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Tagebuch 2001.

Before I sink into the big sleep
I want to hear
I want to hear
The scream of the butterfly
- by Jim Morrison / DOORS

oder

Lost in a Roman
wilderness of pain
and all the children are insane

- by Jim Morrison / DOORS

Tagebuch Februar 2001

01. Februar 2001

Okay, nach nun fast zwei Monaten Stillstand will ich doch wieder einmal eine Fortsetzung in meinem Tagebuch bringen.

An alle, die schon mit einer Erbschaft oder etwas ähnlichem gerechnet haben, muß ich leider an dieser Stelle die Mitteilung geben:
JA, ICH EXISTIERE NOCH!!!

Inzwischen ist ja auch eine Menge geschehen...

Gesundheitlich geht es so seinen Gang. Die letzte Nachuntersuchung Anfang Januar 2001 verlief zufriedenstellend, und ich muß nun nur noch alle sechs Monate zur Nachuntersuchung. Der chronische Verlauf der Leberentzündung besteht immer noch weiter und morgen soll nun die Therapie mit dem Medikament Interferon beginnen. Über die Nebenwirkungen wurde ich in der Uniklinik Frankfurt am Main aufgeklärt, und so warte ich mal ab was da so passiert. Was soll mich eigentlich NOCH erschüttern???

Privat ist auch einiges passiert, aber das möchte ich hier nur am Rande erwähnen, denn es wäre zu viel, um hier alles auszubreiten. Ich danke nur hier den Menschen, die total hinter mir standen und dich danke auch der Person, die dazu beigetragen hat, daß ich einige Dinge erkennen konnte, die mir sehr lange nicht mehr bewußt waren.

Eh, es ist absolut geil, daß man so viel verändern kann!
Aber es tat auch sehr weh erkennen zu müssen, daß man mit totaler Ehrlichkeit auch nicht immer weiterkommt...

Im Dezember letzten Jahres erreichte mich auch die Nachricht, daß die BAND wieder zusammengeht. Die Band? Ja, die Jungs die ab 1969 maßgeblich an meiner Entwicklung Anteil genommen hatten und denen ich auch heute nach über 30 Jahren noch immer dankbar bin, daß ich diese Erfahrungen und Veränderungen meines Wesens erleben durfte. Ich meine die vier jungen und wilden Männer, die zu der damaligen Zeit in Saarbrücken eine Band gründeten, die nicht nur im kleinen Saarland etwas Kultstatus erlangte. Die Rede ist von RS RINDFLEISCH.

RS RINDFLEISCH
sind und waren


Herman Rarebell, Drums (bekannt geworden durch die SCORPIONS)
Pedro Schemm, Gesang (der Mann der auch damals schon die Girls zum Schmelzen brachte)
Tony Schäfer; Gitarre (für mich auch heute noch der begnadetste Gitarrist Deutschlands)
Gerd Schneider, Baß (mein special-friend und ein Typ, der sich in kein Schema pressen läßt)

***

Okay, ich erfuhr also, daß die Band sich wieder zusammengeschlossen hatte. Da lag es dann auch sehr nahe, daß ich eine Fahrt nach Saarbrücken unternahm. Was soll ich groß schreiben: es war geil!!!! Zumal ich manchen der Band schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte.

Im Januar war ich dann fast zwei Wochen bei Pedro und nahm auch an vielen Unternehmungen teil, die die Band unternahm, um wieder Fuß zu fassen. Auch die Studioaufnahmen zu ihrer ersten gemeinsamen CD "BSE" bekam ich hautnah mit. Es war ein Feeling wie in alten Zeiten; und da hält auch einfach keine Firma mit, bei der man inzwischen angestellt ist. Das Leben in der Musikerwelt hat seine eigenen Gesetze und Tagesabläufe und wer da noch nie rein geschnuppert hat, der wird es auch nie verstehen. Was sind da die Scheiss-Diskussionen wegen Arbeitszeitänderungen, Nachtschicht und und und... Dieses verlogene Getue in der normalen Arbeitswelt kann da nie mithalten. Aber was soll's? Ihr kennt das ja alles selbst.

28. Februar 2001

Seit Anfang Februar bekomme ich nun meine Therapie zur Bekämpfung meiner Leberentzündung.

Auf einige Nebenwirkungen hatte mich mein Arzt ja schon im Vorfeld der Behandlung hingewiesen... Aber was dann tatsächlich in meinem Körper abging ist ein großes Thema für sich:

Angefangen über sehr starke Gliederschmerzen, Kopfweh, Übelkeit und Fieber war alles vertreten, was es so an Unannehmlichkeiten gab.

Die erste Woche war absolut beschissen!

Nach der zweiten Behandlung ging es einigermaßen, aber die dritte und die vierte schlug wieder voll zu!

Tagebuch März 2001

03. März 2001

Inzwischen bin ich mir über mein Gefühlsleben auch ziemlich sicher geworden und ich hätte mir im Dezember letzten Jahres einiges ersparen können, wenn ich nicht meinen feelings so toll hinterhergesprungen wäre.
Sorry, dark Lady...!!!

Was ich auch vergessen hatte zu erwähnen ist die Tatsache, daß ich hier im Ort bei unserem Fußballverein Anschluß gefunden habe. Ohne das es den Leuten allen so richtig klar ist, helfen sie mir alle in einer Art und Weise das es einfach nur schön ist.

Bin auch in den Spiel- und Vergnügungsausschuß gewählt worden und verstehe mich mit vielen Leuten des Vereins.
Danke an alle!!!

19. März 2001

Seit dem 1. Februar 2001 erhalt ich nun meine Interferonbehandlung zur Regenerierung meiner Leber...

Mir wurde schon vor Behandlung mitgeteilt, daß das Medikament ein paar Nebenwirkungen mit sich bringt. Aber was die Wirklichkeit brachte, ist mit Worten kaum noch zu beschreiben. Am Anfang war ja alles noch einigermaßen erträglich, aber heute bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich einfach nicht mehr kann.
Mir geht es NUR noch beschissen...

Und das nun schon seit Wochen. Und das Schlimmste daran ist die Tatsache, daß ich immer mehr meinen Lebensmut verliere; ja, daß ich mich sogar langsam aufgebe...

Seit Wochen nur Schmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Depressionen und einiges mehr an niedlichen Dingen, die zu den Begleiterscheinungen des Interferon zählen.

Mir graut es schon, mich täglich mit 11 Pillen vollzustopfen und mir dazu noch jeden Montag eine Spritze mit der Lösung des Interferons in die Bauchdecke zu jagen. Hinterher geht es mir dann immer dreckigr statt besser.

Hier habe ich mal etwas kopiert, um meine momentane Situation noch deutlicher zu schildern:

PSYCHISCHE NEBENWIRKUNGEN DER THERAPIE MIT INTERFERON-ALPHA

Häufige psychische Nebenwirkungen von Interferon- a :

weniger Antrieb und Initiative
weniger Interesse und Vergnügen
Konzentrationsprobleme
Neigung zum Grübeln
Selbstvorwürfe
Angstgefühle
hypochondrische Beschwerden
reduzierte Arbeitskapazität
pessimistische Gedanken, Gefühle der Sinnlosigkeit
Appetitstörungen, Gewichtsverlust
Libidoverlust
Schlafstörungen

Unseren Erfahrungen nach sind weitere relativ häufige psychische Nebenwirkungen

Müdigkeit, Abgeschlagenheit
Minderung der Leistungsfähigkeit im Alltag um 20-30%
weniger Emotionen
erhöhte Reizbarkeit/Irritierbarkeit
Probleme mit dem Gedächtnis und der Merkfähigkeit
Ambivalenz, Unschlüssigkeit
Stimmungsschwankungen /Affektlabilität
Zunahme des "Suchtdrucks" bei früherer Abhängigkeitserkrankung
Vermindertes Selbstwertgefühl

Natürlich treten nicht alle diese psychischen Nebenwirkungen immer auf. Bei manchem/mancher sind es mehr, bei anderen weniger, die Nebenwirkungen können in ihrer Intensität sehr unterschiedlich sein und auch im Verlauf der Therapie stark schwanken. Der Übergang zwischen den anfänglichen körperlichen Nebenwirkungen der Therapie (grippeähnliche Symptome mit Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen etc.) und psychischen Effekten ist oft gleitend, sie können aber auch unabhängig voneinander auftreten. Ob die psychische Nebenwirkungen in Abhängigkeit von der Dauer der Therapie mit Interferon - a und der Höhe der Dosis auftreten, ist noch unklar.

Aber nicht alle psychischen Probleme, die während einer Interferon-Therapie auftreten sind Nebenwirkungen! Manchmal sind Schwierigkeiten in der Partnerschaft die Ursache, hohe Schulden führen zu schlaflosen Nächten oder der Grund für die erhöhte Reizbarkeit liegt im Ärger mit dem Chef. Hier ist es wichtig, mit sich selbst ehrlich zu sein, genau zu trennen, vielleicht die Meinung anderer einzuholen, um dann sinnvolle Konsequenzen zu ziehen.

