Die Beerdigung findet am Freitag, den 7. März 2003, um 10.30 Uhr auf dem Hauptfriedhof Frankfurt am Main, Neuer Eingang, Eckenheimer Landstraße statt. Auf Wunsch der Familie bitten wir anstatt von Blumen und Kränzen um eine Spende entweder an Philippinisches Kinderhaus c/o Lani Choukron, Frankfurter Sparkasse Blz 500 502 01, Kto 120 128 281 9 oder Arbeitsgruppe Lebermetastasen, BHF Bank, BLZ 500 202 00, Kto 152 605 555 8.
Diese Todesnachricht, die mir Frau Dr. C. Gog gestern zukommen ließ, hat mich sehr tief getroffen, denn Prof. Dr. Lorenz war der Mensch, der mir 1998 das Leberkarzinom (Krebs) entfernt hat, und dem ich es auch sehr zu verdanken habe, daß ICH heute noch am Leben bin. Aber vielleicht war seine Mission auf diesem Planeten beendet und er macht sich bereit, in einer anderen Reinkarnation (???) weiterhin Gutes für die Menschheit zu tun. Mir fehlen auch momentan die passenden Worte, um meine Gefühle heraus zu lassen. Ich will es beenden mit dem Gedicht von Kelly, das Mick Jagger 5.Juli 1969 im Hyde Park vortrug, als die ROLLING STONES zu Ehren von Brian Jones Tod, der am 3.Juli 1969 in seinem Schwimming Pool ertrank, ein Open Air Concert gaben: Ruhe, Ruhe! Er ist nicht tot, er schläft
nicht – Und hier noch ein paar Zitate, die in etwa meine momentane Stimmung beschreiben: Für die Welt bist du Die Depression ist gleich einer Dame in Schwarz. Manchmal zeigt sich unsere Stärke,
Tagebuch März 2003 Donnerstag, 06.03.2003 Heute mal wieder ein Eintrag, nachdem nun auch schon der Monat März angebrochen ist. Am 11.04. 2003 habe ich nun schon wieder meinen nächsten Nachsorgetermin in der Uniklinik Frankfurt. Da war ich nun erst gewesen und schon geht es weiter. Gestern ging es mir derartig beschissen, das ich gar nicht so richtig wußte, was eigentlich mit mir los ist. Durchfall, wahnsinnige Glieder- und Kopfschmerzen, leichtes Fieber und... und... und.... Heute ist alles fast wie weggeblasen. Sonntag, 09.03.2003 Since I've been loving you... Schon seit geraumer Zeit stelle ich mir immer öfters die Frage, warum ich eigentlich solch ein emotioneller Mensch bin. Dienstag, 11.03.2003, 03:13 Uhr Nein, ich stelle mir die Frage nicht, warum ich ein emotioneller Mensch bin. Ich bin es und da mit BASTA! Immer diese zermürbenden Fragen darüber, ob man alles richtig macht, nur weil man aus dem Bauch heraus fühlt und entscheidet. Eigentlich war ich immer und immer stolz darauf, daß ich mich so von einigen anderen unterscheiden, die nur nach den Richtlinien anderer leben und sich diese auch noch vorschreiben lassen. Bullshit! Das war und ist niemals meine Welt gewesen. Es ist doch etwas absolut geiles, daß ich so bin. Es ist doch etwas unheimlich schönes, daß ich mir Gedanken mache über dies und das, als nur irgendwo hinter einem verrußten Ofenrohr zu vergammeln. Es ist doch etwas unheimlich animalisches und wildes, einige Urinstinkte noch sein Eigen zu nennen. Und dazu gehört meines Erachtens das Gefühl und der Sex. Ja, auch wenn mir wieder einige sagen: der denkt auch nur mit dem Schwanz, kann ich nur antworten: ja und bin auch noch stolz drauf. Yeah, Baby, ich habe es verstanden was es heißt: gib dich der Achterbahnfahrt hin. Steige ein, laß dich empor ziehen und schalte deinen Verstand aus, wenn du herunterstürzt. Wenn du dich drehst und in Spiralbewegungen in den Looping schießt. Wenn es dir die Gedärme in den Hals schiebt und dein Körper tausend Tonnen wiegt. Sei einfach du und scheiß drauf, was passieren KÖNNTE. Laß dich treiben, denn dein Gefühl wird automatisch das richtige für dich tun. Komm... Komm... Laß dich fallen... ... ... Stürz dich hinab und du wirst dich selbst auffangen... Komm und habe Mut..... A b f l u g . . . Mittwoch, 26.03.2003 Heute kam die Antwort auf mein Schreiben vom Amt für Versorgung und Soziales in Frankfurt. Ich hatte ja eine Verlängerung meiner Ende März diesen Jahres auslaufenden Schwerbehinderung (5 Jahre Karrenzzeit nach Krebs) beantragt. Nun - mich haute es fast vom Stuhl - hat man mir 100 % Schwerbehinderung zugesprochen. Ansonsten
geht es mir "Quer-Feld-Ein". Am Wochenende werde ich das Tagebuch mal wieder auf Vordermann bringen. Hatte die vergangene Zeit aber auch keinen großen Bock etwas zu schreiben. Es gab sogar eine Zeit, da hatte ich mir gesagt: SCHEIß-GEFÜHLE! Aber inzwischen habe ich eingesehen, daß Gefühle etwas absolut geiles und wunderbares sind. Deswege werde ich mich auch weiterhin von meinen Gefühlen leiden lassen. Freitag,
28.03.2003 Laß
deinen Tränen freien lauf, Laß
dich fallen in deinen Gefühlen Sonntag,
30.03.2003 Mir war gar nicht klar, daß sich scheinbar doch einige Menschen für diese Homepage interessieren. Zu
der Anfrage von Philipp P. Matern: Die Arbeit im Verein macht mir auch keinen Spaß mehr. Keine Hilfe, meistens Kritik von Leuten, die selbst den Arsch nicht hoch bekommen. Und was mich aber am meisten ankotzt ist diese ständige Sauferei. Da wird kein Grund ausglassen mal einen Abend nichts zu trinken. Manche scheinen sogar mit der Bierflasche ins Bett zu gehen. Und dann noch die Scheiß-Schnäpse zwischendurch. Zum Kotzen!!! Und mich ekelt das auch alles ziemlich an. Aber dann werde manche auch noch zu Moralaposteln, die mich ignorieren und meiden wie der Teufel das Weihwasser. Warum? Nun, weil ich mich in eine andere weibliche Person verliebt habe. Ja, ich liebe Annett, und ich werde daraus auch kein Geheimnis mehr machen, denn es kotzt mich an, wie ich systematisch seit Wochen meine Gesundheit aufs Spiel setzte und mich teilweise bewußt und gezielt zu Grund richte. Verdammt noch mal, ich habe mein ganzes Leben gefightet und versucht, meinem Leben einen Sinn zu geben. Aber was ich momentan tue ist Harakiri in seiner höchsten Vollendung, ist Suizid auf Raten. Eh, Gernot, ist es das alles wert?
Tagebuch April 2003 Sonntag, 06.04.2003, 02:19 Uhr Okay, so langsam muß ich mir etwas einfallen lassen, denn ich muß irgendwie mein Tagebuch etwas ändern. Oder sogar ganz einstellen. Vielleicht ist es ja schon aufgefallen, daß ich die letzte Zeit kaum noch etwas schreibe. Nun, das liegt zum einen daran, daß es mir momentan auch nicht gerade leicht fällt und zum anderen, daß ich in Zukunft mit Namen und Personen etwas vorsichtiger umgehen muß, denn es ist nicht jedermanns Sache hier auf dieser Homepage namentlich erwähnt zu werden. Ob das Tagebuch dann in Zukunft noch das ist was ich mir bei Beginn einmal vorgestellt habe ist ein anderes Kapitel. Mir hat diese Homepage immer etwas ganz besonderes bedeutet, Sie war Ventil und Psychologe, Mülltonne und Schneuztuch der Traurigkeit, der Freude, der Lust und vor allem meiner Gedanken. Aber durch die Umstände der letzten Zeit hat sich das alles etwas geändert. So kommt man hier in unserem kleinen Kaff schnell ins Gerede, denn diese Homepage iswill ja irgendwie und irgendwo auch nicht alle "Neugierigen" Voyeure und wirklich Interessierten t auch hier nicht spurlos an unserem Ort vorbei gezogen. Aber ich denke schon, daß ich hier weiter schreibe, denn ich brauche das und irgendwie will ich ja auch nicht allen Voyeuren, Neugierigen und wirklich Interessierten vor den Kopf stoßen. Also Freundinnen und Freunde der Nacht. Ihr Beutelratten, Triebtäter und Mastrubierer. Ihr Lieben und Besorgten: es geht weiter!!! Well, gesundheitlich bin ich zur Zeit ziemlich im Arsch. Hatte einen gelben Schimmer in den Augen und wie sich diese Woche herausstellte, sind auch einige der Leberwerte wieder angestiegen. Doch das hatte ich mir schon gedacht, denn nach dem ganzen "Zirkus" in den vergangenen Wochen, hat sich auch einiges auf meiner Seele entladen. Es ist schon Scheiße, daß man sich immer und immer wieder im Leben für irgend'was rechtfertigen muß. Und immer wieder treten einem Leute in den Arsch, von denen man geglaubt hatte, daß sie inzwischen zu Freunden geworden sind. Aber es ist halt immer wieder zu bemerken, daß der Suff doch mehr Zellen zerstört als Marie Huana. Da zu kommt dann noch das engstirnige Denken, wenn man außer den Bergen in Tirol - oder wo auch immer in den Gegenden der Schluchtenkacker - nicht viel anderes gesehen und erlebt hat. Das Leben in einem Verein kann sehr schön sein, aber es engt auch sehr den Horizont ein, wenn man sonst keine anderen Steckenpferde sein eigen nennt. Komisch ist es dann immer wieder, daß ich mit den sogenannten Outsiders beim FCE (Carsten W., Bully, Doc Snider, Messer und Heiko Kirch... ) das beste Verhältnis habe. Andere dagegen kennen sonst nix als ihr Bett, den Platz wo der Alkohol steht und den Verein. Nee, das is' mir nix! Gar nix! Aber absolut nicht!!! Dann gibt es noch mein allergrößtes Problem für andere, daß ich mich nicht einordnen lasse oder man mir laufend sagen muß: tue dies oder jenes. Ich bin alt genug, um meine Entscheidungen selbst fällen zu können. Da muß man nicht immer und zu jeder Zewit hinter mir stehen, mir polternd auf die Schulter pochen und mit "imArschgebohrten"Finger die Richtung weisen. Auch wenn man mir auf der 40. Geburtstagsfeier eines Vereinsmitgliedes letzten Samstag mitteilte das der Fasching vorbei sei, nur weil ich in Cowboystiefeln, schwarzem Piratenhemd, schwarzer Weste und schwarzen Lederhosen erschien, so kann ich mit Stolz behaupten: lieber mit fast 53 Jahren so, als im Dauersuff zu verblöden... See you later... Samstag, 12.04.2003 Wie
die Liebe dich krönt so kreuzigt sie dich... Deine
Augen können nicht lügen. Aber trotzdem habe ich nicht das Recht die Fäden der Marionetten so zu bewegen, wie sie am besten in das Theater meines Lebens passen. Es sind nämlich Menschen und keine Puppen. Menschen mit individuellen Gefühlen, Schmerzen, Tränen. Mit eigener Liebe, Lebenseinstellung und eigenen Wünschen. Ich darf mich nicht zu einem gottgleichen Wesen erheben, daß die Figuren nach eigener Spielordnung auf dem Schachbrett seines Lebens hin und her schiebt. Ich bin nicht der Regieseur, sondern nur der Statist. Ich bin nicht der Star, sondern nur der Maskenbildner. Ich bin nicht der, der zerstören darf. Ich habe zu sehr das Leben eines Kindes der Nacht genossen, aber dabei total vergessen, dass am Morgen das Licht die Dunkelheit, der Lärm die Stille, die Realität den Traum zur Seite schiebt. Ich habe vergessen, daß das Leben nicht nur süße Träume sind, die ewig dauer könnten. Auch wenn ich es mir so vorgestellt habe. Ich habe nicht gewußt und zu spät erkannt, daß der Krebs mich nicht gestärkt, sondern viel mehr geschwächt hat, als ich es mir eigentlich eingestehen wollte. Es gibt auch keine Entschuldigung, denn die Vollendung einer "Tat" ist die Ausführung der Handlung; und es gibt kein Zurück. Liebe ist das reinste Gefühl, die wunderbarste Gabe die ein Mensch besitzt. Und es ist nicht fair, daß ich damit Achterbahn fahre. Es tut so unsagbar weh, aber es geht so auch nicht weiter, denn es wird immer und immer wieder Schmerzen und Tränen geben. Ein ständiges Kommen und Gehen. Das ist für alle Seiten Gift und emotionaler Suicid. Lebt wohl ihr Sterne, ihr Träume, ihr... ...salzigen Tränen. Montag, 14.04.2003, 12:30 Uhr Heute ist ein guter Tag zum Leben! Dieser Ausspruch soll ein Leitsatz und Bestand meines zukünftigen Lebens sein, denn das Leben ist einfach viel zu wertvoll und auch zu schön, als sich andauernd mit negativen Dingen zu beschäftigen. Es kann nicht sein und ich werde es auch nicht mehr zulassen, daß sich durch meine Krankheit ein paar Dinge in mein Leben geschlichen haben, die mich immer weiter von mir selbst entfernen. Es kann auch nicht sein, daß ich mich vor meinem Leben und mir fürchte und immer wieder innerlich vor Entscheidungen drücke und meinen Schmerz an anderen Personen auslasse, die einfach nur gut und lieb zu mir sind. Ich war immer unheimlich stolz darauf, daß ich irgendwie anders bin als die graue Mehrheit. Ich war stolz darauf, daß ich emotionell bin, weinen kann wenn es sein muß und nicht meine Augen davor verschlossen habe vor Dingen, die wichtig sind für das individuelle Dasein. Aber trotzdem habe ich es zugelassen, daß ich von all diesen Tugenden weit abgekommen bin und mich auch immer weiter davon entfernt habe. Ich habe wieder damit begonnen, daß ich vor Verantwortung davon gelaufen bin. Habe es wieder zugelassen, daß ich anderen Menschen weh getan habe, nur weil ich mir selbst nicht weh tun wollte. Habe in der letzten Zeit sehr viel Zeit damit verbracht, daß ich auf jemanden gewartet habe der mich an die Hand nimmt und mir sagt: Gernot mach dies und Gernot mach das. Alles Scheiße! Der Einzige, der mich an die Hand zu nehmen hat bin ich selbst. Und sonst niemand! Ich bin allein derjenige, der Verantwortung für mich zu tragen hat! Ich kann nicht andere für mich entscheiden lassen, denn das ist Feigheit und bedeutet somit, das ich mich selbst irgendwie aufgebe und nicht mehr an mich glaube. Captain
aus Outside schrieb am 6.April 2003 um 11:18 Uhr hier in mein
Gästebuch: Ja, Alter, da haste vollkommen Recht! Dieser Eintrag bezog sich auf eine Bemerkung meinerseits, die ich am Sonntag, 06.04.2003 hier auf dieser Seite eingeschrieben habe (Auch wenn man mir auf der 40. Geburtstagsfeier eines Vereinsmitgliedes letzten Samstag mitteilte das der Fasching vorbei sei, nur weil ich in Cowboystiefeln, schwarzem Piratenhemd, schwarzer Weste und schwarzen Lederhosen erschien, so kann ich mit Stolz behaupten: lieber mit fast 53 Jahren so, als im Dauersuff zu verblöden...) Aber das sind so die kleinen Begebenheiten die mir früher am Arsch vorbei gegagngen sind. Heute ertappe ich mich dabei, daß ich mir über solche Bemerkungen Gedanken mache und mich tagelang mit ihnen beschäftigt habe. Was ich damit sagen will ist, daß ich einfach wieder zu mir selbst finden und an mir arbeiten muß, um nicht mehr von solch einem Müll heimgesucht zu werden. Ich habe mich nach meinem letzten Krebs vergangenen Jahres zu sehr in mich zurück gezogen. Habe mich zu sehr in meinem Schneckenhaus versteckt. Wollte irgendwie auch nur noch ein Kind der Nacht sein. Weg von der Realität. Weg vom Licht und dem Tag. Weg von der Sonne. Ab
heute lautet die Devise: Danke, Schwester... Donnerstag, 17.04.2003 Heute ist ein guter Tag zum Leben! Zur Zeit hat mich eine gut entwickelte Grippe heimgesucht. Aber wenn ich nach dem Prinzip: Ursache und Wirkung gehe, dann bin ich es irgendwie selbst schuld. Es ist halt noch kein Hochsommer und zu wenig Kleidung muß nicht immer positive Wirkung zeigen. Nun kämpfe ich halt mit einigen Hausmitteln gegen meine Erkältung an: Tee und Honigmilch. So nach dem Motto, wenn mir Sachen helfen sollen, dann muß man mit ihnen eine Beziehung eingehen und sich mit ihnen auch unterhalten. Sie einfach bitten, daß sie ihre Heilkräfte an den richtigen Teil des Körpers schicken. Habe gar nicht gewußt wie einfach das eigentlich ist, wenn man den Sinn dafür erst einmal erkannt hat. Ansonsten suche ich nach den verschiedensten Wegen, um meinem Leben wieder ein Ziel zu geben. Vor allem suche ich nach Ruhe und Kraft. Denn nur wenn man in Einklang mit sich selbst, seinem Leben und vor allem seinem Körper ist, darf man auf eine positive Wirkung hoffen. Man ist einfach zu sehr auf weltliche Dinge konzentriert und vernachlässigt somit sich selbst. So nach dem Motto: NUR NICHT BEWEGEN und NUR NICHT ANSTRENGEN rennt man blind durch sein Leben. Aber das ist doch einfach nicht der Sinn! Man muß jeden Tag als ein neues Geschenk betrachten und ihn zu etwas ganz besonderem gestalten. Nicht darauf hoffen, daß andere nach unserer Hand greifen und uns führen, sonder sich selbst bewegen und etwas tun. Es ist so wunderbar und schön bewußt zu leben; aber dieses Geschenk muß jeden Tag aufs neue gepflegt werden. Nicht Stagnation, sondern Arbeit ist angesagt...
