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Tagebuch 2005.

Before I sink into the big sleep
I want to hear
I want to hear
The scream of the butterfly
- by Jim Morrison / The DOORS

oder

Lost in a Roman
wilderness of pain
and all the children are insane

- by Jim Morrison / DOORS

Tagebuch Januar 2005

Donnerstag, 06.01.2005


Reiner Zufall
© 01.2005 by Gernot W. Freudenberger

Erfahrungen...
Auch aus Gästebüchern...
Aus verlorenen Worten...
Die anderen weh tun sollen...
Aber nicht können, weil sie nicht treffen.

DU windest DICH in DEINEM Schmerz.
Suchst Beachtung.
Aber man spielt nicht mit den Schmuddelkindern.
Das haben auch die begriffen;
die DICH nicht haben wollten.
Einsamkeit ist brutal.
Die Schreie sind unzählig
Die andere nicht hören wollen

Scheiße! Scheiße! Scheiße!
Wegen meinem aufgetriebenem Bauch
war ich gestern
Morgen bei meiner Hausärztin.
Sie diagnostizierte schnell.
Sie diagnostizierte präzise.
Narbenbruch!
Und zwar der Schnitt,
der von meinem Brust- zum Schambein reicht.

Hi, wortgewaltige Person
DU bist gut
Denkst DU
Du bist schlau
Meinst DU
DU bist anonym
Glaubst DU

Richtiger Name und Anschrift demnächst,
denn diese "Beutelratte" sucht Aufmerksamkeit
und Kontakte.

+++++ +++ +++++

Diese Zeilen mußten einfach sein. Geschrieben für einen Schatten und viele werden es verstehen was sich dahinter verbirgt.

Ach ja, HAPPY NEW YEAR an alle.

War schon ein schlimmes Jahr. Vor allem der 26. Dezember mit seinem Verderben. Bin mal gespannt ob einige daraus gelernt haben, denn schon die alten Kulturen hatten Achtung und Ehrfurcht vor der Natur. Vor allem versuchten sie ihr die Achtung entgegen zu bringen, die heute kaum noch up to date ist. Heute geht es doch nur vielerorts nur um die Kohle. Wen interessiert schon groß die Natur? Da werden Wälder abgeholzt. Da wurden oder werden Atomtests durchgeführt, Kriege geführt und in jeder westlichen Familie muß jde Person ihr eigenes Auto haben.

Mir hat es sehr weh getan, was da in Asien abging. Und dann diese Einstellung der dortigen Menschen ihren Mitmenschen gegenüber. Egal ob Einheimische, Touristen, Retter. Sie machten mit ihrer Dankbarkeit keinen Unterschied. Trotz ihrem großen Leid und Schmerz teilten sie noch das Letzte was ihnen geblieben war. Und dann als Gegenpart die vereinzelten Touristen, die sich über den schmutziigen Starnd beschwerten oder darüber, daß es kein kaltes Bier gab.

Montag, 10.01.2005

16 Grad zeigte heute das Thermometer. Ein Tag wie im Frühling. Es fehlten nur die frischen Knospen der Blätter an den kahlen Bäumen.

Heute auch wieder ein Tag mit Entspannung und Relaxen in den Rhein-Main Thermen. Sportstudio. Zweimal Sauna mit Aufguß. Eigentlich komisch, daß mir früher ewin Saunagang nie von Bedeutung war. Eine Sauna ist so unwahrscheinlich schön, wenn man sich einfach nur fallen läßt. Abschaltet. Sich treiben läßt. Da kann ich schon verstehen, daß es auch schon zum Lebensstandard der Indianer gehört hat. Aber bei ihnen Teil einer heiligen Zeremonie war. Ein Ritus.

Aber die Sauna war auch schon bei unseren Urahnen bekannt und läßt sich auf jedem unserer Kontinente nachweisen.

Otto wollte heute auch unbedingt ein paar Fotos von mir schießen, um sie auf seiner Homepage www.smartiotti.de zu verarbeiten. Er ist ein liebenswerter älterer Herr, der immer 'guud druff is', wie wir in Hessen so sagen. Otto kennt in der Therme jeden und jeder kennt Otto.

Inzwischen sind wir auch schon eine kleine Gemeinschaft geworden, die sich da immer wieder trifft. Ist schon echt lustig meistens, und wir haben 'ne Menge Spaß.

Morgen muß ich in die Uniklinik. Meine Ärztin hatte am Freitagabend angerufen und mit mir einen Termin vereinbart. Sie will unbedingt meine Blutwerte haben, nachdem ich ihr in einem Email mitteilte, daß es mir in der letzten Zeit nicht so gut ging und ihr die Symptome beschrieben hatte. Am 20. muß ich dann nochmals in die Klinik. Da wird dann noch ein CT angefertigt.

Träge Löwen, hingestreckt auf nassem Strand.
Das Universum kriecht an den Sumpf,
um seltsam zu beäugen seine eigenen rohen Posen des Verfalls
in dem Spiegel menschlichen Bewußtseins.
Abweisender und bewölkter Spiegel, absorbierend,
passiv gegenüber allem, was besichtigt und behält dessen Interesse ein.
Tür des Durchgangs zur anderen Seite.
Die Seele befreit sich selbst im Schreiten.
Wende die Spiegel zur Wand im Haus der Toten.
(Quelle: Jim Morrison/ The DOORS in THE SPY)

Sonntag, 16.01.2005

Der Mooshammermord ging mir ziemlich nah. Ich finde es erschreckend, daß sich auch heute im zweiten Jahrtausend Menschen wegen ihrer Neigung verstecken müssen, und sich somit in eine viel größere potentielle Opferschar begeben müssen. Warum kann nicht einfach jeder so leben wie er es für richtig empfindet? Warum müssen manche Menschen andere immer wieder wegen ihrer Vorliebe verletzen? Und da wird auch heute noch kein Unterschied gemacht zwischen körperlicher und psychischer Gewalt. Scheiße ist das!

Mittwoch, 19.01.2005

Ja, es ging mir einiges ziemlich auf den Sack die letzte Zeit. Aber ich werde hier so lange schreiben, bis ich eines Tages die Kraft dazu nicht mehr habe. Egal, ob es ein paar Scheiße finden. Es gibt eben unterschiedliche Auffassungen und Interpretationen. Ich für meinen Teil versuche jediglich durch diese Schreiberei nur mit einigen Dingen in meinem Leben fertig zu werden. Ob das nun einige zu kritisieren haben soll in Zukunft nicht meine Angelegenheit sein. Es muß niemand an meinem Leben teilhaben. Ich schreibe rein für mich. Und für ein paar Menschen die mir sehr wichtig sind. Sehr sogar.

Menschen, die mich in meinem Leben begleitet haben. Von denen ich gelernt habe. Denen auch ich etwas geben konnte. Mir ist es einfach wichtig ein Ventil zu haben, das ich kontrollieren kann. Das ich benutzen kann, wenn mir danach verlangt. Was aus diesem Ventil herauskommt, sind diese Buchstaben. Diese Worte. Diese Sätze. Diese Zeilen.

Was ich oft nicht verstehen kann ist, daß es ab und zu Leute gibt, die an anderen immer etwas zu bemängeln haben. Die immer nach einem Makel, einem Schandfleck im Gegenüber suchen müssen. Wie Mistkäfer wühlen sie sich durch die Scheiße.

Eh, nochmals speziell für euch:
ich will diese Welt NICHT verändern. Ich will sie auch NICHT besitzen. Ich will NICHT für einige von euch schreiben, die es eh nicht verstehen und den Sinn nicht begreifen. Ich will NIEMANDEN demütigen, denunzieren, verraten, töten. Ich will leben. Nur leben. Will auf der Bühne meines Theaters stehen und denen zurufen, die ich versetzt habe: "Eh, ich habe EUCH nicht vergessen!"

Es gibt zwei Menschen in diesem Land, die ich erst durch meine Liebe zu einer bestimmten Band kennenlernte. Der eine wohnt in Hamburg, meiner geliebten Vergangenheit, und der andere wohnt noch etwas höher im Lande und ist Fotograf. Da gibt es so verdammt viele Parallelen in unseren Leben bisher. Warum ich das schreibe? Nun, weil ich die beiden so mal auf die Schnelle grüßen möchte. Hey, JimLizardKing, hey, Vater von Jim-Lukas, ich hoffe es geht euch gut.

Wegen Liebe nur
© 19.01.2005 by Gernot W. Freudenberger

Vollgefressene Parasiten
durchschreiten die verruchten Hallen
des Reichstages in Berlin.
Mondscheinserenaden
bohren sich durch den muffigen Stoff
des zerschlissenen Vorhangs.
"DNS-Datei!",
schreit jemand
und das Echo bricht sich
an Adolfs Stein.

Der gierige Jüngling
trägt die schwarze Perücke
aus dem Todeshaus.
Daisys Tränen
benässen das Zottelfell.
Flackernde Kerzen beleuchten
verwelkende Blumen
vor der schillernden Glasfront.

Tot. Tot. Tot.
Erwürgt
mit einer Plastikschnur.
Tot. Tot. Tot.
Ermordet
wegen Liebe nur.

Dienstag, 25.01.2005

CT hinter mich gebracht. Alles okay. No cancer!!! Die Schatten, die in der Leber gesehen wurden existieren schon länger. Aber jetzt haben sie Diabetes festgestellt. Öfter mal 'was Neues, kann ich da nur sagen. Zwar nicht sehr hoch (so um die 150... - oder ist das hoch???), aber es ist auch nicht von der Hand zu weisen, daß ich Zucker habe.

Habe auch diesmal intensiver mit meiner Ärztin darüber gesprochen, daß ich irgendwann nach meinem Tod meinen Körper für Forschungszwecke der Uniklinik Frankfurt am Main zur Verfügung stellen möchte. Sollen die angehenden Ärzte meinen Body zu Studienzwecken ausweiden. Ich bin der Meinung, daß mir die Klinik so viel Gutes gegeben hat, mir zweimal das Leben rettete und immer da war, wenn es mir beschissen ging, da ist die Verfügung über meinen Leichnam das wenigste was ich zurückzahlen kann. Und: so steht es geschrieben, so soll es geschehen. (Dieses Zitat ist NICHT von mir, sondern von Yul Brenner als Pharao Ramses in dem Monumentarfilm die zehn Gebote).

Ganz liebe Grüße an Wolfkristall, Martina und Roger.
Selbstverständlich auch an alle anderen, die mich näher kennen als die, die immer meinen mir etwas mitteilen zu müssen.

Helga, ich liebe Dich

Tagebuch Februar 2004

Donnerstag, 05.02.2004 0:02

Heute muß ich nun mal wieder zur Nachsorgeuntersuchung in die Uniklinik. Bin mal gespannt was da diesmal heraus kommt. Habe ja schon berichtet, daß es mir die letzte Zeit nicht so gut geht. Zumal sich an der Übelkeit nicht viel geändert hat. Auch in meinen Darm scheint etwas nicht zu stimmen. Einige Symptome erinnern mich an die Zeit vor der Darmkrebsdiagnose. Oder sind es nur wieder mal meine Nerven, die mir da einen Streich spielen?

Auch das der Internist Dr. Torres aus Flörsheim am Main vor kurzem am 26.01.2004 an Herzversagen gestorben ist, der damals meinen Darmkrebs feststellte, stimmt mich schon traurig. Es ist nun schon der zweite Arzt der aus dem Leben scheiden mußte und der mir sehr geholfen hatte. Der erste war Prof. Dr. Lorenz von der Uniklinik Frankfurt, ein absoluter Leberkrebsspezialist, der an einem bösartigen Gehirntumor dahin gerafft wurde. Manchmal stelle ich mir die Frage, was Gott eigentlich da mit bezweckt, wenn er solche Menschen so früh aus dem Leben reißt, andere aber - wie das Arschloch G. W. Bush, Bin Laden und andere Kriegs- oder Aggressionstreiber gewähren läßt. Ist schon eine verrückte Welt!