Die genannten Nebenwirkungen können weitere belastende Folgen nach sich ziehen: die erhöhte Reizbarkeit kann zu Konflikten im Familienleben, mit Partner und Kindern führen, die Leistungsminderung und Konzentrationsstörungen können das berufliche Engagement beeinträchtigen und es kommt evtl. zu Auseinandersetzungen mit Kollegen und Vorgesetzten, zumal diese ja häufig nichts von der Erkrankung und der Therapie wissen.

Selten sind schwere psychische Nebenwirkungen unter der Therapie mit Interferon-a zu erwarten: ausgeprägte Schlafstörungen, Depressionen, Verwirrtheitszustände, Suizidalität, paranoide Zustände (z.B. mit Verfolgungswahn u.ä.) – dazu weiter unten Genaueres!

Was ist zu tun?

1. Ein paar Hinweise vorab

Eine Interferon- (bzw. Interferon/Ribavirin-) Therapie dauert 1-1,5 Jahre und kann körperlich und psychisch belastend sein. Richten Sie sich so gut wie möglich darauf ein und verringern sie alle zusätzlichen Belastungen (großer beruflicher Streß, unklare Beziehungen, geplante Umzüge, finanzielle Belastungen etc.) so gut es geht! Suchen Sie sich "Weggefährten", die Sie während der Therapie psychisch und praktisch zuverlässig unterstützen, sich auch mal um etwas kümmern können, Sie auf Arztbesuchen begleiten und die Sie auch auf Veränderungen Ihres psychischen Zustandes aufmerksam machen!

Im Berufsalltag ist es beispielsweise sinnvoll, sich auf die häufig eintretende Leistungsminderung während der Therapie vorzubereiten: wenn möglich, also nicht kurz vor Therapiebeginn zusätzliche Aufgaben oder neue Verantwortungen zu übernehmen, eher sogar Aufgabenbereiche für den Zeitraum der Therapie abzugeben. Günstig ist natürlich ein stabiles Beschäftigungsverhältnis, das auch mal eine längere Krankschreibung erlaubt, falls diese nötig wird.

2. Information ist das halbe Leben

Keine Scheu! Fragen Sie den behandelnden Arzt/die behandelnde Ärztin alles, was Ihnen in diesem Zusammenhang wichtig erscheint oder Ihnen unklar ist! Sie haben ein Recht auf umfassende Aufklärung! Sollte die Auskunft unzureichend sein oder der Arzt/die Ärztin auf manche Frage selbst keine Antwort wissen, bitte Sie ihn/sie, sich zu informieren (auf manche Fragen gibt es allerdings tatsächlich bisher keine Antwort). Notfalls fragen Sie selbst eine andere Ärztin oder einen anderen Arzt. Lesen Sie Fachbücher wie dieses, informieren Sie sich im Internet und nehmen Sie Kontakt zu gleichfalls Betroffenen über Selbsthilfegruppen auf – denn: geteiltes Leid ist halbes Leid! Auch die Angehörigen, Partner und Nahestehenden sollten wenn möglich informiert sein.

Information ist deshalb so wichtig, weil die zunächst unheimlich wirkende, nicht greifbare Diagnose einer Erkrankung, die man vielleicht kaum spürt, die aber doch gravierend ist, dadurch einschätzbarer und in gewisser Weise kontrollierbarer wird. Das allein schon wirkt psychisch stabilisierend. Auf Nebenwirkungen, die man schon erwartet, kann man sich selbst und kann sich das Umfeld einstellen. Treten sie dann auf, sind sie meist weniger erschreckend, evtl. leichter zu ertragen und zu verarbeiten.

3. Auch wenn Sie manchmal Ihre Ruhe brauchen – verkriechen Sie sich nicht!

Gespräche über das eigene Befinden können unterstützend und entlastend sein. Sie werden die Erfahrung machen, daß Andere ähnliche Zustände kennen. Außerdem werden so zusätzlich belastende Unstimmigkeiten abgebaut: es kann z.B. sinnvoll sein, in der Familie über die eigene stärkere Reizbarkeit während der Therapie und Möglichkeiten des gemeinsamen Umgangs damit zu reden.
Informieren Sie Ihre Angehörigen und nahen Freunde darüber, wie es Ihnen geht auch in ihrem eigenen Interesse: diese registrieren vielleicht rascher als sie selbst, wenn sich ihr psychischer Zustand weiter verschlechtert und sie spezieller fachlicher Hilfe bedürfen (s. auch den Absatz: Seltene schwere Nebenwirkungen der Interferon-Therapie)!
Nehmen Sie Kontakt zu den vielerorts existierenden Selbsthilfegruppen Betroffener auf. Dort werden nicht nur Informationen ausgetauscht, Sie können sich dort auch gegenseitig unterstützen und Rat geben.
Sind Sie von Ihrer Persönlichkeit ein eher ängstlicher und psychisch labiler Mensch und führen ein sozial eher zurückgezogenes Leben ohne Familie und enge Freunde, kann es evtl. sinnvoll sein, sich in stützende psychotherapeutische Behandlung (z.B. ein Termin alle zwei Wochen) zu begeben.

4. Was ist bloß mit mir los?

Haben Sie oder Ihre Angehörigen/Nahestehenden den Eindruck, daß die oben aufgeführten psychischen Nebenwirkungen laufend schlimmer werden oder weitere hinzutreten, ist es sinnvoll eine Art Tagebuch ihres Befindens zu führen, der Ihnen den Überblick über ihre Stimmung, über die Stärke psychischer Beeinträchtigungen aber auch über Verbesserungen über einen längeren Zeitraum erleichtert.
Sollte sich tatsächlich eine Tendenz zur kontinuierlichen Verschlechterung Ihres psychischen Befindens abzeichnen, ist es sinnvoll, umgehend mit dem behandelnden Arzt darüber zu sprechen und evtl. auch psychiatrische Hilfe aufzusuchen.

5. Seltene, schwere psychische Nebenwirkungen der Therapie mit Interferon-a

Diese sind verglichen mit den oben genannten Nebenwirkungen selten und entwickeln sich meist schleichend und unbemerkt aus diesen:

Anhaltende depressive Stimmung (Gefühl der Leere oder dauernden Traurigkeit)
Totale Interesselosigkeit, Freudlosigkeit, Lustlosigkeit (alles, was bisher Spaß gemacht hat, wird uninteressant, alles ist egal)
Kontaktabbruch, völliger sozialer Rückzug (Sie meiden Freunde, Vereine, Gesellschaft)
Antriebsverlust, Unfähigkeit eine nützliche Tätigkeit auszuführen (alles kostet große Überwindung, oft bleibe ich den ganzen Tag im Bett, unfähig etwas zu tun)
Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust um mehrere Kilogramm
Anhaltende, ausgeprägte Schlafstörungen mit einer Verkürzung der Schlafdauer um mehr als zwei Stunden oder überdurchschnittlich verlängerte Schlafdauer
starke innere Unruhe, sinnloses Umhergehen, um die Unruhe loszuwerden
übermäßige, anhaltende Selbstzweifel und Schuldgefühle
starke Konzentrationsstörungen, Verlangsamung des Denkens, Grübeln
Gedanken an den Tod, Wunsch zu sterben, Selbstmordgedanken unrealistische Überzeugungen (z.B. verfolgt, bedroht oder vergiftet zu werden, zu verarmen)
Verwirrtheitszustände
Wesensänderungen

Sollten diese Nebenwirkungen auftreten, bzw. von Angehörigen bemerkt werden, ist es sinnvoll, rasch psychiatrische Hilfe aufzusuchen (niedergelassener Psychiater oder Nervenarzt, psychiatrische Klinikambulanz) und dort die weitere Therapie zu besprechen. In Rücksprache mit dem behandelnden Internisten muß dann evtl. (sicher jedoch bei jeder schwerer psychiatrischer Symptomatik, insbesondere bei Verwirrtheitszuständen, paranoiden Symptomen oder Selbstmordabsichten) Interferon zunächst abgesetzt werden. Dann kann auch eine vorübergehende Therapie mit Psychopharmaka notwendig werden.

6. Medikamente und andere Hilfen

a) bei leichten psychischen Nebenwirkungen
(wie z.B. leichten Schlafstörungen, etwas erhöhter Reizbarkeit, Nervosität, labiler Stimmung)

Johanniskrautpräparate (stimmungsausgleichende Wirkung tritt erst nach ca. vier- bis achtwöchiger regelmäßiger Einnahme ein, Medikament erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut – Sonnenbrandgefahr!)
Baldrian u.a. pflanzliche Beruhigungsmittel
Entspannungsverfahren (Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training)
b) bei stärkeren psychischen Verstimmungen
z.B. anhaltende Schlafstörungen, stärkere Einschränkung der Leistungsfähigkeit, schlechtes Konzentrationsvermögen, anhaltender depressiver Verstimmung)

Schlafmittel: wenn die pflanzlichen Präparate nicht ausreichend wirken, müssen die "Kosten" einer die Leber belastenden und z.T. mit einer nicht zu unterschätzenden Gefahr der Abhängigkeit verbundenen Einnahme anderer Schlafmittel mit deren "Nutzen" verglichen und sorgfältig abgewogen werden. Auf Barbiturate und Benzodiazepine (Tranquilizer) sollte bei einer früheren Suchterkrankung auf jeden Fall verzichtet werden, evtl. eignet sich Zopiclon oder Zolpidem (beide auch mit einem geringen Suchtpotential). Alternativ können von der behandelnden Ärztin oder vom behandelnden Arzt bei Beachtung der Kontraindikationen trizyklische Antidepressiva (z.B. Doxepin) verordnet werden, deren sedierende Nebenwirkung bei Schlafstörungen ausgenutzt wird.