Donnerstag,
17.04.2003, 23:32 Uhr Da
wird es niemanden geben, Ich
lasse mich treiben Freitag,
18.04.2003 Allein diesen Satz zu schreiben genügt schon. Trotzdem euch allen einen wunderschönen Guten Morgen und 24 Stunden Sonne in eurem Inneren.
Dienstag,
22.04.2003 Ich
reiße mein Inneres auf, Frei
sein im Kopf. Heute
ist ein guter Tag zum Leben! Um ca. 04:00 Uhr bin ich dann wieder in Eddersheim angekommen. Helga war ganz schön erstaunt, daß ich schon wieder da war, denn sie war ebenfalls der Meinung, daß ich dort übernachten wollte. Wir hatten dann noch ein längeres Gespräch miteinander... Falsch!, denn es war mehr ein Monolog meinerseits. Ich war derjenige der etwas zu sagen hatte. Um
ca. 10:00 Uhr war ich dann wieder wach und ausgeschlafen. Nachmittags
wurden wir dann noch zum Kaffe eingeladen und waren dann Abends
wieder zu Hause. Nachdem ich mir mit Helga den Tatort angeschaut
hatte, setzte ich mich nochmals an meinen PC. Okay, ich rief dann spät am Abend bei Annett an, und wir hatten ein sehr schönes Gespräch miteinander. Es hat mir richtig gut getan, etwas befreit über manche Dinge zu sprechen. Helga hatte ich gesagt, mit wem ich telkefonieren wollte. Es hat ihr zwar wahrscheinlich weh getan, aber sie hat es auch akzeptiert. Danke dafür... Am
Montag waren wir dann bei den Schwiegereltern zum Essen und um
14:00 Uhr trafen wir uns mit mehreren Leuten vom FCE zu einer
Fahrradtour. Es war ein absolut geiles Wetter und die Sonne brannte
ganz schön. Es sollen heute so bis 27 Grad gewesen sein. Mit Helga war es ein schöner Tag. Endlich mal wieder ein fast normales Umgehen miteinander. Nachdem wir noch mit einem Teil der Radfahrer in einem griechischen Restaurante zum Essen waren, sind wir dann wieder gegen 19.30 Uhr nach Hause gefahren. Mittwoch,
23.04.2003 Gestern habe ich noch an meiner Jimi Hendrix-Page gearbeitet und diese Homepage einer bestimmten Person gewidmet. Dazu habe ich auch eine Extra Seite geschaffen. Heute hab ich nun wieder einen Termin bei meinem Physiotherapeuten. Morgen muß ich wieder zum Zahnarzt. Außerdem brauche ich noch einenTermin beim Urologen... Ja ja, ich weiß, aber ganz ist an mir trotzdem noch einiges. Montag,
28.04.2003 Hallo
und hier bin ich mal wieder. Vorne
weg: Am Freitagabend war ich mit Helga im Nachbarort Flörsheim zu einem Concert eines Flamenco-Gitarristen. Es war absolut geil und ich bin total weg geflogen. Hatte lange kein Concert dieser Art mehr besucht und, ich wiederhole mich: es war genial. Bin total abgetreten und habe eine innere Reise nach der anderen unternommen. Gestern haben wir mit dem FC Eddersheim die größte Niederlage seit Jahren bezogen. Mit 7:0 kamen wir im Meisterschaftsspiel der hessischen Landesliga Mitte beim Ligakonkurrenten SV Zeilsheim unter die Räder. Am kommenden Donnerstag, den 01. Mai werde ich nun meine CD neu besprechen. Habe da zu mit Bodo von der Band FOREST einen Termin vereinbart. Er hat auch ein tausendmal besseres Equipment. Außerdem spielt er dann ja noch die Musik da zu. Bin mal gespannt. Meine selbst produzierte CD war ja nicht so gut, denn teilweise war sie total übersteuert und die Musik im Hintergrund paßte auch nicht gerade da zu. Auch war kein's der Gedichte durch eine Pause getrennt oder ließ sich einzeln anspielen. Das soll nun alles besser werden. Gesundheitlich: Die Leberwerte waren in der letzten Zeit auch nicht gerade berauschend, was aber auch kein Wunder war, denn die Seele ist zum großen Teil der Auslöser für Krankheitsschübe. Man sagt ja nicht umsonst: in einem gesunden Körper wohnt eine gesunde Seele... Ich
grüße alle die mich mögen und wünsche ihnen
ALLEN einen wunderschönen Tag.
Tagebuch Mai 2003 Dienstag, 06.05.2003 Heute war ein guter Tag zum Sterben Nein, nein, keine Suizidgedanken oder etwas ähnliches. Aber einer der brutalsten Tage meines Lebens. Warum? No komment!!! Mittwoch, 07.05.2003 Heute morgen bin ich wieder nach Hause zurückgekommen. Hatte einfach keinen Bock mehr in einer fremden Stadt herumzuhängen, außerdem ist mein Leben auch wieder in ruhigeres Fahrwasser eingebogen. Und ich denke: es ist gut so für alle. Danke Julia, daß Du mich gestern noch einmal angerufen hattest. Es war gut, Deine Stimme zu hören. Alles andere klären wir unter vier Augen. Ich liebe Dich! Hi Aleco, paß auf das Mädchen auf... Samstag,
10.05.2003 , 01:17 Uhr Mein Herz hat mir einfach empfohlen diese Fahrt zu unternehmen, denn ich hatte die Hoffnung nicht aufgegeben, daß es doch noch und trotz aller "Dummheiten" meinerseits ein Happyend für uns beide geben konnte. Daran hatte ich die ganze Zeit über geglaubt und gehofft. Als wir dann am Bärenhügel, diesem Hühnengrab, waren, empfand ich die Sinnlosigkeit meiner Hoffnung immer mehr. Allein schon auf dem Weg dorthin, von dem Platz wo wir das Auto abgestellt hatten bis zu dem Hühnengrab selbst war es eigenartig. Als ich Annett fragte wo wir hingehen würden, sagte sie nur "Etwas begraben". Ich dachte daran, daß ich eine Kette, einen Ring oder ein Armband vergraben sollte; irgend etwas das für mich von Bedeutung war. Aber sie hatte es in diesem Moment schon gewußt, was nachher passierte. Wir liefen ziemlich langsam, wie unter einer großen Bürde. Diesen Eintrug hatte ich öfters. Und dann kam plötzlich noch etwas anderes da zu: mir kam es vor, als ginge ich zu meiner eigenen Hinrichtung. Am Bärenhügel selbst war die anfangs schon erwähnte Hilflosigkeit überall um mich herum zu spüren. Man konnte sie fast greifen. Aber in diesem Moment geschah auch etwas anderes mit mir; ich erkannte mit aller Macht, mit aller Brutalität und Offenheit, wie sehr ich diese Frau eigentlich liebte. Es war nicht ein Gefühl, das vielen Gefühlen in ähnlichen Situationen gleich war, sondern es war eine unbeschreibliche innere Kraft, die mir die Bestätigung für diese Liebe gab. Ich war bereit ALLES, aber auch restlos ALLES für diesen geliebten Menschen auf zu geben. Ich war bereit für diese Liebe zu kämpfen und sie fest zu halten bis in den Tod. Aber ich erkannte auch, daß ich mit bloßen Händen nach den Sternen griff. Egal wohin ich auch meine Arme streckte, es gab nur Leere. Ich versuchte mit all meiner inneren Kraft und mit all meiner letzten Verzweiflung um diese Liebe zu feighten. Aber ich kam nicht mehr durch zu ihrem Herz. Und ich erkannte meine vergangenen Chancen mit aller Brutalität. Schonungslos und mörderisch schlug mir die Wirkung in die Fresse, von der ICH die Ursache gesetzt hatte. In diesem Augenblick erkannte ich auch zum ersten Mal, wie sehr Annett eigentlich gelitten haben mußte, nachdem ich die Tür ein letztes Mal hinter mir geschlossen hatte. Wir verließen dann den Bärenhügel und fuhren zurück in ihre Wohnung. Dort waren die Kinder und Marina, die ich in diesem Moment bestimmt nicht gebrauchen konnte. Aber sie war da. Und sie war auch den ganzen Abend da. Vielleicht war es doch gut so?! Es war ein sehr eigenartiger Abend. Annett ließ sich küssen und schmiegte sich auch an mich. Dann war sie wieder Lichtjahre weg. Es war ein ständiges Kommen und gehen. An diesem Nachmittag und Abend weinte ich aber nicht so viel, denn ich wollte es vor Marina nicht so zeigen. Später
dann, nachdem ich wieder zu Gerd gefahren war, weil Annett und
Marina schlafen wollten, waren meine Gedanken immer wieder zu
ihr zurück gekehrt. Und ich weinte still in mein Kissen. Nachdem die Kinder im Bett waren wurde die Stimmung zwischen uns immer unerklärlicher. Ich spürte in meinem Herzen wie sich Annett immer mehr zurück zog. Wie sie sich teilweise sogar da zu zwang. Ich versuchte ihr einiges zu erklären, aber ich hatte das Wissen, daß ich sie nicht mehr erreichte. Eiseskälte breitete sich in mir aus. Julia rief mich auf meinem Handy an. Es war schön, daß sie gerade in dem Moment anrief, wo ich Schwierigkeiten bekam, Annett einen Grund für mein Weglaufen zu geben. Julia spürte sofort, in welcher Stimmung und Verzweiflung ich sein mußte. Nach dem Gespräch mit Julia versuchte ich es immer und immer wieder Annett meine Liebe zu zeigen. Ich massierte sie, Ihren Rücken, ihre Beine, ihre Füße. Ich küßte ihre Zehen und Füße mit der Vorstellung und dem Wunsch "He, Du, spüre es doch, daß ich Dich liebe." Aber sie hat es auch bestimmt auch so erkannt, aber sie ließ es nicht mehr in ihre Seele. Immer wieder wurde ich von Weinkrämpfen geschüttelt. Eine letzte Hoffnung hatte ich, als ich sie auch an ihrem Po, ihren Brüsten und ihrem Musenmund streicheln durfte. Sie streichelte sogar mich und sie erwiderte auch meine Küsse. Sie streichelte meine Brustwarzen, meinen Penis und nahm ihn sogar in die Hand. Sie ließ es sogar zu, daß ich meine Finger in ihren Schoß schob. Sie ließ es sogar zu, daß ich mir meine Hosen auszog, meinen Slip und in sie eindrang. Sie ließ es sogar zu, daß sie sich auf mich drauf setzte und mich ritt. Sie ließ alles zu, außer das ich sie mit meinem Mund und meinen Lippen und meiner Zunge berührte. Ich schwamm in einem Meer der Glückseligkeit, denn ich glaubte in diesem Moment daran, daß ich eine allerletzte und klitzekleine Chance bekommen hätte. Aber mitten in ihrer Bewegung stoppte sie plötzlich abrupt, schaute mir tief und durch dringlich in die Augen, weinte plötzlich mit lauten Schluchzen und unter Schütteln ihres ganzen Körpers, hielt mit dem Weinen inne, schaute mir wieder in die Augen und sagte:" "Früher war es Liebe, heute ist es Ficken!!!" Rummmmmms! Der Schlag saß! Wie mit einer irrsinnigen Brachialgewalt schlug er in mein Herz. Breitete sich in meinem Körper aus, einen brennenden und glühenden Feuerschweif hinter sich herziehend. Ich konnte mich nicht bewegen. Wie gelähmt lag mein Körper auf der Matratze. Ich suchte den Kontakt mit ihren Augen. Fand ihn. Leere. Weites Entfernen. Trostlosigkeit. Ich wollte schreien. Aber es löste sich kein einziger Laut von meinen Lippen. Annett erhob sich von mir, zog ihre helle Strickjacke an und sagte: "Ich möchte, daß Du jetzt bitte gehst!" Wumm! Der zweite Schlag, der mich mitten in den Verstand traf. Ich war wie betäubt, als drückte mich eine riesige Faust auf die Liegestätte. Wie unter Trance erhob ich mich, zog mich an. Innerlich zerissen. Mich sinnloses Zeug fragte. Nichts begriff. Nichts verstand. "Warum tust Du mir so weh?", fragte ich mich ein nach dem anderen Mal. Keine Antwort! Nur Leere. Nachdem ich gegangen war löste sich mein Inneres auf in einem Meer aus Tränen. Ich fuhr zu Gerd, packte meine Sachen und fuhr nach Eddersheim zurück. wEs war eine der brutalsten Fahrten, die ich je unternommen hatte. Weinkrämpfe schüttelten mich, ständig schrie ich Annetts Namen und weinte... weinte... weinte. Ich fuhr mehrere Raststätten und Parkplätze an. Wollte mich sammeln. wollte erst später fahren. Aber es ging nicht. Irgendetwas trieb mich immer wieder auf die Autobahn. Ich fuhr was der Wagen hergab. Vieles war mir egal. Ich wollte nur diesen Schmerz nicht mehr haben. Aber je weiter ich von Weimar wegfuhr, um so stärker wurde er. Was mich fast wahnsinnig machte war die Gewißheit, daß ich Annett liebte. Ja, ich liebe sie mit all meiner Kraft, mit meinem Verstand, mit meinem Leben... Am Dienstag Abend ging ich dann mit Julia in ein Lokal, nachdem wir noch zuvor auf einer Sitzung des FC Eddersheim waren, die mich aber in keiner Weise interessierte. Ich war nur traurig und voller Schmerz. Meine Gedanken drehten sich nur um eine einzige Person: Annett. Ich erzählte Julia dann die ganze Geschichte. Mit allem drum und dran. Sonntag, 11.05.2003, 04:12Uhr <520025683695-0001@T-Online.de>
