Tagebuch
Februar 2001
01. Februar
2001
Okay, nach nun fast zwei Monaten
Stillstand will ich doch wieder einmal eine Fortsetzung in meinem
Tagebuch bringen.
An alle, die schon mit einer Erbschaft
oder etwas ähnlichem gerechnet haben, muß ich leider
an dieser Stelle die Mitteilung geben:
JA, ICH EXISTIERE NOCH!!!
Inzwischen ist ja auch eine Menge
geschehen...
Gesundheitlich geht es so seinen
Gang. Die letzte Nachuntersuchung Anfang Januar 2001 verlief zufriedenstellend,
und ich muß nun nur noch alle sechs Monate zur Nachuntersuchung.
Der chronische Verlauf der Leberentzündung besteht immer
noch weiter und morgen soll nun die Therapie mit dem Medikament
Interferon beginnen. Über die Nebenwirkungen wurde ich in
der Uniklinik Frankfurt am Main aufgeklärt, und so warte
ich mal ab was da so passiert. Was soll mich eigentlich NOCH erschüttern???
Privat ist auch einiges passiert,
aber das möchte ich hier nur am Rande erwähnen, denn
es wäre zu viel, um hier alles auszubreiten. Ich danke nur
hier den Menschen, die total hinter mir standen und dich danke
auch der Person, die dazu beigetragen hat, daß ich einige
Dinge erkennen konnte, die mir sehr lange nicht mehr bewußt
waren.
Eh, es ist absolut geil, daß man so viel verändern
kann!
Aber es tat auch sehr weh erkennen zu müssen, daß man
mit totaler Ehrlichkeit auch nicht immer weiterkommt...
Im Dezember letzten Jahres erreichte
mich auch die Nachricht, daß die BAND wieder zusammengeht.
Die Band? Ja, die Jungs die ab 1969 maßgeblich an meiner
Entwicklung Anteil genommen hatten und denen ich auch heute nach
über 30 Jahren noch immer dankbar bin, daß ich diese
Erfahrungen und Veränderungen meines Wesens erleben durfte.
Ich meine die vier jungen und wilden Männer, die zu der damaligen
Zeit in Saarbrücken eine Band gründeten, die nicht nur
im kleinen Saarland etwas Kultstatus erlangte. Die Rede ist von
RS RINDFLEISCH.
RS RINDFLEISCH
sind und waren
Herman Rarebell, Drums (bekannt geworden durch die SCORPIONS)
Pedro Schemm, Gesang (der Mann der auch damals schon die
Girls zum Schmelzen brachte)
Tony Schäfer; Gitarre (für mich auch heute noch
der begnadetste Gitarrist Deutschlands)
Gerd Schneider, Baß (mein special-friend und ein
Typ, der sich in kein Schema pressen läßt)
***
Okay, ich erfuhr also, daß
die Band sich wieder zusammengeschlossen hatte. Da lag es dann
auch sehr nahe, daß ich eine Fahrt nach Saarbrücken
unternahm. Was soll ich groß schreiben: es war geil!!!!
Zumal ich manchen der Band schon seit Jahren nicht mehr gesehen
hatte.
Im Januar war ich dann fast zwei
Wochen bei Pedro und nahm auch an vielen Unternehmungen teil,
die die Band unternahm, um wieder Fuß zu fassen. Auch die
Studioaufnahmen zu ihrer ersten gemeinsamen CD "BSE"
bekam ich hautnah mit. Es war ein Feeling wie in alten Zeiten;
und da hält auch einfach keine Firma mit, bei der man inzwischen
angestellt ist. Das Leben in der Musikerwelt hat seine eigenen
Gesetze und Tagesabläufe und wer da noch nie rein geschnuppert
hat, der wird es auch nie verstehen. Was sind da die Scheiss-Diskussionen
wegen Arbeitszeitänderungen, Nachtschicht und und und...
Dieses verlogene Getue in der normalen Arbeitswelt kann da nie
mithalten. Aber was soll's? Ihr kennt das ja alles selbst.
28. Februar 2001
Seit Anfang Februar bekomme ich
nun meine Therapie zur Bekämpfung meiner Leberentzündung.
Auf einige Nebenwirkungen hatte mich mein Arzt ja schon im Vorfeld
der Behandlung hingewiesen... Aber was dann tatsächlich in
meinem Körper abging ist ein großes Thema für
sich:
Angefangen über sehr starke
Gliederschmerzen, Kopfweh, Übelkeit und Fieber war alles
vertreten, was es so an Unannehmlichkeiten gab.
Die erste Woche war absolut beschissen!
Nach der zweiten Behandlung ging
es einigermaßen, aber die dritte und die vierte schlug wieder
voll zu!
Tagebuch
März 2001
03. März 2001
Inzwischen bin ich mir über mein
Gefühlsleben auch ziemlich sicher geworden und ich hätte
mir im Dezember letzten Jahres einiges ersparen können, wenn
ich nicht meinen feelings so toll hinterhergesprungen wäre.
Sorry, dark Lady...!!!
Was ich auch vergessen hatte zu
erwähnen ist die Tatsache, daß ich hier im Ort bei
unserem Fußballverein Anschluß gefunden habe. Ohne
das es den Leuten allen so richtig klar ist, helfen sie mir alle
in einer Art und Weise das es einfach nur schön ist.
Bin auch in den Spiel- und Vergnügungsausschuß
gewählt worden und verstehe mich mit vielen Leuten des Vereins.
Danke an alle!!!
19. März 2001
Seit dem 1. Februar 2001 erhalt
ich nun meine Interferonbehandlung zur Regenerierung meiner Leber...
Mir wurde schon vor Behandlung mitgeteilt, daß das Medikament
ein paar Nebenwirkungen mit sich bringt. Aber was die Wirklichkeit
brachte, ist mit Worten kaum noch zu beschreiben. Am Anfang war
ja alles noch einigermaßen erträglich, aber heute bin
ich an einem Punkt angelangt, an dem ich einfach nicht mehr kann.
Mir geht es NUR noch beschissen...
Und das nun schon seit Wochen.
Und das Schlimmste daran ist die Tatsache, daß
ich immer mehr meinen Lebensmut verliere; ja, daß ich mich
sogar langsam aufgebe...
Seit Wochen nur Schmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Depressionen
und einiges mehr an niedlichen Dingen, die zu den Begleiterscheinungen
des Interferon zählen.
Mir graut es schon, mich täglich mit 11 Pillen vollzustopfen
und mir dazu noch jeden Montag eine Spritze mit der Lösung
des Interferons in die Bauchdecke zu jagen. Hinterher geht
es mir dann immer dreckigr statt besser.
Hier habe ich mal etwas kopiert, um meine momentane Situation
noch deutlicher zu schildern:
PSYCHISCHE
NEBENWIRKUNGEN DER THERAPIE MIT INTERFERON-ALPHA
Häufige
psychische Nebenwirkungen von Interferon- a :
weniger Antrieb und Initiative
weniger Interesse und Vergnügen
Konzentrationsprobleme
Neigung zum Grübeln
Selbstvorwürfe
Angstgefühle
hypochondrische Beschwerden
reduzierte Arbeitskapazität
pessimistische Gedanken, Gefühle der Sinnlosigkeit
Appetitstörungen, Gewichtsverlust
Libidoverlust
Schlafstörungen
Unseren Erfahrungen nach
sind weitere relativ häufige psychische Nebenwirkungen
Müdigkeit, Abgeschlagenheit
Minderung der Leistungsfähigkeit im Alltag um 20-30%
weniger Emotionen
erhöhte Reizbarkeit/Irritierbarkeit
Probleme mit dem Gedächtnis und der Merkfähigkeit
Ambivalenz, Unschlüssigkeit
Stimmungsschwankungen /Affektlabilität
Zunahme des "Suchtdrucks" bei früherer Abhängigkeitserkrankung
Vermindertes Selbstwertgefühl
Natürlich treten nicht alle diese psychischen Nebenwirkungen
immer auf. Bei manchem/mancher sind es mehr, bei anderen weniger,
die Nebenwirkungen können in ihrer Intensität sehr unterschiedlich
sein und auch im Verlauf der Therapie stark schwanken. Der Übergang
zwischen den anfänglichen körperlichen Nebenwirkungen
der Therapie (grippeähnliche Symptome mit Fieber, Kopf- und
Gelenkschmerzen etc.) und psychischen Effekten ist oft gleitend,
sie können aber auch unabhängig voneinander auftreten.
Ob die psychische Nebenwirkungen in Abhängigkeit von der
Dauer der Therapie mit Interferon - a und der Höhe der Dosis
auftreten, ist noch unklar.
Aber nicht alle psychischen Probleme,
die während einer Interferon-Therapie auftreten sind Nebenwirkungen!
Manchmal sind Schwierigkeiten in der Partnerschaft die Ursache,
hohe Schulden führen zu schlaflosen Nächten oder der
Grund für die erhöhte Reizbarkeit liegt im Ärger
mit dem Chef. Hier ist es wichtig, mit sich selbst ehrlich zu
sein, genau zu trennen, vielleicht die Meinung anderer einzuholen,
um dann sinnvolle Konsequenzen zu ziehen.
Die genannten Nebenwirkungen können
weitere belastende Folgen nach sich ziehen: die erhöhte Reizbarkeit
kann zu Konflikten im Familienleben, mit Partner und Kindern führen,
die Leistungsminderung und Konzentrationsstörungen können
das berufliche Engagement beeinträchtigen und es kommt evtl.
zu Auseinandersetzungen mit Kollegen und Vorgesetzten, zumal diese
ja häufig nichts von der Erkrankung und der Therapie wissen.