Antidepressiva: Bei zunehmend eingeschränkter Leistungsfähigkeit und bei anhaltenden depressiven Verstimmungen, insbesondere wenn diese an Schwere zunehmen, ist unbedingt ein/e psychiatrische/r Facharzt/ärztin aufzusuchen. Dann kann v.a. eine Krankschreibung notwendig sein, um zusätzliche Belastungen durch beruflichen Streß zu minimieren. Ob ein Absetzen des Interferons bzw. eine Dosisreduktion unumgänglich ist, hängt von der Schwere der psychiatrischen Nebenwirkungen ab. Oftmals wird die Fortsetzung der Interferonbehandlung bei gleichzeitiger, zeitlich befristeter Einnahme eines Antidepressivums möglich sein. Hier empfiehlt sich je nach Art der psychischen Symptome die Einnahme eher antriebssteigernder selektiver Serotoninwiederaufnahmehemmer (z.B. Fluvoxamin oder Citalopram) oder der stärker beruhigenden trizyklischen Antidepressiva (z.B. Doxepin) oder anderer Antidepressiva (z.B. Maprotilin). Diese Medikamente haben kein Abhängigkeitsrisiko und sind im Allgemeinen gut verträglich. Auf jeden Fall sollte eine solche Behandlung in Kooperation mit einem/einer ärztlichen Fachmann/-frau erfolgen. Einzelne Berichte gibt es auch über die positive Wirkung von Naltrexon auf die psychischen Nebenwirkungen.

7. Eine bekannte psychische Erkrankung schließt eine Behandlung mit Interferon nicht grundsätzlich aus

Leiden/litten Sie unter einer psychischen Erkrankung, einer Depression oder Psychose, heißt das nicht automatisch, daß eine Interferon-Behandlung nicht möglich ist.
Allerdings sollten Sie vor deren Beginn unbedingt mit einem/Ihrem psychiatrischen Facharzt/der Fachärztin die geplante Therapie besprechen.
Ob eine Therapie möglich ist, hängt unter anderem davon ab, wie stark die Symptome der psychischen Erkrankung aktuell vorhanden sind und wie groß die Gefahr ist, daß sie durch die Interferon-Behandlung erneut ausgelöst oder verstärkt werden. Bitten Sie den behandelnden Psychiater/die Psychiaterin um regelmäßige Termine während der Behandlung mit Interferon (z.B. alle 14 Tage), damit eine psychische Verschlechterung, die sich evtl. schleichend und für Sie unbemerkt einstellt, von ihm/ihr mit beurteilt werden kann.
Besprechen Sie auch genau, was in möglichen Krisenfällen zu tun ist und wohin Sie sich am Wochenende wenden können oder wenn der Arzt/die Ärztin in Urlaub ist (z.B. Klinikambulanz).
Notieren Sie sich alle wichtigen Telefonnummern für einen solchen Krisenfall.
Bitten Sie Angehörige und Freunde um Unterstützung. Es kann sehr sinnvoll sein, wenn eine nahe Bezugsperson bei einem Beratungstermin beim Psychiater/der Psychiaterin mit anwesend ist.
Womöglich müssen Sie zwischenzeitlich Psychopharmaka einnehmen, bzw. muß die Dosis der verordneten Psychopharmaka erhöht werden. Bei starken psychischen Nebenwirkungen kann auch das Beenden der Interferon-Behandlung unumgänglich sein.
Es ist wichtig, daß Sie mit Ihrem behandelnden Psychiater/der Psychiaterin absprechen, inwieweit Interferon-a mit psychiatrischen Medikamenten interagiert und die Nebenwirkungen der Medikamente sich gegenseitig verstärken (z.B. Risiko von Blutbildveränderungen bei gleichzeitiger Behandlung mit Neuroleptika, z.B. Clozapin).

Noch ein Schlußwort:

Sollte eine psychiatrische Mitbetreuung während der Therapie mit Interferon-a bzw. einer Kombinationstherapie notwendig werden, sehen Sie diese als Hilfe für den Notfall an und lassen Sie sich nicht zu sehr von den Vorurteilen gegenüber der Psychiatrie abschrecken – es geht um Ihre Lebensqualität!

Tagebuch April 2001

15. April 2001

Was gibt es nun an Neuigkeiten in Bezug auf meine Erkrankung?
Vergangene Woche war ich sehr nah dran meine Therapie abzubrechen, denn das Unwohlsein und die ständige Übelkeit ergreifen langsam die Überhand. Es vergeht kaum noch ein Tag, an dem ich mich so richtig okay fühle.
Nun habe ich mich in der letzten Zeit schon dabei ertappt, dass ich mir schon rein vor den Medikamenten ekelt.
Mein Kopf ist wie eine weiche Birne! Kaum noch in der Lage einen Gedanken ordentlich zu verarbeiten. Oft kommt es mir auch vor als würde ich außerhalb meines Körpers stehen...

Am vergangenen Donnerstag, 19. April 2001 war ich nun auch mit Helga in der Uniklinik Frankfurt am Main in der Leberabteilung und habe meinem behandelnten Arzt Dr. von Weber - ein sehr guter Arzt, der sich auch sehr viel Zeit für seine Patienten nimmt! - von meinen "Leiden" berichtet. Aber was soll er auch dazu sagen? Das sind eben die vielen Nebenwirkungen, die das Interferon mit sich bringt. Und das ich durchhalten sollte, denn die Halbzeit der Therapie ist ja schon in eineinhalb Wochen erreicht.

Was mich aber auch ziemlich geschockt hat war die Tatsache, dass ich auch noch an einer Leberzirrhose leiden soll.
Als mir seinerzeit mein Leberkrebs entfernt und dabei auch der komplette rechte Leberlappen mit herausoperiert wurde, hatte man mir mitgeteilt, dass in dem herausgeschnittenen Teil meiner Leber zirrhoses Gewebe vorhanden gewesen sei.
Seitdem war ich nun auch der Ansicht, dass damit alles erledigt sei. Aber dem scheint nun nicht mehr so zu sein.
Nun will er das nochmals genauer überprüfen lassen.

Tagebuch Mai 2001

28. Mai 2001

In diesem Monat war ich sehr lange krank.
Es gab Tage an denen ich mir wünschte, nie geboren zu sein. Obwohl sich alles mehr auf der psychischen Ebene abspielt, ist es oft derartig störend und lästig, daß man sich an die Tage zurücksehnd, an dennen man als Kind noch frei von jeglichen Beschwerden und länger anhaltenden WEHWEHCHEN war.

Es ist auch sehr schön, dass außer dem Betriebsrat keiner aus der Firma mal anruft. Es wird auch von keinem Vorgesezten - egal ob aus dem Logistikbereich oder von der Möbelhausleitung - mal gefragt wie es einem so geht oder wie es so ist. Zumal alle über meine Krankheit informiert waren. Aber zumeinem "Trost" muß ich auch gestehen, dass es anderen Kollegen/innen nicht anders ergeht.

Es zählt halt nur noch der Kommerz, das Geld...
Menschlichkeit ist kaum noch gefragt.

Aber da ich durch meine Erkrankung schon zweimal nah an der Schwelle zur "anderen Seite" gestanden habe, habe ich inzwischen eine sehr individuelle Einstellung zu Menschlichkeit. Auch lasse ich mir von KEINEM Menschen auf diesem Planeten das Maul verbieten, sondern werde Mißstände und Ungerechtigkeiten aufdecken und öffentlich machen, auch wenn es vielleicht einigen nicht so gefallen sollte.

Was viele einfach oft vergessen oder verdrängen:
ES SIND MENSCHEN;
DIE EINER FIRMA DAS GELD BRINGEN!

Ich hatte es mal in einer Betriebsratssitzung so umschrieben:
Würden wir mit unseren Kunden so umspringen wie mancher Vorgesetzte mit seinen "Untergebenen",dann könnten wir so manches Billy-Regal selbst fressen!

Tagebuch Juni 2001

06. Juni 2001

Gegen 15.00 Uhr hatte meine Onkologin Frau Dr. med. Staib-Sebler aus der Uniklinik Frankfurt am Main angerufen und mir mitgeteilt, daß mein Tumormaker in ca 6 Wochen nochmals kontrolliert werden müßte, da er etwas von der Norm abgewichen sei. Nun wollte sie sich erst mal mit meinem Leberarzt Dr. von Wagner in Verbindung setzen, ob die Erhöhung mit meiner Interferonbehandlung in Verbindung gebracht werden kann. Bin mal gespannt, wie das nun wieder endet...

Aber so ist das eben; wie ich es auch schon in den ganzen Monaten zuvor beschrieben habe:
da geht es dir ein paar Tage ganz okay
und dann gibt es auch gleich auch schnell mal wieder eins auf die Fresse,
damit man nur nicht zu übermütig wird.