schrieb am 10.05.03 23:52:07: So
lautete mein gestriges Email an Annett. Ihre Antwort: Nein, hatte ich nicht; ich meine den wunderschönen Tag, denn meine Gedanken sind nur bei ihr. Ich liebe sie so unendlich, daß ich daran zerbreche, weil alles so sinnos erscheint. Ich hätte es nie für möglich gehalten, daß Leid so sschlimm sein kann. Aber Annett hat ja selbst mehrmals wiederholt gesagt: "Du bist noch nicht ganz unten!" Was immer das auch bedeuten mag, ich halte es nicht mehr aus ohne sie zu sein. Ich denk an dich, annett ! schrieb sie unter das oben kopierte Emil. Ja, es sollte mir genügen. Ich sollte mich glücklich darüber schätzen. Ich sollte damit zufrieden sein. Ich sollte ihr dankbar sein, daß sie sich noch mit mir beschäftigt und es zuläßt, daß ich sie bei allem was ich ihr angetan habe, noch kontaktieren kann. Aber es ändert alles nichts daran, daß ich sie liebe. Am schlimmsrten ist für mich die Vorstellung, daß sie auch weiß, daß wir miteinander glücklich geworden wären. Denn das hat sie mir früher zu oft gesagt. Wir wissen es beide. Und trotzdem ist alles so hoffnungslos für mich, denn ich habe alle Chancen nicht genuzt und im Ziellauf versagt. Und ich bin nun eben dazu verdammt, mein Schicksal zu tragen. Nicht verdammt durch sie, sondern durch meine eigene Dummheit. Aber trotzdem weiß ich, daß ich sie glücklich machen könnte. Ich würde ihr alle Freiheiten für ihre Hobbies lassen, würde mich intensiv um die Kids, die Wohnung und alles Drumherum kümmern. Und vor allem: würde ich sie lieben mit einer Kraft, die nicht von dieser Welt ist. Ich würde ... Scheiße!!! Wach auf, Gernot! ... ... ... Ich weine... Sonntag, 11.05.2003, 05:12Uhr Seit ich mit Julia gesprochen hatte, geht es mit mir seelisch immer mehr bergab. Ich habe Julia erzählt wie tief mein Gefühl zu Annett ist. Wie sehr ich sie wirklich liebe. Aber auch wie sinnlos es ist, Annett diese Liebe zu gestehen, denn die Chancen sind vertan. Auch wenn sie mir immer wieder sagt, daß sie weiß, daß ich sie liebe. Oh, Gott, wenn es Dich wirklich gibt: hilf mir!!! Sie weiß es doch! Alles was ich hier schreibe, all meine Gedanken, all meine Gefühle, all meine Wünsche kennt sie doch. Sie könnte sie sogar körperlich fassen, denn sie muß doch das Feeling in ihrem Herzen spüren, welches mein Inneres nach außen schleudert. Sie muß doch den Salzgehalt meiner Tränen in der Luft schmecken, die der Wind mit sich fortträgt. Sonntag,
11.05.2003, 12:38 Uhr Ich bin unfähig zu denken, zu weinen, zu schreien... ich beginne nur zu leben und laufe in den Stahlenglanz des Lichtes. ...
Da wird es niemanden geben, Ich
schließe die Augen Nur
ein Sprung Samstag, 17.05.2003 Gestern hatte ich wieder mal meine Nachsorgeuntersuchung. Die Nachwirkungen der eingesprizten Substanzen (Kontrast-, Beruhigungs- und Allergiemittel) haben wie immer meinen Körper ziemlich aufgewühlt. Aber es war noch nie so schlimm wie dieses Mal. Zumal ich einen Glücksbringer, den mir ein mir sehr lieb gewordener Mensch per Emailanhang geschickt hatte, nicht öffnen konnte. Aber es paßt alles so nahtlos in die letzte Zeit. Auch hatte ich noch nie eine derartige stark spürbare Angst vor einer Untersuchung wie vor dieser. Es ist wie so eine dumpfe Vorahnung. Ich habe in der vergangenen Zeit auch schon des öfteren darüber nachgedacht, ob ich nicht die ganzen Nachsorgetermine einfach canceln soll; aber meine Onkologin hat mir davon abgeraten. Es sei einfach nicht gut, meinte sie, weil man dann - wenn sich wieder Krebszellen gebildet haben - eventuell zu spät erst reagieren könnte. Aber andererseits geht mir das alles auch ziemlich stark an die Substanz. An diesem Wochenende soll auch meine CD so weit fertig sein, daß sie nur noch abgemischt werden soll. Bin ja mal gespannnt was sich da Bodo so alles einfallen lassen. Samstag, 17.05.2003, 23.14 Uhr Habe
mit mir sehr lange darüber gerungen, ob ich diese Seite so
stehen lassen soll wie sie ist. Vieles habe ich schmerzlich lernen müssen, vieles habe ich schmerzlich erfahren müssen. Aber wenn man sich ändern will - und das ist ein entscheidender Punkt den ich gelernt habe - , kann man sich nicht wieder mit einem Bruch eines Versprechens aus der Verantwortung ziehen. Und für dieses Versprechen habe ich alles aufgegeben was mir von Bedeutung war. Auch die Chance auf meine Liebe. Vielleicht sogar auf mein Glück. Aber ich muß wieder meine Selbstachtung finden und daran arbeiten, daß ich immer nur ich selbst bin und niemand anders. Auch der "2. Teil" in mir, der mir so oft negativ in mein Leben gepfuscht hat, soll der Vergangenheit angehören. Ob es mir gelingt wird die Zukunft zeigen. Um meiner Selbst Willen habe ich alles aufgegeben was mir wertvoll und wichtig war. Auch meinen Glauben an gemeinsames Glück. Doch ich möchte mir morgens immer und immer wieder in die Augen schauenn und mir sagen können: Gernot, wenigstens hast du dein Wort gehalten. Ich habe von Dir, Wolfkristall, so viel gelernt, habe gerade in der letzten Zeit so viel begriffen, und verstanden, das es meiner Zukunft nur gut tun kann. Was ich bis jetzt noch nicht verstanden habe ist, warum sich das Ontarijon nicht öffnen ließ. Aber vielleicht gehört es wirklich zu meinem Karma und es sollte einfach so sein. Wer kann es heute schon beurteilen??? Vielleicht verbindet uns irgendwann in diesem Leben wieder eine Freundschaft. Vielleicht auch nicht, weil ich Dir zu weh getan habe und Du den Glauben an meine Person aufgegeben hast. Ich kann es heute nicht beantworten. Aber wer kann das überhaupt??? Auf jeden Fall bist Du der Mensch, der entschieden da zu beigetragen hat, daß ich einiges begriffen und gelernt habe. Und da für danke ich Dir aus tiefstem Herzen. Ob Du den Dank annimmst vermöge ich nicht zu sagen, aber ich würde mich sehr darüber freuen... Montag, 19.05.2003 Mich
kotzt das alles so unendlich an... Scheinbar werde ich nie erwachsen. Aber was soll's... "Rien ne va plus" - Nichts geht mehr. I'm so sad! Habe jetz jemanden im Internet kennengelernt, der eine der größten Jimi Hendrix-Sammlung im deutschen Raum sein eigen nennt. Darunter sogar Concerte in absoluter Soundqualität, die es sonst nicht auf dem Markt gibt. Auch einen 80 Minuten Film auf DVD über das Concert von Jimi in der Royal Albert Hall am 24.02.1969. Den werde ich demnächst in meinen Händen halten. Ich freue mich wahnsinnig! Dazu brennt Frank mir noch die folgenden CDs: 1.
die kompletten Winterland Konzerte ( 6CDs - Soundboardaufnahmen
), Er hat mir auch einen Link zu einem Norweger geschickt, der wahrscheinlich die größte Privatsammlung überhaupt hat. Ist schon genial was da für CDs aufgelistet sind. Mittwoch, 21.05.2003 Gestern war Julia zu Besuch bei mir. Wir haben wie immer sehr viel gequatscht, obwohl ich nicht so viel erzählte wie sonst. Habe ihr dann noch meine selbstaufgenommene CD vorgespielt. Sie fand sie gut, obwohl ich ihr erklärte, daß die Aufnahme total übersteuert sei. Aber das schien ihr teilweise egal zu sein. Auch sie sagte, daß ich eigentlich eine sehr angenehme Stimme hätte und ich damit auch Märchen-CDs für Kinder besprechen könnte. Hört! Hört! Was so alles in mir schlummert... Mit Bodo hatte ich heute auch mal gesprochen um zu erfahren, wie weit er mit meiner CD sei. Er teilte mir mit, daß er es vielleicht bis zum Weekend schaffen könnte. Er hätte aber trotzdem noch einiges zu tun. Er will aber auch das Projekt so bald als möglich zu Ende bringen. Ansonsten geht es mir so lala... In unserer Beziehung bekomme ich scheinbar auch keinen Fuß mehr auf den Boden. Es klappt einfach nicht mehr und ich kann und will es hier aber auch nicht näher erklären. Habe schon genug Streß deswegen gehabt, daß ich hier mit manchen Dingen so freizügig im Internet umgehe. Aber ich stehe immer noch auf dem Standpunkt, daß eine Autobiographie in Buchform auch nichts anderes darstellt... Meine
Nachsorge erbrachte kein neues Ergebnis. Keine Metastasen... Kein
Krebs... Nur die Leberwerte sind nicht in Ordnung. Zu hoch. Ansonsten grüße ich Euch Menschen alle da draußen in dieser Welt. Den einen mehr, den anderen weniger, aber einen ganz besonders... Samstag, 31.05.2003 Hello und Guten Abend ihr alle da draußen... Ich habe einen aufgeblähten Bauch und Wasser in den Beinen. Ist doch geil diese Zusammenstellung oder? Gestern war ich mit ein paar Kolleginnen und Kollegen aus der Firma auf der Trauerfeier eines verstorbenen Arbeitskollegen in Rüdesheim, den ich auch als Schwerbehindertenvertreter betreut hatte. R. wurde auch nur 53 Jahre alt nach 2 Herzinfarkten. In solchen Momenten hinterfragt man sich dann halt immer mal wieder welche Bedeutung das Leben eigentlich hat. Aber eine Antwort auf diese Frage kann man sich nur immer selbst geben. Wer auch sonst sollte es tun? Die vergangenen Tage frage ich mich auch des öfteren, ob die ganze Umgebung hier (Flughafen, Höchst AG - oder was davon noch übrig ist -, Opelwerke in Rüsselsheim und... und... und... auch etwas mit meinem Gesundheitszustand in Verbindung gebracht werden kann. Ich meine damit, was da für ein Dreck, Schmutz und "saurer Regen" auf uns niederprasselt kann doch alles andere als positiv für uns sein. Es sind schon einige die ich hier in unserem Ort kenne, die an Krebs erkrankt sind oder Krebs hatten. Irgendwie beunruhigt mich das schon alles immer mehr. Wenn ich allein daran denke - auch gerade weil ich dort fast 10 Jahre gearbeitet habe -was der Frankfurter Airport einen Dreck produziert, kann es einem schon ganz komisch werden. Dazu die vielen Starkstromüberlandleitungen, die Mülldeponien etc. und etc.