Hier an dieser Stelle möchte ich auch mal wieder ein paar Menschen meinen ganz herzlichen Dank aussprechen, weil sie immer für mich da sind und mir mit Rat und Tat zur Seite stehen. An erster Stelle meiner Frau Helga, die Tag und Nacht für mich da ist. Ich liebe Dich, Baby. Dann einen herzlichen Dank an meine "Schwester" Annett, der ich so viel Erfahrung und Wissen verdanke. Danke auch an Christian P. einen wunderbaren Menschen und Pysiotherapeuten. Dank an Tommy, Marion für ihre Freundschaft. Dank an Klaus Ptak, Jürgen und Rosi Delp, Frau Dr. med Gog, Gabi Grote, Heiner Reimann und Maike. Und einen speziellen Dank an meine Mutter Ellen und meine Schwiegereltern Walter und Hanni. An die SEELENKÜCHE in Berlin und ihre DOORS-Gemeinschaft. An Lizard King aus Hamburg und an Uwe aus Halle. Gottes Segen für euch alle. Und: es ist schön, daß es euch gibt.

Donnerstag, 05.02.2004

16 jährige gefunden. Es war Mord.
Wir kommen zum Sport.
Im Biatlon gewannen 2,
alles andere ist vorbei.
Das Wetter bleibt so wie es ist. Stur.
Die nächsten Nachrichten um 20 Uhr.
© 2004 by Gernot W. Freudenberger

Montag, 09.02.2004

Am vergangenen Donnerstag hatte ich nun meine Nachuntersuchung. Wegen meinem Bruch stellte mich Frau Dr. Gog noch einem Arzt vor, der mich kurz untersuchte. Er bestätigte den Bruch. Aber wie ich ihn verstanden hatte, soll es sich um einen Riß meiner Bauchmuskulatur handeln. Sch....!!!

Am Freitag rief dann Frau Dr. Gog bei mir zu Hause an, um mir mitzuteilen, daß bei der Krebsnachsorge alles okay ist. Gottseidank!!! Da fällt einem immer so richtig eine Last von den Schultern, wenn man diese Nachricht erhält. Nun wird noch ein Termin für die Operation zur Beseitigung meines Bruchs gesucht. Es wird wohl im März passieren, daß ich wieder mal meine "Lieblingsstation" in der elften Etage des Hauptgebäudes der Uniklinik besuchen darf. Oh, wie freue ich mich!!!! Sarkasmus pur...

Am Donnerstag habe ich auch mitbekommen, daß meine Homepage in der Uniklinik Frankfurt ganz schön die Runde durch die Abteilungen macht. Finde ich echt geil! Und: Danke für Ihre Besuche...#

Freitag, 20.02.2004

Aber nun doch mal der Reihe nach.
Am 13.02.2004 gab es im Colos-Saal, Aschaffenburg das Jubilaümskonzert: 10 Jahre BACKDOORS!!!
Der Laden war gerammelt voll und die Leute tobten wie blöd. Ich hatte Jürgen, den Sänger noch nie so fertig gesehen wie nach diesem Gig. Die Band spielte einmalig, zumal man noch zu ein paar vereinzelten Songs drei Bläser mit in das Konzert eingebaut hatte. Auch Alex, der erste Bassist der BACKDOORS war mit von der Partie und spielte ein paar Songs mit. Unter anderem auch bei Spanish Caravan, wo Alex die Band mit einer akustischen Konzertgitarre begleitete. Echt geil!
Helga war mit von der Partie und sie war dann auch ganz schön kaputt, als wir morgens gegen 02.00 Uhr wieder zu Hause eintrafen. Sie muß ja auch jeden Morgen um 05.00 Uhr aufstehen. Armes tapferes Mädchen.

Na ja, wie oben schon mal angedeutet, war ich Anfang der Woche in Saarbrücken und habe im Studio von Pedro, dem alten RS Rindfleisch-Sänger, meine 2. CD aufgenommen. War schon echt lustig und es hat mir tierischen Spaß bereitet.

Nun wird es aber langsam mal Zeit, einen Gruß nach Süderbrarup an Kai zu senden, dem ich auch von dieser Stelle nochmals meinen aller herzlichsten Dank aussprechen will für die Sachen die er mir geschickt hat. Somit ist jetzt meine DOORS-Sammlung auf ca. 160 CD's angewachsen. Wow! Lauter Liveconcerte meiner Lieblingsband. Danke, danke, danke...

Ich hoffe, das mit dem Bild ist okay für Dich, Kai. Wenn nicht, sofortige Email an mich oder Anruf. Wenn Du nix dagegen hast: D A N K E ! ! !

Heute war auch der Tag eines großen Schrittes. Genauer gesagt eines Umzugs. Nein, nicht von mir, sondern von einer Person, die ich auch ganz lieb grüßen möchte und der ich alles, alles Liebe wünsche. DU... huhu... ja, DU.

Helga hat es diese Tage auch nicht immer gerade leicht mit mir, denn die bevorstehende Operation zerrt doch ab und zu mehr an meinen Nerven, als ich mir das eingestehen wollte. Auch wenn es nicht gerade eine lebensbedrohende OP ist, so ist es doch wieder nicht nur ein Einschnitt in meinen Bauch, sondern auch in mein Leben. Dreimal innerhalb von sechs Jahren den Bauch ca. 20 cm aufgeschnitten zu bekommen, erlebt man auch nicht in jedem Leben. Da muß es doch bestimmt irgendwo jemanden geben, der es besonders gut mit mir meint. Danke auch an ihn, für die viele und große Aufmerksamkeit, die du mir entgegen bringst. Ist schon nett!
Aber was ich eigentlich sagen wollte: danke auch an Dich, Helga. Und... ich liebe Dich.

Mittwoch, 25.02.2004

The DOORS: Minneapolis Auditorium, 11-10-1968 ziehe ich mir gerade rein, während ich diese Zeilen beginne. Geiles Konzert mit einem genialen Jim Morrison.

Nun rückt meine OP auch immer näher. Nur noch etwas mehr als 'ne halbe Woche. Ein bißchen Schiß habe ich schon, denn wenn man es sich mal so durch den Kopf gehen läßt, wie man diesen Chirurgen ausgeliefert ist. Es sind ja auch nur Menschen. Menschen, die auch mal schlecht drauf sind, die fehlerhaft sind und auch mal 'was übersehen können. Und da liegt man nun mit seinem aufgeschnittenem Leib. Mit Blick auf Innereien und Gedärm. Auf Muskeln, Fett, Knochen und Blut. Ist schon echt hart oder? Und vor allem über was die sich alles unterhalten. Ich meine das Op-Team. Hatte da mal vor 20 - 25 Jahren eine Krampfader am Samenstrang, die mir weg operiert werden mußte. Aber irgendwie müssen sie mir dann 'ne falsche Dosis an Narkotika gegen haben. Denn, ich spürte zwar nichts, hatte auch keine Schmerzen, aber ich bekam jedes Wort mit, daß im OP gesprochen wurde. war schon tierisch. Vom Liebeskummer, über den Krankenhausfick bis zum Einkaufen irgendwelcher Dessous war da alles vertreten. Aber es nützt alles Gejammere nichts, denn es muß getan werden. Die Gefahr eines Einklemmen des Darmes ist viel zu groß. Und was habe ich davon, wenn mir dann auch noch die ganze Scheiße in den Bauchraum läuft, sich entzündet und mich elendig verrecken läßt. Nee, nee, nee, dann lieber kurzfristig in den sauren Apfel gebissen, die Zähne ins Holzstück schlagen und durch...

Was mich auch interessiert ist, dass so viele Leute meine Homepage lesen, sich voyeuristisch an meinen Schicksalsschlägen ergötzen oder sich vielleicht über manche Dinge mit mir freuen, aber das sie dann doch so verdammt wenig Interesse an meiner CD zeigen. Hm, wird wohl daran liegen, das sich manche nicht vorstellen können, dass die CDs doch irgendwie individuell und gar nicht schlecht sind. Aber was soll's?

Mittwoch, 25.02.2004

Habe uns gerade Karten bestellt für das einzigste Konzert in Deutschland der DOORS of the 21st Century OPEN AIR SAISON 2004
Samstag, 17. Juli 2004 um 19.30 Uhr, Museumsmeile Bonn, Germany. GEIL!!!

Mehr auf meiner DOORS-page www.the-doors-world.com

Sonntag, 29.02.2004

Letzter Tag vor dem Krankenhaus. Na ja, es wird schon werden und der oder die Chirurg(en) werden es schon richten. Am Freitag war ich schon mal zum Vorgespräch in der Klinik. EKG, Lugenfunktionstest, Gespräch mit dem Anästhesisten, Blutentnahme wegen Blutgruppenbestimmung (müßte ja eigentlich in meiner Krankenakte stehen???!!!???), Blut- und Leberwerten. etc.

Am Montag soll ich dann spätestens um 09.00 Uhr auf der Station sein. Okay, lassen wir es über uns ergehen.

Tagebuch März 2005

Mittwoch, 09.03.2005

Die letzte Zeit nicht so viele Einträge hier.
Habe mir überlegt, diese Seite nur noch mit Passwort zugänglich zu machen. Es wird dann auch nur noch einen bestimmten Personenkreis geben, der Zugang zu dieser Page bekommt. In der letzten Zeit habe ich zu viele negative Erlebnisse mit dieser Internetpräsenz gehabt. Deshalb auch dieser Selbstschutz.

Näheres demnächst.

Mittwoch, 30.03.2005

Nee, Scheiß drauf! Warum Passwort? Warum aufhören? Was soll das???

Klar schreibe ich weiter. Danke für das Email, U.

Hallo Gernot,

ich habe noch nie geschrieben, obwohl ich schon seit über einem Jahr regelmäßig bei Dir rein schaue, um mich nach Deinen Befinden zu erkunden. Es hat mir immer sehr gut getan von Dir zu lesen. Umso erschreckter war ich, als ich jetzt lesen musste, dass Du aufhören willst zu schreiben, weil da wohl
einige ihren Senf dazugeben. Bitte hör NICHT auf!!!!!

Was mich betrifft, leide ich seit meiner Pubertät unter Depressionen. Manchmal sanfter, manchmal heftiger. Ständig bin ich im Kampf. Ich kann selber nicht so gut schreiben und aufgrund meiner Krankheit auch nicht so "gut drauf". Umso mehr bewundere ich Dich, weil Du so vielen Menschen wie mir Mut machst, zum Nachdenken anregt und so heldenhaft mit seinem Leben
umgeht.

Auch von Deiner Helga lese ich sehr gerne. WAS FÜR EINE TOLLE FRAU!!!!

Viele Grüße,
U.

He, U., besorge Dir eine Jimi Hendrix-CD. Am besten die Electric Ladyland. Lege sie in Deinen Player, setze die Kopfhörer auf, schließe die Augen und laß Dich davon tragen auf einer Wolke aus Akkorden und Klängen. Glaube es mir, es hilft! Hendrix zu genießen und seinen Klängen zu lauschen ist eine Reise in sein Inneres. So nach dem Motto: He, leg dich zurück, den Rest mach' ich. So habe ich es auch schon im Vorwort zu meiner Hendrix-page geschrieben. Eh, ihr DOORS-Fans, ich habe Jimbo nicht vergessen, auch verleugne ich ihn nicht. Aber ich bin echt der Meinung, daß die DOORS nichts für Menschen mit Depressionen oder schweren Gemütsproblemen sind. Ich meine, gerade wegen seiner mystischen und dunklen Texte ist Morrison der begnadete Magnet für solche Leute. Ich habe es selbst erlebt. Immer wenn ich bad drauf bin, z. B. in der Zeit wenn ich wieder zur Nachsorge muß, und dann zu diesen depressiven Phasen auch noch DOORS auflegte, hat mich das am Anfang ziemlich unbewußt noch tiefer runter gezogen. Bis ich irgendwann einmal dahinter kam als ich in ähnlicher Stimmung war und nicht nach den DOORS griff, sondern eine HENDRIX DVD einlegte und mich von ihm davontragen ließ. Anders definiert, die DOORS höre ich mit dem Kopf, HENDRIX mit dem Körper. Aber ihr habt es schon verstanden, Leute. Für mich persönlich die zwei bedeutendsten Bands der 70e Jahre: JIM MORRISON & the DOORS und The JIMI HENDRIX EXPERIENCE. Ja ja, da sind dann noch Janis Joplin, Frank Zappa and the Mothers of Invention, Led Zeppelin, Pink Floyd, Vanilla Fudge, Iron Butterfly, John Lee Hooker, B.B. King und... und... und...