Selten sind schwere psychische
Nebenwirkungen unter der Therapie mit Interferon-a zu erwarten:
ausgeprägte Schlafstörungen, Depressionen, Verwirrtheitszustände,
Suizidalität, paranoide Zustände (z.B. mit Verfolgungswahn
u.ä.) dazu weiter unten Genaueres!
Was ist zu tun?
1. Ein paar Hinweise vorab
Eine Interferon- (bzw. Interferon/Ribavirin-)
Therapie dauert 1-1,5 Jahre und kann körperlich und psychisch
belastend sein. Richten Sie sich so gut wie möglich darauf
ein und verringern sie alle zusätzlichen Belastungen (großer
beruflicher Streß, unklare Beziehungen, geplante Umzüge,
finanzielle Belastungen etc.) so gut es geht! Suchen Sie sich
"Weggefährten", die Sie während der Therapie
psychisch und praktisch zuverlässig unterstützen, sich
auch mal um etwas kümmern können, Sie auf Arztbesuchen
begleiten und die Sie auch auf Veränderungen Ihres psychischen
Zustandes aufmerksam machen!
Im Berufsalltag ist es beispielsweise
sinnvoll, sich auf die häufig eintretende Leistungsminderung
während der Therapie vorzubereiten: wenn möglich, also
nicht kurz vor Therapiebeginn zusätzliche Aufgaben oder neue
Verantwortungen zu übernehmen, eher sogar Aufgabenbereiche
für den Zeitraum der Therapie abzugeben. Günstig ist
natürlich ein stabiles Beschäftigungsverhältnis,
das auch mal eine längere Krankschreibung erlaubt, falls
diese nötig wird.
2. Information ist das halbe
Leben
Keine Scheu! Fragen Sie den behandelnden
Arzt/die behandelnde Ärztin alles, was Ihnen in diesem Zusammenhang
wichtig erscheint oder Ihnen unklar ist! Sie haben ein Recht auf
umfassende Aufklärung! Sollte die Auskunft unzureichend sein
oder der Arzt/die Ärztin auf manche Frage selbst keine Antwort
wissen, bitte Sie ihn/sie, sich zu informieren (auf manche Fragen
gibt es allerdings tatsächlich bisher keine Antwort). Notfalls
fragen Sie selbst eine andere Ärztin oder einen anderen Arzt.
Lesen Sie Fachbücher wie dieses, informieren Sie sich im
Internet und nehmen Sie Kontakt zu gleichfalls Betroffenen über
Selbsthilfegruppen auf denn: geteiltes Leid ist halbes
Leid! Auch die Angehörigen, Partner und Nahestehenden sollten
wenn möglich informiert sein.
Information ist deshalb so wichtig, weil die zunächst unheimlich
wirkende, nicht greifbare Diagnose einer Erkrankung, die man vielleicht
kaum spürt, die aber doch gravierend ist, dadurch einschätzbarer
und in gewisser Weise kontrollierbarer wird. Das allein schon
wirkt psychisch stabilisierend. Auf Nebenwirkungen, die man schon
erwartet, kann man sich selbst und kann sich das Umfeld einstellen.
Treten sie dann auf, sind sie meist weniger erschreckend, evtl.
leichter zu ertragen und zu verarbeiten.
3. Auch wenn Sie manchmal
Ihre Ruhe brauchen verkriechen Sie sich nicht!
Gespräche über das eigene
Befinden können unterstützend und entlastend sein. Sie
werden die Erfahrung machen, daß Andere ähnliche Zustände
kennen. Außerdem werden so zusätzlich belastende Unstimmigkeiten
abgebaut: es kann z.B. sinnvoll sein, in der Familie über
die eigene stärkere Reizbarkeit während der Therapie
und Möglichkeiten des gemeinsamen Umgangs damit zu reden.
Informieren Sie Ihre Angehörigen und nahen Freunde darüber,
wie es Ihnen geht auch in ihrem eigenen Interesse: diese registrieren
vielleicht rascher als sie selbst, wenn sich ihr psychischer Zustand
weiter verschlechtert und sie spezieller fachlicher Hilfe bedürfen
(s. auch den Absatz: Seltene schwere Nebenwirkungen der Interferon-Therapie)!
Nehmen Sie Kontakt zu den vielerorts existierenden Selbsthilfegruppen
Betroffener auf. Dort werden nicht nur Informationen ausgetauscht,
Sie können sich dort auch gegenseitig unterstützen und
Rat geben.
Sind Sie von Ihrer Persönlichkeit ein eher ängstlicher
und psychisch labiler Mensch und führen ein sozial eher zurückgezogenes
Leben ohne Familie und enge Freunde, kann es evtl. sinnvoll sein,
sich in stützende psychotherapeutische Behandlung (z.B. ein
Termin alle zwei Wochen) zu begeben.
4. Was ist bloß mit
mir los?
Haben Sie oder Ihre Angehörigen/Nahestehenden
den Eindruck, daß die oben aufgeführten psychischen
Nebenwirkungen laufend schlimmer werden oder weitere hinzutreten,
ist es sinnvoll eine Art Tagebuch ihres Befindens zu führen,
der Ihnen den Überblick über ihre Stimmung, über
die Stärke psychischer Beeinträchtigungen aber auch
über Verbesserungen über einen längeren Zeitraum
erleichtert.
Sollte sich tatsächlich eine Tendenz zur kontinuierlichen
Verschlechterung Ihres psychischen Befindens abzeichnen, ist es
sinnvoll, umgehend mit dem behandelnden Arzt darüber zu sprechen
und evtl. auch psychiatrische Hilfe aufzusuchen.
5. Seltene, schwere psychische
Nebenwirkungen der Therapie mit Interferon-a
Diese sind verglichen mit den
oben genannten Nebenwirkungen selten und entwickeln sich meist
schleichend und unbemerkt aus diesen:
Anhaltende depressive Stimmung
(Gefühl der Leere oder dauernden Traurigkeit)
Totale Interesselosigkeit, Freudlosigkeit, Lustlosigkeit (alles,
was bisher Spaß gemacht hat, wird uninteressant, alles ist
egal)
Kontaktabbruch, völliger sozialer Rückzug (Sie meiden
Freunde, Vereine, Gesellschaft)
Antriebsverlust, Unfähigkeit eine nützliche Tätigkeit
auszuführen (alles kostet große Überwindung, oft
bleibe ich den ganzen Tag im Bett, unfähig etwas zu tun)
Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust um mehrere Kilogramm
Anhaltende, ausgeprägte Schlafstörungen mit einer Verkürzung
der Schlafdauer um mehr als zwei Stunden oder überdurchschnittlich
verlängerte Schlafdauer
starke innere Unruhe, sinnloses Umhergehen, um die Unruhe loszuwerden
übermäßige, anhaltende Selbstzweifel und Schuldgefühle
starke Konzentrationsstörungen, Verlangsamung des Denkens,
Grübeln
Gedanken an den Tod, Wunsch zu sterben, Selbstmordgedanken unrealistische
Überzeugungen (z.B. verfolgt, bedroht oder vergiftet zu werden,
zu verarmen)
Verwirrtheitszustände
Wesensänderungen
Sollten diese Nebenwirkungen auftreten, bzw. von Angehörigen
bemerkt werden, ist es sinnvoll, rasch psychiatrische Hilfe aufzusuchen
(niedergelassener Psychiater oder Nervenarzt, psychiatrische Klinikambulanz)
und dort die weitere Therapie zu besprechen. In Rücksprache
mit dem behandelnden Internisten muß dann evtl. (sicher
jedoch bei jeder schwerer psychiatrischer Symptomatik, insbesondere
bei Verwirrtheitszuständen, paranoiden Symptomen oder Selbstmordabsichten)
Interferon zunächst abgesetzt werden. Dann kann auch eine
vorübergehende Therapie mit Psychopharmaka notwendig werden.
6. Medikamente und andere
Hilfen
a) bei leichten psychischen Nebenwirkungen
(wie z.B. leichten Schlafstörungen, etwas erhöhter Reizbarkeit,
Nervosität, labiler Stimmung)
Johanniskrautpräparate (stimmungsausgleichende
Wirkung tritt erst nach ca. vier- bis achtwöchiger regelmäßiger
Einnahme ein, Medikament erhöht die Lichtempfindlichkeit
der Haut Sonnenbrandgefahr!)
Baldrian u.a. pflanzliche Beruhigungsmittel
Entspannungsverfahren (Progressive Muskelrelaxation, Autogenes
Training)
b) bei stärkeren psychischen Verstimmungen
z.B. anhaltende Schlafstörungen, stärkere Einschränkung
der Leistungsfähigkeit, schlechtes Konzentrationsvermögen,
anhaltender depressiver Verstimmung)
Schlafmittel: wenn die pflanzlichen
Präparate nicht ausreichend wirken, müssen die "Kosten"
einer die Leber belastenden und z.T. mit einer nicht zu unterschätzenden
Gefahr der Abhängigkeit verbundenen Einnahme anderer Schlafmittel
mit deren "Nutzen" verglichen und sorgfältig abgewogen
werden. Auf Barbiturate und Benzodiazepine (Tranquilizer) sollte
bei einer früheren Suchterkrankung auf jeden Fall verzichtet
werden, evtl. eignet sich Zopiclon oder Zolpidem (beide auch mit
einem geringen Suchtpotential). Alternativ können von der
behandelnden Ärztin oder vom behandelnden Arzt bei Beachtung
der Kontraindikationen trizyklische Antidepressiva (z.B. Doxepin)
verordnet werden, deren sedierende Nebenwirkung bei Schlafstörungen
ausgenutzt wird.