Tagebuch Juni 2003 Freitag, 27.06.2003 Heute
ist nun mein 53. Geburtstag... Vielleicht
wäre es nun schon der "5. Nicht-Geburtstag", wenn
ich nicht so guten Medizinern in die Hände gefallen wäre
und man meine "Krankheit" immer noch rechtzeitig entdeckt
und operativ entfernt hätte. Aus diesem Grund hat auch jeder Geburtstag für mich eine ganz besondere Bedeutung, obwohl mir an sonsten diese Tage der Geburt ziemlich am Arsch vorbei gehen, denn sie sind eigentlich nichts anderes als ein sichtbares Zeichen oder Mahnmal der Vergänglichkeit unserer irdischen Existenz. Am Dienstag, 24.07. erhielt ich von A. ein Email, welches mich emotionell sehr in die Tiefe riß. Möchte aber über den Inhalt hier nichts weiter verlauten lassen. Nur so viel da zu: Werde versuchen, daß ich meine Beziehung zu H. wieder in den Griff bekomme und das unsere Beziehung doch noch zu kitten ist. H. gibt sich sehr viel Mühe und hat auch bestimmt zwischenzeitlich einige Dinge individuell aufgearbeitet. Wir werde sehen... An H. möchte ich folgende Worte richten: Du weißt, das ich nicht gerade zu den einfachsten Menschen auf diesem Planeten gehöre und das mein Leben gewaltige Zick-Zack-Kurven schlägt. Du warst immer für mich da, hast immer zu mir gehalten und mir auch in manch schweren Situation Trost gegeben. Ich achte und liebe Dich auf eine Art und Weiße, die nur Du kennst. Danke... Möchte
hier aber auch noch einige Worte an Wolfkristall richten: Am
Dienstag, 01.07. fahren H. und ich nun mit dem Zug nach Berlin
und wollen noch eine Woche Urlaub zusammen verbringen. Okay, für heute. Euch allen einen tierisch geilen Tag... Dienstag, 24.06.2003 Am vergangenen Freitag sind wir aus Mallorca zurück gekommen. Abgesehen von meinem geliebten Meer, den Fahrten mit dem geliehenen Auto und ein paar wenigen anderen Dingen war der Urlaub diesmal nicht so erholsam und schön für mich. Ich hatte vor, diese Woche auch da zu zu nutzen, mit mir und meiner momentanen Lebenssituation ins Reine zu kommen und mir über einige Sachen Klarheit zu verschaffen. Aber das ließ sich leider nicht so hinbiegen wie ich es mir vorgenommen hatte. Zu tief ist die ganze emotionale Beziehung zu zwei Menschen, die mir wahnsinnig viel bedeuten und ein Teil meiner Existenz geworden sind. Und es macht mich so unendlich traurig mit ansehen zu müssen wie H. unter der ganzen Geschichte leidet. Wie sie sich verändert und fast ihre ganze Fröhlichkeit verloren hat. Das habe ich alles nicht gewollt! Es beschäftigt mich ungemein und macht mich auch unsagbar traurig. Diese ganze Situation hat auch da zu geführt, daß ich diesmal in Mallorca mehr getrunken habe, als es eigentlich gut für mich ist. Mir ist klar, daß ich da mit meiner so wie so schon geschädigten Leber absolut keinen Freundschaftsdienst erwiesen habe und es gibt auch nicht die geringste Ausrede oder Entschuldigung da für. Aber so kann es auch nicht weitergehen, denn es ist ein Suizid auf Ratenzahlung. Und wie hat A. gestern so treffend in einem SMS geschrieben "Lebe, Gernot. Lebe". Ja, Du hast ja so recht mit diesen drei Wörtern. Denn wenn ich mein Leben nicht bald in ruhigere Gewässer lenke, gehe ich daran kaputt und reiße vielleicht sogar noch andere mit in diesen Strudel. Eigentlich ist das Leben so eine wunderschön geile Angelegenheit, daß man allein schon durch das Wandern in der Natur einen Orgasmus nach dem anderen haben könnte, wenn man seine Augen öffnet und sehend durch die Welt geht. Und genau da will ich wieder hin. Ich kann nicht mein ganzes weitere Leben im Tal der Melancholie, der Traurigkeit, der Zweifel und Tränen verbringen, sondern ich muß endlich mal wieder meinen Kopf über das Wasser und Ausschau nach dem Ufer halten. A. sagte mir heute morgen am Telefon, daß ich mir einen Platz suchen soll, der mir meinen Frieden wiedergibt. Ich denke, daß ist ein sehr guter Vorschlag, den ich auch unbedingt beherzigen möchte. A. hat diesen Platz in einem kleinen Ort in Thüringen gefunden, den sie mir an Pfingsten zeigte. Und er ist wunderschön, voller Frieden und Harmonie. Ich denke schon, daß es hier in meiner Umgebung auch ein solches Plätzchen finden läßt, daß allein für mich da ist und wo ich relaxen und Kraft sammeln kann. Ich muß leben!!! Samstag, 21.06.2003 Unten
am Meer Weißt
du, Weißt
du, Weißt
du, ***** *** ***** Und
alles für Gold Blaue
See Fische
im Element, Vollmond
am Himmel, Das
Meer klagt an Braune
Schwänze Mittwoch, 11.06.2003 Neuer
Monat, neuer Eintrag.. Am Samstag Abend waren wir auf dem "Barbarossaturnier" auf Schloß Neuenburg zu Freyburg wo wir uns die Band CORVUS CORAX anschauten (ein Klick auf den Namen führt automatisch zur Homepage der Band): CORVUS
CORAX - die Könige der Spielleute: Was aber ist das Geheimnis dieser Band? Die Musik der fahrenden Spielleute ist nur spärlich überliefert. Die offizielle Musiktheorie jener Zeit behandelt diese Gattung nur, um anzuzeigen, wo gottgefällige Musik aufhört. Allerdings konnte die Kirche eine weltliche Musikentwicklung nicht verhindern, denn "Inter Deum et Diabolum Semper Musica Est“ - zwischen Gott und Teufel ist immer und überall Musik. Corvus Corax hat die vereinzelt aufgeschriebenen Melodien in Bibliotheken aufgestöbert und behutsam bearbeitet, das Leben der Spielleute studiert und selbst nachgelebt, die alten Instrumente in der eigenen Werkstatt rekonstruiert und mit spielpraktischen Erfahrungen weiterentwickelt. Hier wird die mittelalterliche Spielmannsmusik nicht als auflockerndes Hörbeispiel zum "Openair-Museum“- Mittelaltermarkt dargeboten. Corvus Corax hat die Grenzen akademischer Musikdarbietung gesprengt. Auch damit hat die Gruppe eine praktische Erfahrung mittelalterlicher Spielleute wiederholt, denn von der traditionellen Musikgeschichtsauffassung her ist Corvus Corax ein „Diabolum in Musica“ - ein Teufel in der Musik - als solch einer wurde auch der "Tritonus“ bezeichnet - ein disharmonisches Intervall. Jedoch die stetig wachsende Fangemeinde und die Presse haben die Gruppe Corvus Corax 1994 zu den "Königen der Spiel leute“ erhoben. Wenn das theoretische Fundament immer wieder an der praktischen Umsetzung geschliffen wird, muss es zu einer Entwicklung kommen: Dass auch Corvus Corax "Viatores“ - Wanderer - sind und sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, ist mit der 1997 entstandenen Produktion der Band deutlich geworden. Wenn man hier meint, Anlehnungen an moderne Popmusik zu hören, so ist das durchaus beabsichtigt und im Sinne mittelalterlicher Spielleute: diese haben bei ihren Reisen durch die mittelalterliche Welt überall Melodien und Rhythmen aufgegriffen und mit ihrer musikalischen Erfahrung zur neuen Musik ihrer Zeit verschmolzen und damit die gesamteuropäische Musikentwicklung entscheidend beeinflusst. Mit der gleichen spielmännischen Musikauffassung gehen Corvus Corax an Musik heran und lassen ihre eigenen musikalischen Erfahrungen - auch die mit moderner Musik - in ihre „Alte“-Musik mit einfließen. Dies ist auch eine Art und Weise, wie seit eh und je mit Geschichte und Geschichten umgegangen wurde und wird: um historische Begebenheiten herum spannen nicht erst seit dem Mittelalter u. a. Dichter - also auch Spielleute - Legenden, um zu unterhalten oder um auf ewige Zusammenhänge in der Daseinsgeschichte des Menschen hinzuweisen. Eine Ewigkeit ist vergangen - "Mille Anni Passi Sunt" - und immer noch tanzen die Menschen zu denselben Melodien. - Ein besonderer Anlass zu einer Verknüpfung von Legendärem und der Musik von Corvus Corax bot sich bei der Begegnung der Gruppe mit Ottomar Rodolphe Vlad Dracula Prinz Kretzulesco dem Erben des legendären Fürsten Vlad Tepes genannt "Der Pfähler", der die Vorlage für Bram Stokers Geschichte vom Grafen Dracula bot. Prinz Kretzulesco beschwört in einem Lied in altrumänischer Sprache: Was ich gewesen bin, bist du jetzt - was ich bin, wirst du sein - Tausend Jahre sind vergangen - und der Chor wiederholt: Mille Anni Passi Sunt... Auf der Suche nach neuen alten Schätzen aus der Vergangenheit sind Corvus Corax in noch tiefere Ebenen der Geschichte vorgedrungen und auf das „SEIKILOS“-Lied – das älteste in Musik und Text überlieferte Lied aus dem Europäischen Kulturkreis gestoßen. Die doppelte Rezeption antiker und auch fernöstlicher Musik – also die Übertragung ins „Moderne Mittelalter“ von Corvus Corax macht den Reiz der jüngsten Veröffentlichung der Band aus. Die "Tanzwut"-Bewegung im 14. Jh., bei der sich viele Menschen den Spielleuten anschlossen und sich tanzend dem drohenden Weltuntergang durch die Pest zu entziehen suchten, hat Parallelen zu den Megaparties, den Raves der Technoszene von heute. Aus der Single Produktion "Tanzwut" ist ein zweites Projekt der Corvus Corax Musiker hervorgegangen, in dem neben den mittelalterlichen Instrumenten auch E-Gitarren und Keyboards eingesetzt werden. (siehe: www.tanzwut.com) Die Melodien und Sounds von Corvus Corax haben Musiker aus anderen Genres dazu inspiriert, diese auch einmal „In Electronica“ erklingen zu lassen. Remixes aus den bereichen Gothic, Rock, Techno oder verspielter Pop - eine interessante Mischung sind auf dieser Produktion zu hören. Während der Zeit ihres Bestehens ist Corvus Corax rund um die Welt gekommen: Konzertreisen führten die Band in fast alle europäischen Länder, nach Japan, Jordanien, Marokko und Mexiko. Fernsehanstalten haben die Gruppe für verschiedene Produktionen herangezogen und immer wieder waren die Könige der Spielleute auf historischen Stadtfesten und zu Konzerten in Burg- und Schlosshöfen zu hören. Seit ihrem 10. Jahr sind Corvus Corax regelmäßig im Winter auch auf Tour und spielen in Clubs und Konzerthallen in ganz Deutschland und Europa. Die Band war einfach tierisch geil. Auch wenn ich mich früher kaum mit mittelalterlicher Musik beschäftigt hatte, sondern erst durch A. da zu gebracht wurde. Auch stimmte der Rahmen absolut. Erstens ist die Freyburg eine riesige Anlage und zweitens waren unzählige Menschen auf dem Burggelände unterwegs, wo über Pfingsten eines der größten Ritterturniere stattfand. Überall waren Stände aufgebaut, wo es allerlei Köstlichkeiten für den Magen und die Kehle gab. Stände mit Schmuck und mittelalterlichen Gewändern und... und... und. Ca. gegen 01.30 Uhr in der Nacht waren wir dann wieder total erschöpft, aber glücklich über den wunderschönen Abend bei A. in der Wohnung. Am Sonntag waren wir dann in Plinz und besuchten dort die Galerie eines Künstlers, von dem mir A. schon immer begeistert erzählt hatte. Ich hatte ja aus ihren Erzählungen eine ungefähre Vorstellung, aber was mich dann doch in Wirklichkeit erwartete war schon sehr beeindruckend und wunderschön. Einen kleinen Geschmack könnt ihr alle auf seiner Homepage bekommen, wenn ihr HIER klickt. Mich hat es zu tiefst beeindruckt zu mal es auch noch eine sehr tiefe Bedeutung für mich hat; aber darüber möchte ich hier doch nicht schreiben, denn es soll ein kleines Geheimnis zwischen A. und mir bleiben. So steht es geschrieben, so soll es gescheh'n... Nach dem Besuch in Plinz sind wir dann noch auf die Leuchtenburg gefahren, wo ebenfalls ein mittelalterliches Fest statt fand, dass aber leider schon gegen 20.00 Uhr an diesem Tag zu Ende war. So hörten wir gerade noch den Schluß der Band VARIUS COLORIBUS EXPERIENCE, von der mir A. eine CD geschenkt hatte. Das EXPERIENCE am Schluß des Namens kommt davon, weil einer der Musiker seinem mittelalterlichem Instrument Hendrix-ähnliche Klänge und Akkorde entlockt. Echt geil!!! Am Montag waren wir dann noch im SCENARIO einem Lokal in W. um noch einen Happen zu Essen und ich bin dann einfach mit kurzem Abschied losgefahren, um die Heimreise an zu treten. Es war so am Besten, denn der Abschied ist für uns Beide immer so eine Sache. Zu mal wenn man sich mag. Alles in allem war es ein wunderschönes Weekend und wir hattenn sehr viel Spaß. Zu
Hause angekommen, wurde ich von H. "freudig" begrüßt,
aber da mit hatte ich gerechnet. Was sollte auch anders sein???
Ich hatte halt wieder mal falsch gehofft... Immer und immer wieder
diese Scheiß Vorwürfe, Vorhaltungen und so weiter.
Aber ich bin doch nicht allein schuld an der ganzen Situation... Heute habe ich dann meinen Fußpflegetermin wahrgenommen, weil ich unwahrscheinliche Probleme mit meinen Haxen habe. Die Fußkosmetikerin hat das aber ganz gut in den Griff bekommen. Morgen fahre ich dann noch zu Bodo, um meine erste CD in Empfang zu nehmen. Er hat das absolut geil hin bekommen. (Leider interessiert sich aber niemand da für, denn außer zwei Anfragen habe ich keine Reaktion bekommen, obwohl ich sie auf all meinen Internetpräsenzen angekündigt und vor gestellt habe. Nun ja, wer interessiert sich schon für einen G.W. Freudenberger, obwohl ich auf dieser CD sehr viel zu sagen habe... Meine Hendrix-Sammlung ist inzwischen auch ganz schön gewachsen, Da für auch von dieser Stelle ein riesengroßes Danke an Dich, Frank. D A N K E ! ! !
