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Lyrik II.

Before I sink into the big sleep
I want to hear
I want to hear
The scream of the butterfly
- by Jim Morrison / The DOORS

oder

Lost in a Roman
wilderness of pain
and all the children are insane

- by Jim Morrison / DOORS

Von mir verfaßte Gedichte und Momenteindrücke 2000 - 2002


DAS THEATER MEINES LEBENS
(c) Anfang 2000 by Happy Mountain,
in a wunderful night of pain and love

Meine Augen öffnen sich im Morgentau.
Die Nacht ist zu Ende,
wenn der Tag die Dämmerung durchbricht.
Ich stehe taumelnd auf;
räkelnd... streckend,
die Arme der aufgehenden Sonne entgegenhaltend,
die meine Tränen trocknet
mit dem Frieden der Lieblichkeit.

Vor mir liegt ein glitzernder Schlüssel der mir befiehlt,
ihn aufzuheben.
Meine Hand umschließt das kalte Metall,
und ein gleißender Schmerz schleudert mich ins All.
Vorbei an wabernden Gaswolkenschweifen fallender Meteore.
Eine graugrüne Erscheinung kommt näher,
als ich den Gipfel der Unendlichkeit erklommen habe.
Sein langer zerzauster Bart flattert mir entgegen,
während er seine Laterne hebt
und ich sein Gesicht sehen kann,
das mich erschrocken zurücktaumeln lässt.

Was ist das?
Wieso ich?

Meine Augen saugen sich an dem Antlitz fest
und erstarren im Blick,
denn das Gesicht zerfällt
und gaukelt mit dem Bart an mir vorbei
in die gähnendeTiefe.

Ein zweites Gesicht bildet sich,
ganz zart formt sich das Antlitz aus dem Nichts.
Ein Baby starrt mich an
und ich... ...erkenne,
dass es mein Gesicht ist.
Ich erkenne, wie ich mich verändere.
Sehe meine Millionen Gesichter vorüberziehen;
sehe das Gesicht des Kindes,
des Schülers,
des Jünglings,
des Mannes.

Sehe das Gesicht im Rausch,
sehe das Gesicht wie es laut lacht,
als das LSD seine Wirkung begann.
Grau und stumpf blicken zwei Augen
aus tiefen Höhlen
und zeigen mir das Land von Morpheus
und seiner Schwesterr Morphine,
die mir ihren hohlen Nadelarm entgegenstreckt.

Ich sehe das Gesicht des Todes,
als die Offenbarung des Krebses kam;
und ich sah das Gesicht der Freude
und der weggeblasenen Angst,
als ich im Vorbereitungsraum lag,
dessen grüngestrichene Wände auf meinen Körper reflektierten.

Ich sah wie sich mein Gesicht löste von der Angst
und vor dem was jetzt kam.
Ich fühlte mich geborgen,
frei und voller Hoffnung.

Ich hörte das Piepen und Summen der Apparate
des Lebens,
sah das Flimmern und blitzen der Frequenzen
auf den Schirmen.
Sah die Kanülen
und ganz kleine Schläuche,
die sich einen Weg in meinen Körper bahnten.
Ich spürte das Einlaufen der Substanz,
die mich wegtrug in das Land des Vergessens.
Und Schmerzlosigkeit umschmeichelte mich.

Und als ich erwachte
blickte ich in Augen,
welche die dunkle Seite des Lebens erblickt hatten.
Augen,
die nicht mehr die gleichen waren;
die sich verändert hatten in ihrer Farbe
und die wissend blickten.
Ich hörte aus dem Mund der Gestalt
mit dem wehenden Umhang
und der flackernden Laterne die Worte:
du bist widergeboren
als Mensch,
der seinen Weg gehen wird,
denn du hast es erblickt

das Theater deines Lebens.........

MEINE GEDANKEN
© 29.12.2000 by Happy Mountain

Meine Gedanken
befinden sich in einem Strudel 
der Gefühle 
die ihren Ausweg durch den Dschungel meines Herzens suchen...

Verloren in einer Wildnis 
aus pulsierenden Schmerzen,
die mich zerreißen,
die mich gefangen halten
in zermarternden Gedanken...

Was ist nur geschehen?
Was ist nur durch die Unendlichkeit
zu uns vorgedrungen?