Antidepressiva: Bei zunehmend eingeschränkter Leistungsfähigkeit
und bei anhaltenden depressiven Verstimmungen, insbesondere wenn
diese an Schwere zunehmen, ist unbedingt ein/e psychiatrische/r
Facharzt/ärztin aufzusuchen. Dann kann v.a. eine Krankschreibung
notwendig sein, um zusätzliche Belastungen durch beruflichen
Streß zu minimieren. Ob ein Absetzen des Interferons bzw.
eine Dosisreduktion unumgänglich ist, hängt von der
Schwere der psychiatrischen Nebenwirkungen ab. Oftmals wird die
Fortsetzung der Interferonbehandlung bei gleichzeitiger, zeitlich
befristeter Einnahme eines Antidepressivums möglich sein.
Hier empfiehlt sich je nach Art der psychischen Symptome die Einnahme
eher antriebssteigernder selektiver Serotoninwiederaufnahmehemmer
(z.B. Fluvoxamin oder Citalopram) oder der stärker beruhigenden
trizyklischen Antidepressiva (z.B. Doxepin) oder anderer Antidepressiva
(z.B. Maprotilin). Diese Medikamente haben kein Abhängigkeitsrisiko
und sind im Allgemeinen gut verträglich. Auf jeden Fall sollte
eine solche Behandlung in Kooperation mit einem/einer ärztlichen
Fachmann/-frau erfolgen. Einzelne Berichte gibt es auch über
die positive Wirkung von Naltrexon auf die psychischen Nebenwirkungen.
7. Eine bekannte psychische
Erkrankung schließt eine Behandlung mit Interferon nicht
grundsätzlich aus
Leiden/litten Sie unter einer
psychischen Erkrankung, einer Depression oder Psychose, heißt
das nicht automatisch, daß eine Interferon-Behandlung nicht
möglich ist.
Allerdings sollten Sie vor deren Beginn unbedingt mit einem/Ihrem
psychiatrischen Facharzt/der Fachärztin die geplante Therapie
besprechen.
Ob eine Therapie möglich ist, hängt unter anderem davon
ab, wie stark die Symptome der psychischen Erkrankung aktuell
vorhanden sind und wie groß die Gefahr ist, daß sie
durch die Interferon-Behandlung erneut ausgelöst oder verstärkt
werden. Bitten Sie den behandelnden Psychiater/die Psychiaterin
um regelmäßige Termine während der Behandlung
mit Interferon (z.B. alle 14 Tage), damit eine psychische Verschlechterung,
die sich evtl. schleichend und für Sie unbemerkt einstellt,
von ihm/ihr mit beurteilt werden kann.
Besprechen Sie auch genau, was in möglichen Krisenfällen
zu tun ist und wohin Sie sich am Wochenende wenden können
oder wenn der Arzt/die Ärztin in Urlaub ist (z.B. Klinikambulanz).
Notieren Sie sich alle wichtigen Telefonnummern für einen
solchen Krisenfall.
Bitten Sie Angehörige und Freunde um Unterstützung.
Es kann sehr sinnvoll sein, wenn eine nahe Bezugsperson bei einem
Beratungstermin beim Psychiater/der Psychiaterin mit anwesend
ist.
Womöglich müssen Sie zwischenzeitlich Psychopharmaka
einnehmen, bzw. muß die Dosis der verordneten Psychopharmaka
erhöht werden. Bei starken psychischen Nebenwirkungen kann
auch das Beenden der Interferon-Behandlung unumgänglich sein.
Es ist wichtig, daß Sie mit Ihrem behandelnden Psychiater/der
Psychiaterin absprechen, inwieweit Interferon-a mit psychiatrischen
Medikamenten interagiert und die Nebenwirkungen der Medikamente
sich gegenseitig verstärken (z.B. Risiko von Blutbildveränderungen
bei gleichzeitiger Behandlung mit Neuroleptika, z.B. Clozapin).
Noch ein Schlußwort:
Sollte eine psychiatrische Mitbetreuung
während der Therapie mit Interferon-a bzw. einer Kombinationstherapie
notwendig werden, sehen Sie diese als Hilfe für den Notfall
an und lassen Sie sich nicht zu sehr von den Vorurteilen gegenüber
der Psychiatrie abschrecken es geht um Ihre Lebensqualität!
Tagebuch
April 2001
15. April 2001
Was gibt es nun an Neuigkeiten
in Bezug auf meine Erkrankung?
Vergangene Woche war ich sehr nah dran meine Therapie abzubrechen,
denn das Unwohlsein und die ständige Übelkeit ergreifen
langsam die Überhand. Es vergeht kaum noch ein Tag, an dem
ich mich so richtig okay fühle.
Nun habe ich mich in der letzten Zeit schon dabei ertappt, dass
ich mir schon rein vor den Medikamenten ekelt.
Mein Kopf ist wie eine weiche Birne! Kaum noch in der Lage einen
Gedanken ordentlich zu verarbeiten. Oft kommt es mir auch vor
als würde ich außerhalb meines Körpers stehen...
Am vergangenen Donnerstag, 19.
April 2001 war ich nun auch mit Helga in der Uniklinik Frankfurt
am Main in der Leberabteilung und habe meinem behandelnten Arzt
Dr. von Weber - ein sehr guter Arzt, der sich auch sehr viel Zeit
für seine Patienten nimmt! - von meinen "Leiden"
berichtet. Aber was soll er auch dazu sagen? Das sind eben die
vielen Nebenwirkungen, die das Interferon mit sich bringt. Und
das ich durchhalten sollte, denn die Halbzeit der Therapie ist
ja schon in eineinhalb Wochen erreicht.
Was mich aber auch ziemlich geschockt
hat war die Tatsache, dass ich auch noch an einer Leberzirrhose
leiden soll.
Als mir seinerzeit mein Leberkrebs entfernt und dabei auch der
komplette rechte Leberlappen mit herausoperiert wurde, hatte man
mir mitgeteilt, dass in dem herausgeschnittenen Teil meiner Leber
zirrhoses Gewebe vorhanden gewesen sei.
Seitdem war ich nun auch der Ansicht, dass damit alles erledigt
sei. Aber dem scheint nun nicht mehr so zu sein.
Nun will er das nochmals genauer überprüfen lassen.
Tagebuch
Mai 2001
28. Mai 2001
In diesem Monat war ich sehr lange krank.
Es gab Tage an denen ich mir wünschte, nie geboren zu sein.
Obwohl sich alles mehr auf der psychischen Ebene abspielt, ist
es oft derartig störend und lästig, daß man sich
an die Tage zurücksehnd, an dennen man als Kind noch frei
von jeglichen Beschwerden und länger anhaltenden WEHWEHCHEN
war.
Es ist auch sehr schön, dass
außer dem Betriebsrat keiner aus der Firma mal anruft. Es
wird auch von keinem Vorgesezten - egal ob aus dem Logistikbereich
oder von der Möbelhausleitung - mal gefragt wie es einem
so geht oder wie es so ist. Zumal alle über meine Krankheit
informiert waren. Aber zumeinem "Trost" muß ich
auch gestehen, dass es anderen Kollegen/innen nicht anders ergeht.
Es zählt halt nur noch der
Kommerz, das Geld...
Menschlichkeit ist kaum noch gefragt.
Aber da ich durch meine Erkrankung
schon zweimal nah an der Schwelle zur "anderen Seite"
gestanden habe, habe ich inzwischen eine sehr individuelle Einstellung
zu Menschlichkeit. Auch lasse ich mir von KEINEM Menschen auf
diesem Planeten das Maul verbieten, sondern werde Mißstände
und Ungerechtigkeiten aufdecken und öffentlich machen, auch
wenn es vielleicht einigen nicht so gefallen sollte.
Was viele einfach oft vergessen
oder verdrängen:
ES SIND MENSCHEN;
DIE EINER FIRMA DAS GELD BRINGEN!
Ich hatte es mal in einer Betriebsratssitzung
so umschrieben:
Würden wir mit unseren Kunden so umspringen wie mancher Vorgesetzte
mit seinen "Untergebenen",dann könnten wir so manches
Billy-Regal selbst fressen!
Tagebuch
Juni 2001
06. Juni 2001
Gegen 15.00 Uhr hatte meine Onkologin
Frau Dr. med. Staib-Sebler aus der Uniklinik Frankfurt am Main
angerufen und mir mitgeteilt, daß mein Tumormaker in ca
6 Wochen nochmals kontrolliert werden müßte, da er
etwas von der Norm abgewichen sei. Nun wollte sie sich erst mal
mit meinem Leberarzt Dr. von Wagner in Verbindung setzen, ob die
Erhöhung mit meiner Interferonbehandlung in Verbindung gebracht
werden kann. Bin mal gespannt, wie das nun wieder endet...
Aber so ist das eben; wie ich
es auch schon in den ganzen Monaten zuvor beschrieben habe:
da geht es dir ein paar Tage ganz okay
und dann gibt es auch gleich auch schnell mal wieder eins auf
die Fresse,
damit man nur nicht zu übermütig wird.