Donnerstag, 12.06.2003 Morgen früh um 05.45 Uhr wird unser Flieger vom Rhein-Main-Airport abheben und uns nach Mallorca tragen. Wir, das ist ein Teil der Mannschaft des FC Eddersheim und meine Wenigkeit. Endlich wieder Meer, Strand, Palmen und meinen Freund Markus vom La Olla wiedersehen, einem deutsch geführten Restaurants in Cala Ratjada. Ich freue mich auch aus dem Grund so auf Cala Ratjada, weil ich mir dort auch mal diie Zeit nehmen will über verschiedene Dinge nach zu denken. Heute will ich nun noch meinen Koffer packen, denn heute Abend ist Einchecken auf dem Flughafen, weil ja der Flieger schon so früh geht. Da müssen wir dann morgen nicht ganz so zeitig am Airport sein. Meine CD ist nun auch fertig und ich muß sagen, sie ist echt geil geworden. Dies bestätigen mir aber auch alle anderen, die sie schon gehört haben. Eigenlob stinkt ja normaler weise zum Himmel, aber ich war selbst sehr überrascht über mein Erstwerk. Samstag, 28.06.2003 Ja, Liebes, wer weiß was Du so alles in meinem Tagebuch und in meinem Email an Dich gelesen hast. Die
Hauptbotschaft lautet: ich liebe Dich und werde nie etwas anderes
tun. Aber mein Herz und meine Liebe sind ganz allein bei Dir, und ich habe mich einfach mit Helga zu sehr auseinander gelebt. Ich empfinde eine unheimliche Dankbarkeit dafür, was sie so alles für mich getan hat und das sie auch immer zu mir gehalten hat. In jeglicher Hinsicht!Ich liebe auch ein paar Dinge an ihr, die einfach einmalig sind. Doch seit dem Erlebnis im Wald und unserem gemeinsammen Besuch an Pfingsten auf Schloß Neuenburg zu Freyburg weiß ich, wie sehr ich Dich liebe. Kann sein, daß Dich das alles nicht mehr sonderlich interessiert, denn Du willst keine Seelenschmerzen mehr, wie Du mir selbst mitgeteilt hast. Aber die Tatsache ist es trotzdem: ich liebe DICH.
Juli 2003 Donnerstag, 31.07.2003 Heute hatte ich wieder meione Nachsorgeuntersuchung in der Uniklinik Frankfurt a.M. . CT, Lungenröntgen und warten, warten, warten. Hatte mir diesmal auch zwei Talismänner mit genommen. Zum einen ein Hufeisen und zum 2. ein Ontariion, welches mir A. aus W. geschickt hatte. Auf das Ontariion und seine Bewandnis werde ich aber später ausführlicher eingehen. Ab 06.00 Uhr hatte ich mein Kontrastmittel eingenommen. 2 Plastikflaschen mit einer weißen sirupähnlichen Substanz, die mit Wasser aufgefüllt werden mußten. Dann beide Flaschen innerhalb der nächsten 2 Stunden trinken. Um 07.30 Uhr war ich dann in der Uniklinik und um kurz nach 08.00 Uhr war ich auch schon dran, nachdem mich wie immer eine Ärztin über die Risiken aufgeklärt hatte, die bei der Eingabe des intravenösen Kontrastmittels auftreten können. Übelkeit, Erbrechen, Hitzestau, Schock, Herzstillstand... Aber diese Prozedur ist mir nun schon seit 1989 bekannt, nach dem ich meine ersten Nachsorgeuntersuchungen erhalte. Nicht unerwähnt lassen möchte ich, daß Frau Dr. E. sehr nett war. Das ist nicht immer der Fall, denn es gibt unter den "Göttern" in weiß auch etliche arrogante und von oben herab blickende Zeitgenossen. Da habe ich schon einige Kaliber kennen gelernt. Auch in der Uniklinik. Aber ich muß an dieser Stelle auch fairer Weise hinzu fügen, daß es die Ausnahmen sind. Nach dem CT ging es dann noch zum Röntgen der Lunge. Dieses Organ wird aus dem Grund - wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe - immer kontrolliert, weil auftretende Metastasen sehr oft zuerst in der Lunge erscheinen. Um 08.40 Uhr war ich dann fertig und begab mich zur onkologischen Ambulanz, um mit meiner Lieblingsärztin Frau Dr. med. Gog, um mit ihr alles weitere zu besprechen. Diesmal erwähne ich den Namen bewußt, denn diese Frau ist ein Mensch, der einfach toll und immer ehrlich mit mir umgegangen ist. Zu ihr habe ich auch absolutes Vertrauen und kann über alles mit ihr reden. Danke, Doc, denn ich weiß, das Sie ab und zu hier in meinem Tagebuch lesen... In der Röntgenabteilung hatte ich mir eine Kopie meiner CT-Untersuchung geben lassen, weil ich davon ein paar Bilder auf dieser Homepage ausstellen wollte. Frau Dr. Gog wollte dann noch unbedingt mit einem Röntgenfacharzt sprechen. Ich fragte sie, ob mit meinem CT etwas nicht in Ordnung sei. Sie meinte, ich solle mich etwas gedulden, bis der Arzt die Bilder ausgewertet hatte. Da saß ich nun und saß und saß. Wurde immer nervöser und nervöser, weil ich mir Gedanken machte, das etwas nicht stimmen könnte. Nach einer "Ewigkeit" wurde ich dann von Frau Dr. Gog ins Behandlungszimmer gerufen und sie teilte mir mit, daß sie in Urlaub gehen würde und aus diesem Grund aber noch die Auswertung des CTs haben wollte. Es war alles okay... Nur die Leberwerte waren weiterhin zu hoch. Deswegen sollte ich mir auch einen Termin in der Leberabteilung der Uniklinik geben lassen. Das will ich nun nächste Woche in Angriff nehmen. Gut
gelaunt machte ich mich wieder auf den Heimweg. ONTARIION? Ich kann mir jetzt gut vorstellen, daß die wenigstens mit diesem Begriff etwas anfangen können. So erging es mir bis vor kurzem ebenso. Aber ich denke, daß mir meine mentale Meisterin WOLFKRISTALL dieses Teil nicht nur so einfach geschickt hat, damit ich irgendwann dumm sterbe, und ohne zu wissen, welche Bewandnis es eigentlich mit diesem Teil auf sich hat. Wen es näher interessiert, dem möchte ich folgende Internetpräsenz ans Herz legen: SYMBOLKRÄFTE & FREIE ENERGIEN Sonntag, 27.07.2003, 23:50 Uhr For
Jimi Hendrix Eh,
Du Typ, mit wuschligem Haar, Eh,
du Typ, mit graußem Haar, Du
jagst uns in Schauer... Dein
Fuß, Eh,
du Typ, mit graußem Haar, Eh,
du Typ, mit wuschligem Haar, Eh,
du Typ, mit wuschligem Haar, Eh,
du Typ, mit graußem Haar, Dienstag, 22.07.2003 Eh...
wo sind wir Lichteskapaden
in der Nacht Eh... Eh... Eh... Die
zerrissene Mädchenmöse blutet Eine
greise Frau Die
schwarze Höhle Schreiend Blutrot Blutrot Eh... Hat
nicht irgend jemand einmal gesagt Eh... Regiert Eh Eh... Eh... Ich
glaube es ist soweit. Eh... Montag,
21.07.2003 Besuch
in einer fremden Stadt Schritte
gehen über den Hof Ich
öffne die Tür, Im
Raum eine stille Verlegenheit Das
Gehirn sucht nach einem Ausweg Ich
will zu ihr, In
der Küche knisternde Spannung Ein
Deja Vue bei Kerzenschein Ich
finde sie wieder, Abschied Verletzen Flucht Ende Nie
mehr Umarmung Der
Wind streichelt über uns die Blätter Feuchter
Boden, feuchte Grotte Bewegungen
vor der Bühne Freitag, 18.07.2003 He,
ihr da draußen? Lebt... ... ... ihr... ... ... alle... ... ... ? Zur Zeit macht mir mal wieder meine Gesundheit zu schaffen. Sommererkältung, die nicht weichen will. Glieder- und des öfteren Kopfschmerzen. Bin auch mal gespannt wie meine Leberwerte aussehen, die ich nach meinem Bluttest am Dienstag heute von meiner Hausärztin erhalten soll. Wie
geht es mir ansonsten? 2
Stunden später. Ich
schwöre und rufe Apollon, den Arzt und Asklepios und Hygieia Ich
werde den, der mich diese Kunst gelehrt hat, gleich meinen Eltern
achten, Und
ich werde an Vorschriften, Vorlesungen und aller übrigen
Unterweisung ärztliche
Verordnungen werde ich treffen zum Nutzen der Kranken nach Auch
werde ich niemandem ein tödliches Mittel geben, auch nicht Rein
und fromm werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren. In
alle Häuser, in die ich komme, werde ich zum Nutzen der Kranken
hineingehen, Was
ich bei der Behandlung oder auch ausserhalb meiner Praxis im Umgang
mit Wenn
ich diesen Eid erfülle und nicht breche, so sei mir beschieden,
Aber
zurück zu meinen erhöhten Leberwerten.
Montag, 14.07.2003 Gestern war A. ganz in der Nähe. Nur 60 km weg und ich konnte ihre Nähe spüren. Es war eigenartig. Undefinierbar und seltsam. Es war, als könnte ich ihr Flüstern hören. Nein, ich will niemanden ein schlechtes Gewissen einreden oder da zu beitragen, daß er sich wegen mir schlecht fühlen muß. Gefühle sind halt eine Sache, die sich nur unschwer, meiner Meinung nach sogar gar nicht beeinflussen lassen. Gefühle sind eine Welt für sich allein und auch nicht steuerbar. Sie kommen über uns wenn sie es auch immer für richtig halten. Samstag, 12.07.2003 An
all, die schon immer mal eine andere Musik hören wollten,
kann ich nur EINE Gruppe empfehlen: Corvus Corax ist die lateinische Bezeichnung für den größten „Sing“-Vogel, den Kolkraben, den qua Masse König der Singvögel. Ein trefflicher Name, wie wir meinen, für die qua Klasse Könige der Spielleute. Acht Musik-Forschende und -Reisende sind es, die sich den Weisen der fahrenden Spielleute des Mittelalters verschrieben haben. Keine leichte Aufgabe, denn so richtig offiziell überliefert ist in der Hauptsache die gottgefällige Musik jener Zeit, die andere war des Teufels. Dabei ist die andere, also unsere hier, viel spannender, gibt sie doch als die ehemals populäre Musik das Lebensgefühl und die Lust an der Weltlichkeit authentisch wieder und verleitet wie eh zu tanzen, mitzumachen, sich gehen zu lassen. So sind in der Interpretation von Corvus Corax manche Assoziationen zur heutigen Pop-Musik durchaus nicht nur gestattet, sondern auch beabsichtigt. Und damit sind gewiß nicht die Schmuseballaden a la Sara Connor gemeint (fünf Dudelsäcke und drei veritable Trommeln würden das wohl auch vom Arrangement her kaum zulassen), sondern hier kommt eher die schnelle, laute Fraktion zu ihrem Recht. Während der Zeit ihres Bestehens seit 1989 sind Corvus Corax rund um die Welt gekommen: Konzertreisen führten die Band in fast alle europäischen Länder, nach Japan, Jordanien, Marokko und Mexiko. Seit ihrem 10. Jahr sind Corvus Corax regelmäßig auch im Winter auf Tour und spielen in Clubs und Konzerthallen national und international. Film-Musiken haben sie geliefert, unterschiedliche Fernsehsender haben die Gruppe für eine ganze Reihe verschiedener Produktionen herangezogen, und immer wieder waren die Könige der Spielleute auf historischen Stadtfesten und zu Konzerten in Burg- und Schlosshöfen zu hören. Wie heute bei uns. Wohlan denn, Meister Selbfried, Hatz, Castus Rabensang, Wim, der Kalauer, Teufel, Herrmann der Drescher und Ardor vom Venushügel, seid willkommen und spielet auf! ***** *** ***** Danke an Wolfkristall, die es geschafft hat, mein Herz für eine derartig schöne Musik zu öffnen. Ich werde Pfingsten nie vergessen! Freitag, 11.07.2003 Bin ab heute Morgen an einem Punkt angelangt, wo ich mich wirklich ersthaft zu fragen beginne, ob ich dieses Tagebuch in der Art wie bisher weiterführen soll. Zu viel ist in der vergangenen Zeit (seit dem 26. Dezember 2002) geschehen. Zu viele Worte sind gefallen, zu viele Gefühle verletzt worden, zu viel habe ich gegen mein Gefühl getan. Ich frage mich, ob das alles eigentlich irgend jemand etwas angeht oder nicht. Ich frage mich, ob ich mein Inneres wirklich so der Öffentlichkeit preis geben soll. Was habe ich davon? Wem nutzt es? Ich war in dieser Zeit glücklich, unglücklich, frei, verängstigt, mutig, feige. Bin Achterbahn gefahren mit meinen Gefühlen und mit den Gefühlen anderer Personen. Bin abgehauen, wieder gekommen, habe mich gemartert und andere da zu. Habe Dinge kennen gelernt, die ich in der Art nie gekannt habe. Habe mich verloren, habe mich wieder gefunden. Habe gelacht, habe geweint. Bin eingetaucht in Elemente, habe mich von den Gezeiten tragen lassen. Bin mit Fischen um die Wette geschwommen, habe mit Krebsen gerungen. Erst
ein schwarzer Mantel, Es
strömt durch deine Adern, Wie die Liebe dich krönt, so kreuzigt sie dich... ... ... ... Meine
Moral ist fragwürdig, das stimmt...