Aber ja, das sind halt meine Favoriten..

+++++ +++ +++++

Die letzte Zeit war ich wieder oft mit AB CD unterwegs. Sie hatten ein paar geile Gigs gespielt und es war oft ein tierisches Publikum in der Halle. So z. B. am vergangenen Samstag im BISTRO 108 in Niederbrechen bei Limburg a.d. Lahn. Eine Bühne, so groß wie ein Bettvorleger für sechs Mann, aber ein absolut geniales Publikum. Die Jungs haben ihnen ganz schön den Schädel weggeblasen. (Wenn es jemanden interessiert: Bilder der Gigs findet ihr unter www.buehnenbilder.com .

Tagebuch April 2005

Dienstag, 05.04.2005

Born to be wild. Oder auch geboren um sich selbst zu verwirklichen. Das zu tun was mir Spaß macht. Anderen nicht weh tun. Sich selbst lieben. In den Spiegel schauen und sich anlächeln können. Das Leben zu erleben ist die Schönheit der Religion. Leben ist die Gabe, seinen individuellen Weg zu finden. Selbst zu entscheiden für JA oder NEIN. Verantwortlich zu sein für sein Handeln. Selbst zu entscheiden über GUT und BÖSE. Selbst zu sein. Frei zu sein. Zu leben. Bewußt!

Mai 2005

Montag, 09.05.2005

In den letzten Wochen war ich oft mit HOT STUFF unterwegs. In dieser Band spielt auch Andy von der Coverband AB CD die Gitarre.

HOT STUFF finde ich echt geil. Sie spielen eine Musik der 70er - 80er Jahre.

Am Anfang hatte ich ehrlich zugegeben etwas meine Probleme mit der Musik, denn Abba, Donna Summer und so weiter gehörten bis dato noch nicht zu meiner Richtung der Akkorde. Aber in der Zwischenzeit finde ich es richtig gehend cool was da so auf der Bühne abgeht. Zumal die Bandmitglieder richtig nett sind.

Themawechsel.
An Benny, den Leadsänger der DOORS-Coverband LIZARD KINGS von hier aus kurz eine Nachricht
:

Danke, Benny. Du hattest damals in Deinem Email an mich sehr Recht mit Deinem Hinweis, daß ich mich mit meiner Krankheit nicht so wichtig nehmen soll; es gibt schlimmeres Leid auf dieser Welt.
Da hast Du Recht, Alter. Habe erst heute Abend wieder von einem Typ erfahren, der seit 2001 mit dem Schicksal geprügelt wurde. Er ist jetzt so an oder um die 40. Bekam 2001 einen Herzinfarkt und nach der Reha einen Schlaganfall. 2002 hatte er einen schweren Autounfall und 2003 stellten sich die Rückenschmerzen nach Erstdiagnose nicht als Spätfolgen des Unfalles dar. Jenes Rückenleiden wurde dann durch einen Spezialisten als Leber- und Lungenmetastasen diagnostiziert. Es folgte Chemotherapie und die ewige Angst auf die Frage: schaffe ich es. Nun ist 2005 und er wurde zwischenzeitlich noch erfolgreich an Darmkrebs operiert. Was ein Hammer! Ich will ehrlich sein: gesehen gestern Abend in der Sendung auf SAT3 Nur die Liebe zählt.

Ja ja, das ist schon genial, wie das Schicksal die Lose verteilt.

Meine Gesundheit?
So weit okay. Bei der letzten Routineuntersuchung wurde im CT nichts Auffälliges festgestellt. Nur ein Blutwert, der sogenannte Tumormaker war etwas oder mehr erhöht. Aus diesem Grund ist für morgen noch eine Kerspinthomografie angesagt. Da gibt es nun radioaktives Material in die Vene und ich muß eine ca. vierstündige Untersuchung über mich ergehen lassen. Aber was soll's? Und wenn es der Wahrheitsfindung dient...

Meine Vermieterin hat die letzten Tage auch rapide abgebaut. Ich hoffe und bete, daß ihr nichts passiert. Die Dame ist im Februar diesen Jahres 80 geworden und hatte im Jahre 1998 auch und fast mit mir zusammen Krebs bekommen. Trotz allem, Benny, es ist eine Scheiß Krankheit.

God bless you all...

Mittwoch, 11.05.2005

Gestern hatte ich nun meinen Termin in der Uniklinik Frankfurt. Die Untersuchung war notwendig, weil mein Tumormaker gestiegen war. Statt der normalen 37 wurde ein Wert von 77 festgestellt. Kann jetzt aber auch nicht genau definieren, welchen Maker in der Uniklinik bei mir gemessen wurde, da es verschiedene Werte und Untersuchungen gibt:

CEA - Carcinoembryonales Antigen
AFP - Alpha-Fetoprotein
CA 19-9 - Carbohydrate-Antigen 19/9 oder Cancer-Antigen 19/9
CA 72-4 - Cancer-Antigen 72/4
CA 125 - Cancer-Antigen 125
CA 15-3 - Cancer-Antigen 15/3
NSE - Neuronenspezifische Enolase
SCC - Squamous cell carcinoma antigen
CYFRA - Cytokeratin-19-Fragment
hCG - Humanes Choriongonadotropin
PSA - Prostataspezifisches Antigen
hTG - Humanes Thyreoglobulin
MCA - Mucin-like cancer associated antigen
(Quelle: http://www.netdoktor.de/laborwerte/fakten/tumormarker/tumormarker.htm)

Was sind Krebsmarker (Tumormarker)?

Krebsmarker sind Stoffe, die bei der Entstehung und dem Wachstum von bösartigen Tumoren, also von Krebs, produziert werden. Alle Tumormarker werden entweder von den entarteten Zellen selbst gebildet oder vom gesunden Gewebe als Reaktion auf das Wachstum des Tumors. Krebsmarker sind Eiweiße. Manche Tumormarker können auch wie Enzyme Stoffwechselvorgänge im Körper beeinflussen.

Da die meisten Krebsmarker weder kennzeichnend für ein bestimmtes Organ noch für eine bestimmte Tumorart sind, eignen sie sich nicht zu einer gezielten Suche nach einem möglichen Krebsleiden. Weiterhin ist es auch nicht möglich, das Stadium, in dem sich ein Tumor befindet, anzugeben, da der gemessene Wert des Krebsmarkers nur zu einem sehr geringen Teil von der Größe des entarteten Gewebes abhängt.

Wichtiger sind Krebsmarker für die Kontrolle nach einer Tumorbehandlung wie Operation oder Chemotherapie. So weist ein erneuter Anstieg von Krebsmarkern im Blut beispielsweise auf einen Rückfall, ein so genanntes Rezidiv, hin. Anhand der Krebsmarker kann der Arzt ein solches Rezidiv frühzeitig erkennen und behandeln. Sinkt dagegen der Wert im Verlauf der Messungen unter einen bestimmten Punkt, deutet das darauf hin, dass das kranke Gewebe komplett entfernt wurde.

Um 08:00 Uhr sollte ich in der Nuklearmedizin antanzen. Vorher mußte ich noch in der Onkologie benötigte Papiere abholen.

Ich meldete mich in der Nuklearmedizin an, wurde danach ins Wartezimmer der Abteilung gebracht. Dort mußte ich eine Flasche Mineralwasser trinken. Nach einiger Zeit kam dann eine Ärztin, welche mir ein paar Fragen über meinen Allgemeinzustand stellte und mich über die Risikn der Unersuchung aufklärte. Mein Autogramm auf dem Hinweispapier besiegelte mein Einverständnis.

Ein kleiner Pixer in meinen Finger zum Blutzuckertest. Wert bei 100. Bestens! Dann mußte ich mich in einen Sessel setzen, der in Liegeposition gebracht wurde. Ich erhielt intravenös eine Spritze mit einer Glukose-Substanz, die mit Fluor18 markiert ist. Diese wird von den Krebszellen ähnlich wie normaler Traubenzucker (Glukose) verstoffwechselt, d.h. als Energielieferant eingesetzt. Da die “entarteten” Tumorzellen gegenüber gesunden Zellen einen gesteigerten Glukoseverbrauch haben, hebt sich der Krebs ebenso wie seine Tochtergeschwülste (Metastasen) im PET-Bild vom gesunden Gewebe ab und kann so erkannt und teilweise quantifiziert werden.

Danach mußte ich erst mal eine Stunde ruhig liegen. Ruhig liegen bedeutete in diesem Fall: absolut ruhig liegen. Nicht lesen, nicht sprechen. Nun gut, ich verbrachte die Stunde wörtlich im Schlaf.

Nach diesem Nickerchen mußte ich noch auf die Toilette um meine Blase zu erleichtern und dann ging es auf den Ganzkörper-Vollring-PET-Scanner.

Es dauerte eine Ewigkeit, bis sich der Schlitten mit mir drauf durch den Ring schob. Dann war erst mal wieder Pause angesagt, denn nach ca. 35 Minuten stellte man fest, daß die Software des Gerätes den Geist aufgegeben hatte. Ich wurde wieder zurück gefahren und es dauerte wieder ca. eine halbe Stunde bis mir gesagt wurde, daß jetzt alles in Ordung sei. Dann gin es wieder durch den Ring und die ganze Prozidur dauerta noch mal 60 Minuten. Mir kam es wie eine Ewigkeit vor. Aber was ist Ewigkeit? Für manche drei Sekunden. Für andere ein ganzes Leben. Für mich waren es 60 harte Minuten, denn, wie schon angedeutet, ich durfte mich nicht bewegen. Die Nase juckte. Mein Bein schlief ein. Ich mußte Wasser lassen. Aber: still halten war angesagt.

Als die Untersuchung dann endlich vorüber war, mußte ich noch warten, ob noch ein oder mehrere Aufnahmen gemacht werden mußten. Ich setzte mich wieder ins Wartezimmer, wo ich mich mit einer Dame meines Alters unterhielt, die ein Krebsgeschwür hinter dem rechten Auge hatte. Diuese Scheiß Krankheit Krebs!!!

Als dann die Ärztin kam und mir mitteilte, daß man nichts Auffälliges gefunden hatte, trieb es mir die Tränen in die Augen und ich machte mich schleunigst vom Klinikgelände.

Für alle Interessierten hier noch etwas über diese PET-Untersuchung:

Positronen-Emissions-Tomografie (PET) & ultraschnelle Computertomografie (UCT)

Eine starke Kombination für die Krebsfrüherkennung: das PET/UCT

Durch die computergestützte Bildverarbeitung ergänzen sich jetzt bei der Krebsfrüherkennung der hochempfindliche Ganzkörper-Tumor-Check mittels Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und die anatomisch mit hoher Detailgenauigkeit abbildende ultraschnelle Computertomografie (UCT) optimal:

In einem ersten Schritt wird die PET eingesetzt, um mit äußerster Empfindlichkeit Krankheitsherde wie bösartige Tumoren, Metastasen oder Entzündungsherde aufzuspüren. Zeigt die PET einen Normalbefund mit einem gesunden Stoffwechselmuster, kann eine Krebserkrankung schon weitgehend ausgeschlossen werden.

Sollte sich aber tatsächlich irgendwo eine auffällige Anreicherung im PET zeigen, kommt die UCT zum Einsatz: Hiermit wird das betroffene Organ nochmals in sehr dünnen, genauen Schichten abgebildet. Nach der Untersuchung werden mittels eines Bildverarbeitungsprogrammes die UCT-Schichten den PET-Bildern anatomisch richtig zugeordnet. Auf diese Weise kann der untersuchende Arzt sogleich erkennen, welche anatomische Struktur der Mehranreicherung im PET entspricht ? und damit in aller Regel eine präzise Diagnose stellen.