Privat ist auch nicht alles im
reinen zur Zeit...
Donnerstag, 07. Juni 2001
Nachmittags hatte ich mich mit
Helga im Main-Taunus-Zentrum getroffen,
um mit ihr den Film PEARL HARBOUR im Kinopolis anzuschauen.
Helga hatte zwischenzeitlich auch
mit meinem Leberspezialisten - Dr. M. von Wagner - in der Uniklinik
Frankfurt am Main telefoniert. Und das Ergebnis war,
daß ich mich mal wieder zu früh "aufgeregt"
hatte.
1.) war der Tumormaker nur minimal gestiegen, daß es kaum
der Rede wert war und
2.) sei das unter dem Einfluß des Interferons normal, das
sich der Wert etwas erhöhen kann.
Nun gut!, aber einen Schlag in die Fresse gibt es dabei trotzdem.
Dienstag, 12.06.2001 10:41
Endlich geht es in Urlaub!
Der Countdown für den 7-Tage-Trip nach Mallorca mit Spielern,
Betreuern und Freunden des FC 1931 EDDERSHEIM hat begonnen...
Heute Abend um 20.00 Uhr ist Einchecken am Airport;
morgen früh um 04.20 Uhr werden wir in den Himmel aufsteigen,
um zwei Stunden später in Las Palmas zu landen.
Dann ist noch eine ca. einstündige Busfahrt angesagt, bis
wir unser Domizil erreichen werden.
Ich kann an dieser Stelle schon sagen, daß ich mich tierisch
auf diese 7 Tage freue.
LET'S GO CRAZY...
Samstag, 23.06.2001 14:30
Am Mittwochnacht gegen 23.35 Uhr
sind wir alle wieder gutgelaunt,
sonnengebräunt und gesund in Frankfurt am Main gelandet.
Der 7-Tageurlaub in Cala Ratjada
auf Mallorca war einfach tierisch geil.
Zumal wir überwiegend nur strahlenden Sonnenschein
und Temperaturen zwischen 23 und 30° hatten.
Das Hotel war in Ordnung, auch
wenn es NUR ein 3-Sterne Hotel war.
Was auf dem Zimmer fehlte war schlicht und einfach ein kleiner
Kühlschrank,
denn die gekauften Getränke hatten ruckzuck Kaffeetemperatur.
Das TV-Gerät - welches auch nicht vorhanden war -
fehlte mir keine einzige Minute.
Es war auch sehr schön für
mich, daß man einige Leute auch einmal von
einer ganz anderen Seite kennenlernen konnte. Mir persönlich
haben die Gespräche
mit Tucker 69, Jo Blacky, Knipser, den italienischen Gesangsstar
und dem Ex-Torwart
sehr gut getan. Aber am meisten war ich doch über Tucker
69 überrascht,
der ein wunderbarer und gefühlsbetonter Mensch ist.
Einen Ausflug nach Las Palmas
hatte ich mit Michael K. und Heine E.
auch unternommen, da Michael K. sich ein Auto für die sieben
Tage genommen hatte.
Ein Besuch des "berühmten" Ballermann 6 durfte
da auch nicht fehlen.
Zum Ballermann kann ich nur sagen, daß ich noch nie zuvor
eine derartige
geballte Ladung an besoffenen Menschen auf einem Haufen gesehen
habe.
Es war teilweise schon ekelhaft, wie sich manche "Deutsche"
da so benommen haben.
Ich hatte ein Doppelzimmer mit
dem jahrzehntelangem Betreuer des FC 1931 Eddersheim
Heine E. zusammen,
der im kommenden Monat - am 14. Juli 2001 - seinen 80. Geburtstag
feiert. Er ist ein sehr netter und auch sehr angenehmer Mensch,
der viel zu erzählen hatte.Dabei blieb manchmal vor Lachen
kein Auge trocken. Obwohl auch Geschichten aus dem Krieg dabei
waren, die mir persönlich sehr unter die Haut gingen.
Zu erzählen gibt es zum Schluß nur noch, daß
ich jetzt Glatze trage. Helga hat ganz schön geschaut, als
sie mich aus dem Flughafengate kommen sah. Aber viele sagten mir
inzwischen auch, daß es mir ganz gut stehen würde.
Samstag, 30. Juni 2001
Heute feiern wir in einem ganz
kleinen Kreis meinen 51. Geburtstag bei meinen Schwiegereltern
in Eddersheim. Dazu habe wir nur sehr wenige Leute eingeladen.
Eigentlich wollte ich gar keine Feier ausrichten, aber es lenkt
doch immer etwas ab und ich bin eigentlich immer sehr gerne mit
Menschen zusammen, die eine gewisse Lebenserfahrung mitbringen.
Es ist schon irgendwie erschreckend
wie schnell auf einmal die Jahre an einem vorbeiziehen.
Gestern war man noch 30 und heute ist man schon 51...
Bin mal gespannt wo das noch hinführen soll?
Tagebuch
Juli 2001
01. Juli 2001
Heute hatte Helga ihren 44. Geburtstag...
Herzlichen Glückwunsch,
mein Schatz!!!
Sonntag, 15. Juli 2001
Heute soll nun wieder mal ein
Eintrag erfolgen, denn es ist nun auch schon wieder eine Zeit
vergangen, seit ich den letzten größeren Eintrag getätigt
habe.
Von Thomas E. habe ich erfahren,
daß Helga, die bei ihm im Haus wohnt, von ihren Ärzten
erfahren hat, daß es für sie keine Rettung mehr geben
soll. Die Metastasen haben einen großen Teil ihrer Organe
besetzt.
Helga lernte ich 1999 bei meiner
zweiten Rehamaßnahme in Bad König kennen. Sie stammt
ebenfalls aus meinem Ort und war wegen Brustkrebs in Reha. Damals
schien sie es aber ganz gut überwunden zu haben, denn ich
erfuhr nichts gegenteiliges.
Nun plötzlich das!...
Aber so ist das eben mit dieser Krankheit, die eigentlich gar
keine ist. Sobald man sich irgendwie etwas sicher wiegt und meint,
das schlimmste überwunden zu haben, gibt es so oft wieder
einen in die Fresse.
Mittwoch, 18.07.2001
Gestern waren wir - Helga, Gerd
S., Sandra, Jürgen, Rosi und Sonja D. - im Colos-Saal in
Aschaffenburg. Randy Hanson hatte mal wieder einen Gig gegeben.
Wie immer war es ein einzigartiges
Konzert dieses weltbesten Hendrix-Interpreten. Ich hatte den ganzen
Gig vorne an der Bühne verbracht, und mein rechtes Ohr war
ca. 10 cm vor der rechten Lautsprecherwand.
Da habe ich mir 2 Stunden mal wieder schön die Hirnwindungen
durchblasen lassen.
Helga war auch ganz begeistert.
Auch wenn sie wgen ihrem Ohrpfeifen das Konzert zu 90 % von hinten
beobachtet hatte.
Donnerstag, 26.07.2001
Seit ein paar Tagen hat mich so
eine beschissene Unruhe in ihre Krallen genommen und schüttelt
mich seelisch ziemlich durch. Außerdem ist es mir fast jeden
Tag übel. Aber das kann auch vom Rauchen sein...
Das ist auch so ein Punkt, der
mich persönlich unheimlich ankotzt! Da habe ich nun über
drei Jahre nicht geraucht und fange mit dieser Scheiße dann
wieder während meiner zweiten Rehamaßnahme 1999 an.
Erst hatte ich es ja noch einigermaßen im Griff, aber inzwischen
ist diese fuckin'-Raucherei wieder zu einer richtigen Sucht geworden.
Muß es einfach wieder schaffen mit dieser Scheiße
aufzuhören!!!
Heute morgen hatte ich mich mal
wieder auf die Waage gestellt und sie zeigte mir zwei erfreuliche
Zahlen: eine 9 und eine 8. Das bedeutet: ich wiege zur Zeit noch
98 kg und habe seit Februar diesen Jahres 19 kg abgenommen.
Auf der Arbeit habe ich auch nur
fuckin' time...
Diese verlogene und menschenverachtende Tretmühle eines Weltunternehmens
ist schon ziemlich hart. Oder kochen die bei uns in Wallau ihre
eigene Suppe???
Wer weiß!!!???
Es ist schon erstaunlich wie sich manche gedreht haben und der
Firma oder ihren Vorgesetzten in den Arsch kriechen oder sich
von dieser "Hirnpolizei" durch die Mangel drehen lassen.
Aber man will ja aus verschiedenen Gründen keine Namen nennen.
Hahaha, verlogene Welt!!!
Ich erinnere mich da speziell
an eine ganz "hohe Person" unsere Firma, die mir bei
einem persönlichen Gespräch sagte und dabei auf eine
weibliche Mitarbeiterin deutete: siehst Du, Gernot, das ist die
Mitarbeiterin XY und sie ist das Potenzial von morgen und die
Zukunft unseres Unternehmens.
Einige Zeit später saß diese Mitarbeiterin weinend
im Betriebsratsbüro, weil sie von der "hohen Person"
gefeuert wurde.
Aber ich lasse mir von keinen
Plastikmenschen die Brille der Erkenntnis von den Augen reißen.
Sollen sie doch erst mal durch Welten wandern, die meine Füße
betreten haben.
Sollen sie doch erst mal in wildernden Schmerzen suhlen, die ein
Teil meines Lebens waren.
