine Band, die mich sehr angenehm überrascht hat. Sauber gespielte Muckke, trotz ihres jugendlichen Alters. Aber was hat das heute schon zu bedeuten? Sie spielten Songs von CREAM, Neil Young, TEN YEARS AFTER etc. Wen es interessiert, hier die Internetpräsenz der Truppe www.philip-boelter.de
CD's kann man da auch bestellen. Es lohnt sich!!!

Danach betraten MORE EXPERIENCE die Stage des recht gut besuchten Clubs. Erst mal als eingefleischter Hendrix Fan in die Musik eintauchen. Sie auf mich einwirken lassen. Sie aufnehmen.
Yeah!!! That's it! Bisher hatte ich ja immer Randy Hansen als Hendrix Interpreten gesehen. Auch Gefallen an seiner Spielweise gefunden. Aber ich muß sagen, dass mich die "schweizer Garde" angenehm überraschte. Spiellaune, Spielwitz, musikalisches Feeling für den unveregessenen Jimi Hendrix. Es war alles vorhanden. Auch der Mann am Bass gefiel mir bedeutend besser als der Mann aus der Hansen Formation. Das gleiche zählt auch für den Drummer. Obwohl ich Manni von Bohr den Randy Hansen Drummer als einen sehr guten Mann an der "Schießbude" halte, mußte ich trotzdem feststellen, dass der Schweizer die Hendrix Sachen ebenfalls glaubwürdiger rüberbrachte. Und der Gitarrist? Nun, da fällt es mir schon nicht mehr so einfach, denn beide haben ihr Handwerk an der Elektrischen gelernt und die Schnelligkeiten und auch die Technik auf und am Griffbrett ist bei beiden vorhanden. Ich würde sagen unentschieden, denn jeder von beiden ist seit Jahrzehnten Hendrix Kenner und hat die Spielweise des unvergessenen Jimis gut drauf und bringt die Songs auch glaubwürdig an den Mann, die Frau. Stimmlich gebe ich Randy Hansen einen Zusatzpunkt, da er aus der Hendrix Heimatstadt Seattle stammt, hat er hier ein paar Vorteile, die sich im Dialekt und in der Tonlage eine Idee besser niederschlagen. Das spricht jetzt aber in keinster Weise gegen den Gitarristen und Vocalisten aus der Schweiz. Er macht seine Sache sehr gut, arbeitet hervoragend wie auch Randy Hansen mit dem Publikum. Legt aber weniger Wert auf "spektakuläre" Bühnenshow. Sich auf dem Rücken liegend, Gitarre spielend vom Publikum durch den Saal tragen zu lassen wie Randy, oder am Schluß die Gitarre aufhängen und mit dem Gürtel auspeitschen oder einen Purzelbaum während dem Solo auf den Bühnenbrettern schlagen, das alles scheint dem Schweizer nicht sonderlich zu liegen. Ob es an seiner Größe - mindestens einen Kopf größer als Randy oder sogar noch mehr - oder an seinem deswegen auch höheren Gewicht liegt, vermag ich nicht zu beantworten. Aber andererseits hat es mir bei ihm auch nicht gefehlt, denn so kommt er meines Erachtens auch glaubwürdiger rüber.

Last but not least, ich würde mir das Trio jederzeit wieder reinziehen, denn es macht Freude der Band zuzuschauen. Diese Meinung vertraten auch meines Erachtens die deutschen Hendrix Experten Eckhard, der Collector Rudolf Kettler und der Hendrix Sammler und Fan Frank Sch., der ebenfalls in der "Alten Piesel" aufgetaucht war. Es hat mich sehr gefreut, dich an diesem Tag wieder einmal zu treffen, Frank. Aber ich habe es mir auch schon irgendwie erahnen können, dass du dich sehen läßt.