BÜHNENSCHATTEN
© Januar 2001 by Happy Mountain

Wenn dunkle Schatten einer gähnenden Leere
sich offenbaren,
dann will ich für Dich da sein
und Dich vor den Gespenstern der Nacht beschützen.
Silberfarbene Strahlen
eines sich davonschleichenden Mondes
beflecken meine heissen Glieder;
aber jeden Morgen geht
- mit gleissender Glut -
die Sonne wieder auf
und erwärmt die frierende Seele der Nacht,
die aus ihrem purpurnen Gewand schlüpft
und laut lachend
im Brennpunt der Hitze eintaucht.
Dieser Anblick und dieses Wissen
um das ständige Wiederkehren
lassen mein Herz und meine Seele
laut lachen.......
dem Dunklen leicht die Stirne bieten....
denn ich sehe ja Dich vor mir.

Daraufhin verbeugen sich die Hauptakteure
und der Vorhang des Theaters meines Lebens
lässt uns

auf die Seite unserer Homepage zurückkehren!!!...



DARKNESS
(c) 2001 by Happy Mountain

Während Schatten der Nacht
sich über mir ausbreiten
und die Dunkelheit
ihren Mantel um meine Schultern legt
blicken meine Augen nach innen
horcht mein Herz
auf den Pulsschlag des Verstehens

Blaue Pusteblumen
fallen klirrend auf die Stufen
des antiken Tempels
der offene Fragen
durch seine toten Fensterhöhlen
schleudert

Stechende Blicke
durchstoßen den Spiegel
wo verzerrte Fratzen
den Reigen beginnen

Meine Lippen
- verdörrt und metallisch kalt -
lassen den Schrei zu Eis gefrieren
in der mystischen Nacht
geschlungen aus Tränen
und zersplitterndem Schmerz

Dunkelheit deckt mich zu
mit safrangelber Kälte
während die Gräber
sich füllen
mit erstochenen Worten

MEINEID
(c) 2001 by Happy Mountain

Zerrissene Gedankenfetzen,
in taumelnde Erinnerung eintauchend,
wischt meine Hand über den schmierigen Tisch der Vergangenheit.

Aus aufgebrochenen Leibern quillt der faulige Mief vergangener Jahre.
Justizia schwingt ihr blutverschmiertes Schwert
und schneidet mir die Wahrheit aus meiner Seele.
Safrangelbe Seifenblasen zerplatzen
und verborgene Geheimnisse fließen durch die Neugier.

Pulsierend und zitternd offen liegt die Vulva sichtbar für alle,
bereit,
den Eid zu brechen...

SO LIEBLICH UND ZART
(c) 2001 by Happy Mountain

Ich nahm ein Geschöpf wie diese Frau mit in mein Leben;
die Liebe brauchte,
die eine Offenbarung ist wenn man sie kennen lernt,
die sich öffnen kann wie eine Blume mit umherflatternden Blütenarmen
- eine Zärtlichkeit -
und es ist eine vollkommene Freude sie um sich zu haben
für die Zeit,
die sie bleiben will;
für eine Nacht oder ein ganzes Leben,
für die Zeit,
die Gott sie mich haben lässt.

All ihre Arme,
mich umfassend,
werden überall zu einem Erlebnis der Lust.
Und ihre süßen Augen sehen mich an,
und ihr kleiner Mund küsst mich,
und ich schwöre,
sie hat den Körper einer griechischen Göttin,
so lieblich
und zart
und weich...

ZERRISSENE GEFÜHLE
(c) 2002 by Happy Mountain

Zerrissene Gefühle
in erblindeten Spiegeln.
Gemeucheltes Herz
in erstarrtem Leib.
Neonschatten
vorbeihuschender Erinnerungen,
eingebettet in Kristallen aus Eis.

Mein Schrei erstickt
am Knebel der Liebe,
der mich emporhebt
in den Schatten der Pein.

Mein Liebstes ist gegangen,
ließ mich allein
zurück
im Unrat meiner Gefühle.

Ich sollte teilen
mein Glück, meine Liebe.
Keine Antwort
auf wie und warum.

Stundenlanges Warten
vor verschlossenen Türen;
einsames Sehnen
nach Umarmung und Halt.