Manipulierte Roboter, geschaffen
aus Abschaum und Müll.
Nix haben sie kapiert, außer wie man Ärsche leckt und
sabbernden Speichel aus dem Kinnwinkel schlappert.
Tagebuch August 2001
Dienstag, 07.08.2001 23:27
Seit ca. zwei drei Wochen trage
ich eine Last mit mir herum die ich nicht deuten kann...
Es ist eine gesundheitliche Last...
Dr . von Wagner mein Leberspezialist
- und dem ich über alles für seine Hilfe dankbar bin
- sagt zwar immer das meine Leberwerte nach unten gehen, daß
der Tumormaker im grünen Bereich ist und das Interferon meine
Leberentzündung ganz gut unter Kontrolle hat.
Doch - und ich wiederhole mich
leider - ich bin seit ein paar Wochen angekratzt. Vielleicht liegt
es auch an den vielen Tabletten die ich täglich in mich reinstopfen
muß, vielleicht liegt es auch wieder an den Interferonspritzen...
ABER MIR GEHT ES EINFACH BESCHISSEN!
Übelkeit, Gliederschmerzen, Kopfweh etc. sind meine täglichen
Begleiter; und sie setzen mir ganz schön zu.
(Fortsetzung folgt bald...)
Mittwoch 22.08.2001 17:44
Fortsetung vom 07.08.2001:
Helga und ich haben z.Zt. Urlaub und es ist sehr angenehm, die
Seele etwas baumeln zu lassen.
Anfang August wäre eigentlich
meine Behandlung mit Interferon zu Ende gewesen. Bei einem Gespräch
mit meinem Leberarzt Dr. von Wagner aus der Uniklinik in Frankfurt
am Main teilte ich ihm meinen Wunsch auf Therapieverlängerung
mit. Obwohl ich mir sehr genau im Klaren darüber war, dass
das ein halbes Jahr Verlängerung bedeuten würde - mit
all seinen Nebenwirkungen etc. - entschloß ich mich letztendlichst
doch für diesen Schritt. Zum einen erhoffe ich mir eine Stabilisierung
meines Heilungsprozesses und zum anderen sagte ich mir: wenn es
bisher geholfen hat, warum soll es da nicht auch eine Fortsetzung
in der Zukunft geben.
Am 18. August 2001 war ich zur
15 Jahresfeier des EishockeyFanClubs Mörfelden-Walldorf.
Leider wurden aber keine Spieler der Frankfurt Lions zu diesem
Ereignis abgestellt. Vom Vorstand oder der Geschäftsstelle
ließ sich auch keine Sau sehen. So ist das ebn heute. Zur
Feier zum 5 jährigen Bestehen des FanClubs erschien noch
fast die Hälfte der 1. Mannschaft inkl. Vorsitzenden und
Betreuer. Aber heutzutage hat man das ja alles nicht mehr nötig.
Was ist der gewöhnliche Fan schon wert? Er bringt doch -
außer seinen total überhöhten Eintrittspreisen,
seinen vielen Stunden die er für Auswärts- und Heimspielen
opfert und unzähligen DM für überteuerte Merchandisingprodukte
- nicht Eigentliches für den Verein, außer vielleicht
der Superstimmung in der Eissporthalle am Ratsweg. Es ist schon
traurig, wie der Mammon das Geschehen im Sport beherrscht. Aber
ich gebe dieHoffnung nicht auf, daß die Fans eines Tages
selbst erkennen, das sie heutzutage nur noch Statisten und Beiwerk
in einer vom Geld regierten Sportwelt sind. Eigentlich Schade!!!
Abends bin ich dann noch auf unser KickOff-Fest
von IKEA gefahren, dass in einem Harley Davidson Vereinsheim oder
einer Werkstatt in Hofheim-Wallau stattfand. Auffällig war
wieder einmal, das immer weniger Mitarbeiter zu den internen Festen
des Hauses kommen. Meistens sind es immer wieder die selben Gesichter
die man da antrifft.
Außer einem angenehmen Gespräch mit meiner Personalchefin
Gabi G. hat mich da nichts vom Hocker gerissen. Auch "WB"
grinste Honig-Kuchen-Pferd-gleich wie immer und gab sich von einer
kindisch naiven Seite, die man ja schon bei diversen Festen von
ihm gewohnt ist.
Was mir an diesem Abend beim IKEA-Fest
wirklich imponiert hatte war der Rahmen, in dem die Feier stattfand.
Wie schon erwähnt war es ein Harley Club. An der Decke hingen
antike Vehikel dieses Herstellers und die Räume waren ausgestattet
mit den tollsten Trophäen dieses einzigartigen Motorradherstellers.
Echt geil!
Zurück zu meiner Interferon-Theraphie
gibt es noch zu sagen, dass ich versuche für den Rest des
halben Jahres zu Hause zu bleiben und mich total der Theraphie
hinzugeben. Ich habe das im ersten Teil meiner Interferonbehandlung
gemerkt, dass es nichts ist, wenn man an manchen Tagen mit Gliederschmerzen,
Übelkeit und sonstigen Nebenwirkungen in der Firma herumhängt
und nicht das geringste von dem mitbekommt, das um einen herum
passiert.
Tagebuch
September 2001
Dienstag, 11. September 2001
11. September 2001, 08:45
Uhr
Eine entführte Boeing 767 der American Airlines fliegt in
einem scheinbaren Terroranschlag in den Nordturm. Die Stockwerke
94-99 werden getroffen.
11. September 2001, 09:03 Uhr
Eine weitere entführte Boeing 767 (von United Airlines) zerschellt
am Südturm und verursacht eine heftige Explosion. Stockwerke
78 bis 84 sind direkt betroffen.
11. September 2001, 10:05 UhrTwo
World Trade Center fällt in sich zusammen. Three und Four
World Trade Center werden mitgerissen.
11. September 2001, 10:29 Uhr
One World Trade Center fällt ebenfalls in sich zusammen.
Five und Six World Trade Center werden stark beschädigt.
Das World Trade Center (deutsch
Welthandelszentrum), abgekürzt WTC, war ein 1973 vollendeter
Gebäudekomplex am Südende des New Yorker Stadtteils
Manhattan. Die markanten Zwillingstürme (WTC 1 und WTC 2),
die Twin Towers, waren nach ihrer Fertigstellung kurzzeitig die
höchsten Wolkenkratzer der Erde, wurden aber bereits 1974
durch den Sears Tower in Chicago übertroffen.
Am 11. September 2001
wurden die Türme durch einen Terroranschlag zerstört.
Beim Einsturz begruben die Trümmer WTC 3 (Marriott Hotel)
unter sich. WTC 7 stürzte am Abend ebenfalls ein, nachdem
es mehrere Stunden zuvor durch Teile der eingestürzten Zwillingstürme
in Brand geraten war. WTC 4, WTC 5 und WTC 6 wurden so schwer
beschädigt, dass sie später abgerissen werden mussten.
Es starben 2.749
Menschen, die sich im WTC aufhielten, darunter 147
die den beiden Flugzeugen saßen, die die Attentäter
in die Zwillingstürme steuerten. Ebensfalls starben 412
der im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute (343)
und Polizisten (69). U. a. durch
deren Einsatz konnten sich die meisten der ca. 18.000 Gebäudenutzer
vor dem 1 bzw. 1,5 Stunden späteren Einsturz der Türme
auch ohne funktionierende Fahrstühle noch retten. Insgesamt
wurden 2.749 Tote gezählt, darunter
auch 11 deutsche Staatsbürger.
Für die Anschläge werden islamistische
Selbstmordattentäter, die vom Terrornetzwerk Al-Qaida ausgebildet
und beauftragt wurden, verantwortlich gemacht. Der Anschlag führte
zu weltweiter Empörung und Trauer und zu weit reichenden
geopolitischen Konsequenzen, in dessen Folge Angriffskriege in
Afghanistan und im Irak durch die USA geführt wurden.
Komplette Passagierliste von American Airlines
flight 11
Komplette Passagierliste von American
United
Airlines flight 175
Der Tag an dem sich die Welt veränderte.
Der Tag der Feigheit. Der Trauer. Des Unverständnisses. Der
Verzweiflung. Der Angst. Des Terrors. Der Helden. Der Toten. Der
Überlebenden. Der Fliehenden.
In Memory of all the F.D.N.Y. heroes that gave
their life unselfishly to try and help the victims of the World
Trade Center bombings September 11th 2001
This "WALL" will always stand as a memory
of the hero's of the F.D.N.Y.