Am Samstag, 25.11. war ich mit Helga in Aschaffenburg bei einem wahnsinnig geilen Event der Gruppe ECHO, die für mich die wohl beste europäische PINK FLOYD Tríbutband darstellen. ECHO ist der Gitarrist und Sänger Olli Hartmann, der Bassist Martin ..., der Keyboarder ..., der Drummer ..., der Saxophonist ... Mayall (???)und die Backgroundsängerin.... Dafür das in der Frankfurter Jahrhunderthalle ebenfalls an diesem Tag eine eine von den Eintrittspreisen her teure "Gegenveranstaltung" von Roger Waters The Wall stattfand, war die Aschaffenburger Stadthalle mit schätzungsweise 800 bis 1000 Zuschauern seh gut besucht. Das Konzert war einfach nur toll und Helga brachte es folgend auf den Punkt, als sie von Uwe und Anja Specht auf ihre Eindrücke angesprochen wurde: "Es ist lange her, das ich bei einem Konzert Gänsehaut hatte."

ECHO ist eine Pink Floyd Coverband, obwohl man die Bezeichnung Cover oder Tribute oder Riviale bei denen gar nicht benutzen sollte. Das war schon genial was die fünf Jungs und die Backgroundsängerin in einer ca. 140 Minuten Show vom Stapel ließen. Für das Gehör und das Auge war es schon ein Genuß. Zumal auch das Equipment vom feinsten war. Wie ich im Laufe des Abends erfuhr, wurde gestern sogar eine Live CD dieses Konzerts mit geschnitten.

   

Uwe Specht, ebenfalls Konzert-Fotograf und Backliner dieser Band, hatte mich als dritten Fotografen für diesen Abend in Absprache mit der Band arrangiert. Als Treffpunkt war 18:00 Uhr in der Stadthalle von Aschaffenburg vereinbart. Nach einem Telefonat holte uns Uwe dann auch an der Tür ab und brachte uns direkt von hinten auf die Bühne. Die Band war gerade mit dem Soundcheck beschäftigt. Mich beeindruckte das aufgefahrene Equipment. Uwe erklärte mir dann die Wege die ich auf der Bühne gehen konnte, ohne das ich dabei jemanden störte oder er sich von mir "belästigt" fühlte. Kurzauf den Punkt gebracht: ich hatte mehr oder weniger freie Hand.

Während und nach dem Soundcheck herrschte eine angespannte Stimmung. Die Band war leicht nervös, denn es war auch für sie "Neuland", obwohl sie schon oft Gigs mit der Musik von Pink Floyd gespielt hatten. Aber neu war das große Equipment. Auch Uwe, der eigentlich immer ruhig und gesonnen ist, war an diesem Abend ab und an etwas neben der Spur. Aber mir ging es auch nicht anders, da es für mich eine fotografische Herausforderung darstellte. Ich hatte noch nie ein Konzert unter derartig geiler Lightshow fotografiert. Auch hatte mir Uwe an diesem Abend noch eine Menge wertvoller Tips gegeben und wir hatten ein paar Einstellungen an der Camera verändert. Das Ergebnis stellte sich nach dem Gig als sehr positiv heraus und ich war überrascht, wie toll viele Bilder aussahen.

Zum Konzert selbst war ich erstaunt wie viele Leute an diesem Abend den Weg in die Stadthalle gefunden hatten, da in der Frankfurter Jahrhunderthalle ebenfalls ein Konzert stattfand, dass - wie ich annehme - die Musik von Roger Waters, dem ehemaligen Bassisten von Pink Floyd, stattfand. Ebenfalls eine Cover- / Tributeband, die THE WALL aufführten. Nur kostete das Konzert in Frankfurt zwischen 33 und 50 EUR und in Aschaffenburge gerade mal 20. Die Sitzplätze waren auch alle sofort besetzt. Auch auf den Treppen saßen die Leute und eine große Menge hatte sich vor der Bühne versammelt. Ich schätze, dass sich so zwischen 900 und 1100 Zuschauern von ECHO und der Musik von Pink Floyd davontragen ließen.

