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Lyrik V.

Before I sink into the big sleep
I want to hear
I want to hear
The scream of the butterfly
- by Jim Morrison / The DOORS

oder

Lost in a Roman
wilderness of pain
and all the children are insane

- by Jim Morrison / DOORS

 

Von mir verfaßte Gedichte und Momenteindrücke ab 2005 ...

WORTE
© 16.03.2005 by Happy Mountain

Worte sind Worte
Küsse sind Küsse
Musenmund ist nicht Musenmund

Musenmund ist der Quell der Weißheit
Musenmund ist der Quell des Lebens

Ich war wissbegierig
und gab meinen Lippen ein Bad.

Erquickend der Moment
Erquickend die Erinnerung
Erquickend der Moment



HI DU

© 15.05.2006 - 11:37 Uhr by Happy Mountain

Ich liebe
das Unbekannte.
Das Mystische.
Die Geheimnisse.
Die Verborgenheit.
Die Anonymität.

Menschen die das können,
können auch lieben.
Und Lieben ist Macht,
denn Worte sind Schall.



DIE VULVA

© Februar 2008 by Happy Mountain

Ich blätterte in einer Illustrierten
Desinteressiert und von Langeweile geplagt
Meine Zunge beleckte den Finger
Der die Seite umschlug
Zunge Finger Seite
Zunge Finger Seite
Zunge Finger Seite
Seite
Gehirn an Finger
Gehirn an Zunge
Zurück
Drei Seiten zum Aufklappen
Farbig Grell Geil
Eine Nackte
In einem Rattansessel sitzend
Die Beine gespreizt
Eins hängt über der Lehne
Das andere auch
Verlockend offen
Erstrahlt die Vulva in ihrem Reiz
Sie lacht
Sie ruft
Sie lockt
Meine Augen saugen sich fest
Bohren sich ins Bild
Meine opiumsgleiche Fantasie
Zerdrückt meinen Verstand

„Oh Gott“, fragte ich in mir
„Wie konnte man so viel Schönheit schaffen“

Eine Vulva ist göttlich
Geschaffen von Feen und Elfen
Geschaffen aus den Tränen der Liebe
Geschaffen aus dem Teig der Lust
Geformt von Händen
So zart wie Schnee
Liebkost
Gestreichelt
Verwöhnt



ISA

© Oktober 2008 by Happy Mountain
(Teile entnommen aus der Welt auf der anderen Seite)

msn und icq
skype und wkw
die augen fallen mir fast zu
der rücken der tut weh
kontakt mit leuten die man kennt
kontakt mit menschen nie geseh'n

und wenn es dann
auch mal geschafft
das man einen kennenlernt
kommt schnell die frage in den sinn
was ist in diesem menschlein drin

eines tages kam dann isa
sie war aus neustadt nicht aus risa
sie schrieb mich an ganz frei und munter
ich fiel dann fast vom stuhl herunter
denn als ich zwischen zeilen las
das ich in einer zeitmaschine saß
ringsherum ich alles vergaß

ich flog weit weg und war ganz fort
fand mich dann wieder an bekanntem ort

vor tausenden von jahren
in einer nacht so warm
wie der schoß der aphrodite
erwachte ich
die rinde der palme
rizte meine haut
das silberne licht des mondes
spiegelte sich im blutstropfen
venus paarte sich mit anubis
auf einem altar
aus sternenstaub

der horizont im osten
spie einen feuerball
und ihre augen erweckten mich zum leben
musikanten
spielten
akkorde
umschlängelten
klänge

trommeln
flöten
zärtlich

blitze zeugen
im unterbewußtsein
die erkenntnis
der reinkarnation

déjà-vu

augen geschlossen
augen offen
die zeitmaschine ich vergaß
im mittelalter wieder getroffen

ein flämmlein züngelt
in reisig und stroh
leute starren
mit stierem blick
gefesselt
wie die person im weißen gewand
aus grobem lein
das flämmlein wird flamme
frißt sich knisternd
durch die inquisition

hexenwahn
und angst vor zauber
die glieder die schlottern
vor des priesters worten

in allen hexen stecken wölfe
nur in einer nicht
in der wunderbarsten von allen
isa tanzt
in einem ring aus feuer
und schüttelt ab
die macht
der bedruhung
mit einem schulterzucken
in der unendlichkeit
des universums
losgelöst
von den heilenden pflanzen
in ihrem garten
gegossen mit tränen
befreit
aus den pranken des schmerzes
und nur die wissenden
können ihre bewegungen deuten

turnt sie der tod an?
liebt sie ihn?
das leben tut viel mehr weh
wenn man stirbt
ist der schmerz zu ende

gesichter hinter masken
v erborgen hinter der anonymität
g esichter hinter schleiern
v erborgen in den träumen

musik
ist das instrument
der feen und elfen
und die dynamik
des tanzes
ist der orgasmus
der seele

schon lang hab ich geträumt
von einer zeit
die mich erfüllt
hab manchesmal gedankenweit
mein glück dem schicksal abverlangt

schon oft hab ich's versäumt
den sinn zu seh'n
mich eingehüllt
v erwundbarkeit
die stärke sucht
das sie die seele nicht berührt

so lang hab ich geträumt
im dunkeln dieser nacht
s o lang hab ich geträumt
bin heute erst erwacht

ein schrei
der stumm verhallt
kommt tief aus mir
ist kaum zu hör'n
erbarmungslos
so scheint es mir
wird meine hoffnung jäh zerstört

ein traum
er hält mich fest
in einer welt voll harmonie

will nicht verstehn
das jeder traum
der anfang
des erwachens ist

schon lang
hab ich geträumt
im dunkel dieser nacht
schon lang hab ich geträumt



ANONYMITÄT

© Februar 2009 by Happy Mountain

Gesichter hinter Masken
Verborgen hinter der Anonymität
Gesichter hinter Schleiern
Verborgen in den Träumen

ICH:
wir sind nicht verbrannt,
wir wurden auch nicht hingerichtet,
denn sie alle können uns nichts anhaben,
wir sind auf dem scheiterhaufen der sinnlichkeit
in ekstase verglüht.

DU:
ärgere mich gerade darüber, das mir die
erinnerungen unseres todes auf dem scheiterhaufen nicht
mehr zugegen ist:)) war sicher ein inbrünstiger tod voll
mit glücksgefühlen. alle glücksgefühle des universums
vereint:)

ICH:
warum ärgern? du hast doch mich



DER HÜTER
- by myself

ich bin nicht der zauberer
ich bin auch nicht der druide

ich bin nicht apollo
ich bin auch nicht ödipus

ich bin nicht vivaldi
ich bin auch nicht pharao

aber ich bin ein schamane,
der deine pussy liebkost

ich bin ein künstler,
dessen bühne deine quelle ist

ich bin neptun und poseidon,
der zwitter deiner fluten

ich bin der,
der sich an deiner quelle erqicked
ich bin der,
der deine quelle leertrinkt
ich bn der,
der sich an deinem fluß verbrennt

ich bin
der hüter deines grals

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