Vielleicht bin ich... ... ... ... ... Eigentlich bin ich ein ziemlich einfacher Typ! ***** *** ***** Lukians
Totengespräche DIOGENES: Mein lieber Pollux, wenn du in die Oberwelt hinaufsteigst, - und morgen, denke ich, trifft dich die Reihe, wieder lebendig zu werden, - so hätte ich dir einen Auftrag an Menippos, den Hund, mitzugeben, den du entweder im Kraneion zu Korinth oder zu Athen im Lykeion finden wirst, wo er sich über die Zänkereien der Philosophen lustig macht. Sag ihm: Diogenes befehle ihm, wenn er die Torheiten, die auf der Erde vorgehen, genug belacht habe, hierher zu kommen, wo er viel mehr zu lachen finden werde. Denn dort sei er doch öfters unentschlossen, ob er lachen oder weinen wolle, und es falle ihm doch oft ein, wer weiß, wie es nach diesem Leben geht? Hier aber werde er mit vollständiger Kenntnis der Sache lachen und gar nicht wieder aufhören können (wie jetzt bei mir der Fall ist), besonders wenn er sehen werde, was für eine armselige Figur die Reichen, die Satrapen und die Könige hier machen, wie man sie nur noch an ihrem Geheul unterscheiden könne, und wie wehmütig und niederträchtig sie sich gebärden, wenn sie sich ihres Zustandes da oben erinnern. Sag' ihm das, Pollux; und er möchte nicht vergessen, seine Taschen mit Wolfsbohnen anzufüllen, und wenn er etwa im Herabkommen ein Hekatemahl oder ein Reinigungsei auf einem Scheidewege finde, soll er es gleichfalls zu sich stecken. POLLUX: Ich will es nicht an mir fehlen lassen, Diogenes. Aber, damit ich ihn nicht etwa verfehle, wie sieht er aus? DIOGENES: Alt, kahlköpfig, trägt einen abgeschabten Mantel, der gegen alle Winde Öffnungen in Menge hat und mit Lappen in allen möglichen Farben geflickt ist; er lacht unaufhörlich, und meistens sind die Windbeutel, die Philosophen, der Gegenstand seines Spottes. POLLUX: Mittels dieser Beschreibung werd' ich ihn leicht finden. DIOGENES: Dürft' ich dich auch noch mit einem kleinen Auftrag an die besagten Philosophen selbst beschweren? POLLUX: Herzlich gern, sage nur! DIOGENES: Um es kurz zusammen zu fassen: Leg' es ihnen recht nahe, dass sie doch endlich einmal aufhören sollen, die Zeit mit Possen zu verderben, sich über die Universalien zu zanken, einander Hörner aufzupflanzen, Krokodile zu machen und junge Leute auf dergleichen läppische Spitzfindigkeiten Wert legen zu lehren. POLLUX: Aber sie werden sagen, ich sei ein ungelehrter Dummkopf, dass ich mir herausnehme, ihre Weisheit zu bekritteln. DIOGENES: So sage du ihnen in meinem Namen, sie sollen - an den Galgen gehen! POLLUX: Ich will alles getreulich ausrichten, Diogenes. DIOGENES: Auch an die Reichen, liebes Polluxchen, hätte ich dir noch ein paar Worte aufzugeben. Sag' ihnen in meinem Namen: Ihr Narren, wofür hütet ihr euer Gold? Was plagt ihr euch mit Ausrechnung eurer Zinsen, und wozu häuft ihr Tausende auf Tausende an, da ihr doch in kurzem mit einem einzigen Obolus im Munde ins Reich der Toten wandern müsst? POLLUX: Gut! Es soll ihnen gesagt werden. DIOGENES: Und den Schönen und Starken, dem Megillus von Korinth und dem Ringer Damoxenus, sage: Es gäbe bei uns weder gelbes Haar noch schwarze blitzende Augen, noch blühende Gesichtsfarbe, noch straffe Sehnen und breite Schultern mehr, sondern alles, wie man sagt, allein noch Staub, nichts als kahle Schädel, die einander der Schönheit halber nichts vorzuwerfen haben. POLLUX: Auch dieser Auftrag an die Schönen und Starken soll mir nicht zu viel sein. DIOGENES: Und den Armen, unter denen so viele sich gar nicht damit abfinden können und immer über ihre Dürftigkeit wehklagen, sage, sie sollen dem Winseln und Heulen ein Ende machen, und erzähle ihnen, wie hier alle gleichen Standes sind, und sie würden sehen, dass die dortigen Reichen bei uns hier keine Vorzüge haben. Und deine Lakedämonier schilt, wenn du willst, in meinem Namen aus, dass sie nicht mehr sind, was sie ehemals waren. POLLUX: Nichts gegen die Lakedämonier, Diogenes, das leid' ich nicht! Was du mir an die anderen aufgetragen hast, das will ich ihnen hinterbringen. DIOGENES: Lassen wir die, weil es dir so scheint; den andern aber, die ich zuvor sagte, richte meine Worte aus! ***** *** ***** Warum
diese oberen Zeilen? Ich werde nie Suizid voll- oder ausführen! Ich habe auch keine Vorahnung oder etwas ähnliches, weil ich geraqde dieses Thema gewählt habe. Aber ich halte es mit Jim Morrison, der einmal sagte: Man
sollte um sein Recht kämpfen, Dienstag, 08.07.2003 Ring
der Verbindung Der
Wind Meine
Gedanken Meine
Seele Silberne
Pfeile Montag, 07.07.2003 Neuenburg
zu Freyburg Mächtige
Mauern Wir
durch schreiten das Tor Gewänder
aus Stoffen Geschmeide
aus Silber, Wir
trinken Wein Bier
schäumt Gaukler
tanzen auf den Steinen Hinter
der Fackel des Lebens Ein
Raunen geht durch die Menge, Wir
halten uns bei den Händen, Die
Trommeln brüllen, Wir
verschmelzen Zeitreise
im Sekundentakt. Ekstase!
Tagebuch August 2003 Freitag, 29.08.2003 Hallo, alle zusammen... Es
freut mich, daß mit H. alles wieder in der Reihe ist und
das unsere Beziehung von Tag zu Tag schöner wird. Freitag,
22.08.2003, 06.58 Uhr Danke H. für Deine Liebe, danke Wolfkristall für Deine Freundschaft. Dienstag,
19.08.2003 Meine
Füße schlurfen am Fluß entlang, Über
mir flüstert der Wind Der
Rockstar bemüht sich Der
bunte Schmetterling, Schnelle
Autos kriechen über meine Füße. Der
vom Holzwurm zerfressene Galgen Indianer
tanzen um erloschene Feuer, Ich
werde verschlungen Spitze
Dornen ritzen die erschlaffende Haut, Der
Rockstar bemüht sich Der
brummende Ventilator bläst mir einen. Wir
besorgten es nicht nur der Tochter des Pfarrers, Ihre
Stiefel scharrten über das Pflaster der Zeit, Er
wird empfangen von den Toden, Wir
brauchen Regierungen, Im
flimmernden TV Samstag, 16.08.2003, 02:12 Uhr Heute nach längerer Zeit auch mal wieder ein Eintrag, damit niemand auf die absurde Idee kommt, daß ich schon zu Jim Morrison, Jimi Hendrix, Janis Joplin, John Lennon oder Frank Zappa in den Musikerhimmel abgehauen sei. Kurz und gut: ich lebe noch!!! Aus meinem Kopfhörer schlängelt sich der Song vom roten Haar in mein Gehirn, welches IN EXTREMO in die Nacht entläßt, um den Mond zu begrüßen. Und ich muß sagen, das ist eine der geilsten Bands, die ich in letzter Zeit gehört habe. Absolut geil!!! IN
EXTREMO: Nach
4 Jahren und 7 Alben (wovon drei im Eigenvertrieb vor allem auf
Mittelaltermärkten verkauft wurden) gehören IN EXTREMO
zu den wenigen deutschen Bands, die internationales Ansehen genießen,
die ganz oben in den deutschen Charts stehen und trotzdem noch
Kult und Szene-kompatibel sind. IN EXTREMO schuf sich eine eigene
musikalische Nische und ein eigenes, unverkennbares Erscheinungsbild.
Sie lassen mit heruntergezogenem Visier alte, fast vergessene
Stile auf zeitgemäße Rockmusik prallen und lassen Funken
sprühen, wenn mit künstlerischem Feingespür selbstgefertigtes
Instrumentarium auf Hightech Studio-Equipment trifft. Ich danke der Frau, die mich solche Musik genießen ließ. Die uns in Welten von neuen Klängen und Akkorden einführte. Steinschleuder und Morgenstern, gepaart mit Electronic und Pyrotechnik. Zumindestens für Helga und mich. Danke, Wolfkristall. Danke für CURVED CORAX. Danke für QUANTAL. Danke für SCHANDMAUL und wie sie noch alle heißen. Ich kann und will nur eines da zu sagen: ich habe Dich lieb... Helga hatte heute ihren letzten von 5 Urlaubstag. Ich fand die Woche mit ihr sehr angenehm und ich weiß, daß ich wieder zu ihr zurück gefunden habe.
Tagebuch Oktober 2003 Mittwoch, 22.10.2003 Rentner! Nun ja, ist schon irgendwie ein komisches Gefühl diesen Stand immer gewünscht aber nun reell erworben zu haben. Wußte nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Aber vielleicht habe ich auch beides zusammen getan. Kann schon sein, aber ist wurscht... War
heute auch in der Firma und habe es denen mitgeteilt. Hahaha...
wie die geguckt haben. Zu hart! Mit der Gewißheit, jederzeit
pennen zu können so lang ich will, nicht schleppen muß,
wenn ich vielleicht lieber Musik hören würde. Nicht... GEIL!!! Oh, Bullshit, ich glaube ich habe die falsche Medizin genommen! Hahaha... Mir ist so leicht... Der Gitarrist rennt durch meinen Schädel... Ab und zu schaut er aus dem linken oder rechten Ohr und schüttelt die Töne aus seinem Instrument. Wirbelnd fliegen die Akkorde durch meine Zellen. Werden zurück geschleudert von den Gummiwänden meiner Träume. Hey, wake up! Yeah! Möse... Du geiles nasses Fleisch der Begierde. Laß mich deine Lippen teilen mit dem Atom meiner Zungenspitze. Laß dich fallen in den Nektar der Honigbienen. Yeah! Es ist so geil, das Leben... So unsagbar geil und wunderschön in den Kristallen der uralten Salzklumpen. Meeresbrandung. Wogen und grummelndes Rauschen der See. Schattensegler durchbrechen den vollen Mond. Leise tauchen die Sklaven die Ruderblätter der Galeeren. Der weiße grinsende Schädel mit den beiden gekreuzten Knochen flattert auf schwarzem Stoff. GUTEN NACHT...! Mittwoch, 22.10.2003, 00:02 Uhr Klare
Sicht Meine
Gedanken fahren zurück Ich
schwebe Ich
schaue herab Klare
Sicht. Ein
Raubvogel unter mir Hery, Hey, Hey, Hey, Freitag, 17.10.2003, 00:42 Uhr Hallo, Ihr alle da draußen in fern und nah... seit gegrüßt von den Elfen der Nacht, dem Licht des Mondes und der Wärme der Liebe. Aus meinem Kopfhörer dringen WISHBONE ASH in meine Ohren und entführen mich in Zeiten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Zukunft? Ja, denn auch sie ist ein Teil des Lebens, auch wenn er sich in Nebelschwaden über den still liegenden See verbirgt. Es ist still im Haus, auf der Straße. Nur meine Finger auf der Tastatur geben ein klickendes und monotones Geräusch. Ich fühle mich wohl und irgendwie auch zufrieden, denn ich habe mir vorhin so im Stillen und bei Kerzenschein ein paar Gedanken über mich und mein momentanes Leben angestellt. Mit einigen Dingen, mich betreffend, bin ich sehr zufrieden. Aber da gibt es auch Dinge, welche mich erschrecken lassen, wenn ich mir selbst begegnen könnte. Da zu gehört unter anderem mein ewig mürrisch drein blickendes Gesicht und meine zur Schau gestellte Eitelkeit, die ich eigentlich gar nicht mein eigen nenne. Es ist schon komisch! Da hat man zwei böse Krebsoperationen hinter sich gebracht, ist dem Tod sprichwörtlich noch mal von der Schippe gesprungen, hat sich nicht auf der Schneide des Dolches verletzt, der einem den Lebensfaden abtrennen wollte. Und was tue ich? Ich rege mich über jeden Scheiß auf, muß ewig nur kritisieren und rum nörgeln. Das ist doch Scheiße!!! Fröhlich sein lautet die Devise. Lächeln ist das Zauberwort. Es kann doch einfach nicht so schwer sein, seinem Ebenbild im Spiegel ein schönes Grinsen entgegen zu bringen und zu sagen: HEY, ALTER, SCHÖN DAS DU DA BIST! Das Leben ist so einmalig geil mit all seiner Schönheit, an der man so oft achtlos vorbei rennt. Die man so oft links liegen läßt. Vom 10. bis 12.10. war ich mit Helga nach Weimar gefahren, um den dortigen 350. Zwiebel markt zu besuchen. Wir waren Freitag morgens um 07.00 Uhr losgefahren und gegen 10.00 Uhr in Weimar angekommen. Hier fuhren wir zu unserem Freund Gerd, der in Weimar eine Kfz-Werkstatt besitzt, bei dem wir auch wohnten. Weil Gerd noch arbeiten mußte, schlenderte ich mit Helga schon mal über den Markt, der sich in der ganzen Stadt verteilte. Überall waren Bühnen aufgebaut, Verkaufsstände mit allem möglichen Krimskrams (nicht abwertend gemeint!) zum Verkauf eingerichtet. Bierbuden, Weinstände und andere durststillende Artikel wurden in da für vorgesehenen Verkaufswagen angeboten. Es gab Stände mit Spanferkel, mit Pfannkuchen, den obligatorischen Thüringer Bratwürsten und sonstigen Leckereien aus deutschem Lande. Sogar der Käse Paul, ein bekannter Hamburger Marktschreier war mit seinem Fahrzeug an gereist. Es war einfach toll... Abends sind wir dann mit Gerd und seinen Freunden, einem Architekt aus Berlin und seinem Bruder einem Lehrer, nochmals über den Markt gezogen. Um 04.00 Uhr in der Frühe sind wir dann aus dem ältesten Studentenclub Deutschland's zu Gerd in die Wohnung marschiert. Am
Samstag morgen war ich dann zu Besuch bei Annett. Es war schon
ein eigenartiges Gefühl, als ich durch die Haustür ging
und die Treppen hoch stieg. Auch war ich sehr neugierig auf Ihren
K. Es war schön sie zu sehen und ich spürte auch, daß
sie sich über meinen Besuch freute. Alles andere wissen die
Personen, die es betrifft. Heute Nachmittag werden wir ein Spiel der 1. Mannschaft haben. Ein Derby gegen einen Mitstreiter aus dem Kreis. Ein Derby haben wir in der Landesliga noch nie gewonnen. Ob heute der Knoten platzt? Ja ja, ich hab's vernommen. Fußball interessiert DICH nicht. Mir doch egal, denn ich schreibe diese Zeilen für mein Ego. EGO? Nein, auch ein wenig für DICH... Wie
geht es meiner Gesundheit? Zum Schluß noch ein Song meines favorite-singer Jim Morrison: AWAKE
/ DAWN'S HIGHWAY Erwachen Indianer
verstreut auf dem dämmrigen Highway, blutend Ich,
meine Mutter und mein Vater und eine Großmutter und ein
Großvater Dienstag, 07.10.2003 Gestern Abend waren wir mit drei Freunden in Langen zum Konzert der Band IN EXTREMO. Als Vorgruppe spielte von 20.00 - 20.40 Uhr die italienische Band EXILIA aus Italien. Guter Drive. Guter Bass. Gutes Drums. Gitarrist "na ja". Aber das kleine (160 cm ???) Powerpaket am Mikrofon war schon heftig. Tierische Stimme! Tierische Bewegungen... Um Punkt 21.00 Uhr erklang dann das Intro und mit einem "Donnergrollen" standen sie urplötzlich auf der Bühne der Langener Stadthalle und begannen ihren Gig mit dem Song "Küß mich". IN EXTREMO live! Geil! Geil! Geil! Es folgte Hit auf Hit, gepaart mit einer genialen Bühnenshow... Ich habe mir sämtliche CDs dieser Band reingezogen. Habe mir x-mal die Live-DVD angeschaut, aber es ist alles nix gegen das, was die 7 Jungs live auf der Bühne abziehen. Einfach nur geil!!! ... ... ... Aber was soll ich hier groß erzählen. Die Insider, die die Band kennen, wissen Bescheid und die, die IN EXTREMO nicht kennen, sollen sich mal ein eigenes Bild von der Gruppe schaffen. Sonntag,
05.10.2003 Danke Helga, für alles! Mittwoch, 01.10.2003 Hey! Dies
ist nicht das Ende, wunderschöne Schwester Hey! Dies
ist nicht das Ende, wunderschöne Frau Sich
sammeln im Inneren der eigenen Courage. Was ich aber heute auch mal ansprechen will ist die Tatsache, daß ich es einfach nicht verstehe, warum niemand meine eigene CD haben will. ENDLICH
WAR SIE FERTIG !!! Eigene Lyrik und Momenteindrücke. Nach zweimaligem Krebs habe ich diese CD mit eigenen Gedichten von mir besprochenen. Ich wollte mich damit von meiner Krankheit ablenken und anderen Menschen eine kleine Freude bereiten. Ich bin zwar NICHT Jim Morrison, habe aber auch NICHT versucht wie er zu sprechen, aber meine Lyrik ist auch so zart, weich, böse, brutal und total persönlich.. Die
Backgroundmusik wurde arrangiert von einem Freund: Ich weiß, daß viele Menschen ihr eigenes Werk in den "Himmel heben", aber ich kann an dieser Stelle sagen, daß ich bisher nur positive Meinungen über mein Erstwerk erfahren habe. Außerdem kann man bei einem Preis von 11,50 EUR (inkl. Porto!!!) meines Erachtens nichts falsch machen. Wer eine CD erwerben möchte bitte ein Email an mich senden... Nun ja, das hört sich zwar alles schön an, aber zu interessieren scheint sich auch niemand dafür. Komisch ist dann wirklich nur, daß ALLE die die CD bisher gehört haben sagen, daß sie echt gut ist. Nun ja, so ist halt das Leben...