Uwe zupfte bei dem Song ... sogar den Bass.
Die Zuschauer feierten die Band um den Aschaffenburger Gitarristen Olli Hartmann fernetisch nach jedem Song

Die Meinung des Publikums in der Pause des Gigs und danach pendelte sich von gut bis phantastisch ein.
Bilder dieses Event's und auch der anderen Bands wie immer unter meiner fotografischen Konzert Seite www.buehnenbilder.com

Alles in allem eine ereignisreiche Woche mit sehr viel Musik.

Donnerstag, 30.11.2006, 01:09 Uhr

Am Dienstagabend hatte ich im Vereinsheim von Germania Weilbach an einer Sitzung zur Planung des 100 jährigen Vereinsjubileums 2008 teilgenommen. Veraten wird an dieser Stelle natürlich nichts. Nur so viel: es war irre, mit welchem Power die anwesenden Vereinsmitglieder die Sache angingen. Auch bin ich mir ziemlich sicher, dass es ein geiles Jubileum wird.

Gestern Morgen war ich in der Therme. Wieder zu Hause fand ich die Entabrechnung und Freigabe von 1 & 1 vor. Die Telekom hat auch geschrieben. Am 01.12. soll mein Anschluß frei gegeben werden. Nachmittags sind wir, Helga und ich, dann zu unseren langjährigen Freunden Jürgen, Rosi und deren Tochter Sonja nach Frankfurt gefahren, wo wir einen schönen Nachmittag und Vorabend verbrachten.
Es ist schön, solche Freunde zu haben, die nicht nur in schönen Zeiten hinter einem stehen, sondern auch in sehr harten Lebenssituationen immer und zu jeder Zeit so kompromißlos hinter einem stehen. Wo viele andere nur von sprechen, wird hier noch wahre Freundschaft gelebt. Aber Jürgen und Rosi kenne ich nun auch schon fast 30 Jahre. Beide sind neben Roger eigentlich meine längsten und auch intensivsten Freunde. Und ich bin mir verdammt sicher, dass sich daran auch nichts ändern wird.

Seit meiner Zeit in einem Eddersheimer Verein ist das Wort Freundschaft für mich eh mit einem Nachgeschmack behaftet. Hier hatte ich mit Helga auch mal an Freundschaft oder zumindest Kameradschaft geglaubt. Aber was soll's? Nur so bin ich auch wieder in die Realität zurückgefallen und bin in Zukunft, wie auch Helga, etwas vorsichtiger mit meiner / unserer Umgebung und den Leuten die sich darin aufhalten. Oder anders formuliert, gebranntes Kind scheut das Feuer.

Gesundheitlich und psyschisch ist so weit auch alles okay. Am 05. Dezember habe ich aber in der Uniklinik wieder meine Nachsorge. Hoffe sie geht so aus wie ich mich zur Zeit fühle. Man wird sehen.

Tagebuch Dezember 2006

Freitag, 01.12.2006

Habe mir heute einen neuen Drucker gekauft, da ich auf meinem Schreibtisch nicht mehr so viel Platz habe. Das Gerät ist ein "All In One"-Gerät mit Drucker, Scanner, Kopierer und Fax in einem. HP Photosmart C6180. Und vor allem ging ich auch beim Kauf dieses Gerätes im Media Markt wieder einer meiner großen Lieblingsbeschäftigung nach, dem Handeln. Auch hier konnte ich den verlangten Preis etwas in die Tiefe drücken. Es bestätigte sich mal wieder die Regel, bist du hartnäckig genug mit deinem Verkäufer, dann ist da zu 98% immer ein Preisnachlaß drin. Die wissen doch selbst, das die Konkurrenz nicht schläft und das das Geld in der eigenen Kasse erst dieses fröhliche Klingeln erzeugt, dass einem am Abend beim Zählen der Einnahmen dieses ganz besondere Grinsen auf das Antlitz zaubert. Ihr wißt schon was ich meine.

Freitag, 29.12.2006

Weihnachten hat auch schon wieder seinen Abschied genommen.

www.gerrys-photos.de