Privat ist auch nicht alles im reinen zur Zeit...

Donnerstag, 07. Juni 2001

Nachmittags hatte ich mich mit Helga im Main-Taunus-Zentrum getroffen,
um mit ihr den Film PEARL HARBOUR im Kinopolis anzuschauen.

Helga hatte zwischenzeitlich auch mit meinem Leberspezialisten - Dr. M. von Wagner - in der Uniklinik Frankfurt am Main telefoniert. Und das Ergebnis war,
daß ich mich mal wieder zu früh "aufgeregt" hatte.
1.) war der Tumormaker nur minimal gestiegen, daß es kaum der Rede wert war und
2.) sei das unter dem Einfluß des Interferons normal, das sich der Wert etwas erhöhen kann.

Nun gut!, aber einen Schlag in die Fresse gibt es dabei trotzdem.

Dienstag, 12.06.2001 10:41

Endlich geht es in Urlaub!
Der Countdown für den 7-Tage-Trip nach Mallorca mit Spielern,
Betreuern und Freunden des FC 1931 EDDERSHEIM hat begonnen...

Heute Abend um 20.00 Uhr ist Einchecken am Airport;
morgen früh um 04.20 Uhr werden wir in den Himmel aufsteigen,
um zwei Stunden später in Las Palmas zu landen.
Dann ist noch eine ca. einstündige Busfahrt angesagt, bis wir unser Domizil erreichen werden.

Ich kann an dieser Stelle schon sagen, daß ich mich tierisch auf diese 7 Tage freue.

LET'S GO CRAZY...

Samstag, 23.06.2001 14:30

Am Mittwochnacht gegen 23.35 Uhr sind wir alle wieder gutgelaunt,
sonnengebräunt und gesund in Frankfurt am Main gelandet.

Der 7-Tageurlaub in Cala Ratjada auf Mallorca war einfach tierisch geil.
Zumal wir überwiegend nur strahlenden Sonnenschein
und Temperaturen zwischen 23 und 30° hatten.

Das Hotel war in Ordnung, auch wenn es NUR ein 3-Sterne Hotel war.
Was auf dem Zimmer fehlte war schlicht und einfach ein kleiner Kühlschrank,
denn die gekauften Getränke hatten ruckzuck Kaffeetemperatur.
Das TV-Gerät - welches auch nicht vorhanden war -
fehlte mir keine einzige Minute.

Es war auch sehr schön für mich, daß man einige Leute auch einmal von
einer ganz anderen Seite kennenlernen konnte. Mir persönlich haben die Gespräche
mit Tucker 69, Jo Blacky, Knipser, den italienischen Gesangsstar und dem Ex-Torwart
sehr gut getan. Aber am meisten war ich doch über Tucker 69 überrascht,
der ein wunderbarer und gefühlsbetonter Mensch ist.

Einen Ausflug nach Las Palmas hatte ich mit Michael K. und Heine E.
auch unternommen, da Michael K. sich ein Auto für die sieben Tage genommen hatte.
Ein Besuch des "berühmten" Ballermann 6 durfte da auch nicht fehlen.
Zum Ballermann kann ich nur sagen, daß ich noch nie zuvor eine derartige
geballte Ladung an besoffenen Menschen auf einem Haufen gesehen habe.
Es war teilweise schon ekelhaft, wie sich manche "Deutsche" da so benommen haben.

Ich hatte ein Doppelzimmer mit dem jahrzehntelangem Betreuer des FC 1931 Eddersheim
Heine E. zusammen,
der im kommenden Monat - am 14. Juli 2001 - seinen 80. Geburtstag feiert. Er ist ein sehr netter und auch sehr angenehmer Mensch, der viel zu erzählen hatte.Dabei blieb manchmal vor Lachen kein Auge trocken. Obwohl auch Geschichten aus dem Krieg dabei waren, die mir persönlich sehr unter die Haut gingen.

Zu erzählen gibt es zum Schluß nur noch, daß ich jetzt Glatze trage. Helga hat ganz schön geschaut, als sie mich aus dem Flughafengate kommen sah. Aber viele sagten mir inzwischen auch, daß es mir ganz gut stehen würde.

Samstag, 30. Juni 2001

Heute feiern wir in einem ganz kleinen Kreis meinen 51. Geburtstag bei meinen Schwiegereltern in Eddersheim. Dazu habe wir nur sehr wenige Leute eingeladen. Eigentlich wollte ich gar keine Feier ausrichten, aber es lenkt doch immer etwas ab und ich bin eigentlich immer sehr gerne mit Menschen zusammen, die eine gewisse Lebenserfahrung mitbringen.

Es ist schon irgendwie erschreckend wie schnell auf einmal die Jahre an einem vorbeiziehen.
Gestern war man noch 30 und heute ist man schon 51...
Bin mal gespannt wo das noch hinführen soll?

Tagebuch Juli 2001

01. Juli 2001

Heute hatte Helga ihren 44. Geburtstag...

Herzlichen Glückwunsch, mein Schatz!!!

Sonntag, 15. Juli 2001

Heute soll nun wieder mal ein Eintrag erfolgen, denn es ist nun auch schon wieder eine Zeit vergangen, seit ich den letzten größeren Eintrag getätigt habe.

Von Thomas E. habe ich erfahren, daß Helga, die bei ihm im Haus wohnt, von ihren Ärzten erfahren hat, daß es für sie keine Rettung mehr geben soll. Die Metastasen haben einen großen Teil ihrer Organe besetzt.

Helga lernte ich 1999 bei meiner zweiten Rehamaßnahme in Bad König kennen. Sie stammt ebenfalls aus meinem Ort und war wegen Brustkrebs in Reha. Damals schien sie es aber ganz gut überwunden zu haben, denn ich erfuhr nichts gegenteiliges.

Nun plötzlich das!...
Aber so ist das eben mit dieser Krankheit, die eigentlich gar keine ist. Sobald man sich irgendwie etwas sicher wiegt und meint, das schlimmste überwunden zu haben, gibt es so oft wieder einen in die Fresse.

Mittwoch, 18.07.2001

Gestern waren wir - Helga, Gerd S., Sandra, Jürgen, Rosi und Sonja D. - im Colos-Saal in Aschaffenburg. Randy Hanson hatte mal wieder einen Gig gegeben.

Wie immer war es ein einzigartiges Konzert dieses weltbesten Hendrix-Interpreten. Ich hatte den ganzen Gig vorne an der Bühne verbracht, und mein rechtes Ohr war ca. 10 cm vor der rechten Lautsprecherwand.
Da habe ich mir 2 Stunden mal wieder schön die Hirnwindungen durchblasen lassen.

Helga war auch ganz begeistert. Auch wenn sie wgen ihrem Ohrpfeifen das Konzert zu 90 % von hinten beobachtet hatte.

Donnerstag, 26.07.2001

Seit ein paar Tagen hat mich so eine beschissene Unruhe in ihre Krallen genommen und schüttelt mich seelisch ziemlich durch. Außerdem ist es mir fast jeden Tag übel. Aber das kann auch vom Rauchen sein...

Das ist auch so ein Punkt, der mich persönlich unheimlich ankotzt! Da habe ich nun über drei Jahre nicht geraucht und fange mit dieser Scheiße dann wieder während meiner zweiten Rehamaßnahme 1999 an. Erst hatte ich es ja noch einigermaßen im Griff, aber inzwischen ist diese fuckin'-Raucherei wieder zu einer richtigen Sucht geworden. Muß es einfach wieder schaffen mit dieser Scheiße aufzuhören!!!

Heute morgen hatte ich mich mal wieder auf die Waage gestellt und sie zeigte mir zwei erfreuliche Zahlen: eine 9 und eine 8. Das bedeutet: ich wiege zur Zeit noch 98 kg und habe seit Februar diesen Jahres 19 kg abgenommen.

Auf der Arbeit habe ich auch nur fuckin' time...
Diese verlogene und menschenverachtende Tretmühle eines Weltunternehmens ist schon ziemlich hart. Oder kochen die bei uns in Wallau ihre eigene Suppe???
Wer weiß!!!???
Es ist schon erstaunlich wie sich manche gedreht haben und der Firma oder ihren Vorgesetzten in den Arsch kriechen oder sich von dieser "Hirnpolizei" durch die Mangel drehen lassen. Aber man will ja aus verschiedenen Gründen keine Namen nennen. Hahaha, verlogene Welt!!!

Ich erinnere mich da speziell an eine ganz "hohe Person" unsere Firma, die mir bei einem persönlichen Gespräch sagte und dabei auf eine weibliche Mitarbeiterin deutete: siehst Du, Gernot, das ist die Mitarbeiterin XY und sie ist das Potenzial von morgen und die Zukunft unseres Unternehmens.
Einige Zeit später saß diese Mitarbeiterin weinend im Betriebsratsbüro, weil sie von der "hohen Person" gefeuert wurde.

Aber ich lasse mir von keinen Plastikmenschen die Brille der Erkenntnis von den Augen reißen.
Sollen sie doch erst mal durch Welten wandern, die meine Füße betreten haben.
Sollen sie doch erst mal in wildernden Schmerzen suhlen, die ein Teil meines Lebens waren.