Im Gegensatz zu PET-CT Untersuchungen in anderen radiologischen Zentren setzen wir in der Diagnoseklinik bei der Krebsfrüherkennung die UCT also erst dann ein, wenn dies wirklich aufgrund eines auffälligen PET-Befundes nötig ist. Das erspart Ihnen zusätzliche Strahlenbelastung und Unannehmlichkeiten!
(Quelle: http://www.diagnoseklinik-muenchen.de/pet_uct.php)

Tagebuch Juni 2005

Donnerstag, 23.06.2005

Hi...

Hier isser mal wieder. Zurück vom Oberbayern, dem Mega Park, dem Paradies, dem Bierkönig und dem RIU Palace in el Areneal, Mallorca.

Wir waren wieder auf Abschlußfahrt mit unserem Fußballverein in Mallorca. Überwiegend aus der 1. Mannschaft. Außer Thomas, der aus der 2. mitgeflogen war. Ein sehr angenehmer Zeitgenosse, den Helga und ich inzwischen richtig gern haben.

Die Jungs waren sehr gut drauf und es gab nicht einmal Streß oder eine dumme Aggressivität. Außer mal 'nen gewaltigen Brummschädel von allen nach der ersten Disconacht im RIU PALACE und dem PARADIES. Zwei geile Discos. Aber das lag vielleicht auch daran, dass ich mit Helga seit mindestens 10 - 15 Jahren in keiner Disco mehr war. So hatten wir halt einen tierischen Nachholbedarf, den wir gewaltig auskosteten. Aber wann sind wir auch zum letzten mal morgens teilweise um 4 Uhr aus der Disco raus. Es war echt geil und es hat uns eine Menge Spaß bereitet, den wir aber auch in vollen Zügen genossen haben.

Nachdem die Jungs dannwieder alle abgereist waren, hatte ich mit Helga noch zwei Solotage, wovon wir einen bei Markus in Cala Ratjada verbrachten. Er hatte ja seine MALLORCA-Sportsbar total neu gestylt. Toll!!! Wir waren begeistert von dem neuen Ambiente und ich habe eine Menge Bilder für seine Homepage geschossen, der ich nach unserem Mallorca Aufenthalt auch ein neues Design verpaßte und einiges änderte (www.mallorca-sportsbar.com).

Am 02.07. haben wir nun auch wieder unsere traditionelle 3. Hattersheimer Boxnacht. Da gibt es auch wieder viel mit anzupacken und am 03.07. geht auch beim FCE schon wieder der Trainingsbetrieb für die neue Saison los.

Dienstag, 28.06.2005

Gestern hatte ich meinen 55. Geburtstag und es war einer der geilsten Tage der letzten Zeit. So viele Glückwünsche, Anrufe, Emails etc. hatte ich schon lange nicht mehr bekommen.

Außerdem hatte Helga ohne mein Wissen eine Menge Leute eingeladen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Mir hat es tierischen Spaß bereitet und ich danke meiner Maus auch von dieser Stelle auch nochmals recht lieb. Was Du gestern geleistet hast, werde ich Dir, Helga, so schnell nicht vergessen. DANKE!!!

Ich hatte mich morgens in die Rhein-Main Therme verkrümmelt. Sauna und Massage genossen und mit einigen Leuten meinen Spaß gehabt, die ich im Laufe der Zeit in der Therme kennenlernte. Um 14:00 Uhr war ich dann wieder zu Hause, wo ich Helga immer noch bei den Vorbereitungen des Essens antraf. Diese Beschäftigung von ihr zog sich dann bis 18:00 Uhr hin. Danach unter die Dusche hüpfen und die ersten Leute standen schon vor der Tür. Es war eine sehr interessante Mischung der Gäste und wir hatten jede Menge Fun.

Ein kleiner Dank von meiner Seite auch nochmals an alle, die mich den GANZEN Tag über angerufen hatten oder ein SMS oder ein Email geschickt haben. Ein besonderer Dank deswegen an Annett aus Höster, Martina H. aus SB, an meinen langjährigen und einzigartigen Freund Roger O. aus HG, an meinen Bruder Gisbert aus SB, Rosi und Sonja D. aus F, Bodo und Hajo von der Gruppe FOREST, an Peter und Heike E., an Buffa und Barbara S., an Thomas, Christine und Fabian E., an Andre E. und Andi B. aus Eddersheim. An Hans B. und die Gruppe DOORS Experience aus Wien, an Frohwald, Ramona und Sebastin L. aus BZ und... und... und. Nochmals: ich habe mich SEHR über EURE Glückwünsche gefreut. Und es ist ein tierisch geiles Gefühl, so viele Freunde zu haben.

Tagebuch Juli 2005



Sonntag, 10.07.2005

Ein Gitarrenrevolutionär. Ein Magier der elektischen Gitarre. Ein Pionier. Ein Wegbeschreiter. Ein Klangvirtuose. Ein Gott? Nein, da Mensch. Aber ich liebe ihn. Seine Hinterlassenschaft. Sein Andenken. Sein Werk.

1983 ... ( A merman I should turn to be )
© by Jimi Hendrix

Hurrah i awake from yesterday
Alive but the war is here to stay
So my love catherina and me
Decide to take our last walk
Through the noise to the sea
Not to die but to be re-born
Away from a life so battered and torn....
Forever...
Oh say can you see its really such a mess
Every inch of earth is a fighting nest
Giant pencil and lip-stick tube shaped things
Continue to rain and cause screaming pain
And the arctic stains
From silver blue to bloody red
As our feet find the sand
And the sea is strait ahead..
Strait ahead.....
Well its too bad
That our friends
Cant be with us today
Well thats too bad
"The machine
That we built
Would never save us"
That's what they say
(That's why they aint coming with us today)
And they also said
"It's impossible for man
To live and breath underwater..
Forever" was their main complaint
(Yeah)
And they also threw this in my face:
They said
Anyway
You know good well
It would be beyond the will of God
And the grade of the King
(Grace of the King yeah yeah)

So my darling and I
Make love in the sand
To salute the last moment
Ever on dry land
Our machine has done its work
Played its part well
Without a scratch on our bodies
And we bid it farewell

Starfish and giant foams
Greet us with a smile
Before our heads go under
We take a last look
At the killing noise
Of the out of style...
The out of style, out of style

Moon, turn the tides...gently gently away
Moon, Turn The Tides... Gently Gently Away
So down and down and down and down
And down and down we go
Hurry my darling we mustn't be late
For the show
Neptune champion games to an aqua
World is so very dear
Right this way smiles a mermaid
I can hear atlantis full of cheer.

Atlantis full of cheer
I could hear atlantis full of cheer
Lord thank you

Mittwoch, 13.07.2005

Zur Zeit lese ich eine Biografie über eines der bekanntesten Groupies der 70er: Pamela Des Barres. Zum besseren Verständnis, da es auch heute noch eine unterschiedliche Auffassung des Begriffes GROUPIE gibt, hier eine kleine Definition:

Der Begriff entstand in den 60er Jahren und kommt aus dem Englischen. Groupies findet man vor allem in der Umgebung von Rock- und Popstars, Schauspielern und Sportlern, aber auch bei Politikern, Modells und Moderatoren.

Im Unterschied zu Fans wollen Groupies nicht nur Autogramme und Fotos, sondern wirklichen Kontakt und Nähe zum Subjekt ihrer Begierde. Mal geht es ihnen dabei mehr um Freundschaft und mal mehr um sexuelle Kontakte. Für den Groupie ist es erregend, an eine verehrte und scheinbar unerreichbare Person heranzukommen. Und so ein Stück seines vermeintlichen Glamours abzubekommen. Im Groupie-Dasein vermischen sich Phantasien, Traumwelten und sexuelle Wünsche. Gerade in der Pubertät träumen Kids von ihren Lieblingsstars und deren bewundernswertes Leben. Es ist eine Art Flucht aus dem Leben, das einen wirklich umgibt. Man beschäftigt sich lieber mit jemanden der weit weg ist, als mit seinen Mitschülern, Verwandten und Freunden.

Ein Groupie richtet sein Leben nach dem Star aus. Er versucht ihn nach den Konzerten, in Hotels oder bei öffentlichen Veranstaltungen abzupassen.

Für den Verehrten ist es geil zu wissen, dass er gut ankommt und sich seine Sex-Partner einfach nur auszuwählen braucht.

Sogenannte „star fucker“ wollen Promis ins Bett bekommen und danach öffentlich – in den Medien oder vor angesagten Leuten - darüber sprechen.

Ja ja, die guten 70er. Da habe ich auch einiges mitgenommen. Sex and Drugs and Rock'N'Roll. War 'ne geile Zeit, obwohl wir auch unsere Schwierigkeiten hatten. Aber andererseits waren wir auch die Vorreiter da für, das die heutige Jugend ihre "Freiheit" hat. Wir haben sie uns erkämpft, wir haben sie uns genommen. Morgens stoned und total zugedröhnt im Hauptbahnhof von Saarbrücken aufgetaucht, mit bösen Blicken der Leute erdolcht, die ihre marschgedrillten Körper zu den jeweiligen Arbeitsstätten bewegten. War schon tierisch geil. Manchmal blieb das nicht ohne Folgen, denn die Sittsamen wollten manchmal zu genau wissen, ob man diesem langhaarigen Gesindel nicht Anstand einprügeln konnte. Das ging aber sehr oft nach hinten los, denn das Leben auf der Strasse härtet ab. Da ist manch einer mit blutiger Nase oder aufgeplatzter Lippe auf seinem Job aufgekreuzt. Wir haben die Musik revolutioniert, die Klamotten modernisiert und eine neue Gesellschaftsschicht geschaffen: die Hippies. Wir zählten uns dazu. Waren Teil von Ihnen. Eine gigantische Menschenmenge, die sich von Kalifornienüber Westeuropa und Marokko bis nach Goa in Indien hinzog.

Wir machten es möglich, daß Hunderttausende zu Konzerten pilgerten, nackt und bekifft der Musik lauschten und sich fickend im Schlamm wälzten. Wir schufen aus Nobodys Superstars, die den Erdball bereisten und ihrem jeweiligen Publikum vom 'Aufbruch in eine neue Welt' berichteten. Vom NEIN zum Krieg einer beschissenen Politik. NEIN zu der Verlogenheit einer Plastikgesellschaft, besudelt mit dem Filz aus Korruption und Habgier. Dank an Jimi Hendrix, den DOORS, den ROLLING STONES, LED ZEPPELIN und... und... und. Es sind ALLE, die sich elektrische Gitarren umgehängt haben und Freddys Heimatscheiße aus deutschen Wohnzimmern geblasen haben. Glory, Glory, Halleluja!

Let's Spend The Night Togheter mit dem Street Fighting Man, der Gloria vorm Back Door Man errettet. I Can't Get No Satisfaction ohne Cocaine mit Lucy In The Sky With Diamonds. My Generation war im Purple Haze getroffen worden von einem Mashine Gun. Nicht nur ich sang mit den Stones vom Starfucker.

Anderes Thema.
Habe diese Tage mit Jürgen S. aus Berlin telefoniert, dem Begründer der Berliner Seelenküche. Ist schon Scheiße mit seiner Krankheit, die einfach nicht besser werden will. Jetzt fahren sie bei ihm schon die ganz großen Geschütze auf. Aber darüber will ich hier nichts erzählen, sondern Jürgen nur alles Gute wünschen. Gib den Fight nicht auf, Alter, denn was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter. (Anmerk.: alle, die sich jetzt Gedanken machen, Jürgen hat keinen Tumor, keinen Krebs. Trotzdem geht es ihm beschissen). Lizardking aus HH wird meine Worte verstehen. Gruß von hier, alter Stadtindianer.