Ihr werdet nie vergessen:
Peter Ganci Jr. Chief Of Dept. Brooklyn, William
Feehan 1st DC Brooklyn, Martin Egan Jr. Division 15 Brooklyn,
Joseph Farrelly Division 1 Manhattan, Thomas Moody Division 1
Manhattan, Thomas Haskell Jr. Division 15 Brooklyn, Matthew Ryan
Battalion 1 Manhattan, Paul Mitchell Battalion 1 Manhattan, Joseph
Grzelak Battalion 48 Brooklyn, Joseph Maloney Battalion 6 Manhattan,
Glenn Perry Battalion 12 Manhattan, Philip
Petti Battalion 7 Manhattan,Stephen
Harrell Battalion 7 Manhattan,Joseph
Marchbanks Jr Battalion 12 Manhattan, Charles Margiotta Battalion
22 Staten Island, William McGovern Battalion 2 Manhattan, Richard
Prunty Battalion 2 Manhattan, Thomas McCann Battalion 8 Manhattan,
Dennis Devlin Battalion 9 Manhattan, Alan Feinberg Battalion 9
Manhattan, Charles Garbarini Battalion 9 Manhattan,Edward Geraghty
Battalion 9 Manhattan, John Paolillo Battalion 11 Manhattan, Thomas
Ohagan Battalion 4 Manhattan, Kenneth Phelan Battalion 32 Brooklyn,
Dennis Cross Battalion 57 Brooklyn, Geoffrey Guja Battalion 43
Brooklyn, John Moran Battalion 49 Queens, Mychal Judge Chaplain
Brooklyn,Ronald Bucca Fire Marshal Headquarters, Donald Burns
Command Center Manhattan, Timothy Higgins Special Op. Manhattan,
Raymond Downey Special Op. Manhattan, Michael Russo Special Op.
Manhattan, Joseph Mascali Tactical Support Staten Island, Eric
Allen Squad 18 Manhattan, James Amato Squad 1 Brooklyn, Joseph
Angelini Rescue 1 Staten Island, Louis Arena Ladder 5 Manhattan,
Daniel Brethel Ladder 24 Manhattan, Andrew Brunn Ladder 5 Manhattan,
Peter Carroll Squad 1 Brooklyn, Robert Curatolo Ladder 16 Manhattan,
Andrew Desperito Engine 1 Manhattan, Thomas Foley Rescue 3 Staten
Island, Sean Hanley Ladder 20 Manhattan, Thomas Hannafin Ladder
5 Manhattan, Timothy Haskell Squad 18 Manhattan, William Henry
Rescue 1 Manhattan, Walter Hynes Ladder 13 Manhattan, Dennis McHugh
Ladder 13 Manhattan, Robert McPadden Engine 23 Manhattan, Martin
McWilliams Engine 22 Manhattan, Dennis Mojica Rescue 1 Manhattan,
Manuel Mojica Squad 18 Manhattan, William O'Keefe Division 15
Brooklyn, Patrick O'Keefe Rescue 1 Staten Island, Kevin O'Rourke
Rescue 2 Staten Island, Lincoln Quappe Rescue 2 Staten Island,
John Santore Ladder 5 Manhattan, Gerard Schrang Rescue 3 Staten
Island, Timothy Stackpole Division 11 Brooklyn, Daniel Suhr Engine
216 Brooklyn, Lawrence Virgilio Squad 18 Manhattan, Michael Warchola
Ladder 5 Manhattan, Michael Weinberg Engine 1 Manhattan, Glenn
Wilkinson Engine 238 Brooklyn, John Williamson Battalion 6 Manhattan,
Raymond York Engine 285 Queens, Joseph Agnello Ladder 118 Brooklyn,
Brian Ahearn Battalion 13 Manhattan, Richard Allen Ladder 15 Manhattan,
Calixto Anaya Jr. Engine 4 Manhattan, Joseph Angelini Jr Ladder
4 Manhattan, Faustino Apostol Jr. Battalion 2 Manhattan, David
Arce Engine 33 Manhattan, Carl Asaro Battalion 9 Manhattan, Gregg
Atlas Engine 10 Manhattan, Gerald Atwood Ladder 21 Manhattan,
Gerard Baptiste Ladder 9 Manhattan, Gerard Barbara Command Center
Manhattan, Matthew Barnes Ladder 25 Manhattan, Arthur Barry Ladder
15 Manhattan, Steven Bates Engine 235 Brooklyn, Carl Bedigian
Engine 214 Brooklyn, Stephen Belson Battalion
7 Manhattan, John Bergin Rescue 5 Staten
Island, Paul Beyer Engine 6 Manhattan, Peter Bielfeld Ladder 42
Bronx, Brian Bilcher Squad 1 Staten Island, Carl Bini Rescue 5
Staten Island, Christopher Blackwell Rescue 3 Staten Island, Michael
Bocchino Battalion 48 Brooklyn, Frank Bonomo Engine 230 Brooklyn,
Gary Box Squad 1 Staten Island, Michael Boyle Engine 33 Manhattan,
Kevin Bracken Engine 40 Manhattan, Michael Brennan Ladder 4 Manhattan,
Peter Brennan Rescue 4 Staten Island, Patrick Brown Ladder 3 Manhattan,
Vincent Brunton Ladder 105 Brooklyn, Greg Buck Engine 201 Brooklyn,
William Burke Jr Engine 21 Manhattan, John Burnside Ladder 20
Manhattan, Thomas Butler Squad 1 Staten Island, Patrick Byrne
Ladder 101 Brooklyn, George Cain Ladder
7 Manhattan, Salvatore Calabro Ladder 101
Brooklyn, Frank Callahan Ladder 35 Manhattan, Michael Cammarata
Ladder 11 Manhattan, Brian Cannizzaro Ladder 101 Brooklyn, Dennis
Carey Hazmat Staten Island, Michael Carlo Engine 230 Brooklyn,
Michael Carroll Ladder 3 Manhattan, Thomas Casoria Engine 22 Manhattan,
Michael Cawley Ladder 136 Queens, Vernon Cherry Ladder 118 Brooklyn,
Nicholas Chiofalo Engine 235 Brooklyn, John Chipura Engine 219
Brooklyn, Michael Clarke Ladder 2 Manhattan, Steven Coakley Engine
217 Brooklyn, Tarel Coleman Squad 252 Brooklyn, John Collins Ladder
25 Manhattan, Robert Cordice Squad 1 Staten Island, Ruben Correa
Engine 74 Manhattan, James Coyle Ladder 3 Manhattan, Robert Crawford
Safety Battalion Brooklyn, John Csci Hazmat Staten Island, Thomas
Cullen 3rd Squad 41 Staten Island, Edward Datri Squad 1 Staten
Island, Michael Dauria Engine 40 Manhattan, Scott Davidson Ladder
118 Brooklyn, Edward Day Ladder 11 Manhattan, Thomas Deangelis
Battalion 8 Manhattan, Manuel Delvalle Engine 5 Manhattan, Martin
Demeo Hazmat Staten Island, David Derubbio Engine 226 Brooklyn,
Gerard Dewan Ladder 3 Manhattan, George Dipasquale Ladder 2 Manhattan,
Kevin Donnelly Ladder 3 Manhattan, Kevin Dowdell Rescue 4 Staten
Island, Gerard Duffy Ladder 21 Manhattan, Michael Elferis Engine
22 Manhattan, Francis Esposito Engine 235 Brooklyn, Michael Esposito
Squad 1 Staten Island, Robert Evans Engine 33 Manhattan, John
Fanning Hazmop Staten Island, Thomas Farino Engine 26 Manhattan,
Terrence Farrell Rescue 4 Staten Island, Lee Fehling Engine 235
Brooklyn, Michael Fiore Rescue 5 Staten Island, John Fischer Ladder
20 Manhattan, Andre Fletcher Rescue 5 Staten Island, John Florio
Engine 214 Brooklyn, Michael Fodor Ladder 21 Manhattan, David
Fontana Squad 1 Staten Island, Robert Foti
Ladder 7 Manhattan, Andrew Fredericks Squad
18 Manhattan, Peter Freund Engine 55 Manhattan, Thomas Gambino
Jr. Rescue 3 Staten Island, Thomas Gardner Hazmat Staten Island,
Matthew Garvey Squad 1 Brooklyn, Bruce Gary Engine 40 Manhattan,
Gary Geidel Rescue 1 Staten Island, Denis Germain Ladder 2 Manhattan,
Vincent Giammona Ladder 5 Manhattan, James Giberson Ladder 35
Manhattan, Ronnie Gies Squad 288 Queens, Paul Gill Engine 54 Manhattan,
John Ginley Engine 40 Manhattan, Jeffrey Giordano Ladder 3 Manhattan,
John Giordano Hazmat Staten Island, Keith Glascoe Ladder 21 Manhattan,
James Gray Ladder 20 Manhattan, Jose Guadalupe Engine 54 Manhattan,
Joseph Gullickson Ladder 101 Brooklyn, David Halderman Squad 18
Manhattan, Vincent Halloran Ladder 8 Manhattan, Robert Hamilton
Squad 41 Staten Island, Dana Hannon Engine 26 Manhattan, Daniel
Harlin Ladder 2 Manhattan, Harvey Harrell Rescue 5 Staten Island,
Terence Hatton Rescue 1 Staten Island, Michael Haub Ladder 4 Manhattan,
Michael Healey Squad 41 Staten Island, John Heffernan Ladder 11
Manhattan, Ronnie Henderson Engine 279 Brooklyn, Joseph Henry
Ladder 21 Manhattan, Thomas Hetzel Ladder 13 Manhattan, Brian
Hickey Rescue 4 Staten Island, Jonathan Hohmann Hazmat Staten
Island, Thomas Holohan Engine 6 Manhattan, Joseph Hunter Squad
288 Queens, Jonathan Ielpi Squad 288 Queens, Frederick Ill Jr