Manipulierte Roboter, geschaffen aus Abschaum und Müll.
Nix haben sie kapiert, außer wie man Ärsche leckt und sabbernden Speichel aus dem Kinnwinkel schlappert.

Tagebuch August 2001

Dienstag, 07.08.2001 23:27

Seit ca. zwei drei Wochen trage ich eine Last mit mir herum die ich nicht deuten kann...
Es ist eine gesundheitliche Last...

Dr . von Wagner mein Leberspezialist - und dem ich über alles für seine Hilfe dankbar bin - sagt zwar immer das meine Leberwerte nach unten gehen, daß der Tumormaker im grünen Bereich ist und das Interferon meine Leberentzündung ganz gut unter Kontrolle hat.

Doch - und ich wiederhole mich leider - ich bin seit ein paar Wochen angekratzt. Vielleicht liegt es auch an den vielen Tabletten die ich täglich in mich reinstopfen muß, vielleicht liegt es auch wieder an den Interferonspritzen...
ABER MIR GEHT ES EINFACH BESCHISSEN!
Übelkeit, Gliederschmerzen, Kopfweh etc. sind meine täglichen Begleiter; und sie setzen mir ganz schön zu.

(Fortsetzung folgt bald...)

Mittwoch 22.08.2001 17:44

Fortsetung vom 07.08.2001:

Helga und ich haben z.Zt. Urlaub und es ist sehr angenehm, die Seele etwas baumeln zu lassen.

Anfang August wäre eigentlich meine Behandlung mit Interferon zu Ende gewesen. Bei einem Gespräch mit meinem Leberarzt Dr. von Wagner aus der Uniklinik in Frankfurt am Main teilte ich ihm meinen Wunsch auf Therapieverlängerung mit. Obwohl ich mir sehr genau im Klaren darüber war, dass das ein halbes Jahr Verlängerung bedeuten würde - mit all seinen Nebenwirkungen etc. - entschloß ich mich letztendlichst doch für diesen Schritt. Zum einen erhoffe ich mir eine Stabilisierung meines Heilungsprozesses und zum anderen sagte ich mir: wenn es bisher geholfen hat, warum soll es da nicht auch eine Fortsetzung in der Zukunft geben.

Am 18. August 2001 war ich zur 15 Jahresfeier des EishockeyFanClubs Mörfelden-Walldorf. Leider wurden aber keine Spieler der Frankfurt Lions zu diesem Ereignis abgestellt. Vom Vorstand oder der Geschäftsstelle ließ sich auch keine Sau sehen. So ist das ebn heute. Zur Feier zum 5 jährigen Bestehen des FanClubs erschien noch fast die Hälfte der 1. Mannschaft inkl. Vorsitzenden und Betreuer. Aber heutzutage hat man das ja alles nicht mehr nötig. Was ist der gewöhnliche Fan schon wert? Er bringt doch - außer seinen total überhöhten Eintrittspreisen, seinen vielen Stunden die er für Auswärts- und Heimspielen opfert und unzähligen DM für überteuerte Merchandisingprodukte - nicht Eigentliches für den Verein, außer vielleicht der Superstimmung in der Eissporthalle am Ratsweg. Es ist schon traurig, wie der Mammon das Geschehen im Sport beherrscht. Aber ich gebe dieHoffnung nicht auf, daß die Fans eines Tages selbst erkennen, das sie heutzutage nur noch Statisten und Beiwerk in einer vom Geld regierten Sportwelt sind. Eigentlich Schade!!!

Abends bin ich dann noch auf unser KickOff-Fest von IKEA gefahren, dass in einem Harley Davidson Vereinsheim oder einer Werkstatt in Hofheim-Wallau stattfand. Auffällig war wieder einmal, das immer weniger Mitarbeiter zu den internen Festen des Hauses kommen. Meistens sind es immer wieder die selben Gesichter die man da antrifft.
Außer einem angenehmen Gespräch mit meiner Personalchefin Gabi G. hat mich da nichts vom Hocker gerissen. Auch "WB" grinste Honig-Kuchen-Pferd-gleich wie immer und gab sich von einer
kindisch naiven Seite, die man ja schon bei diversen Festen von ihm gewohnt ist.

Was mir an diesem Abend beim IKEA-Fest wirklich imponiert hatte war der Rahmen, in dem die Feier stattfand. Wie schon erwähnt war es ein Harley Club. An der Decke hingen antike Vehikel dieses Herstellers und die Räume waren ausgestattet mit den tollsten Trophäen dieses einzigartigen Motorradherstellers. Echt geil!

Zurück zu meiner Interferon-Theraphie gibt es noch zu sagen, dass ich versuche für den Rest des halben Jahres zu Hause zu bleiben und mich total der Theraphie hinzugeben. Ich habe das im ersten Teil meiner Interferonbehandlung gemerkt, dass es nichts ist, wenn man an manchen Tagen mit Gliederschmerzen, Übelkeit und sonstigen Nebenwirkungen in der Firma herumhängt und nicht das geringste von dem mitbekommt, das um einen herum passiert.

Tagebuch September 2001

Dienstag, 11. September 2001

11. September 2001, 08:45 Uhr
Eine entführte Boeing 767 der American Airlines fliegt in einem scheinbaren Terroranschlag in den Nordturm. Die Stockwerke 94-99 werden getroffen.
11. September 2001, 09:03 Uhr
Eine weitere entführte Boeing 767 (von United Airlines) zerschellt am Südturm und verursacht eine heftige Explosion. Stockwerke 78 bis 84 sind direkt betroffen.
11. September 2001, 10:05 UhrTwo World Trade Center fällt in sich zusammen. Three und Four World Trade Center werden mitgerissen.
11. September 2001, 10:29 Uhr
One World Trade Center fällt ebenfalls in sich zusammen. Five und Six World Trade Center werden stark beschädigt.

Das World Trade Center (deutsch Welthandelszentrum), abgekürzt WTC, war ein 1973 vollendeter Gebäudekomplex am Südende des New Yorker Stadtteils Manhattan. Die markanten Zwillingstürme (WTC 1 und WTC 2), die Twin Towers, waren nach ihrer Fertigstellung kurzzeitig die höchsten Wolkenkratzer der Erde, wurden aber bereits 1974 durch den Sears Tower in Chicago übertroffen.

Am 11. September 2001 wurden die Türme durch einen Terroranschlag zerstört. Beim Einsturz begruben die Trümmer WTC 3 (Marriott Hotel) unter sich. WTC 7 stürzte am Abend ebenfalls ein, nachdem es mehrere Stunden zuvor durch Teile der eingestürzten Zwillingstürme in Brand geraten war. WTC 4, WTC 5 und WTC 6 wurden so schwer beschädigt, dass sie später abgerissen werden mussten.

Es starben 2.749 Menschen, die sich im WTC aufhielten, darunter 147 die den beiden Flugzeugen saßen, die die Attentäter in die Zwillingstürme steuerten. Ebensfalls starben 412 der im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute (343) und Polizisten (69). U. a. durch deren Einsatz konnten sich die meisten der ca. 18.000 Gebäudenutzer vor dem 1 bzw. 1,5 Stunden späteren Einsturz der Türme auch ohne funktionierende Fahrstühle noch retten. Insgesamt wurden 2.749 Tote gezählt, darunter auch 11 deutsche Staatsbürger.

Für die Anschläge werden islamistische Selbstmordattentäter, die vom Terrornetzwerk Al-Qaida ausgebildet und beauftragt wurden, verantwortlich gemacht. Der Anschlag führte zu weltweiter Empörung und Trauer und zu weit reichenden geopolitischen Konsequenzen, in dessen Folge Angriffskriege in Afghanistan und im Irak durch die USA geführt wurden.

Komplette Passagierliste von American Airlines flight 11

Komplette Passagierliste von American United Airlines flight 175

Der Tag an dem sich die Welt veränderte.
Der Tag der Feigheit. Der Trauer. Des Unverständnisses. Der Verzweiflung. Der Angst. Des Terrors. Der Helden. Der Toten. Der Überlebenden. Der Fliehenden.

In Memory of all the F.D.N.Y. heroes that gave their life unselfishly to try and help the victims of the World Trade Center bombings September 11th 2001

This "WALL" will always stand as a memory of the hero's of the F.D.N.Y.