Am 30. fahre ich nun mit Wolfkristall, die ich vorher zu Hause abhole, nach Magdeburg zum FEAST OF FRIENDS. Ein Festival von einigen coolen Leuten - darunter auch die DOORS-Fans Uwe aus Halle und Benny, der Sänger von den LIZARD KINGS aus Schwerin - geplant und organisiert. Freue mich schon tierisch darauf, zumal es viel zu snakken gibt, wie Jürgen aus HH immer sagt. Gruß von dieser Stelle aus auch an meinen Freund Jürgen aus HH (nice to met you!) und meinen Freund Kai, den blonden Engel aus dem deutschen DOORS Forum. (Habe die DVDs nicht erhalten oder liegen die noch bei Dir?).

Sonntag, 17.07.2005

"Ist es nicht schön eine Frau zu sein? Ist es nicht schön eine Frau zu sein und geliebt zu werden? Ist es nicht wunderwunderwunderschön begehrt und geliebt zu werden? Ist es nicht wunderschön eine Frau zu sein? Und wenn er dann endlich nachts nach Hause kommt, so gegen vier oder fünf, liegen wir dann da mit offenen Armen und Beinen? Liegen wir da und sind bereit, wenn er endlich mit einer gewaltigen Bier- oder Whiskyfahne ins Zimmer getorkelt kommt? Sind wir bereit ihn zu empfangen? Neeeeeeeeeiiiiiin!!! Ist es in diesem Moment nicht erhabend, eine Frau zu sein und ihm zu sagen FICK ! DICH ! SELBST !! ? Ja, das tun wir und wir tun es mit Stolz und dem Wissen, dass es auch anders sein kann wie in meinem nächsten Song...

WHEN A MAN LOVES A WOMAN
- by James Brown

When he held me in his arms,
When he held me in his arms and said,
Baby, baby, baby, you are the only one for me.

When a man loves a woman,
Can’t keep his mind on nothing else.
He’ll trade the world
For the good thing he found.
Yeah, if she’s bad, he can’t see it.
She can do no wrong.
Turn his back on his best friend
If he put her down.

When a man loves a woman,
Spend his very last dime
Tryin’ to hold on to what he needs.
He’ll give up all his comforts,
Go out and sleep out in the rain,
If she says, baby, that is how it’s gonna be.

When a man loves a woman,
Gives her everything that he has,
Tryin’ to hold on to her precious love,
Cryin, baby, baby please don’t treat me bad.

When a man loves a woman
Down deep in his soul,
She can bring him such misery.
Yeah, she’s bad, but, oooh,
He’s the last one to know.
Lovin’ eyes don’t ever see.

So, this man says he loves me, he loves me.
He gives me everything, everything,
Everything that he has,
Tryin’ to hold on to my precious love,
Cryin’, baby, baby, baby, don’t you, don’t you
Treat me, treat me bad.
Ohhhh . . . yeah.

When a man loves a woman
He can do her no wrong.
He could never hold another girl.
Oh, you tell me you love me, baby,
And gonna hold me tight.
Baby, baby, this is a man’s world.
No, no.
Oh, baby, a change is gonna come down
In this man’s world."

Bette Midler in ihrem Film THE ROSE, den ich mir gerade reingezogen habe. Ein echt guter Film, der in einigen Szenen an das Leben der genialen Janis Joplin erinnern soll, die unter ähnlichen Umständen ums Leben gekommen sein soll. Den Soundtrack der CD kann ich nur jedem empfehlen. Tierisch geil!

Freitag, 29.07.2005

Morgen früh geht es nach Magdeburg zum 1. deutschen DOORS-Festival Feast of friends, worauf ich mich schon sehr freue. Nicht nur um alte Freunde wieder mal zu treffen, sondern auch darauf, neue kennenzulernen. Hoffe nur im Stillen, dass uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, denn es sind teilweise Unwetter vorhergesagt. Es wäre schade für die ganze Mühe und Plagerei, die sich die Verantwortlichen für diesen Event auf die Schultern geladen haben. Ganz besonderen Dank deswegen auch noch mal von dieser Stelle aus an Uwe Huhn und Benny von den Lizardkings.

Montag, 01.08.2005

Zurück aus Magdeburg. Zurück von einem super geilen Event. Zurück von Freunden und neuen Bekanntschaften. Zurück von Musik... Musik... Musik.

Am Samstagmorgen um drei Uhr setzte ich mich in meinen Wagen und begann den Trip zu Feast Of Friends in der Nähe der Stadt Magdeburg. Mit wirklich gemächlichen 120 - 140 Stundenkilometern fuhr ich zuerst nach LIP, um Annett "Wolfkristall" abzuholen und sie mit zu der DOORS-Nacht zu nehmen.

Nachdem wir in Magdeburg an einem bestimmten Kreisel dann erst nach der sechsten Umrundung - ich kam mir dabei wie auf dem amerikanischem High speed Motodrom in Indianapolis vor, und ich denke JLK wird das schmunzelnd verstehen - die richtige Ausfahrt fanden, ist mir jetzt kein Rätsel mehr, nachdem wir den Kreisel von Heyrothsberge aus angefahren hatten.

Wir trafen uns dann mit JLK und seiner lieben Nina, wobei ich auch Iris "flugschatten.de" (eine bezaubernde Person!) und Jan-Erik Hubele, den Buchautor von Zwischen Himmel und Hölle - Jim Morrison in Paris, nebst einen Freund persönlich kennenlernen durfte.

Da wir alle ziemlich hungrig waren, wollten wir noch einen Imbiß zu uns nehmen, aber die einzige Gaststätte in der Umgebung war für eine Familienfeier gebucht. Also auf zum Ort des Geschehens, zumal es dort auch einen Imbiß geben sollte. Nina und Iris zogen aber erst noch mal zum nahegelegenen Lidlmarkt.

Am Festivalgelände angekommen wurden wir dann erst mal für kurze Zeit vom Glauben an sofortigen Einlass befreit, denn die Leute die sich am Tor aufhielten zeigten sich von der "harten" Seite. ÖFFNUNG UM DREI!!!

Erst nachdem Jan-Erik erklärt hatte, dass er vor den Bands eine Ansprache hält, erst nachdem Benny der Sänger der LIZARDKINGS mit einem der Verantwortlichen gesprochen hatte, erst dann wurde der geölte Riegel aus der Halterung gezerrt, der das Tor vor uns zu einer Barriere machte. Wir begrüßten Uwe Huhn und seine Angelika. Und wir machten eine niederschmetternde Erfahrung: es gab noch nichts für den Magen. Und es gab nichts für die Kehle. Schmerzlich... Schmerzlich.

Nach und nach trafen dann auch schon die ersten Gäste ein, nachdem der Einlaß begann. Unter anderem Kai aus Süderbrarup, Marco der Rock 'n' Roll Guy aus Hessen und... und... und... Aber niemand aus Berlin. Aber das hatte ich schon von Berni und seinem Hummelchen aus einem Email erfahren, dass auch JLK und einigen mehr zugegangen war. Danke da für, Bernd und Brigitta, das zeigt uns, dass ihr über den Dingen steht. So nach dem Motto:
ich liebe die Freunde, die ich
auf diesem schmalen Floß
versammelt habe
wir haben zu Ehren unseres Entkommens
Pyramiden errichtet
dies ist das Land, in dem
der Pharao starb -
by Jim Morrison / KLÄNGE FÜR EUREN GEIST

Nach langem Warten in der brennenden Sonne begann endlich das Programm. Jan-Erik hielt seine Rede, Darryl Read las Gedichte und es folgte ein Paukenschlag mit der Band COSMIC BLUES. Erst plätscherte es so esistgutemusik in meinen Gehörgang. Plötzlich wand sich die Stimme der Sängerin in meine Seele. Was-für-eine-Stimme!!! Was für-ein-Klang. War das die Reinkarnation von Janis Joplin? War die weibliche weiße Bluesqueen, die man mit einer Nadel im Arm fand, aus dem Himmel ausgebüxt, um für einen Moment mal wieder auf einer irdischen Bühne zu stehen? Eine Hammer diese Sängerin! Ein Hammer ihr Harpsolo (Anm. Mundharmonika). Ein Hammer diese Band aus Köln. Es folgte die Peter S.Dodge Band, die Jimi Hendrix in Erinnerung rief. Dann betrat die erste "DOORS"-Band an diesem Abend SHAMAN 'S BLUES mit ihrem Sänger John die Stage. Es kam Bewegung in die Menge. Vor der Bühne tanzten die ersten zu der jederzeitwiedererkennenden Musik der DOORS. Kai war noch immer auf der verzweifelten Suche nach seiner Pam, die doch irgendwoindieserrunde zu finden sein mußte. Und so machte er sich immer wieder, einen schweren Rucksack auf dem Rücken tragend, auf nach DER Pam. (Alter, ich liebe Dich!)

LIZARDKING betraten die Bühne, und ich registrierte es gar nicht richtig. Ich saß zwischenzeitlich wieder bei JLK, Nina und Iris am Tisch, der eine gewisse Distanz zwischen Bühne und uns herstellte. Ein zweites Mal an diesem Abend war es die Stimme des Sängers, die sich bei mir im zweiten Song bemerkbar machte. "Wer is'n der Sänger?" fragte ich JLK. "Benny und die LIZARDKINGS", brummte er zurück. Sorry, Benny, aber ab diesem Moment war ich nur an der Bühne und ihr wart klasse.

Dann begann die Zeremonie der DOORS Experience aus Austria. Ehrlich zugegeben, ich favorisiere diese Band. Ich kann auch nicht neutral bleiben. JLK meinte noch, am Besten wir schreiben so, dass wir keinen Favoriten küren, denn es ist schön, dass JEDE Band da ist. Ja! Ohne Einschränkung. Scheiße! Was soll das jetzt? Werde nicht blöd, HM, auch wenn manche Dinge einen grinsen lassen. Hihi. Punkt und Amen: ich oute mich zum Liebhaber der Jungs aus Austria.

Seit ich sie zweimal im Heidelberger Schwimmbad-Club on stage bei einem ihrer zahlreichen Gigs (leider zu wenig in Germany!) erlebt habe, bin ich von der Präsentation dieser Band begeistert. Für mich spielen sie nicht einfach die Musik der DOORS, sie lassen uns teilhaben an Celebration of the lizard. Ihre Show ist perfekt. Die Stimme von Jason Boiler genial. Und die Instrumentalisten verlieren nie ihre Individualität. Begleitet von der "Mutter-ohne-Brust" Hans Böhm. Der arme Hans. Er war ganz nervös, nachdem er auf der Fahrt mit dem Keyboarder Klaus Bergmaier - vom Gig am Vorabend aus Heidelberg kommend - in Heyrothsberge angekommen war. Der Rest der Band war im manchmal-nicht-zu-ändernden Stau auf der Autobahn verschwunden. Ich mag Hans, obwohl wir beide uns besser von den Emails her kennenlernten, als von unseren kurzen Begegnungen. (Werde Dir meine über 200 geschossenen Fotos - auf CD gebrannt - zukommen lassen, Hans).

Viel zu schnell war das Feast Of Friends zu Ende. Kaputt nach 20 Stunden Wachsein fiel ich gegen 02:00 Uhr innerlich zufrieden in Schlaf. This is NOT the end, Jimbo...

Feast of Friends
© Montag, 01.08.2005 by Gernot W. Freudenberger

Ein Traum

Ein Wunsch
Eine Idee
Eine Planung
Eine Erwartung
Ein Motto
This is NOT the end

Kilometer gefressen
Staub geschluckt
Pneus schnurren auf Asphalt
Folge dem Ruf
Feast of Friends

Gedanken versuchen sich zu ordnen
Fragen werden ins Bewusstsein geschleudert
Wer war diese Band,
die auch heute noch Millionen bewegt?
War es der Rhythmus der Schamanen?
War es die Orgel,
die einem in den Strudel reißt?
Oder die Gitarre,
die einen auf den Wellen reiten läßt?
War es John Densmore,
der heute seinen Weg gehen muß?
Oder war es nur der,
der am 3. Juli 1971 in einer Wanne entschlief?