Ladder 2 Manhattan, William Johnston Engine 6 Manhattan, Andrew
Jordan Ladder 132 Brooklyn, Karl Joseph Engine 207 Brooklyn, Anthony
Jovic Battalion 47 Queens, Angel Juarbe Jr. Ladder 12 Manhattan,
Vincent Kane Engine 22 Manhattan, Charles Kasper Battalion Soc
Staten Island, Paul Keating Ladder 5 Manhattan, Richard Kelly
Jr. Ladder 11 Manhattan, Thomas Kelly Ladder 105 Brooklyn, Thomas
Kelly Ladder 15 Manhattan, Thomas Kennedy Ladder 101 Brooklyn,
Ronald Kerwin Squad 288 Queens, Michael Kiefer Ladder 132 Brooklyn,
Robert King Jr Engine 33 Manhattan, Scott Kopytko Ladder 15 Manhattan,
William Krukowski Ladder 21 Manhattan, Kenneth Kumpel Ladder 25
Manhattan, Thomas Kuveikis Squad 252 Brooklyn, David Laforge Ladder
20 Manhattan, William Lake Rescue 2 Staten Island, Robert Lane
Engine 55 Manhattan, Peter Langone Squad 252 Brooklyn, Scott Larsen
Ladder 15 Manhattan, Joseph Leavey Ladder 15 Manhattan, Neil Leavy
Engine 217 Brooklyn, Daniel Libretti Rescue 2 Staten Island, Carlos
Lillo Paramedic Battalion 49 Queens, Robert Linnane Ladder 20Manhattan,
Michael Lynch Ladder 4 Manhattan, Michael Lynch Engine 40Manhattan,
Michael Lyons Squad 41 Staten Island, Patrick Lyons Squad 252
Brooklyn, Joseph Maffeo Ladder 101 Brooklyn, William Mahoney Rescue
4 Staten Island, Kenneth Marino Rescue 1 Staten Island, John Marshall
Engine 23 Manhattan, Peter Martin Rescue 2 Staten Island, Paul
Martini Engine 201 Brooklyn, Keithroy Maynard Engine 33 Manhattan,
Brian McAleese Engine 226 Brooklyn,J ohn McAvoy Ladder 3 Manhattan,
William McGinn Squad 18 Manhattan, Robert Mcmahon Ladder 20 Manhattan,
Terence McShane Ladder 101 Brooklyn, Timothy McSweeney Ladder
3 Manhattan, Raymond Meisenheimer Rescue 3 Staten Island, Charles
Mendez Ladder 7 Manhattan, Steve Mercado Engine 40 Manhattan,
Douglas Miller Rescue 5 Staten Island, Henry Miller Jr. Ladder
105 Brooklyn, Robert Minara Ladder 25 Manhattan, Thomas Mingione
Ladder 132 Brooklyn, Louis Modafferi Rescue 5 Staten Island,C
arl Molinaro Ladder 2 Manhattan, Michael Montesi Rescue 1 Staten
Island, Vincent Morello Ladder 35 Manhattan, Christopher Mozzillo
Engine 55 Manhattan, Richard Muldowney Jr. Ladder 7 Manhattan,
Michael Mullan Ladder 12 Manhattan, Dennis Mulligan Ladder 2 Manhattan,
Raymond Murphy Ladder 16 Manhattan, Robert Nagel Engine 58 Manhattan,
John Napolitano Rescue 2 Staten Island, Peter Nelson Rescue 4
Staten Island, Gerard Nevins Rescue 1 Staten Island, Dennis Oberg
Ladder 105 Brooklyn, Daniel O'Callaghan Ladder 4 Manhattan, Douglas
Oelschlager Ladder 15 Manhattan, Joseph Ogren Ladder 3 Manhattan,
Samuel Oitice Ladder 4 Manhattan, Eric Olsen Ladder 15 Manhattan,
Steven Olson Ladder 3 Manhattan, Michael Otten Ladder 35 Manhattan,
Jeffrey Palazzo Rescue 5 Staten Island,
Orio Palmer Battalion 7 Manhattan, Frank Palombo Ladder 105Brooklyn,
Paul Pansini Engine 10 Manhattan, James Pappageorge Engine 23
Manhattan, Robert Parro Engine 8 Manhattan, Durrell Pearsall Rescue
4 Staten Island, Kevin Pfeifer Engine 33 Manhattan, Christopher
Pickford Engine 201 Brooklyn, Shawn Powell Engine 207 Brooklyn,
Vincent Princiotta Ladder 7 Manhattan, Kevin Prior Squad 252 Brooklyn,
Michael Quilty Ladder 11 Manhattan, Ricardo Quinn Paramedic Battalion
57 Brooklyn, Leonard Ragaglia Engine 54 Manhattan, Michael Ragusa
Engine 279 Brooklyn, Edward Rall Rescue 2 Staten Island, Adam
Rand Squad 288 Queens, Donald Regan Rescue 3 Staten Island, Robert
Regan Ladder 118 Brooklyn, Christian Regenhard Ladder 131 Brooklyn,
Kevin Reilly Engine 207 Brooklyn, Vernon Richard Ladder 7 Manhattan,
James Riches Engine 4 Manhattan, Joseph Rivelli Jr. Ladder 25
Manhattan, Michael Roberts Ladder 35 Manhattan, Michael Roberts
Engine 214 Brooklyn, Anthony Rodriguez Engine 279 Brooklyn, Matthew
Rogan Ladder 11 Manhattan, Nicholas Rossomando Rescue 5 Staten
Island, Paul Ruback Ladder 25 Manhattan, Thomas Sabella Ladder
13 Manhattan, Christopher Santora Engine 54 Manhattan, Gregory
Saucedo Ladder 5 Manhattan, Dennis Scauso Hazmat Staten Island,
John Schardt Engine 201 Brooklyn, Fred Scheffold Battalion 12
Manhattan, Thomas Schoales Engine 4 Manhattan, Gregory Sikorsky
Squad 41 Staten Island, Stephen Siller Squad 1 Staten Island,
Stanley Smagala Jr. Engine 226 Brooklyn, Kevin Smith Hazmat Staten
Island, Leon Smith Jr. Ladder 118 Brooklyn, Robert Spear Jr. Engine
26 Manhattan, Joseph Spor Rescue 3 Staten Island, Lawrence Stack
Battalion 50 Queens, Gregory Stajk Ladder 13 Manhattan,J effrey
Stark Engine 230 Brooklyn, Benjamin Suarez Ladder 21 Manhattan,
Christopher Sullivan Ladder 111 Brooklyn, Brian Sweeney Rescue
1 Staten Island, Sean Tallon Ladder 10 Manhattan, Allan Tarasiewicz
Rescue 5 Staten Island, Paul Tegtmeier Engine 4 Manhattan, John
Tierney Ladder 9 Manhattan, John Tipping 2nd Ladder 4 Manhattan,
Hector Tirado Jr. Engine 23 Manhattan, Richard Vanhine Squad 41
Staten Island, Peter Vega Ladder 118 Brooklyn, Lawrence Veling
Engine 235 Brooklyn, John Vigiano Ladder 132 Brooklyn, Sergio
Villanueva Ladder 132 Brooklyn, Robert Wallace Engine 205 Brooklyn,J
effrey Walz Ladder 9 Manhattan, Kenneth Watson Engine 214 Brooklyn,
David Weiss Rescue 1 Staten Island, Timothy Welty Squad 288 Queens,
Eugene Whelan Engine 230 Brooklyn, Edward White Engine 230 Brooklyn,
Mark Whitford Engine 23 Manhattan, David Wooley Ladder 4 Manhattan.
+++++ +++ +++++
Einige Männer dieser Feuerwache, die schon
vor dem Anschlag wegen Gasalarm in unmittelbare Nähe des
World Trade Centers einen Einsatz hatten, waren auch die ersten
am World Trade Center nach Einschlag der ersten Airplane.
(Anruf auf der Wache "Hier riecht es nach
Gas!" Hatte aber nichts mit dem Anschlag selbst zu tun.)
Darüber ist auch eine sehr ausführliche
Dokumentation auf DVD erhältlich:
11. September - Die letzten Stunden
im World Trade Center
Aus der Amazon.de-Redaktion
Ende Juni 2001 begannen die Brüder Jules und Gedeon Naudet
in einem Feuerwehrhaus in New York zu filmen. Sie wollten den
Alltag eines jungen Feuerwehrmannes zeigen, der, frisch von der
Akademie kommend, seinen Job antrat. Das erschütterndste
Ereignis, das während der folgenden Monate eintrat, war der
Tod eines jungen Kollegen. Niemand konnte ahnen, dass es bald
unvorstellbar viel schlimmer kommen würde.
Am Morgen des 11. Septembers bricht Jules
mit einigen Feuerwehrleuten zu einer Routinefahrt auf. Da hört
er plötzlich den Lärm eines Flugzeugs dicht über
der Stadt, reißt die Kamera hoch und filmt als Einziger
den Moment, als das erste Flugzeug in den Nordturm des World Trade
Centers rast. Vor Schreck lässt er fast die Kamera fallen.
Aber das ist erst der Anfang des Horrors, der in den folgenden
eineinhalb Stunden über die Feuerwehrmänner und ganz
New York hereinbrechen wird.
Jules fährt mit den Feuerwehrleuten zum
WTC, wo die Chefs in der Lobby des brennenden Turms ihr Hauptquartier
einrichten. Ständig neu eintreffende Feuerwehrmänner
werden nach oben geschickt. Da kein Fahrstuhl mehr funktioniert,
bedeutet das, dass sie mit über 60 Pfund Gewicht auf dem
Rücken mehr als 80 Stockwerke hinauflaufen müssen.