 

Ihr werdet nie vergessen:

Peter Ganci Jr. Chief Of Dept. Brooklyn, William Feehan 1st DC Brooklyn, Martin Egan Jr. Division 15 Brooklyn, Joseph Farrelly Division 1 Manhattan, Thomas Moody Division 1 Manhattan, Thomas Haskell Jr. Division 15 Brooklyn, Matthew Ryan Battalion 1 Manhattan, Paul Mitchell Battalion 1 Manhattan, Joseph Grzelak Battalion 48 Brooklyn, Joseph Maloney Battalion 6 Manhattan, Glenn Perry Battalion 12 Manhattan, Philip Petti Battalion 7 Manhattan,Stephen Harrell Battalion 7 Manhattan,Joseph Marchbanks Jr Battalion 12 Manhattan, Charles Margiotta Battalion 22 Staten Island, William McGovern Battalion 2 Manhattan, Richard Prunty Battalion 2 Manhattan, Thomas McCann Battalion 8 Manhattan, Dennis Devlin Battalion 9 Manhattan, Alan Feinberg Battalion 9 Manhattan, Charles Garbarini Battalion 9 Manhattan,Edward Geraghty Battalion 9 Manhattan, John Paolillo Battalion 11 Manhattan, Thomas Ohagan Battalion 4 Manhattan, Kenneth Phelan Battalion 32 Brooklyn, Dennis Cross Battalion 57 Brooklyn, Geoffrey Guja Battalion 43 Brooklyn, John Moran Battalion 49 Queens, Mychal Judge Chaplain Brooklyn,Ronald Bucca Fire Marshal Headquarters, Donald Burns Command Center Manhattan, Timothy Higgins Special Op. Manhattan, Raymond Downey Special Op. Manhattan, Michael Russo Special Op. Manhattan, Joseph Mascali Tactical Support Staten Island, Eric Allen Squad 18 Manhattan, James Amato Squad 1 Brooklyn, Joseph Angelini Rescue 1 Staten Island, Louis Arena Ladder 5 Manhattan, Daniel Brethel Ladder 24 Manhattan, Andrew Brunn Ladder 5 Manhattan, Peter Carroll Squad 1 Brooklyn, Robert Curatolo Ladder 16 Manhattan, Andrew Desperito Engine 1 Manhattan, Thomas Foley Rescue 3 Staten Island, Sean Hanley Ladder 20 Manhattan, Thomas Hannafin Ladder 5 Manhattan, Timothy Haskell Squad 18 Manhattan, William Henry Rescue 1 Manhattan, Walter Hynes Ladder 13 Manhattan, Dennis McHugh Ladder 13 Manhattan, Robert McPadden Engine 23 Manhattan, Martin McWilliams Engine 22 Manhattan, Dennis Mojica Rescue 1 Manhattan, Manuel Mojica Squad 18 Manhattan, William O'Keefe Division 15 Brooklyn, Patrick O'Keefe Rescue 1 Staten Island, Kevin O'Rourke Rescue 2 Staten Island, Lincoln Quappe Rescue 2 Staten Island, John Santore Ladder 5 Manhattan, Gerard Schrang Rescue 3 Staten Island, Timothy Stackpole Division 11 Brooklyn, Daniel Suhr Engine 216 Brooklyn, Lawrence Virgilio Squad 18 Manhattan, Michael Warchola Ladder 5 Manhattan, Michael Weinberg Engine 1 Manhattan, Glenn Wilkinson Engine 238 Brooklyn, John Williamson Battalion 6 Manhattan, Raymond York Engine 285 Queens, Joseph Agnello Ladder 118 Brooklyn, Brian Ahearn Battalion 13 Manhattan, Richard Allen Ladder 15 Manhattan, Calixto Anaya Jr. Engine 4 Manhattan, Joseph Angelini Jr Ladder 4 Manhattan, Faustino Apostol Jr. Battalion 2 Manhattan, David Arce Engine 33 Manhattan, Carl Asaro Battalion 9 Manhattan, Gregg Atlas Engine 10 Manhattan, Gerald Atwood Ladder 21 Manhattan, Gerard Baptiste Ladder 9 Manhattan, Gerard Barbara Command Center Manhattan, Matthew Barnes Ladder 25 Manhattan, Arthur Barry Ladder 15 Manhattan, Steven Bates Engine 235 Brooklyn, Carl Bedigian Engine 214 Brooklyn, Stephen Belson Battalion 7 Manhattan, John Bergin Rescue 5 Staten Island, Paul Beyer Engine 6 Manhattan, Peter Bielfeld Ladder 42 Bronx, Brian Bilcher Squad 1 Staten Island, Carl Bini Rescue 5 Staten Island, Christopher Blackwell Rescue 3 Staten Island, Michael Bocchino Battalion 48 Brooklyn, Frank Bonomo Engine 230 Brooklyn, Gary Box Squad 1 Staten Island, Michael Boyle Engine 33 Manhattan, Kevin Bracken Engine 40 Manhattan, Michael Brennan Ladder 4 Manhattan, Peter Brennan Rescue 4 Staten Island, Patrick Brown Ladder 3 Manhattan, Vincent Brunton Ladder 105 Brooklyn, Greg Buck Engine 201 Brooklyn, William Burke Jr Engine 21 Manhattan, John Burnside Ladder 20 Manhattan, Thomas Butler Squad 1 Staten Island, Patrick Byrne Ladder 101 Brooklyn, George Cain Ladder 7 Manhattan, Salvatore Calabro Ladder 101 Brooklyn, Frank Callahan Ladder 35 Manhattan, Michael Cammarata Ladder 11 Manhattan, Brian Cannizzaro Ladder 101 Brooklyn, Dennis Carey Hazmat Staten Island, Michael Carlo Engine 230 Brooklyn, Michael Carroll Ladder 3 Manhattan, Thomas Casoria Engine 22 Manhattan, Michael Cawley Ladder 136 Queens, Vernon Cherry Ladder 118 Brooklyn, Nicholas Chiofalo Engine 235 Brooklyn, John Chipura Engine 219 Brooklyn, Michael Clarke Ladder 2 Manhattan, Steven Coakley Engine 217 Brooklyn, Tarel Coleman Squad 252 Brooklyn, John Collins Ladder 25 Manhattan, Robert Cordice Squad 1 Staten Island, Ruben Correa Engine 74 Manhattan, James Coyle Ladder 3 Manhattan, Robert Crawford Safety Battalion Brooklyn, John Csci Hazmat Staten Island, Thomas Cullen 3rd Squad 41 Staten Island, Edward Datri Squad 1 Staten Island, Michael Dauria Engine 40 Manhattan, Scott Davidson Ladder 118 Brooklyn, Edward Day Ladder 11 Manhattan, Thomas Deangelis Battalion 8 Manhattan, Manuel Delvalle Engine 5 Manhattan, Martin Demeo Hazmat Staten Island, David Derubbio Engine 226 Brooklyn, Gerard Dewan Ladder 3 Manhattan, George Dipasquale Ladder 2 Manhattan, Kevin Donnelly Ladder 3 Manhattan, Kevin Dowdell Rescue 4 Staten Island, Gerard Duffy Ladder 21 Manhattan, Michael Elferis Engine 22 Manhattan, Francis Esposito Engine 235 Brooklyn, Michael Esposito Squad 1 Staten Island, Robert Evans Engine 33 Manhattan, John Fanning Hazmop Staten Island, Thomas Farino Engine 26 Manhattan, Terrence Farrell Rescue 4 Staten Island, Lee Fehling Engine 235 Brooklyn, Michael Fiore Rescue 5 Staten Island, John Fischer Ladder 20 Manhattan, Andre Fletcher Rescue 5 Staten Island, John Florio Engine 214 Brooklyn, Michael Fodor Ladder 21 Manhattan, David Fontana Squad 1 Staten Island, Robert Foti Ladder 7 Manhattan, Andrew Fredericks Squad 18 Manhattan, Peter Freund Engine 55 Manhattan, Thomas Gambino Jr. Rescue 3 Staten Island, Thomas Gardner Hazmat Staten Island, Matthew Garvey Squad 1 Brooklyn, Bruce Gary Engine 40 Manhattan, Gary Geidel Rescue 1 Staten Island, Denis Germain Ladder 2 Manhattan, Vincent Giammona Ladder 5 Manhattan, James Giberson Ladder 35 Manhattan, Ronnie Gies Squad 288 Queens, Paul Gill Engine 54 Manhattan, John Ginley Engine 40 Manhattan, Jeffrey Giordano Ladder 3 Manhattan, John Giordano Hazmat Staten Island, Keith Glascoe Ladder 21 Manhattan, James Gray Ladder 20 Manhattan, Jose Guadalupe Engine 54 Manhattan, Joseph Gullickson Ladder 101 Brooklyn, David Halderman Squad 18 Manhattan, Vincent Halloran Ladder 8 Manhattan, Robert Hamilton Squad 41 Staten Island, Dana Hannon Engine 26 Manhattan, Daniel Harlin Ladder 2 Manhattan, Harvey Harrell Rescue 5 Staten Island, Terence Hatton Rescue 1 Staten Island, Michael Haub Ladder 4 Manhattan, Michael Healey Squad 41 Staten Island, John Heffernan Ladder 11 Manhattan, Ronnie Henderson Engine 279 Brooklyn, Joseph Henry Ladder 21 Manhattan, Thomas Hetzel Ladder 13 Manhattan, Brian Hickey Rescue 4 Staten Island, Jonathan Hohmann Hazmat Staten Island, Thomas Holohan Engine 6 Manhattan, Joseph Hunter Squad 288 Queens, Jonathan Ielpi Squad 288 Queens, Frederick Ill Jr Ladder 2 Manhattan, William Johnston Engine 6 Manhattan, Andrew Jordan Ladder 132 Brooklyn, Karl Joseph Engine 207 Brooklyn, Anthony Jovic Battalion 47 Queens, Angel Juarbe Jr. Ladder 12 Manhattan, Vincent Kane Engine 22 Manhattan, Charles Kasper Battalion Soc Staten Island, Paul Keating Ladder 5 Manhattan, Richard Kelly Jr. Ladder 11 Manhattan, Thomas Kelly Ladder 105 Brooklyn, Thomas Kelly Ladder 15 Manhattan, Thomas Kennedy Ladder 101 Brooklyn, Ronald Kerwin Squad 288 Queens, Michael Kiefer Ladder 132 Brooklyn, Robert King Jr Engine 33 Manhattan, Scott Kopytko Ladder 15 Manhattan, William Krukowski Ladder 21 Manhattan, Kenneth Kumpel Ladder 25 Manhattan, Thomas Kuveikis Squad 252 Brooklyn, David Laforge Ladder 20 Manhattan, William Lake Rescue 2 Staten Island, Robert Lane Engine 55 Manhattan, Peter Langone Squad 252 Brooklyn, Scott Larsen Ladder 15 Manhattan, Joseph Leavey Ladder 15 Manhattan, Neil Leavy Engine 217 Brooklyn, Daniel Libretti Rescue 2 Staten Island, Carlos Lillo Paramedic Battalion 49 Queens, Robert Linnane Ladder 20Manhattan, Michael Lynch Ladder 4 Manhattan, Michael Lynch Engine 40Manhattan, Michael Lyons Squad 41 Staten Island, Patrick Lyons Squad 252 Brooklyn, Joseph Maffeo Ladder 101 Brooklyn, William Mahoney Rescue 4 Staten Island, Kenneth Marino Rescue 1 Staten Island, John Marshall Engine 23 Manhattan, Peter Martin Rescue 2 Staten Island, Paul Martini Engine 201 Brooklyn, Keithroy Maynard Engine 33 Manhattan, Brian McAleese Engine 226 Brooklyn,J ohn McAvoy Ladder 3 Manhattan, William McGinn Squad 18 Manhattan, Robert Mcmahon Ladder 20 Manhattan, Terence McShane Ladder 101 Brooklyn, Timothy McSweeney Ladder 3 Manhattan, Raymond Meisenheimer Rescue 3 Staten Island, Charles Mendez Ladder 7 Manhattan, Steve Mercado Engine 40 Manhattan, Douglas Miller Rescue 5 Staten Island, Henry Miller Jr. Ladder 105 Brooklyn, Robert Minara Ladder 25 Manhattan, Thomas Mingione Ladder 132 Brooklyn, Louis Modafferi Rescue 5 Staten Island,C arl Molinaro Ladder 2 Manhattan, Michael Montesi Rescue 1 Staten Island, Vincent Morello Ladder 35 Manhattan, Christopher Mozzillo Engine 55 Manhattan, Richard Muldowney Jr. Ladder 7 Manhattan, Michael Mullan Ladder 12 Manhattan, Dennis Mulligan Ladder 2 Manhattan, Raymond Murphy Ladder 16 Manhattan, Robert Nagel Engine 58 Manhattan, John Napolitano Rescue 2 Staten Island, Peter Nelson Rescue 4 Staten Island, Gerard Nevins Rescue 1 Staten Island, Dennis Oberg Ladder 105 Brooklyn, Daniel O'Callaghan Ladder 4 Manhattan, Douglas Oelschlager Ladder 15 Manhattan, Joseph Ogren Ladder 3 Manhattan, Samuel Oitice Ladder 4 Manhattan, Eric Olsen Ladder 15 Manhattan, Steven Olson Ladder 3 Manhattan, Michael Otten Ladder 35 Manhattan, Jeffrey Palazzo Rescue 5 Staten Island, Orio Palmer Battalion 7 Manhattan, Frank Palombo Ladder 105Brooklyn, Paul Pansini Engine 10 Manhattan, James Pappageorge Engine 23 Manhattan, Robert Parro Engine 8 Manhattan, Durrell Pearsall Rescue 4 Staten Island, Kevin Pfeifer Engine 33 Manhattan, Christopher Pickford Engine 201 Brooklyn, Shawn Powell Engine 207 Brooklyn, Vincent Princiotta Ladder 7 Manhattan, Kevin Prior Squad 252 Brooklyn, Michael Quilty Ladder 11 Manhattan, Ricardo Quinn Paramedic Battalion 57 Brooklyn, Leonard Ragaglia Engine 54 Manhattan, Michael Ragusa Engine 279 Brooklyn, Edward Rall Rescue 2 Staten Island, Adam Rand Squad 288 Queens, Donald Regan Rescue 3 Staten Island, Robert Regan Ladder 118 Brooklyn, Christian Regenhard Ladder 131 Brooklyn, Kevin Reilly Engine 207 Brooklyn, Vernon Richard Ladder 7 Manhattan, James Riches Engine 4 Manhattan, Joseph Rivelli Jr. Ladder 25 Manhattan, Michael Roberts Ladder 35 Manhattan, Michael Roberts Engine 214 Brooklyn, Anthony Rodriguez Engine 279 Brooklyn, Matthew Rogan Ladder 11 Manhattan, Nicholas Rossomando Rescue 5 Staten Island, Paul Ruback Ladder 25 Manhattan, Thomas Sabella Ladder 13 Manhattan, Christopher Santora Engine 54 Manhattan, Gregory Saucedo Ladder 5 Manhattan, Dennis Scauso Hazmat Staten Island, John Schardt Engine 201 Brooklyn, Fred Scheffold Battalion 12 Manhattan, Thomas Schoales Engine 4 Manhattan, Gregory Sikorsky Squad 41 Staten Island, Stephen Siller Squad 1 Staten Island, Stanley Smagala Jr. Engine 226 Brooklyn, Kevin Smith Hazmat Staten Island, Leon Smith Jr. Ladder 118 Brooklyn, Robert Spear Jr. Engine 26 Manhattan, Joseph Spor Rescue 3 Staten Island, Lawrence Stack Battalion 50 Queens, Gregory Stajk Ladder 13 Manhattan,J effrey Stark Engine 230 Brooklyn, Benjamin Suarez Ladder 21 Manhattan, Christopher Sullivan Ladder 111 Brooklyn, Brian Sweeney Rescue 1 Staten Island, Sean Tallon Ladder 10 Manhattan, Allan Tarasiewicz Rescue 5 Staten Island, Paul Tegtmeier Engine 4 Manhattan, John Tierney Ladder 9 Manhattan, John Tipping 2nd Ladder 4 Manhattan, Hector Tirado Jr. Engine 23 Manhattan, Richard Vanhine Squad 41 Staten Island, Peter Vega Ladder 118 Brooklyn, Lawrence Veling Engine 235 Brooklyn, John Vigiano Ladder 132 Brooklyn, Sergio Villanueva Ladder 132 Brooklyn, Robert Wallace Engine 205 Brooklyn,J effrey Walz Ladder 9 Manhattan, Kenneth Watson Engine 214 Brooklyn, David Weiss Rescue 1 Staten Island, Timothy Welty Squad 288 Queens, Eugene Whelan Engine 230 Brooklyn, Edward White Engine 230 Brooklyn, Mark Whitford Engine 23 Manhattan, David Wooley Ladder 4 Manhattan.