Paris
Notre-Dame de Paris
Tour Eiffel
Arc de Triomphe
Palais Royal
Montmartre
Musée du Louvre
Montparnasse
Sacré-Coeur
Avenue des Champs-Elysées
Hervé Muller, Place Bernhard Nr. 6
Rue Beautreillis Nr. 17
3.Etage
Hofseite
Hinter dem Fenster
Badewanne
Kerzenschein
Ein Arm ruht auf dem Rand
Ein Kopf ruht auf der Seite
Feuchte Haare
Schwarz
Locken
Stille
Frieden
Tod
Heimgekehrt
Im Bewußtsein gestorben
Père-Lachaise

Die Orgel schreit
Die Gitarre weint
Die Trommel donnert durch den Schmerz

Eh, bist du da?
Eh, bist du nah?
König der Echsen
Berater der Ekstase
Killer der Herzen
Maler der Worte
Poetischer Vulkan

EINFACH NUR LEEEEEEEEEEEEEEEEBEN
LASST MICH EINFACH NUR LEEEEEBEN
ICH BRAUCHE EUCH NICHT
ABER ICH WERDE EUCH DAZU BRINGEN
MICH ZU BRAUCHEN
ICH BIN
DIE GIER
DIE SUCHT

DER WAHN
DAS VERLANGEN
ICH BIN DER SCHWEIF
DES KOMETEN
DEM IHR FOLGT

KOMMT ZURÜCK
IN DAS LAND OHNE ANGST
KOMMT ZURÜCK
AN DEN ORT OHNE FURCHT
TANZT IM FEUERRING EURES SAMENS
DEN REIGEN DER WEISHEIT

Eh, aufpassen am Steuer!
Nicht träumen!
Feast of Friends

Ende der Reise
Freunde treffen
Umarmungen
Freude
Lachende Gesichter
Ab und zu
eine Träne
In ihren Kristallen
die Weisheit
und das Verstehen

Bands auf der Bühne
Poesie am Mikrofon
Tanzende Leiber
Back to the roots

Kopfnicken
Mitgröhlen der Songs
Blicke zum Gegenüber
Die Augen
zeigen die Woodstock Aera

Feast of Friends

Tagebuch August 2005

Mittwoch, 03.08.2005


Ja, da zehre ich noch heute. Vom FOF (Feast of Friends) in Magdeburg. Das schöne daran, man lernt nicht nur Gleichgesinnte kennen, sondern man findet vor allem Freunde. Manche offener, manche verborgener. Ich mag JLK, den JimLizardKing aus Hamburg. Seit er uns letztes Jahr besuchte und meine Helga und wir beide nach Heidelberg zum Gig der DOORS Experience fuhren. Eine gigantische Show der Jungs aus Austria erleben durften, die fast über vier Stunden dauerte. Die reizende Anna aus Mannem und die reizende Sabine aus Wien kennen lernten. Seit dieser Nacht und der anschließenden Heimfahrt ist etwas zwischen uns dreien gewachsen, das man nicht in Worte kleiden kann, denn die Art von Seide, die das beschreiben könnte, ist noch nicht gewebt.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass das Leben von JLK dem meinigen in vielen Fassetten ähnelt. Auch er ist parallel zu mir durch Täler und über Berge der unterschiedlichsten Gefühls ebene des Lebens gewandert, wie sie nicht jeder Erdenbürger unbedingt erleben sollte. Das klingt jetzt vielleicht etwas hochtrabend, eingebildet und was auch immer, but let it be. Was soll's? Er bereut eigentlich nix. Ich bereue eigentlich nix. Auch wenn wir vielleicht heute, mit dem Wissen, der Erkenntnis, der Erinnerung an backstage anders reagieren würden. Das Leben hat für uns beide seinen Reiz gehabt. Und es hat vor allem wieder seinen Reiz gefunden. Stay groovy war immer eines der Lieblings floskeln von Jimi Hendrix. Und genau das isses! Stay groovy.
Irgendwie strahlt JLK so eine undefinierbare Ruhe aus, die so tief aus der Erfahrung des Lebens kommt.

Iris (Flugschatten) kommt mir ähnlich vor. Auf mich wirkte sie tiefinsichruhend. So fern. Nein, mehr in sich versunken in den tiefen See, aus der sie ihre wunderschöne Homepage mit Worten füllt, die sich girlanden gleich durch das türkisfarbene Element schlängeln. Behalte es bei. Geniale HP, Iris. Danke für unsere kurze Unterhaltung, HH Woman.

Benny, auf Dich war ich am meisten neugierig. Habe absolut daneben gelegen mit meiner Vorstellung. Auch 66 gewechselte Worte (???) in Magdeburg haben mir mehr gebracht, als unser langes Telefonat. Stay groovy, Alter und vergiß NIIIIEEEEE DOORS-Songs zu singen!

Uwe the backdoorman.
Genau was ich Dir heute im Email geschrieben habe. Wir müssen nicht viel quatschen, denn wir befinden uns bewußt auf der gleichen Party mit dem Motto FEAST OF FRIENDS. Würde mich freuen, wenn Du und Angelika auch mal Euer Auto in unsere Richtung lenken könntet. Ride the highway west, baby...

Sollte ich jemanden nicht erwähnt haben, so hat das KEINE Bedeutung oder Mißachtung eurer Person. I love you all, Wolfkristall, Kai, Jochen, Marco, Jan-Erik, Darryl Read, John, Maggie of Cozmic Blue, Jason, DOORS XP, Lizardkings, Shman's Blues...

Freitag, 12.08.2005

Hm, heute würde ich einiges zuvor gesagte nicht mehr so stehen lassen. Es haben sich da einfach ein paar Dinge geändert, die mich sehr verwundert haben. Die mich geärgert haben. Gekränkt und auch beleidigt. Okay, das soll's auch schon gewesen sein...

Ein sehr positiver Aspekt an dieser ganzen Sache war, dass ich einen Freund gefunden habe. Einen, der mich in einem sehr langen Telefonat überzeugte, nicht einfach alles hinzuschmeißen und der DOORS-Gemeinde den Rücken zu kehren. Danke, Lizardking aus HH. Danke Hans Böhm, Jason Boiler, Klaus Bergmeier von DOORS XP. Danke Uwe the Backdoor Man. Danke Iris, Annett, Lizardqueen. Danke allen, die mich festgehalten haben.

Am Samstag, 06.08. war ich dann mit HOT STUFF in Saarbrücken. Wir hatten da einen Gig auf dem Saarspektakel. Einem gigantischen Stadtfest, welches auf beiden Uferseiten der Saar stattfand. Für mich persönlich war es ein sehr emotioneller Gig. Nicht nur weil die Band tierisch geil abging, und eine Menge Leute vor der Stage eine bombastische Stimmung verbreiteten. Es war mehr aus dem Gefühl heraus, dass in dieser Stadt sehr viele Änderungen meines Lebens begannen und stattfanden. Ob meine Zeit als erster saarländischer Roadie mit RS Rindfleisch, dieser genialen Band aus Saarlands Landeshauptstadt, die alles und jeden der Konkurrenz aus saarländischen Gefilden gnadenlos an die Wand spielte und weit über die Regionen hinaus einen Namen hatte. Auch wenn ich bis heute noch nicht begreifen kann, wie man sich so einen "bescheuerten" Namen geben konnte. Aber was soll's?

Hier hatte ich schon unter der Brücke gepennt, die direkt neben der Bühne stand, und unter der wir unsere Fahrzeuge geparkt hatten, nachdem man unsere WG 1971 aus dem "Roten Haus" in der Uhlandstrasse geschmissen hatte. Hier hatte ich ich eine längere Zeit in Saarbrückens Langzeitpension "Lerchesberg" verbracht. Hier auf der Berliner Prommenade hatte man meine damalige Freundin Christiane tot auf der Toilette eines Lokals gefunden. Todesursache: overdose of Heroin. Hier am Saarufer hatten wir in den sonnigen Monaten unsere Happenings abgehalten, Musik gemacht, Dope geraucht, am Acid getränkten Zuckerwürfel oder Löschpapier gelutscht und manchmal auch eine Runde gebumst. Für die Saarbrücker Stadt- oder die saarländische Landbevölkerung, die uns "Schmarotzer" faul in der Sonne herumhängen sah, waren wir immer ein gefundenes Fressen. An uns" langmähnigen Beutelratten der Gesellschft" konnten sie ihren Frust ablassen. Manchmal liess sich dann auch mal der eine oder andere zu einem Gespräch herab. Dann gab es oft auch mal 'nen Trip ins Bier oder sonstige Getränk des vormaligen Stänkerers. Er wurde sehr schnell geheilt, denn die Reise zog in ungebremst in das Unterbewußtsein. So nach dem Motto
You know I smoked a lot of grass.
Oh Lord! I popped a lot of pills.
But I've never touched nothin'
That my spirit couldn't kill.

Danke STEPPENWOLF für den geilen Text und den geilen Song...

Halt!!!
Nur mit dem ganz klitzekleinen Unterschied, dass manch kleiner spirit ganz schön gekillt wurde. Karel Gott (welch ein abgefuckter Name. Der Kerl muß auch irgendeine versteckte sadistische Ader in seinem Körper besitzen.) besang es so:
Schicksalsmelodie... lalala, Schicksalsmelodie...
Schicksalsmelodie - ich hoer' den Himmel weinen.
Und ich geh' mit Dir im Sternenschein
durch meinen wunderbaren Traum.
doch dieser wunderbare Traum wird keinerzeit
mir Wirklichkeit.

Unterwegs nach SB hatte ich Markus, dem Bassisten von HOT STUFF, sehr viel über meine damalige Zeit im Saarland und im besonderen in Saarbrücken erzählt. Ihm müssen ganz bestimmt die Ohren geglüht haben bei meinen Ausschweifungen in vergangene Zeiten.
In Saarbrücken war ich schon öfters. Sehr oft. Aber diesmal war es anders. Es war so ein eigenartig undefinierbares feeling in mir drin. So wie ein heimkommen nach einer langen Reise. Es war einfach nur geil. Ich traf mich dabei mit Viktoria, meinem Patenkind und die älteste Tochter meines Bruders. Sie war mit ihrem Freund gekommen, der mir mit der Zeit richtig sympathisch wurde. Nicht nur, weil er unheimlich lieb mit Viktoria umging, sondern auch, weil ich mich auf Anhieb ganz gut mit ihm verstand. Auch ohne sehr viel blabla. Später gesellte sich noch Pedro, der Ex-Frontman von RS Rindfleisch da zu, der mir im Laufe der Jahre immer wieder über den Weg gelaufen ist und mit dem ich mich auch heute noch sehr gut verstehe. Pedro war mit seiner Freundin da, welche mir auch schon bekannt war. Es war ein echt geiler Abend.


Ina die Sängerin von HOT STUFF erzählte dann den Leuten von der Homepage der Band, und dass ich die Fotos da zu beitragen würde, die ich während des Gigs von Band und Zuschauern geschossen hatte. Ich mußte dann wieder auf die Stage. Unter normalen Umständen ein Wink ins Publikum, eine Verbeugung und wieder ab die Lucy. Aber diesmal war es auch hier anders. Es zog mich einfach ans Mikro, um den Leuten persönlich hello zu sagen. Nur das es diesmal nicht nur beim hello blieb, sondern ich den Leuten kurz erklärte, dass ich früher in den 70ern auch hier in dieser geilen Stadt gelebt hatte und ich es tierisch fand, wieder hier zu sein, wo so viel für mich begonnen hatte. Hallo, eigentlich wollte ich nie mehr in das Mikro do schwätze. Aber heut auf der Herfahrt do her mit unserem Bassiste, is es mir schon ganz kalt und warm geworden. Es is schön emol widder in DER Stadt zu sein, in der man so viele geile Zeite erlebt hat. Danke an eine sehr geile Stadt un an ein noch geileres Publikum. Es überkamt mich einfach mal so. Aber es war schon okay. Andy, der Gitarrist meinte später am Telefon, als wir wieder zu Hause waren: du warst ganz schön laut mit deiner Ansprache, denn es dröhnte gewaltig aus den Monitoboxen. Nun ja, es war auch ziemlich laut in meinem Herzen. Als ich hocherhobenenhauptes die Bühne verließ, grinsten die Mitglieder der Band gewaltig und aus dem Publikum regnete es Gernot-Rufe. Ja ja, sweet home Saarbrigge.