Kerzenschein hinter erleuchteten Fenstern,
Dunkelheit in meinen Gefühlen.
Lachen und Freude im Innern der Häuser,
stilles Weinen in meinem Herzen.

Stoßgebete zum Himmel,
doch niemand hört auf mein Fleh'n.

Im Radio ertönt ganz leise,

man kann es kaum versteh'n:
Schicksalsmelodie...



IN DEINER LIEBE
(c) 2002 by Happy Mountain for Helga

Wenn dunkle Wolken meine Seele umschließen,
denke ich an die Sonne in deinem Herzen.
Diese Strahlen geben mir die Wärme,
ohne die mein Leben erfrieren würde.

Wenn peinigende Ängste meine Seele ergreifen,
denke ich an die Kraft in deiner Liebe.
Dieses Elixier gibt mir die Power,
ohne die mein Leben verdorren würde.

Wenn zartweiße Wölkchen meine Seele umschmeicheln,
denke ich an die Sonne in deinem Herzen.
Diese Strahlen geben mir die Akkorde,
die mein Lachen erschallen lassen.

Wenn machtvoller Mut
meine Seele durchdringt,
denke ich an die Kraft

in deiner Liebe...



KIND DES LEBENS

© 24.09.2002, 01:05 Uhr by Happy Mountain
Geschrieben für eine Schwester

Wenn der Partner die Liebe verläßt,
der Vater zum Veräter wird;
wenn sich Freunde in Marionetten verwandeln
und der Kopf
durch berstende Glassplittergedanken
in Wahnsinn zerfällt,
dann ist die Zeit gekommen,
um den kalten Stahl des Dolches
aus dem Herzen zu ziehen.

Wenn ein Freak Zeilen schreibt,
der Stift zur Verbindung wird;
wenn sich Buchstaben mit einem Datum kreuzen
und der Schmerz
durch erschreckende Wellenlängen
zu Toden vordringt,
dann ist die Zeit gekommen,
um den irren Schmerz der Vergangenheit
im Sein zu erleben.

Wenn ein Tag zum 19. September wird,
der Zeiger auf 18 Uhr 27 springt;
wenn sich Menschen für immer von uns wenden
und die Nostalgie
durch zermarternde Sehnsuchtspein
zu Explosionen führt,
dann ist die Zeit gekommen;
um der zerstörerischem Macht des Marters
Einhalt zu gebieten.

DU?!
WACH AUF!

DU?!
STEH AUF UND LEBE!

Tauche ein in den Strudel
des Lebens.

Laß den Inhalt der zerbrochenen Sanduhr
durch deine Finger rinnen,
und begebe dich nicht
in die Hölle
eines parapsychischen Dschungels.

Erinnere dich an das Meer,
an die Wellen, das Rauschen.

Lausche den Erzählungen
der schillernden Muschel,
die du an dein Ohr hälst.

Laß deine Augen marschieren
auf den Farben des Regenbogens
und trage wieder deine Zöpfe.

Streife diesen Mantel von deinen Schultern,
der dich zu ersticken droht
und kleide dich mit Nacktheit.

Du bist
ein Stein der Mauer
die unser Sein
von der Finsternis trennt.

Nur weil wir durch Abgründe gehen,
werden wir
ein Kind des Lebens...



HEY, IHR ALLE !

© Donnerstag, 03.10.2002 by Happy Mountain

Ihr Blutsauger, Beutelratten und korrupten Politiker,
ihr Kinderschläger, -schänder und -mörder,
ihr Frauenschänder, Frauenhasser und Vergewaltiger,
ihr Arschlöcher, Idioten und Kriegstreiber;
ihr Lieben, Sanften und Humanisten,
ihr Verständnisvollen, Kranken und Pflegebedürftigen,
ihr Schriftsteller, Pfarrer und Justizbeamten:

Willkommen am Tag der Deutschen Einheit!



GUTEN NACHT !

© by Mittwoch, 16.10.2002, 03.20 Uhr Happy Mountain

Gute Nacht, ihr alle da draußen.
Bettet eure Häupter in die Kissen.
Öffnet eure Herzen.
Blasses Mondlicht
in euren Augen,
die sich sanft schließen,
während der Schlaf euch davon trägt. ... ...

Psssst!
Psssst!
Schlaft süß;
ihr geliebten Gestalten. ...