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Einige Männer dieser Feuerwache, die schon vor dem Anschlag wegen Gasalarm in unmittelbare Nähe des World Trade Centers einen Einsatz hatten, waren auch die ersten am World Trade Center nach Einschlag der ersten Airplane.
(Anruf auf der Wache "Hier riecht es nach Gas!" Hatte aber nichts mit dem Anschlag selbst zu tun.)

Darüber ist auch eine sehr ausführliche Dokumentation auf DVD erhältlich:

11. September - Die letzten Stunden im World Trade Center

Aus der Amazon.de-Redaktion
Ende Juni 2001 begannen die Brüder Jules und Gedeon Naudet in einem Feuerwehrhaus in New York zu filmen. Sie wollten den Alltag eines jungen Feuerwehrmannes zeigen, der, frisch von der Akademie kommend, seinen Job antrat. Das erschütterndste Ereignis, das während der folgenden Monate eintrat, war der Tod eines jungen Kollegen. Niemand konnte ahnen, dass es bald unvorstellbar viel schlimmer kommen würde.

Am Morgen des 11. Septembers bricht Jules mit einigen Feuerwehrleuten zu einer Routinefahrt auf. Da hört er plötzlich den Lärm eines Flugzeugs dicht über der Stadt, reißt die Kamera hoch und filmt als Einziger den Moment, als das erste Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers rast. Vor Schreck lässt er fast die Kamera fallen. Aber das ist erst der Anfang des Horrors, der in den folgenden eineinhalb Stunden über die Feuerwehrmänner und ganz New York hereinbrechen wird.

Jules fährt mit den Feuerwehrleuten zum WTC, wo die Chefs in der Lobby des brennenden Turms ihr Hauptquartier einrichten. Ständig neu eintreffende Feuerwehrmänner werden nach oben geschickt. Da kein Fahrstuhl mehr funktioniert, bedeutet das, dass sie mit über 60 Pfund Gewicht auf dem Rücken mehr als 80 Stockwerke hinauflaufen müssen.