Tagebuch November 2003 Sonntag, 02.11.2003 Heute ist Sonntag, der 02. November 2003. Die Zeiger der Uhr stehen auf 19:52. Ich fühle mich schlapp und kaputt. Komme mir vor wie gerädert. Man kann auch sagen, mein Allgemeinzustand ist zur Zeit nicht der Beste, auch wenn wir heute mit dem FCE in der hessischen Landesliga Mitte Eintracht Wetzlar mit 2:0 nach Hause geschickt und uns auf dem fünften Tabellenplatz festgesetzt haben. Seit ein paar Wochen - so genau kann ich das gar nicht sagen - habe ich wieder dieses eigenartige Brennen in meinem Darm. Ein Gefühl wie ein Feuerball, aber nicht so heiß, sondern so unangenehm. Ich habe Angst und meine Gedanken drehen sich ständig um meine Zukunft. Werde ich wieder vom Krebs heimgesucht? Werde ich wieder alles erneut über mich ergehen lassen müssen? Wieder stationäre Uniklinik? Wieder in den OP? Wieder dieses zermürbende Warten und Bangen? In der vergangenen Woche hatte ich von diesem komischen Gefühl in meinem Darm meiner Onkologin in einem Email berichtet. Sie hat darauf hin sofort zwei Termine für ein Torax-CT und ein Unterleibs-CT vereinbart. Das Torax-CT habe ich am vergangenen Freitag über mich ergehen lassen und das zweite CT für die unteren Regionen ist am kommenden Mittwoch. Beide auf einmal konnten sie mir nicht geben, da ich für das CT des Unterleibes zwei Flaschen Kontrastmittel zusätzlich einnehmen muß. Mich hat es gewundert, daß mein Torax diesmal auch CT- mäßig untersucht wurde, denn das wurde bisher immer per Röntgen der Lunge untersucht. Na ja, die Frau Dr. Gog wird es schon wissen, warum diesmal so... Das Schlimmste an dieser Scheiß Krebsgeschichte ist die ständige und immer wiederkehrende Angst vor einem erneuten Ausbruch dieser Menschheitsgeisel. Auch wenn ich das meines Erachtens nach relativ gut im Griff habe, man wird immer wieder daran erinnert, was einen da mal heimgesucht hat. Alles ist anders geworden. Alles ist nicht mehr so wie es einmal war. Diese "Geisel" läßt sich nicht so einfach abschütteln wie ein lästiger Floh im Hundefell. Oh nein! Immer wieder wird man erinnert. Sei es zu den vierteljährlichen Nachsorgeuntersuchungen oder wie jetzt wieder, wenn man körperliche Signale ganz bewußt wahr nimmt. Und WIE wahr man sie nimmt, will ich hier und jetzt nicht unbedingt ausmalen und beschreiben. Jeder soll mit seinem eigenen Leben selbst zurecht kommen, wie auch ich versuche, das meinige in den Griff zu bekommen. Was mich heute auch etwas traurig gestimmt hat war die Tatsache, daß ich von der 2. Mannschaft zum ersten Mal nicht gefragt wurde, ob ich mit zum Mannschaftsessen gehen wolle. Sonst war das immer eine Selbstverständlichkeit und es war auch immer so ein kleines Dazugehörigkeitsgefühl. Aber ich will jetzt auch nicht den Eindruck hinterlassen, daß ich sauer über die Nichteinladung bin, denn ich hätte meinen Kram auch selbst finanziert. Das ist nicht das Thema, sondern allein die Tatsache, daß niemand sich mehr darüber aufregt, das alles nur für die 1. Mannschaft getan wird, das man ihnen "den Zucker in den Arsch bläst" und ähnliches mehr, als vereinzelte Personen des 2. Teams. Selbstverständlich wird es auch hingenommen, daß jeden Tag oder zu mindestens mehrmals in der Woche die jeweilige Homepage aktualisiert wird. Na ja, da muß man ja NUR was einfügen und schon ist die Sache erledigt. Nun, so kann man das auch sehen, wenn man sich noch nie mit dieser Materie beschäftigt hat. Aber was soll's? Will nicht den Eindruck hinterlassen, daß das alles so einen großen Stellenwert besitzt und das ich nun deswegen wochenlang schlaflose Nächte habe. Nein, mir geht es einfach darum, daß die ganze Arbeit und auch Freizeit, die man in dieses Hobby investiert, etwas mehr zur Kenntnis nimmt. Dienstag, 04.11.2003 Tief
in meinem Kopf Ein
Glas an einer Wand zerbricht, Sich
aufhalten in Wäldern, Den
Beifall des Publikums genießen, Akkorde
spielen mit Schmetterlingen, Barfuß
in eine Pfütze springen, Sich
umarmen unter antiken Laternen, Menschenschlangen
an den Kassen des neusten Films, Kurz
den Alltag vergessen, Lautes
Durchatmen, Im
Gras liegen Glasklares
Wasser trinken, "Ich
bin die Realität", Ich
räkelte mich Ich
erhebe mich Augen
bohren sich in Augen. Wer
bin ich eigentlich wirklich? Es
gibt keine Antwort Die
Angst ist allgegenwärtig, Tief
in meinem Kopf Ich
höre auf Dinge, Ich
lausche dem Rauschen meines Blutes. Laufende
Untersuchungen. Klammern
an das Leben Und
immer wieder Er
begleitet mich unsichtbar. Mit ihm zu lachen. Ja,
so gar mit ihm zu lachen. Ich
wandere durch mein Leben Ich
spüre Dinge Liebe
ist der größte Besitz, Liebe
ist mehr als Leben Liebe
ist der Atem, Liebe
ist Liebe
ist das Beben meiner Lenden Liebe
ist sich zu bewegen Liebe
ist die Medizin, Liebe
ist... Liebe
dich selbst
Hatte die ganze Zeit hin und her überlegt, ob ich eigentlich zu dem Gig der Eisernen Jungfrauen gehen soll, denn die Tickets kosten auch wieder zwischen 50 und 60 EURO. Aber was soll's? Morgen habe ich meine zweite Untersuchung in der Uniklinik und da brauche ich jegliche Abwechslung. um nur nicht daran zu denken, ob sie wieder etwas finden oder ob alles okay ist. Mittwoch, 05.11.2003 Wie schon angedeutet, bin ich gestern noch an die Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst gefahren, um eine Karte für das ausverkaufte IRON MAIDEN Konzert zu bekommen. Eine Karte habe ich bekommen, aber dafür mußte ich dann auch den höchsten Preis hinblättern, den ich jemals für eine Konzertkarte bezahlt habe. Doch es waren so viele Leute da, die auch nach Karten gesucht haben, daß es mir dann irgendwann egal war. Gerd, Sandra, Carsten und Manu waren auch mit. Nur hatte ich im Gegensatz zu denen eine viel bessere Sicht auf die Bühne und das Geschehen darauf, denn ich hatte eine Sitzplatzkarte mit ausgezeichnetem Blick auf die Stage. Die Vorgruppe FUNERAL FOR A FRIEND fand ich perönlich beschissen, auch wenn sie vielleicht am wenigsten für die mißerable Soundqualität konnten. Aber mir gefiel auch die Art Musik nicht. Aber egal! Um 21.00 Uhr begann dann das Intro mit Doctor, Doctor von UFO, gefolgt von einem klassischen Stück und dann ging die Post ab oder die Lucy wurde aus dem Stall gelassen oder... Eine tierisch geile Bühnendekoration und sechs Vollblutmusiker, die einen geilen Set ablieferten. Schon nach 5 Minuten war der Eintrittspreis vergessen. Heilige
schwingen die Sense Totentanz in der Jahrhunderthalle: "Iron Maiden" sind beim Frankfurter Gastspiel endgültig auferstanden. Auf der Bühne sind Schwerstarbeiter zu Gange. Sie heben ihre Gitarren in die Senkrechte, malträtieren ihre Trommeln und treiben ihre Stimmen in die Höhe – es ist der polyfone Soundtrack zu einem schauderhaften Totentanz: Willkommen auf der Bühne des Grauens, beim "Dance of Death". Gute Bekannte haben eine gruselige Post-Halloween-Szenerie für ihren Auftritt vor unzähligen Fans in der Jahrhunderthalle erschaffen. "Iron Maiden" tingeln wieder durch die Lande, mit einem neuen Album im Gepäck und einer neuen Freak-Show, in der surreale Phantasmagorien, entsprungen aus der nimmersatten Vorstellungskraft der beständigsten Heavy-Metal-Recken, die Hauptsache sind. Ein Burggemäuer dient dieses Mal als Kulisse. Übergroße Heiligenstandbilder begrüßen die Besucher unfreundlich – sie tragen Sensen. "Eddie", die oft zitierte Totenkopf-Kreatur, darf natürlich nicht fehlen und schaut auf einen kurzen starren Blick vorbei. Innerer
Antrieb für die Alteisen-Rocker scheint dagegen dieselbe
Lust am Musizieren zu sein wie vor zwanzig Jahren. Präzise
klappt das Zusammenspiel. Die Gitarristen übertreffen sich
mit überbordenden Solo-Einlagen. Und Bruce Dickinsons Stimme
ist immer noch einzigartig für das Genre. "Can I Play
With Madness", "Fear Of The Dark" oder "Brave
New World" bleiben somit ein unveränderter Live-Genuss
für die Ohren. Doch der neue Stoff ist nicht weniger dezent:
"Montségur" handelt vom Massaker in einem Pyrenäen-Ort.
Heftige Kämpfe während des Ersten Weltkriegs wüteten
dagegen in "Paschendale". Traurige Hintergründe,
krude Ersatzwelten, sinnentleerte Monster-Fratzen: ein zunehmend
ermüdendes Horror-Schauspiel. Ich kann zwar den Schluß des Zeitungsberichts nicht ganz teilen, aber so ist halt Demokratie und Meinungsfreiheit... Alles in allem ein geiler Abend mit einem tirischen 2 Stunden Gig der "Jungfrauen". Da zu kommt aber auch, daß ich seit Jahren nicht mehr so einen Bock auf Konzerte habe wie dieses Jahr. Und es werden bis zum Jahresende noch ein paar da zu kommen: CORVUS CORAX, METALLICA, eventuell MARILYN MANSON und mal sehen was es sonst noch in deutschen Konzerthallen gibt. Ich darf ja auch nicht die lokalen Gigs im Colos-Saal von Aschaffenburg vergessen, die ich in Abständen und bei Interesse besuche. Okay, heute Abend geht es weiter. Werde dann von meinem Besuch in der Uniklinik berichten und was es so an Neuhigkeiten gibt. An dieser Stelle schon einmal einen schönen Gruß und ein DANKE! an Frau Dr. Eichler und Frau Dr. Gog. Ihr seit super! Thank you so much for your feeling... Ich hab meine Träume zwar nicht erreicht, aber ich hab's zumindest probiert! Und: Musik ist Religion für mich, und auch im Jenseits wird es Musik geben. Well, it’s time to go now. See you all soon. Stay safe and well. God bless you all. Love
und Well,
da bin ich wieder. Als Krebspatient ändert sich so viel, das ein nicht Krebs vorbelasteter Mensch gar nicht begreifen kann, denn es ändert sich fast der ganze Lebenslauf. Yeah!..................... Freitag, 07.11.2003 Gestern
Morgen um ca. 08.30 Uhr kam der erlösende Anruf von Frau
Dr. Gog aus der Uniklinik: Niemals
mehr Lügen Aus
der aufbrechenden Wolke hervorstolpernd, Ich
betrete die Bretter Meine
lächelnden Augen öffnen sich Knöcherne
Arme Niemals
mehr Lügen. Niemals
mehr Haß. Niemals
mehr Besitz. Niemals
mehr küssen. Aus
der aufbrechenden Erde herauskriechend, Ich
werde schmerzend getroffen Er
steigt vom spinnwebenumgarnten Kreuz herab Und
vergib uns unsere Schuld, Niemals
mehr Lügen. Niemals
mehr Haß. Niemals
mehr Besitz. Niemals
mehr küssen. Sonntag, 09.11.2003 Hi... Well, ich möchte an dieser Stelle mal ein paar Leute grüßen, von denen ich weiß das sie öfters hier vorbeischauen. Und es ist mir wichtig sie zu grüßen. Nur seit bitte nicht böse, daß mir die Reihenfolge absolut am Arsch vorbei geht, denn die folgenden Personen sind alle GLEICH wichtig für mich. Ich grüße ALLE, die sich mit mir verbunden fühlen und mich so nehmen wie ich bin. I love you all!... Helga, Wolfkristall, Gigs, Gerd Schneider, Pedro Schemm, Lizzard King, Uwe Huhn, die BACKDOORS, DOORS Experience aus Wien, Julia Franssen, Anita, Claudia, Gabi Grote, Frau. Dr.Gog, den alten und neuen Betriebsratsvorsitzenden von IKEA Wallau, die Leute aus der "Seelenküche" in Berlin, Christian Pessel, Robin Durstig, Gerd Schneidereit + Sandra, Klaus Ptak, Björn Weber, Björn Engelhardt, Can Tanju, Henner Rüppel + Birgit, Denis Kitzinger, Holger "Batz", FOREST, Alexandra Seebold-Zitzkowski, Roger, Carsten Wahl + Manu, TomEngelhaar Satori und seine Lebenspartnerin Marion, ... Dienstag,
18.11.2003 Nun ist es aber an der Zeit, ein paar Sachlagen aufzuklären wegen dem meinen Emails angehängten Zitaten: Ich
hab meine Träume zwar nicht erreicht, See you all soon. Meine Onkologin (ich fand Ihre Anteilname rührend, Doc) hat auch sofort reagiert, nachdem ich Ihr ein Email geschickt hatte. Auch Gaby meine Ex-Personalchefin und einige andere mehr. Nein, ihr Lieben, ich plante weder meinen Suizid, nóch meinen andersweitigen und kurzfristigen Abgang von dieser Welt. Sei es durch Krankheit, Krieg oder Zufallstreffer. Mir haben diese Sätze einfach NUR gefallen. Wie ein guter Film, ein gutes Buch oder eine gute und tolle Musik. Es war einfach Lyrik für mich. Sonst nichts! An meinem PC spricht gerade Bob Marley die Einleitung zu seinem Concert live in Kingston 1979. Ja ja, Rastaman, Du hattest das Leben irgendwie begriffen. Deswegen bist du dann auch vielleicht schon so früh wieder gegangen. Deine Mission war erfüllt. Hast dein Vermächtnis hinterlassen. Geile Musik. Geiler Rhythmus. Einfach so aus dem feeling heraus, so da mal eben hingeschmissen. Hier Bürger, nimm! Zieh's dir mal eben so bei 'ner Flasche Bier rein, während dir deine Alte einen bläst und du dich ordinär an der Arschbacke kratzt. Musik ohne viel Aufhebens. Eine gute Pfeife Gras geraucht. Sich die regenbogenfarbene Selbstgestrickte aufs zu Zöpfen gedrehte Haar gesetzt. Nach ein paar guten Kumpels Ausschau gehalten, die auf dem selben Trip durchs Leben marschieren. Nach den Instrumenten gegriffen und tierisch einen abgedröhnt. Auf Etiketten geschissen. Auf korrupte Politiker. Auf Huldigung von Götzenbildern. Gereift aus den Erlebnissen am Bärenhügel. Auf einem Hügel stehen und vor Angst kaum atmen könnend. Zu wissen, daß das Ende kommt. Zu wissen, daß man verloren hat. Einfach so aus dem Leben heraus Musik zelebrieren und sich nicht Akkordweltrekordflügen hingeben wer nun der beste und schnellste Gitarrist der Welt ist. Das Leben ist so unsagbar geil in seinen geschlifffenen und rohbehandelten Farcetten. Es ist so unsagbar geil und naß und glitschig wie ein nervengrippelnder Fick unter einem sich leise raschelnden Blätterdach. Wie so läßt man sich so von seinen Urinstinkten abbringen? Von der Macht seines Unterbewußtseins? Ist schon komisch... Dienstag, 25.11.2003 Mach
das Beste draus... Durch
die sich öffnenden Schamlippen Ich
schleiche auf der schmierigen Straße entlang, Eh,
mach das Beste draus, Durch
die sich aufschwingenden Pforten Ich
stiere in die vergoldete antike Spiegelscherbe, Sonntag, 30.11.2003 Ich
bin ein Atom in einem Rauchkringel vor einer weißen Wand...