Morgen beginnt bei uns im Kaff wieder mal das Fischerfest. Der Highlight unserer dörflichen Idylle. Drei Tage Bier, Wein und Gesang. Oder anders formuliert mit den Worten meines geliebten Jimi Hendrix:
Lately things just don’t seem the same
Actin’ funny, but I don’t know why
’scuse me while I kiss the sky...

September 2005 h N

Sonntag, 11.09.2005

"Yeah, I'm a backdoor man", dringt die Stimme von Jim Morrison aus meinen PC-Speakern, der sich im Hollywood Bowl lüstern am Mikrofon räkelt. Das Konzert läuft als filmischer Hintergrund in einem kleinen Fenster meines Monitors. Der Zeiger meiner Uhr steht auf 23:35 Uhr.

Am vergangenen Donnerstag hatte ich meine Nachsorgeuntersuchung. Das Ergebnis der CT- und Röntgen bilder war zufriedenstellend. Keine Auffälligkeiten festzustellen. Nur mit einem Blut wert war Frau Dr. Gog nicht ganz einverstanden oder zufrieden. Mit dem sogenannten Tumormaker:

Was sind Krebsmarker (Tumormarker)?

Krebsmarker sind Stoffe, die bei der Entstehung und dem Wachstum von bösartigen Tumoren, also von Krebs, produziert werden. Alle Tumormarker werden entweder von den entarteten Zellen selbst gebildet oder vom gesunden Gewebe als Reaktion auf das Wachstum des Tumors. Krebsmarker sind Eiweiße. Manche Tumormarker können auch wie Enzyme Stoffwechsel vorgänge im Körper beeinflussen.

Da die meisten Krebsmarker weder kennzeichnend für ein bestimmtes Organ noch für eine bestimmte Tumor art sind, eignen sie sich nicht zu einer gezielten Suche nach einem möglichen Krebs leiden. Weiterhin ist es auch nicht möglich, das Stadium, in dem sich ein Tumor befindet, anzugeben, da der gemessene Wert des Krebsmarker's nur zu einem sehr geringen Teil von der Größe des entarteten Gewebes abhängt.

Wichtiger sind Krebsmarker für die Kontrolle nach einer Tumor behandlung wie Operation oder Chemotherapie. So weist ein erneuter Anstieg von Krebsmarkern im Blut beispielsweise auf einen Rückfall, ein so genanntes Rezidiv, hin. Anhand der Krebsmarker kann der Arzt ein solches Rezidiv frühzeitig erkennen und behandeln. Sinkt dagegen der Wert im Verlauf der Messungen unter einen bestimmten Punkt, deutet das darauf hin, dass das kranke Gewebe komplett entfernt wurde.

Nun muß ich halt zu einer erneuten CT-Sitzung in die Klinik. Auch eine erneute Darm spieglung steht an. Als wenn man sonst nichts zu tun hat. 'He, komm doch mal wieder vorbei, wir schieben dir auch einen Schlauch in den Arsch.' Toll! Da freue ich mich schon wieder wie verrückt drauf. Scheiße! Scheiße! Scheiße! Aber was tut man nicht alles zur Wahrheitsfindung.

Ebenfalls - wie oben schon angedeutet - soll auch ein neues CT angefertigt werden. Diesmal aber nicht von der Leber, sondern von der Lunge. Könnte sich ja etwas gebildet haben, was sich auf den Röntgen bildern nicht eindeutig feststellen ließ. Okay, werden wir auch erledigen. Da ich wieder seit längerem dem Nikotin verfallen bin oder mich von ihm zum willenlosen Wesen herabsetzen lasse, muß man immer und zu jeder Zeit mit einem nicht erfreulichen Ergebnis rechnen. Scheißzigarettensucht! Scheißtabak! Scheißnikotinundzusatzstoffe! Nee, so einfach darf ich es mir nicht schon wieder machen. ICH bin es der keinen WILLEN hat, mit dem Scheißrauchen auf zuhören. ICH! Und NUR ich...

Mit den Beinen habe ich auch seit längerem Probleme. Durchblutungsstörungen sagte der Arzt. Okay, lieber Gott, was gibt es sonst noch alles?

Ja ja, Leute, ist mir alls bewußt, dass es auch Millionen von Menschen gibt, denen es bedeutend schlechter geht als mir. Ich will ja auch nicht den Eindruck erwecken, dass ich mich beschwere. Ich stelle NUR fest. Und Morrison schreit 'We want the world and we want it NOOOOOOWWWWWW!!!'

Yeah, Jim, you've been down so goddamn long, that it looks like up to me...

Freitag, 23.09.2005

Wie schon angedeutet hatte ich in den letzten Tagen eine ganze Menge an Untersuchungen. Am Donnerstag, 08.09.2005 meine Haupt nachsorgeuntersuchung. CT der Leber und Röntgen bilder der Lunge waren okay. Nur der Tumormaker war wieder erhöht. Hatte es ja schon erwähnt.

Das CT der Lunge und die Darm spieglung zeigten keine Anzeichen eines Rezidivs.

Gestern morgen, bevor ich in das Flörsheimer Krankenhaus zur Endoskopie fuhr, rief nun Frau Dr. Gog an und teilte mir mit, dass man wegen dem erhöhtem Tumormaker eine Leberpunktion vorschlug. Dies soll unter CT geschehen, da mit man gezielt Gewebe entnehmen könne. Man habe einen "Schatten" oder eine "nicht näher zu definierende Stelle" an meiner Leber entdeckt, die genauer untersucht werden sollte. Der Schatten sei schon länger sichtbar, hätte sich aber in den letzten Monaten nicht verändert. Sie meinte noch, dass der Prof nach Studium der CT-Bilder zu dem Entschluß gekommen sei, dass man - sollte da ein erneuter Tumor wachsen - an dieser Stelle ganz gut operieren könne. Geile Aussichten! Geile Info!

Ich mache mir halt immer und immer wieder Gedankens wegen einem eventuellen Rezidivs (Rückfall). Auch wenn meine Onkologin meinte, dass es nicht unbedingt etwas sein muss, da der Schatten seit fast 9 (???) Monaten unverändert ist, kann ich meinen Kopf nicht immer abschalten wie eine Stehlampe. Eine Spur von Angst bleibt immer. Da kann ich kämpfen oder abschalten wie ich will. Aus diesem Grund schreibe ich ja auch mein "Tagebuch" im Internet, um auf diese Weise einen Teil meines Stresses abzubauen. Es hilft sehr oft, aber halt nicht immer.

Diese Geisel Krebs ist so ein undefinierbarer Faktor, den man halt nicht einfach zur Seite schieben kann. Da gibt es Tage, wo es mich ganz schön durch schüttelt. Wo die Angst durch das Gehirn kriecht wie ein gefräßiger Band wurm. Und er lässt dir keine Sekunde Zeit nicht an ihn zu denken. Er ist allgegenwärtig. Konstant und brutal. Er bestimmt deine Gefühle, deine Emotionen, deine Gemütslage. Er zwingt dich in die Knie und zeigt dir in einer schonungslosen Offenheit, wie klein und nichtig man eigentlich in manchen Situationen als Mensch ist. Frau Dr. Gog schlug mir mal vor längerer Zeit eine psychologische Behandlung vor. Das habe ich jedoch auch schon hinter mir. Und es hat mir nix gebracht. Was soll ich in stundenlangen Gesprächen von meinen Ängsten ab und zu berichten, die man mir im Endeffekt doch nicht ganz narkotisieren kann. Da muß ich halt durch und mich diesem Thema einfach stellen. Fortlaufen ist der schlechteste Weg. Und den Kopf in den sprichwörtlichen Sand zu stecken noch mehr.

Mit einer Diagnose wie Krebs muß man IMMER da mit rechnen, dass sich ein Rezidiv bildet, ein neuer Tumor wächst oder der Körper von Metastasen heimgesucht wird. Das ist wie Russisch Roulett. Entweder der Bolzen haut auf eine leere Patronen kammer oder aber die Kugel bläst einem ein Loch in die Schädeldecke. Da gibt es nichts anderes. Keine Hintertür. Kein stilles Davonschleichen von der Bühne. Da zählt nur eines: die Rolle im Theater des Lebens bis zum letzten Vorhang zu spielen...

Tagebuch Oktober 2005

Samstag, 01.10.2005, 00:28 Uhr

Eigentlich ist es so einfach. Doch man geht immer wieder den Weg mit dem wenigsten Widerstand.

Ich hadere mit jedem und ich hadere mit der ganzen Welt. Nur nicht mit mir. Ich möchte alles und jeden ändern. Nur nicht mich.

Ich bin es doch selbst schuld, daß ich meine Lektion in Form von Krebs erhalten habe. Ursache und Wirkung. Karma pur. Warum ertappe ich mich dann so unheimlich oft bei der Feststellung, daß ich die Schuld immer wieder bei anderen suche? Ich habe doch zu einer gewissen Zeit meiner Vergangenheit da für gesorgt, daß meine Leber einen Knacks oder treffender formuliert, einen (vielleicht???) unheilbaren Schaden davon getragen hat: Brown Sugar... H (sprich Ätsch)... Sister Morphin... Cocaine... Unsteril... Dreckig... Schmutzig... Versüft... Die Nadel von Mann zu Mann. Von Frau zu Frau... Rein in die Vene, raus aus der Vene und wieder rein in die Vene. Kolben runter gedrückt. Bruchteile der Zeit Warten... Pssssssssssssssssssttttttttttt!... Abflug, nachdem sich das Gemisch in der Blutbahn entzündete. Wuschhhhhhh!.... Zeitreise über der Milchstrasse. Explosionen in der DNS-Kette meines Gehirns. Entfliehen! Verschwinden! Sich aus dem Staub machen! Wenn auch nur für Minuten.

Karma
© Okt. 2005 by Gernot W. Freudenberger

Ich glaubte nicht an mich
Ich glaubte nicht an Gott
Ich glaubte nicht an Wunder

Ich verkroch mich,
auf einer silbernen Nadel reitend,
im Zugang meiner Vene

Ließ mich davonspülen
mit der Woge der Glückseligkeit
Tauchte hinab in die Fluten
des Selbstbetruges

Säte den Samen
dessen was man Ursache nannte

Ist das Karma?

Dienstag, 11.10.2005

There I was on a July morning looking for love.
With the strength of a new day dawning and the beautiful sun.
At the sound of the first bird singing I was leaving for home.
With the storm and the night behind me and a road of my own.
With the day
came the resolution
I'll be looking for you.
I was looking for love in the strangest places.
There wasn't a stone that I left unturned.
I must have tried more than a thousand faces,
but not one was aware of the fire that burned
In my heart,
in my mind,
in my soul.
In my heart,
in my mind,
in my soul.
There I was on a July morning - I was looking for love.
With the strength of a new day dawning and the beautiful sun.
At the sound of the first bird singing I was leaving for home.
With the storm and the night behind me and a road of my own.
With the day
came the resolution
I'll be looking for you.

Diesen geilen Song sang gerade der jung verstorbene Leadsänger von Uriah Heep, David Byron, auf einer Live DVD dieser Band, welche ich in meinen DVD-Player gelegt hatte. Ja ja, David Byron, den ich dreimal live on stage erleben durfte. Das erste mal in Saarbrücken ca. 1971.

In Saarbrücken traten RS RINDFLEISCH (meine erste Band als Roadie) zusammen mit Moody Blues, Uriah Heep und der Edgar Brougthon Band vor 4-5000 Leuten in der Messehalle auf. Dope und Groupies en Mass. Von Uriah Heep hatte Gerd (Bassist von RS R.) ein riesiges Pice Haschisch bekommen, weil der Bassist von denen mit seinem Bass spielen durfte. Es war absolut geil!

Samstag, 15.10.2005

"Peace, peace! He is not dead, he doth not sleep
He has awakened from the dream of life...
The One remains, the many change and pass;
Heaven's light forever shines, erath's shadows fly;
Life, like a dome of many-coloured glass,
Stains the white radiance of eternity,
Until Death tramples it to fragments, - Die,
If thou wouldst, be that which thou dost seek!"