Die Dokumentation erhält ihre emotionale Spannung vor allem durch die verschiedenen Blickwinkel, aus denen der Zuschauer das Geschehen erlebt. Einerseits Jules im Inneren des WTCs, andererseits Gedeon von außen, dazwischen Interviews mit überlebenden Feuerwehrmännern. Zum Ende hin wird es allerdings etwas zu pathetisch. So sieht man Passanten und Feuerwehrleute, dick mit Staub bedeckt, aus den Trümmern wanken, begleitet von getragener Musik.

Das vorliegende Video bildet ein einmaliges, authentisches Dokument der Ereignisse des 11. Septembers. Jules war der einzige Kameramann, der noch innerhalb des World Trade Centers filmen konnte, bevor die Gebäude einstürzten. Der ganze Film mit seinen über zwei Stunden Dauer plus einer weiteren Stunde Interviews mit überlebenden Feuerwehrmännern ist allerdings etwas lang geraten. Wohltuend sind die ausnahmslos nachdenklichen Worte der Überlebenden, die sich keineswegs als Helden fühlen. Sie haben Glück gehabt, das wissen sie. Nach dem Verlust so vieler Kollegen ist ihr Job jedoch nicht mehr derselbe wie zuvor. --Elke Wolter

11. September 2001 [Bearbeiten]

Einer der Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA galt dem Pentagon, das an seinem „60. Geburtstag“ punktuell beschädigt wurde. Dabei kamen 125 Menschen ums Leben. Dank der befestigten Bauweise von 1941, die ursprünglich für die Lasten der Akten verstärkt ausgeführt wurde, sind nicht mehr Menschen ums Leben gekommen. Auch die Sicherheitsfenster und die 2001 kurz vor den Anschlägen neu eingebaute bzw. überholte Sprinkleranlage haben vielen Menschen im 1. Stock und in den angrenzenden Blöcken das Leben gerettet. Erst 19 Minuten nach dem Einschlag der Boeing 757 und dem ausbrechenden Feuer brach der 1. Stock in sich zusammen.

Das Einschlagloch war anfangs fast nicht auszumachen, da die entführte Boeing 757 mittig auf ein Eisentor für Zulieferer einschlug und erst im Gebäude-Komplex in einer Kerosin-Feuerwolke explodierte.

Aufgrund der starken Beschädigungen am Gebäude, der extrem geringen Beschädigung um das Gebäude, widersprüchlicher Zeugenaussagen und dem Vorenthalten von Informationen (z. B. Videoaufnahmen) durch das Verteidigungsministerium kursieren einige von der so genannten "offiziellen Version" abweichende Theorien über den Anschlag.

Komplette Passagierliste von American Airlines flight 77

11. September 2001: Eine 757 (Flug UA93)der United Airlines (N591UA) wird kurz nach dem Start in Newark entführt und stürzt auf freiem Feld in der Nähe von Shanksville/Pennsylvania ab.
Alle 45 Personen an Bord kommen ums Leben.

Komplette Passagierliste von United Airlines flight 93

Anmerkung von mir:
Ich habe diesen Artikel erst am 08. - 09. September 2006 geschrieben. Also fast 5 Jahre später.
Als ich diese Homepage aktualisierte und einige Seiten in meinem Tagebuch durchsah, stellte ich fest, dass die Seite September 2001 zwar existierte, aber vollkommen leer war.
Ich hätte sie so belassen können. Vielleicht nur die brennende Kerzen wirken lassen. Aber nein, ich bin der Meinung, dass Terror in welcher Form auch immer, kein Mittel zum Weltfrieden ist.
Schwer wiegt auch die Frage: wo ligt der Anfang?
Und was hat diesen Haß so eskalieren lassen?

Auf jeden Fall, und das ist greifbar, befinden wir uns in einer Situation die nur ANGST genannt wird.

Tagebuch Oktober 2001

Samstag, 06.10.2001

H U R R A . . .

Seit gestern ist es nun endlich vorbei mit meiner Interferonbehandlung.
Gestern morgen hatte ich meinen Termin bei meinem Leberarzt Dr. von Wagner in der Uniklinik Frankfurt am Main.
Ich fragte ihn, ob ich die Behandlung noch bis Januar 2002 weiterführen müsste oder ob wir es beenden könnten. Der Grund war einfach der, dass es mir nach den vergangenen Spritzen immer beschissener ging. Mir war es teilweise so kotzelend, dass ich schon ab und zu das Schlimmste befürchtete. Der Doc meinte, dass ich ja den ersten Teil der Behandlung (Februar - Anfang August) erfolgreich absolviert habe. Die Verlängerung der Interferonbehandlung hatte ich ja selbst mit gewollt.

Tagebuch November 2001

Donnerstag, 29.11.2001

Okay, okay...
...aber nicht immer hat man die Zeit, nicht immer hat man die Lust...

Ausserdem soll ja das Tagebuch nicht zu einer Routine meines Lebens werden. Nur ab und zu; und vor allem auch nur dann, wenn ich Bock dazu habe...

Tagebuch Dezember 2001

Donnerstag, 06.12.2001

Am Montag dieser Woche wurde Helga wieder von einem Hörsturz heimgesucht. SCHEISSE!!!!

Kaum das es mir endlich wieder etwas besser ging, gibt es wieder den nächsten Schlag in die Fresse. Aber das sind wir ja zwichenzeitlich schon gewohnt. Es wurde ein Teil unseres Alltages.

Montag, 10.12.2001

Das ganze Wochenende über hatten mich starke Schmerzen in der Magengegend geplagt, die auch bis heute noch nicht abgeklungen sind, deswegen war ich auch heute bei Dr. von Wagner in der Uniklinik.
Er konnte aber auchkeine 100%ige Diagnose stellen, da es mehrere Ursachen haben könnte. Zum einen konnte es mit einem Fehler des Herzens zusammenhängen (Vorbote eines eventuell folgenden Herzinfarkts) oder eine Nachwirkung der starken Medikamente welch ich die ganzeZeit genommen hatte oder nur einfach eine Magen-Darm Infektion. Wurde erst mal für den Rest der Woche krank geschrieben.

Das mit dem KRANK-SEIN ist inzwischen auch so eine Sache, denn ich will es in der Firma nicht dazu kommen lassen, dass sie mir noch aus krankheitsbedingten Gründen die Kündigung aussprechen. Aber andererseits hat meine Gesundheit die absolute Priorität vor allem anderen.

Freitag, 14.12.2001

Heute hatte ich meine halbjährliche Nachuntersuchung in der Uniklink Frankfurt am Main bei Frau Dr. Staib-Sebler.

Ich war um 06.45 Uhr aufgestanden, hatte begonnen meine Flasche Kontrastmittel für die Computertommographie (CT) zu trinken und bin dann gegen 07.20 Uhr Richtung Uniklink abgefahren. Es war eine Saukälte draußen!!! Minus 7°. Brrrrrrrrrr...!

An der Uniklinik sind sie ja zur Zeit stark am Bauen. Heute war es nun so, dass der Besucherparkplatz, der sowieso viel zu klein ist, auch noch mit einer neuen Einfahrt versehen und teilweise auch NOCH kleiner umgebaut war. So bin ich halt x-mal "ums Eck' " gefahren (wie wir hier in Hessen sagen, wenn man mal ein wenig Suchen muß) und habe dann etwas verkehrswidrig geparkt. Dem Parkwächter hatte ich meinen Schwerbehindertenausweis und meinen Uniausweiss, der mich als Krebskranken ausweist gezeigt und ihm geschildert, dass ich schon einen Termin zeitlich überschritten habe. Er meinte nur, daß ich den Schwerbehindertenausweis sichtbar ins Fahrzeug legen sollte. Das tat ich dann auch.

Die Untersuchungen liefen alle schnell und reibungslos ab. Frau Dr. Staib-Sebler war auch zufrieden mit mir. Naja, wenigstens etwas!!!

Strafzettel hatte ich auch keinen am Auto und so trollte ich mich wieder heimwärts.

Richtung Uniklink abgefahren. Es war eine Saukälte draußen!!! Minus 7°. Brrrrrrrrrr...!

An der Uniklinik sind sie ja zur Zeit stark am Bauen. Heute war es nun so, dass der Besucherparkplatz, der sowieso viel zu klein ist, auch noch mit einer neuen Einfahrt versehen und teilweise auch NOCH kleiner umgebaut war. So bin ich halt x-mal "ums Eck' " gefahren (wie wir hier in Hessen sagen, wenn man mal ein wenig Suchen muß) und habe dann etwas verkehrswidrig geparkt. Dem Parkwächter hatte ich meinen Schwerbehindertenausweis und meinen Uniausweiss, der mich als Krebskranken ausweist gezeigt und ihm geschildert, dass ich schon einen Termin zeitlich überschritten habe. Er meinte nur, daß ich den Schwerbehindertenausweis sichtbar ins Fahrzeug legen sollte. Das tat ich dann auch.

Die Untersuchungen liefen alle schnell und reibungslos ab. Frau Dr. Staib-Sebler war auch zufrieden mit mir. Naja, wenigstens etwas!!!

Strafzettel hatte ich auch keinen am Auto und so trollte ich mich wieder heimwärts.

www.gerrys-photos.de