Yeah, genau so! Am Samstag war ich wieder in der Eissorthalle, weil es mir am Dienstag so gut gefallen hatte. Diesmal unterlagen aber die Lions den Eisbären aus Berlin mit 2:3.
Tagebuch Dezember 2003 Montag,
08.12.2003 Morgen
Abend ist nun schon das nächste Highlight angesagt: Wie geht es mir ansonsten? Nun, es ist zur Zeit ein Wechselbad der Gefühle. Bin die letzte Zeit mehr depressiv und melancholisch, was aber mit einigen Dingen in meinem Leben zusammen hängt. Irgendwie bin ich mit meiner momentanen Situation nicht ganz zufrieden. Es fehlt mir etwas, das ich aber noch nicht so richtig deuten kann. Klar ist es tierisch geil, dem Arbeitsdruck nicht mehr ausgesetzt zu sein. Den Tag ganz anders planen und gestalten zu können. Mehr oder weniger tun und lassen was man will. Doch was ich meine ist die Tatsache, daß mir so ein richtiger Inhalt meines Lebens fehlt. Irgend etwas, daß mich auch seelisch und geistig befriedigt. Aber da bin ich halt noch immer am suchen. Doch ich werde an anderer Stelle mal intensiver darüber schreiben... Am 14.12.2003 geht es nun mit ein paar Freunden und Bekannten nach Mannheim in die Maimarkthalle. Dort werden wir uns von METALLICA berieseln lassen. Aber ich schätze, die werden uns ganz schön in die Gehörgänge pusten. METALLICA sehe ich dann das erste mal live on stage. Helga hatte sie schon vor Jahren auf einem Konzert in Hannover gesehen. Davon schwärmt sie noch heute. Ich kenne sie halt bisher nur von CDs, Videos, DVDs. Mir gefällt der neue Bassist Robert Trujillo, der zuvor bei Ozzy Osbourne den Bass zupfte. Was ich aber heute schon sagen kann, er ist ein "Tier" an seinem Instrument. Zumindest was ich bisher so in diversen TV-Sendungen gesehen habe. Mittwoch, 10.12.2003 CORVUS
CORAX... Einfach
nur geil. Ach, was mir gerade einfällt, ich kann ja an dieser Stelle mal wieder ein Gedicht hervor kramen, das ich damals über dieses Ereignis geschrieben habe: Neuenburg
zu Freyburg Mächtige
Mauern Wir
durch schreiten das Tor Gewänder
aus Stoffen Geschmeide
aus Silber, Wir
trinken Wein Bier
schäumt Gaukler
tanzen auf den Steinen Hinter
der Fackel des Lebens Ein
Raunen geht durch die Menge, Wir
halten uns bei den Händen, Die
Trommeln brüllen, Wir
verschmelzen Zeitreise
im Sekundentakt. Ekstase!
Ja
ja, ich habe es begriffen! Und ich freue mich auf Deine Hochzeit! Montag, 15.12.2003 Gestern sind wir zu viert nach Mannheim gefahren, um zum Abschluß des Jahres ein weiteres Konzerthighlight der Musikgeschichte zuz besuchen: METALLICA ! Zu
viert waren: Christian Pessel, Julia, Helga und ich. Dafür, daß ich lange lange Zeit keine Konzerte mehr besucht habe, geht es dieses Jahr Schlag auf Schlag. Als nächstes steht dann 2004 eventuell die BÖSEN ONKELZ, ERIC CLAPTON, U2 und PINK FLOYD auf der Wunschliste. So rein nach dem Motto: man gönnt sich ja sonst nichts. Aber - auch wenn die Eintrittspreise nicht gerade billig sind - es gibt halt nichts besseres als ein Live-Konzrt. Als
Vorgruppe spielte eine Band namens GODSMACK,
die Schlag 20.00 Uhr die Bühne betraten und dem Publikum
mächtig einheizten. An der Ostküste in Boston finden sich 1995 Sully Erna (v), Tony Rombola (g), Robby Merrill (b) und Tommy Stewart in einem Proberaum zusammen, um dem Wind etwas zu entgehen, der einem da immer mächtig um den Zinken bläst. Ein Jahr später wird mit dem Budget von 2.500 $ schon die erste Scheibe "Godsmack" eingespielt (der Name stammt im übrigen von einem Song von Alice In Chains). Durch kräftige Unterstützung der Bostoner Radiowelt gelingt es den Jungs, sich einen Namen zu machen, und nach beständigen Aktivitäten auf dem Livesektor wird das Majorlabel Republic Records auf sie aufmerksam, nimmt Godsmack unter Vertrag und haut die Scheibe 1998 nochmal raus. Bis heute haben die Jungs dafür dreimal Platin eingefahren. Um 21.30 Uhr ging es dann endlich mit METALLICA los, die sich tierisch ins Zeug legten und eine geniale Show boten. Es lag aber auch vielleicht mit daran, daß sämtliche Konzerte der diesjährigen Dezember-Tour in Deutschland - wie wahrscheinlich überall auch sonst in der Welt - restlos ausverkauft waren. Hit für Hit dieser geilsten Hardrockband wurden mit ohrenbetäubendem Sound in die Halle geblasen. In zwei Stunden und 15 Minuten rissen die drei Jungs mit ihrem neuen Bassisten Robert Trujillo das Publikum derartig in einen Rausch und legten eine derartige Spielfreude an den Tag, daß die 55 EURO Eintritt schnell vergessen waren. Negativ war nur wieder mal das Verlassen des angrenzenden Parkplatzes. Nach 5 EURO Abzocke für einen Autoplatz, blieb es dann den Leuten selbst überlassen, wie sie den Parkplatz verließen. Dementsprechend war dann auch das Chaos beim Verlassen der Parkfläche, wofür wir fast eine Stunde benötigten. An der Abfahrt nach Raunheim/Flörsheim hatte sich dann noch kurz vor uns ein PKW in die Leitplanke gewickelt. Ich rief die Notrufzentrale der Polizei an und Christian versuchte dem blutenden Fahrer oder Beifahrer Ersteilfe zu leisten. Mittwoch, 17.12.2003 So langsam geht nun das Jahr 2003 zu Ende. Und ich denke darüber nach, was es mir so alles gebracht und gegeben hat. Eine Menge ist passiert. Vieles hat weh getan. Aber auch sehr viele Erfahrungen gesammelt und irgendwie auch innerlich einiges kapiert. Es waren Personen daran beteiligt, die jeder auf seine individuelle Art seinen persönlichen Frieden gefunden haben. Ich habe eine neue wunderschöne Musikrichtung kennengelernt, die ich nie mehr missen möchte. Ich habe ein Hügelgrab besucht, wo ich schmerzlich erfahren mußte das ein Song der ROLLING STONES Wirklichkeit wurde: you can't allways get what you want... Ich habe erfahren wie Liebe aussehen soll und was es heißt, zu geben und nicht zu nehmen. Ich habe herausgefunden, wie stark eigentlich meine Bindung zu Helga ist und das ich sie nie verlassen könnte. Zu viel ist da zwischen uns gewachsen, daß es sich einfach nicht mehr trennen läßt. Jede meiner Launen ertragen, immer an mich geglaubt, immer für mich da gewesen, immer ein offenes Ohr. Weißt Du, Helga, das Leben geht immer seinen eigenen Lauf und es ist mir nicht immer geglückt, ab und zu diesen Strom mit meinen eigenen Impulsen im Lauf zu ändern. Aber seit ich damals das LOGO in Frankfurt betreten und Dich da am Tisch habe sitzen sehen, ist es Tief in meinem Herzen immer noch das gleiche Gefühl wie damals: D I E möchte ich haben. Eigentlich liebe ich Dich seit diesem Moment und bin glücklich, das es so ist. Meine
Zunge teilt deine Lippen, Dein
feuchtes Fleisch Ich
spüre dich. Geil
sein ist Leben. Mein
Schwanz bohrt sich in deine heiße Grotte, Dein
glitschiges Fleisch Ich
spüre dich. Geil
sein ist Leben. Samstag, 20.12.2003 Und
wieder ein Konzert... AB/CD - Diese Band ist ein Synonym für Härte, rohe Gitarrenriffs
und eingängige Songs von ungeheurer Energie. Sechs Musiker
aus dem Großraum Achaffenburg-Frankfurt, allesamt mit den
Platten von AC/DC aufgewachsen, entschlossen sich 1990 eine Band
zu gründen, die selbst den eingefleischten Fan zufrieden
stellen sollte. Montag, 22.12.2003 Yeah,
right on... ' Eh, aber jetzt keine Emails, ob es mir gut geht. Mir geht es absolut geil gut! Keine Gedanken an Suizid oder dergleichen. Alles okay. Aber es gibt manchmal Musik, die man lange lange nicht mehr gehört hat, die einen auf Wolken schweben läßt. Wenn es jemanden interessiert, ich höre gerade Klaus Schulze, das Album Timewind, aufgenommen 1975. Noch ein Hinweis, Klaus Schulze war einer der Mitbegründer der elektronischen Klangwelten der '70er. Mehr unter www.klaus-schulze.com Es
tut gut, einige wichtige Dinge in meinem Leben immer klarer und
deutlicher zu sehen. Dinge, die in grauem Dunst schwammen nehmen
Gestalt an. Bekommen Gesichter. Und die Erkenntnis ist so geil,
daß man nie aufhört zu lernen. Immer auf der Suche
ist nach Antworten auf individuelle Fragen. So langsam komme ich
wieder in den Zustand, als mein Bewußtsein die größten
Sprünge gesprungen ist. Wo man sich noch stritt beim Gedankenaustausch
über den Mond und die Sterne. Und sich hinterher doch wieder
lachend in die Arme fiel. Bei Metallica hatte ich dieses tiefe
Gefühl der Zuneigung zu Julia wieder so richtig empfunden.
Es waren Momente, Blicke und Gesten. Keine Worte. Was ich meine
ist dieses wahnsinnige Gefühl, bewußt mit jemandem
auf der gleichen Wellenlänge zu sein. Auch wenn man im Alltag
verschiedene Wege geht, so gibt es doch eine Ebene, so rein und
nackt, wo man nicht spielen, nicht der Schauspieler auf einer
Bühne sein muß, sondern einfach sich selbst zu präsentieren,
so rein und nackt. Was ich eigentlich alleinig ausdrücken
will ist: es ist schön, Freunde zu haben... Danke Helga, für den wunderschönen Abend...!!! Mittwoch, 31.12.2004 Mein Lieber Gernot !!! Ich
möchte Dir danken für dieses Jahr, Die Haustür 26.12.2002, Aschaffenburg, Neuenburg/ Freiburg, Bärenhügel, Plinz, Zwiebelmarkt um nur ein paar Orte zu nennen, die mir sehr viel bedeuten, die in meinem Herzen wohnen, die sich in mir eingegraben haben ... Ich
bin sehr froh das es dich gibt, mein liebster Erdenbruder ...
meine Gedanken sind sehr oft bei dir, ja meine liebe zu dir ist
nicht von dieser Welt ... Fühle Dich umarmt, geküßt und geliebt ... A. ... Wolfkristall. Hey
Wolfkristall... Weißt
Du, Liebes, auch Du bist ein Teil meines Lebens geworden, den
ich nie mehr missen möchte. Ich habe Deine Haut gerochen, deine Liebe genossen (wie ich sie immer geniesse, denn
in meinem Leben gab es zu wenig davon), aber wir waren / sind
für die Ewigkeit geschaffen, nicht für diese irdische
Zeit. www.gerrys-photos.de |
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