Hallo G.,

wenn Du es noch nicht erfahren hast, Mischa ist gestern um 23.58 h kurz vor Vollendung seines 51. Lebensjahres verstorben. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns alle vor der bevorstehenden Trauerfeier verabreden könnten.

Alles Gute

R. (Roger) O.

Diese Email erhielt ich heute Nachmittag. Rummmmmms, das schlug ein, obwohl ich damit gerechnet hatte, das es passieren würde. Roger hatte es mich schon früher wissen lassen, dass Mischa in ein Saarbrücker Krankenhaus eingeliefert wurde, und das es sehr schlecht um Mischas Gesundheitszustand stehen würde.

Donnerstag, 20.10.2005,
01:46 Uhr

Heute ist die Trauerfeier in einem Stadtteil von Saarbrücken. Um 13:30 Uhr beginnt die letzte - und vielleicht einzigste - öffentliche Ehrung für einen Kumpel. Für Michael "Mischa" Meyer.

Mischa war ein alter Bekannter aus der Saarbrücker Scene, der auch wie Roger, Schneider Gerd und ich vom Saarbrücker Eschberg kam. Sein Vater arbeitete meines Wissens beim saarl. Rundfunk, seine Mutter war wie die unsrigen Hausfrau. Er hatte noch einen Bruder an den ich mich noch erinnern kann und eine kleine Schwester, die mir aber nur noch schattenhaft in Erinnerung ist. An Micha kann ich mich erinnern, der in seinem kleinen Zimmer auf einer Jugendliege saß und - fast - immer seinen Elektrobass in den Händen hielt. Er wollte immer ein tierischer Musiker werden, die Bühnen der Welt und die Herzen der Groupies erobern. Dabei grinste er immer so dreckig verschmitzt aus seinen Augen und schüttelte seine schulterlange dunkle Lockenmähne.

Eigentlich waren wir beide nie richtige Freunde, aber wir waren gute Kumpels denke ich. Ja, Kumpels, das waren wir. Und... wir verloren uns nie ganz aus den Augen und später aus den Ohren, weil er sich immer und immer wieder mal aus heiterem Himmel telefonisch meldete. Egal wo ich zwischenzeitlich auch hingezogen bin. Meine Telefonnummer hatte er immer wieder gefunden. Dafür möchte ich ihm heute DANKE sagen. Scheiße, das so einem immer wieder nur dann einfällt, wenn man es dem anderen nicht mehr selbst mitteilen kann und man es nicht zu den Zeiten getan hat, als es noch möglich war.

Das letzte Mal hatte ich Micha bei einem Konzert von Wishbone Ash in der Flörsheimer Stadthalle gesehen, einem kleinen Ort in Hessen am Main. Er war da mit Roger und dessen Frau, glaube ich. Aber auch schon wieder ca. 5 - 6 Jahre her.

Ja, sein Tod hat mich getroffen. Nicht weil ich ihn kannte, sondern aus dem Grund heraus, das er ein Teil eines Teiles meines Lebens war.

Und da ich weiß, dass Du, Mischa, ihn sehr gemocht hast, hier ein Song eines Deiner Lieblingsmusiker:

Shapes Of Things
by Jeff Beck -

The shapes of things before my eyes
Just teach me to despise.
Will time make man more wise?

Here within my lonely frame,
My eyes just hurt my brain.
Will time make man more sane?

Come tomorrow, will I be older?
Come tomorrow, maybe a soldier?
Come tomorrow, may I be bolder than today

Mach's gut, Kumpel...

Allen anderen die mich persönlich kennen: sorry, dass ich mich so verkrochen habe.

Samstag, 22.10.2005
03:13 Uhr

Am Donnerstag war ich in Saarbrücken, um an der Trauerfeier für Mischa teilzunehmen. Roger war auch da mit seiner Familie. Ich war enttäuscht, dass nicht mehr von den alten Bekannten aus vergangenen Tagen gekommen waren, und ich bin mir ganz sicher, dass es Roger ähnlich gesehen hat.

Seit über dreisig Jahren hatte ich Mischas Eltern nicht mehr gesehen und seine Geschwister. Der Vater und Mischas Mutter hatten sich kaum verändert, außer dass sie älter geworden waren in diesen Jahren. Was aber auch nicht verwunderlich ist in dieser Zeit. Aber ich erkannte sie wieder. Mischas Bruder sah im Gesicht Mischa sehr ähnlich, auch wenn T. das vielleicht nicht so gerne hört. An Mischas Schwester konnte ich mich wie schon gesagt nur noch schattenhaft erinnern, aber sie war zu einer hübschen reifen Frau geworden. Mischas Frau T. sah ich zum ersten Mal.

Das war dann auch ein ganz schön beklemmendes Gefühl, ein zwei Meter vor dem Sarg zu sitzen und auf diese hellbraun lackierte Holzkiste zu starren, die mit einem wunderschönen Gesteck aus vielen Sonnenblumen geschmückt war. Wie ich später erfuhr, waren es Mischas Lieblingsblumen gewesen. Auch auf dem Altar lag so ein wunderschönes Gebinde.

Der Pfarrer sprach in der Beschreibung von Mischas Leben sehr viele Dinge an, die mich an vieles in meinem Leben erinnerten. Mir hatte es mehrmals ganz schön die Tränen in die Augen getrieben. Roger erging es noch schlimmer. Er hatte aber auch die ganzen Jahren viel engeren Kontakt zu Mischa gehabt und ihn auch noch vor ein paar Wochen im Krankenhaus besucht.

Doch wir müssen das Leben nehmen wie es uns geschenkt wurde. Wir haben individuell NUR eine Freiheit, und das ist unser Wille. WIR entscheiden und bestimmen welchen Weg wir einschlagen. Und WIR sind auch einschließlich über die Folgen verantwortlich. Und ich wiederhole mich: das ist UNSERE Freiheit. Die Einzige!

Tagebuch November 2005

Dienstag, 15.11.2005

Meine Pisse stinkt an manchen Tagen wie die Seele des Hohepriesters Kaiphas, der nicht unbedeutend an der Ermordung Jesus von Nazareth beteiligt war. Der Arzt meinte, dass ich mir eine deftige Blasenentzündung eingefangen hätte. Nun gut, auch das werde ich überleben. Gibts ein paar Pillen.

Aber ich denke, dass interessiert hier niemanden die Bohne...

Dezember 2005

Samstag, 03.12.2005

Was soll ich eigentlich noch groß schreiben? Wie man bestimmt auch bemerkt hat, war es in den letzten Wochen ziemlich ruhig hier. Das hat viele Gründe. Oder gar keine? Ein paar vielleicht?

Nun, einer der Hauptgründe war der, dass ich keine richtige Lust mehr hatte. Wie schon oft hatte ich mir die Frage gestellt: wozu eigentlich. Was geht es eigentlich die Menschheit an, was ich so erlebte und erlebe? Angeberei wurde mir vorgeworfen. Mit meiner Krankheit um Bedauern winseln. Neben den vielen positiven Emails und Gästebucheinträgen, gab es auch ziemlich krasse Reaktionen von Leuten, die mir unbedingt in "die Fresse hauen " wollten. Okay, so ist das Leben!

Zur Zeit bin ich "Strohwitwer". Helga ist drei Wochen in Kur und kommt erst am 20.12. wieder Heim. Obwohl sie erst am Dienstag gefahren ist, fehlt sie mir. Sie ist der Mensch im Theater meines Lebens, der die weibliche Hauptrolle darin spielt. Der mir Stabilisation und Lebensmut gibt. Und für den es sich lohnt, Tag und Nacht zu kämpfen. Als die Trauerfeier von Mischa vor ein paar Wochen war, und ich an seinem Sarg saß, schwirrten so unzählig viele Gedanken durch meinen Kopf. Mir wurde einiges sehr klar und vor allem bewußt in der Realität. Jede Fernsehsendung, jedes Kaufhaus, jedes Kino, jedes Theater, jedes Konzert, jedes... jedes... jedes... ist eine Ablenkung, um nicht an den Tod und ans Sterben zu denken. Der Mensch ist verdammt in seiner Angst, bis er sich mit der Erkenntnis anfreundet, dass er eines Tages abtritt von seiner Bühne des Lebens. Und erst DIESER Schritt gibt ihm innere Ruhe und Zufriedenheit. Jeder Tag in diesem Akt ist zu wertvoll, um ihn wie eine Seifenblase zerplatzen zu lassen.
Before I sink
Into the big sleep
I want to hear
I want to hear
The scream of the butterfly...

Donnerstag, 15.12.2005, 01:09 Uhr

Am Donnerstag, 09.12. war ich mit einem Interview im Stadtradio Göttingen live auf Sendung. Der Hammer! Letztlich erhielt ich ein Email von einem Dr. Dieter Porth der irgendwann und irgendwie auf diese Homepage und auf eins meiner Gedichte (Und alles für Gold) gestoßen war. Das muß ihm gefallen haben, denn er fragte mich dann, als wir nach einer Zeit miteinander am Telefon sprachen, ob ich in seiner Sendung "Sprachlabor" für ein Interview bereitstehen würde. Ich war sehr überrascht und auch sehr stolz. Ich? Mit einem meiner Gedichte im Radio? Mit allem habe ich gerechnet. Das war schon etwas ganz besonderes.

Nun ja, am Donnerstag nachmittag rief er mich dann zur abgesprochenen Zeit an und so kam ich live ins Radio. Echt geil!!!

Einen Mitschnitt habe ich zwischenzeitlich auch - auf CD gebrannt - erhalten. Vielen Dank auch nochmals von dieser Stelle Herrn Dr. Porth und dem Stadtradio Göttingen.

Am Samstag, 10.12. hatte dann der FCE seinen jährlichen Winterball. Früher hatte man kaum noch einen Platz bekommen, diesjährig gab es noch viele freie Stellen in den Stuhlreihen an den Tischen. Viele - meist ältere - Mitglieder beschweren sich über die laute Musik der Band, andere maulen hinter vorgehaltener Hand am 10 Euroschein, welchen man an der Eingangstür als Opulus ab drücken muß. Nun ja, wer weiß wie lange der Verein diese eigentlich schöne Veranstaltung noch am Leben läßt.

Am Dienstag, 13.12. hatte es mich zu Helga gezogen. So fuhr ich gegen Mittag los und war um 15:15 Uhr in der Reha Klinik in Bad Sooden Allendorf. Helga war nicht da. Es dauerte etwas bis sie aus ihrer letzten Tages behandlung kam, und sie staunte nicht schlecht, als sie mich auf dem Handy zurückrief und ich ihr sagte "wenn Du mich sehen willst, dann mußt du schon an die Rezeption kommen". Es war ein schöner Nachmittag. Kurz vor 20:00 Uhr bin ich dann wieder losgefahren, denn ich machte mir Sorgen, ob es zu Glatteis kommen würde, da es auf der Herfahrt ziemlich oft genieselt hatte. Aber am kommenden Dienstag ist sie nun endlich wieder da.

Freitag, 16.12.2005

Wenn sich kleine Blätter
im Nachtwind unter Sternen
aneinander kuscheln,
dann empfinde ich meine Liebe
zu dir
als ein wunderbares
und einmaliges Geschenk.
Dargereicht durch das Licht
unseres Lebens.

Ich vermisse dich
wie mein Blut
Du fehlst mir
wie mein Atem

Ich liebe dich
in der Vergangenheit
in der Gegenwart
in der Zukunft
in der Ewigkeit.

Schmettelinge gaukeln
auf den Akkorden
unserer pochenden Herzen.

An Tagen wie diesen
wird mir der Begriff Einsamkeit bewußt.
Leere
im Haus.
Leere
in den Zimmern.
Leere
in meinem Herzen.
Und es ist erstaunlich
was wir erlebt haben.

Kerzenschein
im Spiegel
meiner Pupille.
Wärme
i n den Zellen
meines Körpers.

www.gerrys-photos.de