Die Dokumentation erhält ihre emotionale
Spannung vor allem durch die verschiedenen Blickwinkel, aus denen
der Zuschauer das Geschehen erlebt. Einerseits Jules im Inneren
des WTCs, andererseits Gedeon von außen, dazwischen Interviews
mit überlebenden Feuerwehrmännern. Zum Ende hin wird
es allerdings etwas zu pathetisch. So sieht man Passanten und
Feuerwehrleute, dick mit Staub bedeckt, aus den Trümmern
wanken, begleitet von getragener Musik.
Das vorliegende Video bildet ein einmaliges,
authentisches Dokument der Ereignisse des 11. Septembers. Jules
war der einzige Kameramann, der noch innerhalb des World Trade
Centers filmen konnte, bevor die Gebäude einstürzten.
Der ganze Film mit seinen über zwei Stunden Dauer plus einer
weiteren Stunde Interviews mit überlebenden Feuerwehrmännern
ist allerdings etwas lang geraten. Wohltuend sind die ausnahmslos
nachdenklichen Worte der Überlebenden, die sich keineswegs
als Helden fühlen. Sie haben Glück gehabt, das wissen
sie. Nach dem Verlust so vieler Kollegen ist ihr Job jedoch nicht
mehr derselbe wie zuvor. --Elke Wolter
11. September 2001 [Bearbeiten]
Einer der Terroranschläge am 11. September
2001 in den USA galt dem Pentagon, das an seinem
„60. Geburtstag“ punktuell beschädigt wurde.
Dabei kamen 125 Menschen ums Leben. Dank der befestigten Bauweise
von 1941, die ursprünglich für die Lasten der Akten
verstärkt ausgeführt wurde, sind nicht mehr Menschen
ums Leben gekommen. Auch die Sicherheitsfenster und die 2001 kurz
vor den Anschlägen neu eingebaute bzw. überholte Sprinkleranlage
haben vielen Menschen im 1. Stock und in den angrenzenden Blöcken
das Leben gerettet. Erst 19 Minuten nach dem Einschlag der Boeing
757 und dem ausbrechenden Feuer brach der 1. Stock in sich zusammen.
Das Einschlagloch war anfangs fast nicht auszumachen,
da die entführte Boeing 757 mittig auf ein Eisentor für
Zulieferer einschlug und erst im Gebäude-Komplex in einer
Kerosin-Feuerwolke explodierte.
Aufgrund der starken Beschädigungen am
Gebäude, der extrem geringen Beschädigung um das Gebäude,
widersprüchlicher Zeugenaussagen und dem Vorenthalten von
Informationen (z. B. Videoaufnahmen) durch das Verteidigungsministerium
kursieren einige von der so genannten "offiziellen Version"
abweichende Theorien über den Anschlag.
Komplette Passagierliste von American
Airlines flight 77
11. September 2001: Eine 757 (Flug UA93)der
United Airlines (N591UA) wird kurz nach dem Start in Newark entführt
und stürzt auf freiem Feld in der Nähe von Shanksville/Pennsylvania
ab.
Alle 45 Personen an Bord kommen ums
Leben.
Komplette Passagierliste von
United
Airlines flight 93
Anmerkung von mir:
Ich habe diesen Artikel erst am 08. - 09. September 2006 geschrieben.
Also fast 5 Jahre später.
Als ich diese Homepage aktualisierte und einige Seiten in meinem
Tagebuch durchsah, stellte ich fest, dass die Seite September
2001 zwar existierte, aber vollkommen leer war.
Ich hätte sie so belassen können. Vielleicht nur die
brennende Kerzen wirken lassen. Aber nein, ich bin der Meinung,
dass Terror in welcher Form auch immer, kein Mittel zum Weltfrieden
ist.
Schwer wiegt auch die Frage: wo ligt der Anfang?
Und was hat diesen Haß so eskalieren lassen?
Auf jeden Fall, und das ist greifbar, befinden wir uns in einer
Situation die nur ANGST genannt wird.
Tagebuch
Oktober 2001
Samstag, 06.10.2001
H U R R A . . .
Seit gestern ist es nun endlich vorbei mit meiner Interferonbehandlung.
Gestern morgen hatte ich meinen Termin bei meinem Leberarzt Dr.
von Wagner in der Uniklinik Frankfurt am Main.
Ich fragte ihn, ob ich die Behandlung noch bis Januar 2002 weiterführen
müsste oder ob wir es beenden könnten. Der Grund war
einfach der, dass es mir nach den vergangenen Spritzen immer beschissener
ging. Mir war es teilweise so kotzelend, dass ich schon ab und
zu das Schlimmste befürchtete. Der Doc meinte, dass ich ja
den ersten Teil der Behandlung (Februar - Anfang August) erfolgreich
absolviert habe. Die Verlängerung der Interferonbehandlung
hatte ich ja selbst mit gewollt.
Tagebuch
November 2001
Donnerstag, 29.11.2001
Okay, okay...
...aber nicht immer hat man die Zeit, nicht immer hat man die
Lust...
Ausserdem soll ja das Tagebuch
nicht zu einer Routine meines Lebens werden. Nur ab und zu; und
vor allem auch nur dann, wenn ich Bock dazu habe...
Tagebuch
Dezember 2001
Donnerstag, 06.12.2001
Am Montag dieser Woche wurde Helga wieder von einem Hörsturz
heimgesucht. SCHEISSE!!!!
Kaum das es mir endlich wieder
etwas besser ging, gibt es wieder den nächsten Schlag in
die Fresse. Aber das sind wir ja zwichenzeitlich schon gewohnt.
Es wurde ein Teil unseres Alltages.
Montag, 10.12.2001
Das ganze Wochenende über
hatten mich starke Schmerzen in der Magengegend geplagt, die auch
bis heute noch nicht abgeklungen sind, deswegen war ich auch heute
bei Dr. von Wagner in der Uniklinik.
Er konnte aber auchkeine 100%ige Diagnose stellen, da es mehrere
Ursachen haben könnte. Zum einen konnte es mit einem Fehler
des Herzens zusammenhängen (Vorbote eines eventuell folgenden
Herzinfarkts) oder eine Nachwirkung der starken Medikamente welch
ich die ganzeZeit genommen hatte oder nur einfach eine Magen-Darm
Infektion. Wurde erst mal für den Rest der Woche krank geschrieben.
Das mit dem KRANK-SEIN ist inzwischen
auch so eine Sache, denn ich will es in der Firma nicht dazu kommen
lassen, dass sie mir noch aus krankheitsbedingten Gründen
die Kündigung aussprechen. Aber andererseits hat meine Gesundheit
die absolute Priorität vor allem anderen.
Freitag, 14.12.2001
Heute hatte ich meine halbjährliche
Nachuntersuchung in der Uniklink Frankfurt am Main bei Frau Dr.
Staib-Sebler.
Ich war um 06.45 Uhr aufgestanden,
hatte begonnen meine Flasche Kontrastmittel für die Computertommographie
(CT) zu trinken und bin dann gegen 07.20 Uhr Richtung Uniklink
abgefahren. Es war eine Saukälte draußen!!! Minus 7°.
Brrrrrrrrrr...!
An der Uniklinik sind sie ja zur
Zeit stark am Bauen. Heute war es nun so, dass der Besucherparkplatz,
der sowieso viel zu klein ist, auch noch mit einer neuen Einfahrt
versehen und teilweise auch NOCH kleiner umgebaut war. So bin
ich halt x-mal "ums Eck' " gefahren (wie wir hier in
Hessen sagen, wenn man mal ein wenig Suchen muß) und habe
dann etwas verkehrswidrig geparkt. Dem Parkwächter hatte
ich meinen Schwerbehindertenausweis und meinen Uniausweiss, der
mich als Krebskranken ausweist gezeigt und ihm geschildert, dass
ich schon einen Termin zeitlich überschritten habe. Er meinte
nur, daß ich den Schwerbehindertenausweis sichtbar ins Fahrzeug
legen sollte. Das tat ich dann auch.
Die Untersuchungen liefen alle
schnell und reibungslos ab. Frau Dr. Staib-Sebler war auch zufrieden
mit mir. Naja, wenigstens etwas!!!
Strafzettel hatte ich auch keinen
am Auto und so trollte ich mich wieder heimwärts.
Richtung Uniklink abgefahren.
Es war eine Saukälte draußen!!! Minus 7°. Brrrrrrrrrr...!
An der Uniklinik sind sie ja zur
Zeit stark am Bauen. Heute war es nun so, dass der Besucherparkplatz,
der sowieso viel zu klein ist, auch noch mit einer neuen Einfahrt
versehen und teilweise auch NOCH kleiner umgebaut war. So bin
ich halt x-mal "ums Eck' " gefahren (wie wir hier in
Hessen sagen, wenn man mal ein wenig Suchen muß) und habe
dann etwas verkehrswidrig geparkt. Dem Parkwächter hatte
ich meinen Schwerbehindertenausweis und meinen Uniausweiss, der
mich als Krebskranken ausweist gezeigt und ihm geschildert, dass
ich schon einen Termin zeitlich überschritten habe. Er meinte
nur, daß ich den Schwerbehindertenausweis sichtbar ins Fahrzeug
legen sollte. Das tat ich dann auch.
Die Untersuchungen liefen alle
schnell und reibungslos ab. Frau Dr. Staib-Sebler war auch zufrieden
mit mir. Naja, wenigstens etwas!!!
Strafzettel hatte ich auch keinen
am Auto und so trollte ich mich wieder heimwärts.