Guten Nacht.


TREIBSAND

Samstag, 27.10.2002, 01.20 Uhr
© by Happy Mountain

Aufsteigen ...
Emporfliegen ...
Explodieren in der Sonne ...
Auf der Schneide des Wahnsinns reiten,
nicht nach den Zügeln des Lebens suchen.

Versinken ...
Hinabtauchen ...
Implodieren in der Welle ...
Nach der Flosse des Delphins suchen,
nicht in Agonie der Angst verfallen.

Gespenstige Schatten
fragen mich nach dem Weg,
der auf einer Wendeltreppe hinauf zu den Sternen führt.
Blasses Mondlicht
streichelt die Haut der Schlange,
die in der Vergangenheit ihre Erinnerung abstreift.

Atmen ...
Stöhnen ...
Ejakulieren im Fleisch ...
Auf der Woge des Orgasmus schaukeln,
nicht die Kraft der Lust verlieren.

Aufgerissene Münder ...
Keuchender Atem ...
What are you doing, motherfucker?

Eh, Plastikmensch,
ausgekotzter Fernsehmüll.

Stahlfedern,
aus dem alten Sofa katapultiert,
werden gegüßt und umarmt
von der herausgequollenen Holzwolle des Teddys.

Und ich?

Ich bin ein Atom in einem Rauchkringel.
Blaue Wolken
vor weißer Wand
zeigen mir den Weg zur Kammer des Verstehns.
Willkommen, Fremder,
willkommen in der Stube des Lebens.
54 321 Lichtjahre an Regalwänden vorbeigeschlendert,
gefüllt
mit den Büchern der Seele.

Flackernder Kerzenschein
tanzt an der Decke seinen Bolero.
Gigantischer Orgelklang
schreit in der Stille seine Freude.

Seinen Körper betrachten
im Spiegelbild von glücklichen Augen.
Oh, ihr Lianen des Schmerzes,
löst eure Umschlingung.

Freiheit,
rezediert der Chor im Gleichklang.

Ich bin erwacht
aus dem Traum des Seins
und durch meine Adern fließt das Blut des Lebens.

Der Priester des Pharao
wischt das Öl von meiner bronefarbenen Haut.

Schweißperlen der Zeugung
nimmt der Treibsand mit auf seine Reise.



VERDREHTE WELT

©
Donnerstag, 19.12.2002, 00:36 Uhr by Happy Mountain;
geschrieben für Gott

Weinend kauern kleine Kinder
hinter heraus geschossenen Fenster höhlen - frieren
in der sternen losen Nacht.

Schmatzend fressen alte Generäle
an damast behängten Fest tafeln - furzen
in den beheizten Saal.

Verdrehtes Schicksal,
verdrehte Welt.

Blutend liegen erschossene Soldaten
mit aufgerissenen starren Augen - tot
in der eiskalten Gruft.

Schreiend winden sich Kranke
in weiß bezogenen Krankenhaus betten - Angst
vor der morgigen Operation.

Verdrehtes Schicksal,
verdrehte Welt.

Was ist das
was mich von vorne anstarrt?
Was ist das
was mich in die Agonie treibt?

Sind es nicht die Welten des Irrsinns?
Sind es nicht die Kreaturen der Finsternis?

Oh, mein Gott,
welch eine verrottete Welt,
welch ein Wahn.

Verdrehtes Schicksal,
verdrehte Welt

Und du bist geboren
die Menschen zu erlösen?
Du wurdest auserkoren
unsere Sünden
auf Deinen Schultern zu tragen?
Du?
Der Du uns in Krankheit führst,
der Du uns bestrafst mit Krieg und Groll?

Oder sollte es so sein,
daß man das Obere zum Unteren umkehre;
das Untere zum Oberen,
um die Wahrheit zu finden?

Dann bin ich bereit,
das verdrehte Schicksal
in eine geordnete Welt
zu führen.

Laß uns beginnen,
dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten,
den Kranken die Schmerzen zu nehmen,
die Toten in Dein Reich zu führen.

Laß uns beginnen;
der Liebe den Einzug zu gestatten,
der Freude den Flügel schlag,
dem Orgasmus die Explosion.

Laß uns beginnen...
JETZT !!! ..
.

www.gerrys-photos.de